01. Paranoia
02. Korinth
03. Himmelsstern
04. Immermorgenland
05. Schwarzes Kleid
06. Mephistopheles
07. Chronos
08. Leere & Chaos
09. Vanitas Vanitatum
10. 10 000 Jahre
11. Frei
12. Wir sind das Ende
Spielzeit: 46;23 min – Genre: Folk / Mittelalter Metal – Label: Metalville Records – VÖ: 20.06.2025 – Page: www.facebook.com/ReliquiaeBand
RELIQUIAE kam mir irgendwie sympathisch vor, weshalb ich mich für dieses Album eingetragen habe. Dann kam der Umstand dazu das als Genre Deutsch Rock und Folk Metal angegeben wurde, was auch etwas für mich ist. Ich kannte die Band vorher nicht obwohl sie schon 15 Jahre existent ist und auch schon einige Alben veröffentlicht hat. Irgendwie kam ich mit Mittelalter und Folk Rock / Metal erst seit dem ich schreibe in Berührung, diese Genres wurden von mir vorher nicht sonderlich beachtet, genau wie Deutsch Rock den ich ein wenig vernachlässigte.
Da mir bis zu diesem Zeitpunkt nichts von RELIQUIAE bekannt ist kann ich ganz unbeschwert, vorurteilsfrei und frisch an das neue Album der Band „Paranoia“ rangehen. Zur Band gehören Bastus am Gesang; Scea an Geige, Drehleier und Nyckelharpa; Coluber an Dudelsäcken und Schalmeien; Comatus an Keyboards; Morti an Bass, Breacán an Gitarren und Lasko an den Drums.
Laut Label ist RELIQUIAE: Schneller, härter, besser!? Oder auch nicht. Angekündigt wird dieses Album als das bisher härteste und metallastigste Werk der Band, ok dann mal hören was sich auf diesem Album befindet und ob es schmackhaft ist oder eher etwas für die Tonne.
„Paranoia“ lässt es von den Riffsalven her ganz schön krachen und geht mit dem vollen Metalbrett auf den Zuhörer los. Die Stimme von Bastus hat was, dieses Etwas lässt sich schlecht beschreiben. Die Tonlage passt sehr gut zum Sound von RELIQUIAE, egal ob mit Gefühl oder mal voll heraus die geht immer in Ordnung. Die Gitarren sorgen für den metallischen Grundton der sich in den Strophen gerne auch mal zurückzieht und den Anderen den Vortritt lässt oder grätscht voll mit den Anderen Instrumenten rein. Wie der Erfolg der zahlreichen anderen Bands zeigt harmonieren harte Riffs sehr gut mit klassischen Instrumenten wie Geige, Drehleier, Schalmein oder Dudelsäcken. Wer es nicht glauben möchte einfach mal genauer in „Paranoia“ rein hören, da harmoniert alles bestens ohne das auch nur ein Darsteller als Fremdkörper oder gar Außerirdischer wirkt. Der Bass geht voll auf, die Tasten gehen gegen die anderen Instrumente fast unter. Das Schlagzeug treibt aber so was von nach vorne das man meint der Weltuntergang ist gekommen. Die harten Gitarren im Wechselspiel mit den alten klassischen Instrumenten hat etwas faszinierendes das seinen Reiz schon beim ersten hören entfalten kann. Nicht nur musikalisch können RELIQUIAE überzeugen, wenn man den Texten genauer zuhört bekommen die Songs noch mehr Überzeugungskraft.
„Paranoia“ macht am Anfang gleich mal keine Gefangenen – das Ding zieht eine Schneise der Verwüstelung in die Gehörgänge, „Korinth“ sehr melodisch und attraktiv. „Himmelsstern“ das Ding ist in jeder Situation ein fettes Highlight mit starken Vocalharmonien und absolut perfektem Refrain, „Immermorgenland“ der Song sollte jeder Tanzfläche stehen der räumt voll ab. „Schwarzes Kleid“ in den Strophen balladesk und gefühlvoll um im Refrain voll den Lumpi raus hängen zu lassen, „Mephistopheles“ und gleich noch so ein unwiderstehliches Highlight das voll reinhaut. „Chronos“ cooler Mittelalter Brecher allerdings hätte die Verzerrung der Stimme nicht sein müssen – die ist zu gut aufgestellt für solche spielerein, „Leere & Chaos“ fängt todtraurig an und sollte für Kuschelmomente sorgen können. „Vanitas Vanitatum“ Melodie trifft auf härte und RELIQUIAE – so mut datt sein, „10 000 Jahre“ das Drama findet seinen Höhepunkt auf positive Weise. „Frei“ der nächste Song der jede Tanzfläche zum überkochen bringen sollte, „Wir sind das Ende“ der Abschluss geht voll in Ordnung – eleganter Wechsel der Thematik und Instrumentierung.
Balle






