Die vier australischen Krawall-Rocker von AIRBOURNE waren im Zuge ihrer Gutsy Tour am 03. Februar in der Tonhalle in München. Wer die Alben der vier kennt weiß genau was auf das Publikum zukam. Die Vollbedienung in Sachen Riff-Rock der Extraklasse. Die Tonhalle war an dem Abend ausverkauft. Zur Unterstützung waren die Briten von ASOMVEL dabei.
ASOMWEL starteten mit viel Getöse in den Abend. Der Stil der Briten befindet sich irgendwo zwischen Heavy Rock N Roll und Heavy Metal, sogenau lässt sich das nicht wirklich differenzieren. In der Setlist befanden sich zwei Heavy Metal Songs, der Rest bewegte sich im sehr harten Rock N Roll. Die Stimme des Sängers klingt einfach nur fertiger als fertig und könnte selbst Lemmy ohne große Schwierigkeiten Konkurrenz machen. Genau wie der Sound der Band, der sich sehr Nahe bei MOTÖRHEAD befindet. Ich hörte mehrere Stimmen die wie ich meinten sich auf einem MOTÖRHEAD Konzert zu befinden. Die beiden Gitarristen sorgten für eine Heavy Stimmung, der Bass kam auch sehr gut durch und an den Drums saß ein Tier. Das Klangbild wirkte rund und dynamisch, in den ca. 45 Minuten Spielzeit wurde die Bühne von allen gut ausgenutzt. Wenn man ehrlich ist können es Phil Campell und seine Gang noch um mehrere Stücke besser.
Während der Umbauphase begegnete mir Teddy McRocket, Gitarrist der Band HEADSTONE und man sprach über deren letzten Gig und was den Zuschauer bei AIRBOURNE erwartet. Meine eigenen Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Bei mir war es das erste aufeinander Treffen mit den Australiern, ich habe vorher schon einige Konzerte auf DVD gesehen, aber Live dabei zu sein ist doch eine ganz andere Nummer. Joel O’Keeffe bot eine gigantische Show, so wie man es auch auf den Konzert-Videos sehen konnte. Bestens bei Stimme und eine Bank an der Gitarre ackerte er sich durch das Set. Der zweite Gitarrist war genauso gut drauf, der Bass war den gesamten Gig über voll an der Front vorhanden und der Drummer spielten den gewaltigen Arschaufreißer und ließ seine Sticks mit roher Brutalität fliegen. Hier und da legte Joel kurze Pausen ein um mit dem Publikum zu interagieren oder einfach nur Ansagen zu machen. Wer in den ersten fünf Reihen stand bekam jede Menge Schweiß von Joel ab, der schwitzte wie in der Sauna und so wie er seinen Kopf wirbeln ließ erwischte es so einige Zuschauer. Das Stageacting war wie man sich das von AIRBOURNE vorstellt, mit jeder Menge Bewegung und Lauferei von Bühnenmitte zur Seite oder einer Seite auf die andere. Der Klang war überragend und gab keinen Grund zum Meckern. Die Setlist ließ nichts vermissen und umspannte die bisherigen Alben plus Neuheit. Wenn ich nicht ROBERT TEPPER und THE DEAD DAISIES Live gesehen hätte wären AIRBOURNE mit D-A-D heiße Anwärter für die Spitze, so bleibt ein sehr guter, geteilter dritter Platz in meinem Ranking der besten Konzerte, besser geht es fast nicht mehr. Einziger minimaler Kritikpunkt ist die für AIRBOURNE einfach viel zu kleine Bühne in der Tonhalle.
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Setlist AIRBOURNE
Gutsy
Fat City
Cradle To The Grave
Hungry
Back In The Game
Raise The Flag
Cheap Wine & Cheaper Woman
Alive After Death
No Was But The Hard Way
Too Much Too Young Too Fast
Live It Up
Breakin‘ Outta Hell
Ready To Rock
Runnin‘ Wild
Text: Balle / Bilder: Fonse Demmelhuber





