THE MURDER OF MY SWEET – Bye Bye Lullaby

Band: The Murder of my Sweet
Album: Bye Bye Lullaby
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 25.05.2012
Die schwedischen Metaller THE MURDER OF MY SWEET traten das erste Mal 2010 mit ihrem Debütalbum „Divanity“ in Erscheinung, damals noch beim Label Frontiers Records. Anscheinend war den Italienern das Album nicht stark genug von den Verkaufszahlen her. Umso besser, ist man doch jetzt bei dem deutschen Label AFM Records, wie ich finde wesentlich besser aufgehoben. Nach wie vor frönen die Schweden dem pompösen Symphonic Metal, sie nennen das Ganze Cinematic Rock. Angeführt von Frontfrau Angelica Rylin und Schlagzeuger Daniel Flores, macht man sich also nun auf um der Metalwelt das zweite Album „Bye Bye Lullaby“ zu präsentieren.
Das neue Material soll vielseitiger sein, aber dem ersten Album wohl in nichts nachstehen. Kein Wunder sind die „neuen“ Songs wohl alles Überbleibsel der damaligen Songwriting Prozedur.
Das vollständige Lineup liest sich im Übrigen so, Angelica Rylin (Gesang), Christopher Vetter (Gitarre), Teddy Westlund (Bass) und Daniel Flores (Schlagzeug).
So genug der Vorreden, werfen wir gleich einen Blick auf den ersten Track „Armageddon“. Eine epische Nummer die gleich mal zeigt wo der Hase lang läuft. Mit ordentlich Bombast und viel Melodie zieht uns die Nummer in ihren Bann und lässt uns so schnell nicht mehr los. Auf jeden Fall ein gelungener Opener.
Das folgende „Fallen“ ist eine Spur symphonischer ausgefallen, folgt aber ansonsten der Marschroute des Openers. Einer der stärksten Tracks auf der Scheibe!
Auch „Unbreakable“ läuft uns gut in die Gehörgänge, auch wenn es vielleicht nicht so viel Eindruck wie seine Vorgänger hinterlässt, reiht es sich dennoch perfekt in die Reihe der bislang starken Tracks ein.
Danach haben wir mit ein paar Durchschnittstracks zu kämpfen, bevor es dann mit „Idolize“ und „Kind of Lousy“ wieder zurück in die Spur geht. Hier stimmt wieder die Mischung aus Melodie und Heavyness, wodurch sich die Tracks ganz schnell in den Gehörgängen festfressen.
Hier muss ich auch mal Frontfrau Angelica ansprechen, die wirklich über die gesamte Spielzeit einen tadellosen Job hinlegt und für mich jetzt schon zu einer der besten Sängerinnen in diesem Genre gehört!
Mit großen Schritten geht es dann in den letzten Teil der Platte wo man mit dem krachenden „Black September und dem abschließenden „ noch ein paar starke Tracks in der Hinterhand hat.
Anspieltipps:
Hier müssen ohne Frage die Tracks “Armageddon”, “Fallen”, “Unbreakable”, “Idolize” und “Black September” aufgezählt werden.
Fazit :
THE MURDER OF MY SWEET machen auf ihrem zweiten Album “Bye Bye Lullaby” eigentlich da weiter wo sie bei ihrem Debüt “Divanity” aufgehört haben.
Nach dem starken Debüt war ich auf das zweite Album gespannt und enttäuscht hat man mich definitiv nicht. Der größte Kritikpunkt den man anbringen kann ist, dass das Album vielleicht einen Tick zu lang geraten ist und sich dadurch vor allem im Mittelteil einige Durchhänger eingeschlichen haben.
Ansonsten kann man aber das neue Werk von THE MURDER OF MY SWEET jedem Symphonic Metal Fan mit einem Faible für Melodien und weiblichen Gesang ohne Frage empfehlen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Armageddon
02. Fallen
03. Unbreakable
04. I dare you
05. Vionlently Peaceful
06. Meant to last Forever
07. Idolize
08. Kind of Lousy
09. The One
10. Resurrection
11. Waiting for the 27th
12. Black September
13. Phantom Pain
Julian

