01. End Of The Night
02. Not Alone
03. Still Alive
04. So Far Away
05. Somewhere In This Universe
06. Learn To Live
07. Pride
08. Ignorance
09. Better
10. In Heaven Now
11. Tonight Is What It Means To Be Young
Spielzeit: 67:22 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: El Puerto Records – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/NeverlandTrain
NEVERLAND TRAIN ist eine Homage an Jim Steinman, der die Musik mit Theatralik und Drama auf ein neues Level gehoben hat und Musiker wie MEAT LOAF, BONNIE TYLER und noch einige mehr mit Hits aus seiner Feder versorgte die teilweise um die Welt gingen und Erfolge verbuchen konnten. NEVERLAND TRAIN wurde vom Bochumer Jens Faber aus diesem Grund ins Leben gerufen um Steinman zu Ehren. Das Projekt oder vielleicht auch heranwachsende Band besteht aus Marco Pastorino an den Vocals, Jens Faber an Backing Vocals, Gitarren, Bass, Keyboards und Piano sowie Patrick Klose an den Drums. Als Gastsängerinnen für den letzten Song sind Jeantette Scherff und Aeva Maurelle zu hören.
Jens ist / war bei DAWN OF DESTINY und LEGIONS OF THE NIGHT, Maco bei TEMPERANCE und FALLEN SANCTUARY, Patrick kennt man von IRON SAVIOR, alles Kombos die sich der härteren Gangart verschrieben haben – da kann man mehr als gespannt sein wo die Reise hingeht und wie diese aussieht. Die Info erwähnt für Fans von MEAT LOAF, BONNIE TYLER und die unvergessene Soundtrackcrew aus den 1980ern FIRE INC.. Was als erstes auffällt ist die Laufzeit von über 67 Minuten bei elf Songs, einer bewegt sich bei vier Minuten, der Rest geht von fünf bis über sieben Minuten. Das bedeutet das es in MEAT LOAF Regionen geht.
Marco besitzt eine sehr angenehme Stimme die sich in Tonlagen bewegt die mehr als nur annehmbar sind. Die Gitarren kommen zwar mächtig böse aus den Boxen, drängen sich dabei aber auf keinen Fall in den Vordergrund, sondern bilden mit den Tasteninstrumenten die als Keyboard, Orgel oder Piano ausgeführt wurden ein spitzbübisches Duo. Weder Gitarren noch die Tasten sind zu dominant, beide gehen eine gleichberechtigte Partnerschaft ein die ein festes und bombastisches Fundament für die Stimme darstellen. Der Bass spielt ein wenig den Nebendarsteller, dafür hauen die Drums besser rein. Das Klangbild präsentiert sich harmonisch und sehr verspielt.
Zu hören gibt es neben dem von Jim Steinman geschriebenen und vom Streets Of Fire stammenden „Tonight Is What It Means To Be Young“ – lief damals auf Dauerrotation in den Discos, verdammt starken Melodic Rock der von der Ausführung an MEAT LOAF und auch BONNIE TYLERs Welthits erinnert. Man kann sogar noch eine kleine Portion MAGNUM und AVANTASIA mit dazu nehmen. Nur eben mit einer sehr kleinen aber feinen Metal Note, ohne in den Metal abzudriften, was man an den Gitarren hören kann. Viele Parallelen zu Jim Steinman sind natürlich auch zu jeder Zeit hörbar. Jetzt könnte man behaupten das dies nicht sonderlich Ideenreich ist, sicher könnte man das ohne Probleme so sehen. Man kann aber auch ein sehr großes Veto einwerfen, da es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von MEAT LOAF und Jim Steinman keine neue Musik mehr geben wird ist NEVERLAND TRAIN da um diese Lücke füllen zu können. Denn egal wie man zu MEAT LOAF und Jim Steinman steht, man muss neidlos anerkennen das es sich um sehr gute Mucke handelt die Steinman geschrieben und von MEAT LOAF umgesetzt wurde. Genau diesen Geist, Energie, epische Theatralik und Drama bieten NEVERLAND TRAIN auf einem sehr hohem Niveau ohne dabei als Klone oder Abklatsch zu wirken. Hier machen drei Musiker Melodic Rock der Extraklasse, die jeden Test von Zeit und Qualität bestehen wird.
Jungs bitte mehr davon, ihr seid mit NEVERLAND TRAIN eine wahre Bereicherung im Melodic Rock. Wer auf Melodic Rock mit Dramarama steht sollte bei NEVERLAND TRAIN mehr als nur ein Ohr riskieren und sich das Album mit einem guten Glas Wein vornehmen.
„End Of The Night“ eine epische Rock Hymne wie sie auch im Lehrbuch stehen könnte, „Not Alone“ glänzt mit Tempowechseln und fast schon Metal-artigem Riffing. „Still Alive“ ein flotter Rocker der voll auf die 12 geht, „So Far Away“ eine Ballade die irgendwo zwischen den oben erwähnten Künstlern, MAGNUM und AVANTASIA wandelt. „Somewhere In This Universe“ hier gibt es alles für das Steinman geliebt oder gehasst wird / wurde, Drama ohne Ende, epische Abschnitte, Chöre die einfach nur reinhauen und Tempowechsel – sogar stellenweise sehr rauen Gesang, „Learn To Live“ fängt eher unspektakulär an – auch in den Strophen, bis der Refrain kommt der on Top ist und die spanisch angehauchte Gitarre nach dem Refrain. „Pride“ hier Rockt und Rollt es im Gebälk, „Ignorance“ hier gibt es wieder alles von Drama, Tempowechsel bis Epic, wie ein Thriller der die Spannung auf die Spitze treibt und sich dann mit aller Energie entlädt. „Better“ ein Rocker der sehr hohes Potential besitzt, „In Heaven Now“ eine Ballade die die Taschentuchfraktion bestens bedient, „Tonight Is What It Means To Be Young“ eine sehr gelungene Version des Songs vom Streets Of Fire Soundtrack.
Balle






