01. Master of the Universe
02. Memories in the Haze
03. Coming Home
04. Der Jüngling Am Bache
05. D.R.I.P
06. Heroes
07. Lonely Prisoner
08. Proud Kings of Avalon
09. Sehnsucht
10. Tears of a Hero (2024)
11. Goodbye
Spielzeit: 53:17 min – Genre: Folk Metal – Label: NRT Records – VÖ: 28.11.2025 – Page: www.minotaurs-metal.com
Von der deutschen Folk Metalband MINOTAURUS habe ich immer mal wieder am Rande gehört. Kein Wunder gibt es die Truppe doch bereits seit 1994. Also bereits schlappe 30 Jahre!
Dreh und Angelkopf der Band ist Sänger Oliver Klump der die Band damals auch mitbegründet hat.
Es gab bislang einige Besetzungswechsel, seit 2018 ist das Personalkarussell aber gestoppt und besteht eben aus Sänger Oliver, seinen weiblichen Gegenpart Clarissa Hobeck, den beiden Gitarristen Reiner Zumkeller und Jürgen Hermann, Bassist Marcus Finger sowie Schlagzeuger Rouven Zumkeller.
Nach wie vor dominieren im Sound der Band mittelalterliche Folkklänge, es gibt aber auch immer wieder Ausflüge ins Power und Heavy Metal Genre.
Lyrisch gibt es auf dem neusten Werk „Memories in the Haze“, welches über das neue Label NRT Records erscheint, Geschichten zwischen Fiktion und Wirklichkeit, die von Mythen und Legenden inspiriert sind.
Auf der Scheibe finden wir eine Neueinspielung des Bandklassikers „Tears of a Hero“ sowie zwei deutsche Songs, die auf Gedichten von Friedrich Schiller basieren.
Klingt auf jeden Fall schon mal sehr spannend, horchen wir nun mal genauer rein und ich fülle vor allem meine weiße Stelle auf der Metallandkarte.
Als erstes widmen wir uns dem Albumopener „Master of the Universe“. Dieser ist klar im Power Metal zu Hause, vergisst aber nie die sehr typische Folknote der Band und ist somit schon mal direkt der erste Anspieltipp der direkt richtigen Laune macht.
Ähnliches kann man dann auch zum Titeltrack „Memories in the Haze“ sagen, wobei das Ganze hier noch etwas zwingender aus den Boxen kommt. Ein toller Wechselgesang zwischen Oliver und Clarissa rundet das Ganze gut ab.
Zur folgenden Folkballade „Coming Home“ gibt es ein ganz tolles Video, welches schon ein kleiner Film geworden ist. Ganz großes Kino, kleines Wortspiel : )
Dann gibt es, wie angekündigt, die erste Vertonung eines Friedrich Schiller Gedichtes in Form von „Der Jüngling am Bach“. Auf jeden Fall eine gute metallische Umsetzung, auch wenn ich mit der deutschen Sprache im Metal wenig anfangen kann, aber da kann ja die Band nichts dafür!
Der Mittelteil hält dann mit dem klassischen „D.R.I.P“ sowie „Heroes“ noch zwei gute Vertreter der Power und Folkmetal Mischung bereit die den Fans direkt zusagen sollten.
Die Powerballade „Lonely Prisoner“ ist dann ganz an den Songtitel angelehnt schön düster und beklemmend gehalten. Eine tolle Atmosphäre die hier rüberkommt.
Und dann muss ich sagen geht der Band irgendwie etwas die Luft aus. Denn „Proud Kings of Avalon“ kann nicht an die vorherigen starken Tracks anknüpfen und der nächste komplette deutsche Titel „Sehnsucht“ dürfte auch wieder die Fangemeinde spalten.
Die Bandklassiker Neueinspielung „Tears of a Hero“ geht in Ordnung und hat einen schönen epischen Touch, das abschließende „Goodbye“ ist auch okay, aber verliert im Vergleich zu den Tracks aus der ersten Hälfte aber auch klar.
Mit „Memories in the Haze” liefert die Band MINOTAURUS nach ihrer langen Bandkarriere auf jeden Fall eine solide und ordentliche Leistung ab und wird 100% den Geschmack der Genre und Bandfans treffen.
Ein bisschen geht der Truppe in der zweiten Hälfte die Luft aus, man ist aber auch dort weit entfernt von absoluten Durchhängern.
Klarer Pluspunkt für die Band ist das Label, welches ein mehr als amtliches Promopaket in qualitativ hochwertiger gedruckter Bookletform abliefert welches keine Wünsche offenlässt! Das ist sehr selten geworden in der heutigen Zeit!
Ich denke das final knallharte Bandfans auf jeden Fall noch locker 1 Punkt zu meiner Wertung drauf rechnen können.
Ein solider Power/Folkmetal Diskus einer sehr unterschätzten Band!
Julian