MALICE – New Breed of Godz

Band: Malice
Album: New Breed of Godz
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: SPV/Steamhammer
Veröffentlichung: 25.05.2012
So langsam tauchen alle alten Hasen des US Metal Geschäftes wieder auf. Nicht nur de Amis SLEEPY HOLLOW nein auch MALICE lassen sich wieder mit einem „neuen“ Album blicken. Das Neu ist hier aber in Anführungszeichen zu setzen, denn die neue Scheibe „New Breed of Godz“ bietet viele Neueinspielungen von alten Bandklassikern, aber auch ein paar neue Tracks.
Schon im Jahre 1981 erblickten MALICE das Licht der Welt. Man spielte zwei Alben ein „In the Beginning“ und „License to Kill“ sowie die EP „Crazy in the Night“ und verschwand dann Anfang der 90iger wieder von der Bildfläche.
Anscheinend war den Jungs das Rententeil aber zu langweilig und auf dem letztjährigen Keep It True Festival spielte man eine Comebackshow bei der man wieder richtig Lust auf die Mucke bekam. Ergebnis dieser Lust ist das mir nun vorliegende neue Werk „New Breed of Godz“.
Am Lineup hat sich auch ein bisschen was getan. Neu am Mirko ist James Rivera (HELLSTAR), am Bass gibt es mit Mark Behn ebenfalls einen Neueinsteiger, ansonsten ist das Lineup aber geblieben, Jay Reynolds (Gitarre), Mick Zane (Gitarre) und Pete Holmes (Schlagzeug) bilden den Rest der Mannschaft.
Gleich am Anfang der Scheibe steht mit „New Breed of Godz“ ein neuer Song und gleichzeitig der Titelsong. Die Nummer ist ein typischer US Metal Song und wartet mit allem auf, was in den 80igern angesagt war in diesem Genre. Auffallend ist hier natürlich der Gesang von Neufronter James Rivera, der einfach charakteristisch ist. Ein etwas zwiespältiger Titelsong, ein bisschen fehlt mir die Struktur.
Nun kommen mit „Hell Rider“ und „Against the Empire“ zwei Neueinspielung von Gassenhauern, die natürlich als absolute Volltreffer bezeichnet werden kann. US Metal Fans werden die Nummern lieben!
Mit „Branded“ folgt jetzt wieder ein neuer Song, der auf jeden Fall besser als der neue Titelsong ist, aber irgendwie auch nicht ganz an die alten Klassiker rankommt. Irgendwie beschleicht mich kein gutes Gefühl, wenn schon der zweite neue Song ein wenig floppt…
Anschließend gibt es wieder drei Klassiker zu bestaunen, bevor mit „Winds of Death“ wieder ein neuer Song kommt. Eine langsame Halbballade, die aber mal endlich als gelungen bezeichnet werden kann. Klasse Gesangsleistung von James!
Als vorletztes kommt dann der letzte neue Track „Slipping through the Cracks“. Hier kann man definitiv auch von einem absoluten Volltreffer reden, endlich mal eine neue Nummer die absolut begeistert.
Gekonnt abgeschlossen wir das Album dann durch den Mörderklassiker „Godz of Thunder“.
Anspieltipps:
Die alten Songs sind natürlich quasi von sich aus als Anspieltipp zu sehen, von den neuen Songs können am ehesten “Winds of Death” und “Slipping through the Cracks” überzeugen.
Fazit :
Die alten Klassiker von MALICE sind natürlich über jeden Zweifel erhaben und alle sind richtig gut gelungen, was die Jungs sich aber bei den neuen Tracks gedacht haben weiß ich nicht. Vier neue Track, davon zwei die richtig zünden, das ist finde ich viel zu wenig für eine Truppe wie MALICE. Da hätte ich wirklich viel mehr von den Jungs erwartet. Dann lieber weniger neu eingespielter Klassiker und mehr gute richtig neue Songs.
Nur aufgrund der starken Klassiker erreicht man hier eine Note im vorderen Bereich, ansonsten wäre meine Benotung nicht so gut ausgefallen.
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. New Breed of Godz (neuer Song)
02. Hell Rider
03. Against the Empire
04. Branded (neuer Song)
05. Sinister Double
06. Circle of Life
07. Stellar Masters
08. Winds of Death (Angel of Light) (neuer Song)
09. Air Attack
10. Chain Gang Woman
11. Slipping through the Cracks (neuer Song)
12. Godz of Thunder
Julian

KILL DEVIL HILL – Kill Devil Hill

Band: Kill Devil Hill
Album: Kill Devil Hill
Spielzeit: 45:54
Plattenfirma: SPV/Steamhammer
Veröffentlichung:25.05.2012
Homepage: www.killdevilhillmusic.com

Sie kommen von der Musik nicht los…  Dinosaurier der Musik. KILL DEVIL HILL sind ein Trupp, der aus bekannten und langgedienten Musikern besteht, nämlich Drummer Vinny Appice (Black Sabbath, Heaven & Hell, Dio) und Bassist Rex Brown (Pantera, Down), Gitarrist Mark Savon und Sänger Dew Bragg.

