MAMMOTH – Mammoth (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. All The Days
02. Fatman
03. Can’t Take The Hurt
04. 30 Pieces Of Silver
05. Dark Star
06. I Bet You Wish
07. Long Time Coming
08. Bad Times
09. Home From The Storm
10. None But The Brave (Tonight) (CD Bonus Track)

 

Spielzeit: 48:44 min – Genre: AOR – Label: Jive / Zomba – VÖ: 1989 – Page:

Man schrieb das Jahr 1989 und eine britische Band mit Namen MAMMOTH trat ans Tageslicht um ihre Musik zu verbreiten. Von dieser Band erschienen drei Studioalben, zwei Best Of Zusammenstellung und eine Handvoll Singles. Ich selber stieß erst sehr spät auf die Band und sicherte mir das gleichnamige Debütalbum, das immer wieder Play Time bekommt.

Zur damaligen Besetzung zählten Nicky Moore am Mikro und Keyboards, Mac Baker an den Gitarren, John McCoy an Gitarren und Bass und Vinnie Reed an den Drums. Als zusätzliche Musiker wurden Bernie Torme und Kenny Cox an Gitarren, Rob Fisher an Keyboards sowie Dave Lloyd und Mark Williams an den Backing Vocals gelistet. Nickys Stimme war sehr rau und bewegte sich in den mittleren und tieferen Tonlagen, Vergleichen könnte man mit einer tieferen Version von John Francis von AFTER HOURS. Diese Stimme schafft allein schon die halbe Miete um dieses Album in der RG- Zeitmaschine vorzustellen. Die Gitarren brettern volles Rohr drauf los, wenn sie ein wenig lauter abgemischt wären, wurden die ohne Probleme und Änderungen im Hard Rock durchgehen. Die Gitarren erinnern auch sehr oft an die Hard Rock Heroes der 1980er Jahre, ohne dabei als Kopie zu wirken, deren Ausführung ist Hard Rock like. Die Keyboards stehen auf derselben Stufe wie die Gitarren, wurden aber nicht so auffällig eingespielt wie die Gitarren. Gittis und Keys bilden ein sehr gutes Grundgerüst für Nickys Stimme und den Sound des Albums. Der Bass kann sich sehr gut behaupten und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Die Drums kommen punktgenau und mit viel Drive. Mit den fetten Backing Vocals ergibt sich ein für AOR verdammt gut aufgestelltes Gesamtbild, die gelungene Produktion trägt zum positiven Bild bei.

MAMMOTH befinden sich auf ihrem Debüt im reinrassigen AOR ohne viel Schnörkel legten die Jungs von der großen Nordseeinsel ein Debüt vor das es in sich hatte – und immer noch hat, und mit den damals angesagten AOR Vertreten mithalten konnte. Dabei klingt der AOR nicht mal wirklich nach einer europäischen Band, sondern vereint mehrere einfließende Spielarten des Genres. MAMMOTH vermischten europäischen AOR mit dem aus Nordamerika und als Ergebnis gibt es ein Album das nicht nach Links oder Rechts sieht, sondern die Positiven Eigenschaften sowohl aus Europa und Nordamerika miteinander verband. Vergleichen kann man MAMMOTH am besten mit JOURNEY, SURVIVOR, PRISM, DUKE JUPITER, 8084, MICHAEL STANLEY BAND, BREATHLESS und HONEYMOON SUITE aus Nordamerika – und BITE THE BULLET, FM, WALK ON FIRE, AFTER HOURS, CHARLIE heftigere AFTER THE FIRE, ANDROIDS, ANGELS OR KINGS, CHANGE OF HEART und HEARTLINE aus Europa, sprich Großbritannien. Herausgekommen ist ein sehr attraktives Album mit einem Genre Mix des räumlich durch den Atlantik getrennten AOR.

„All The Days“ ein starker und eingängiger Opener, der Lust auf mehr macht, „Fatman“ ein kräftiger Rocker der auf Anhieb sitzt. „Can’t Take The Hurt“ ein Highlight, ab Mitte der 80er hätte es Potential für einen Welthit gehabt, „30 Pieces Of Silver“ ein leichtfüßiger und flotter AOR Rocker. „Dark Star“ nun wird mit Drama Spannung erzeugt, „I Bet You Wish“ hier kommt Rock N Roll Stimmung mit kräftigem Riffing auf. „Long Time Coming“ es wird intensiv drauf los gerockt, „Bad Times“ ein perfekter AOR Song der an einen Symbionten aus MICHAEL STANLEY BAND und CHARLIE erinnert. „Home From The Storm“ ein mit Drama angereicherter Rocker, „None But The Brave (Tonight)“ zum Schluss wird nochmals richtig eingängig abgerockt.

Balle