BOYS FROM HEAVEN – The Wanderer

Trackliste:

01. I’ll Wait
02. Hotline
03. Hold Your Heart
04. Street Life
05. Say Goodbye
06. How Long
07. Eileen
08. I Will Never Let You Down
09. Time Is On Our Side
10. Till The Bitter End

 

Spielzeit: 42:00 min – Genre: AOR – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/boysfromheavenmusic

 

So nun sind nach TURN BACK TIME die Dänen von BOYS OF HEAVEN an der Reihe. Die Band schaffte es mühelos sich mit ihrer EP und den beiden Vorgängern erfolgreich vor mir zu verstecken, dies änderte sich mit „The Wanderer“ schlagartig. Als ich den ersten Durchgang mit den Jungs machte war ich ein wenig enttäuscht weil es nicht meiner Vorstellung entsprach. Erst ab Durchgang zwei besserte sich dieser Zustand und ab Durchgang drei offenbarte sich mir die volle Breitseite BOYS FROM HEAVEN und ich erkannte die Feinheiten des Albums. Da ich die Vorgänger nicht kenne, kann ich auch nichts über Änderungen schildern und gehe deshalb jungfräulich an dieses Album ran.

Zu den BOYS gehören Chris Catton am Mikrofon, Mads Schaumann an den Gitarren, Mads Noyé an Keyboards, Jonas Klintsträm Larsen an Saxophone und Søren Viig Mathiesen an den Drumsticks. Chris besitzt eine angenehme und feine Stimme die von der Range bestens zum AOR der Band passt. Dabei klingt er weder zu vorlaut noch schmalzig, einfach gesagt passend zum AOR. Die Gitarren und das Keyboard gehen es wie ein gleichberechtigtes Paar an bei dem keiner meint er müsse den anderen unterbuttern. Der Einsatz des Saxophons bringt eine warme und abwechslungsreiche Stimmung mit. Der Bass agiert dezent aus der zweiten Reihe, der Drumstickschwinger hält sich vornehm zurück um die Harmonie nicht unnötig in Unruhe zu versetzen.

Die BOYS FROM HEAVEN haben es mit ihrem Sound drauf eine ganzer Reihe Erinnerungen an AOR Bands der Vergangenheit aber auch der Gegenwart zu wecken. Weder als Abklatsch noch als Klon bewegen sich die Dänen auf einer Welle mit sehr guten Songs und AOR Sound. Beim hören fallen einem so Vergleiche wie QUARTERFLASH, BOULEVARD, BEAU COUP, BEAU GESTE, CHARLIE, THE LOOK, BITE THE BULLET, 8084, ADRENALIN und der Leichtigkeit von TOTO ein. Aber auch skandinavische Vertreter wie ALIEN, BAD HABIT, CAPTAIN BLACK BEARD, CARE OF NIGHT, CODE RED, CREYE und CRUZH kommen als Vergleiche in betracht. Vielleicht kommt mir aus diesem Grund so einiges auf „The Wanderer“ seltsam bekannt vor, was nicht als Nachteil gesehen sollte, sondern vielmehr als Kompliment an die Band.

Die BOYS FROM HEAVEN ziehen auf „The Wanderer“ alle Register die der AOR zu bieten hat und können bei jedem weiteren Durchgang bei verdammt gute Stimmung an Qualität zulegen.

„I’ll Wait“ ein cooler und eingängiger Rocker für jede Situation, „Hotline“ und gleich der zweite Rocker in Folge der überzeugen kann. „Hold Your Heart“ ein vom Gefühl getragener Rocker, „Street Life“ ein AOR Kracher mit Hammond Feeling. „Say Goodbye“ hier reiten die Jungs auf einer Gefühlswelle Richtung Sonnenuntergang an die Westcoast, „How Long“ ein sehr gut hörbarer Song. „Eileen“ erinnert an einem Happy Feel Good Soundtrack, „I Will Never Let You Down“ hätte sich sehr gut auf dem Soundtrack von The Lost Boys aber auch Zurück In Die Zukunft gemacht. „Time Is On Our Side“ hier kommt die volle Dröhnung Drama auf den Hörer zu, „Till The Bitter End“ eine starke Ballade.

Balle