Das Cover ist einfach gestaltet – schwarzer Hintergrund, ein Stuhl mit einem Totenkopf und einem Buch (einer Bibel?) darauf und darüber ein Jesuskreuz.

Sowohl die Stimme von Drew Bragg ist sehr gut und auch die Musiker haben „es“ drauf – eben langgediente Rocker! Man merkt, die Musik wird mit Herzblut gemacht, finanzielle Interessen stehen nach all der langen Zeit eher im Hintergrund. Es ist ein recht gemischtes Line-up, vom härtesten Thrash bis zum eher klassischen Heavy Metal und das ist eine gute Mischung.

Der erste Song („War Machine“) beginnt mit rhythmischen Drums, Gitarren und melodischer Stimme. Es verheißt Gutes und damit geht es weiter. Direkt eine gute Gitarren- und Drumsection ist in der Mitte zu hören. Ein fast schon unheimlich anmutender Beginn bei „Hangman“. Man sieht förmlich die Henker zum Richtplatz schreiten. Bei „Voodoo Doll“ wieder eine tolle musikalische Gitarren- und Schlagzeugeinlage. „Gates Of Hell“ spricht den Nerv der Hörer an und auch hier ein schauriger Liedanfang mit düsterer Stimme. Ein trostloser Song, der deprimiert. Ebenso der Text. „Strange“ ist sehr rockig und energiegeladen. „Time & Time Again“ ist ein sehr eingängiges Stück, dass man gut im Ohr behalten kann. „Old Man“ – Klänge im Bass-Bereich und man wippt sofort mit. Die Stimme passt wunderbar dazu. Und man sollte es kaum glauben: „Mysterious Ways“ ist eine echte Ballade. Gespielt in den höheren Tönen der Gitarre ist es faszinierend. Ebenso faszinierend ist der Anfang von „Up In Flames“; leider ist es ein wenig öde, wenn der Gesang hinzukommt. Die fast sechs Minuten ziehen sich hin wie Kaugummi. „Revenge“ hat ein sehr gutes Gitarrensolo. Zwischendurch einige Ur-Growls. Diese ziehen sich ziemlich in die Länge und dann ist der Song auch schon fast beendet.

Ein Album, dass vollkommen in Ordnung ist, leichte Schwachstellen, da manches etwas durchschnittlich klingt, aber es ist trotzdem ein gutes Album.

Anspieltipps: “Hangman”, “Voodoo Doll”, “Gates Of Hell”, “Old Man”, “Mysterious Ways”, “Revenge”

Fazit :  Eine gute Mischung der Musiker und eine gute Scheibe. Man merkt, die Musiker machen das, was ihnen gefällt, muss aber nicht jedem gefallen. Kann man gut auflegen.

WERTUNG: 

Trackliste:

1. War machine 3:09
2. Hangman 3:40
3. Voodoo doll 3:53
4. Gates of hell 4:53
5. Rise From The Shadows 4:03
6. We`re All gonna die 4:26
7. Strange 3:31
8. Time & time Again 3:50
9. Old Man 3:06
10. Mysterious Ways 2:25
11. Up In Flames 6:04
12.Revenge 4:54

Sandra

ROACHCLIP – Night Falls

Band: Roachclip
Album: Night Falls
Spielzeit: 33:74 min
Plattenfirma: Pure Rock Records
Veröffentlichung: 25.05.2012
Homepage: www.rock-zipfel.com

Drei Alben in 26 Jahren erscheint erst einmal recht wenig. Da ROACHCLIP aber eine Band mit Ecken und Kanten ist, ist es nicht ungewöhnlich, dass eine längere Pause gemacht wird, wenn den Mitgliedern danach ist. Zudem muss man wissen, dass ihr letzter Schlagzeuger während der aktiven Laufbahn verstarb. Das dann erst einmal andere Prioritäten anstehen, ist wohl nicht ungewöhnlich. Umso schöner, dass es ROACHCLIP noch immer gibt und man hoffen darf, regelmäßig von ihnen zu hören. Der Vorgänger von „Night Falls“ ist 2009 veröffentlicht worden, sehen wir, was auf der neuen Scheibe geboten wird. Das Line-up besteht übrigens aus Sven Bauer (Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard), Oliver Noack (Keyboard), Fritz Steger (Schlagzeuger), Thilo Kromer (Gesang, Bass) und Rolf Schmidt (Gitarre).

Ein Cover, dass mit der Angst vor dem Unbekannten spielt: Bedrohliche hohe Meereswellen, aus der eine bleiche Hand verkrampft um Halt flehend hervorlugt. Ein unheimlicher rot vernebelter Mond macht die Szenerie perfekt.

Musikalisch sind ROACHCLIP ein eingespieltes Team. Sven Bauer ist offenbar ein Multi-Talent und ein hochmusikalischer Mensch.  Die Band spielt seit Jahren miteinander und vermutlich haben die Erfahrungen, die mit anderen namhaften Künstlern gesammelt wurden, ihrem Können auch nicht geschadet.

Mit „No Reason“ wurde ein melodischer, rockiger Einstieg gefunden, der Vorfreude auf das Kommende vermittelt. Der Chorus lässt nicht los, ein regelrechter Ohrwurm. Deutlich hört man stellenweise auch die Keyboards heraus, was recht originell klingt und den Song ein wenig als Breitband präpariert. Die Leadgitarre klingt auch herrlich heraus. Ein schöner Gitarrenbeginn bei „Buffalo“. Klarer Gesang, gut zu verstehen. Ein ruhiges Lied. Mittig ein wunderbares Gitarrensolo! Mit „Le Bon Roi Dagobert“ ein französischer Song. Ganz originell, aber klingt ein wenig verstaubt und trotz aller Bemühungen eher ein wenig wie ein Marsch. „GL 298“… ein Anfang wie ein Kirchenlied… Aber dann bessert er sich. Wieder klarer Gesang bei einem ruhigeren Song. Die Gitarren und Drums sind gut zu hören und harmonieren miteinander. „It Is You“ hört sich von Anfang an wieder wie ein Rocksong an. Klingt sympathisch und gut. „Poison Blonde“ – ein Titel, der auf vielen Alben zu finden ist. Eine Blondine, die mal wieder als Gift, als Teufel dargestellt wird… Ein wenig zuviel Clichée. Dafür klingt der Song wiederum gut und rockt! Ein toller Anfang mit Gitarre, Bass und Drums bei „Praying Mantis“. Klingt schon vielversprechend und mit dem Gesang wechseln Sven Bauer und Thilo Kromer sich ab. Bei St. James Infirmary singt eine Dame, die eine gute Stimme hat, leider aber nicht namentlich genannt wird. Außerdem Trompeten, was auch ganz gut zu dem ganzen Song passt. „Stay With Me“, ein Song, bei dem Bass hervorsticht. „Suck Duck Rockin’“ hat einen „ganz typischen“ Rock n’ Roll-Sound. Wunderbar! Typische Gitarrenriffs und dann die Drums dazu! Sehr gut! „When The Night Falls“ ist schon wieder eine richtige Ballade, was auch nicht schlecht klingt. Die gemeinsamen Gesänge lassen „Night Falls“ schon wieder einen Tacken ungewöhnlicher wirken als es für eine Ballade oftmals der Fall ist.

Ein Album, dass durchaus gelungen ist insgesamt.

Anspieltipps: “No Reason”,  „Buffalo“, “Poison Blonde”, “Praying Mantis”, „Suck Duck Rockin’“

Fazit :  Sicher eine Scheibe für Melodic-Fans. Ist zu empfehlen.

WERTUNG:

Trackliste:

1.No Reason 4:09
2.Buffalo 4:54
3.Le Bon Roi Dagobert 3:18
4.GL 298 4:53
5.It Is you 4:39
6.Poison Blonde 3:17
7.1077 4:50
8.Praying Mantis 3:02
9.St. James Infirmary 5:29
10. Stay With Me 4:58
11.Suck Duck Rockin’ 5:34
12. When The Nightfalls 5:27
13. Fisherman 6:02

Sandra

5 STAR GRAVE – Drugstore Hell

Band: 5 Star Grave
Album: Drugstore Hell
Spielzeit: 38:51  min
Plattenfirma: Massacre
Veröffentlichung: 25. Mai 2012
Homepage: www.5stargrave.com

Italien steht für Pasta, Pizza, Rotwein und romantische Geiger? Weit gefehlt. 5 STAR GRAVE sind eine richtige Hardcore-Band aus dem Stiefel, die es der Musikwelt zeigt. Seit 2005 gibt es sie und nun wird ihr zweites Album veröffentlicht. Die Combo besteht aus Claudio Ravinale (Gesang), Andrea Minolfi (Bass und Gesang), Thierry Bertone (Lead Gitarre), Hervè De Zulian (Syntheziser), Alessandro Blengino (Rhythus Gitarre) und Gabriele Lingue (Schlagzeug). Laut eigenen Aussagen ist es ihr Ziel, aufzuwiegeln, beleidigend und politisch inkorrekt zu sein.

Das Cover sieht gut aus! Der Satan, der den Hörer einlädt, mit in den „Drugstore Hell“ zu kommen, der chic beleuchtet und beschildert ist. Der Titel des Albums ist natürlich auch ganz witzig.

Musik und Gesang sind, wie die härteren Klänge nun mal (fast) immer sind, polarisierend. Claudio Ravinale rotzt die Passagen zum Teil richtig heraus. Allerdings ist nicht das ganze Album durchgehend nur hart, sondern es kommen auch melodiöse Abschnitte zum Vorschein.

Mit dem Opener „Terminal Bedroom“ beginnt es im harten Stil. Zuerst spielen Synthis, danach geht die Post ab und es wird hart. „Death Put A Smile On Your Face“ beginnt etwas melodischer, danach driftet es in hart gebrüllte Gesänge ab. Hier auch ein paar Solo-Takte der Lead-Gitarre, die schon gar nicht schlecht klingen. Aber nur für Sekunden. Bei „Love Affair With The Beast“ liefern sich Ravinale und Minolfi ein Gesangsduell. Duett kann man es nicht unbedingt nennen, Duell trifft es wirklich eher. Ein gutes Zusammenspiel von Bass und Drums ist zu hören. „Daddy“ startet mit Synthi und Gitarre, danach setzen Bass und Schlagzeug ein. Auch hier sind wieder beide Sänger zu hören. Ein nettes Gitarrensolo wird gespielt. „Daddy“ ist etwas eingängiger als die anderen Songs. Zwischendurch könnte man meinen, es würden Mädchenstimmen simuliert, aber schnell stellt sich heraus, dass es Claudio Ravinale ist, der in dem Song eben teilweise wie ein Teenie-Girl klingt. Mit seiner Stimme spielen kann er also. Bei „Death Times Eleven“ wird wieder mehr Wert auf Gitarren gelegt. „No Devil Lived On“ hat einen interessanten Anfang mit einer schönen rauen Stimme, die zwischendurch auch immer wieder zu hören ist. Das klingt ganz nett. „Dead Girls Don’t Say No“ ist natürlich, wie man am Titel schon erkennen kann, ein absichtlich sehr provokanter Text. „When The Lights Go Out“ eignet sich eher nicht als Schlaflied für kleine Kinder, aber das soll es ja auch nicht. Dafür ein recht netter, an 5 STAR GRAVES’ Maßstäben gemessen, eingängig.

Richtig warm werde ich weder mit 5 STAR GRAVE noch mit „Drugstore Hell“. Zwischendurch entdecke ich immer wieder etwas, das mir gefällt.

Anspieltipps: “Love Affair With The Beast”, “Daddy”, “No Devil Lived On”

Fazit :  Fans der härteren Kost werden diese Scheibe wohl mögen. Alle, die diese Musik nicht schätzen, sollten sie nicht kaufen oder sich Aspirin bereit legen.

WERTUNG:

Trackliste:
1.    Terminal Bedroom 3:50
2.    Death Put A Smile On My Face 3:27
3.    Love Affair With The Beast 3:30
4.    Daddy 4.32
5.    Death Times Eleven 3:10
6.    No Devil Lived On 3:16
7.    Dead Girls Don’t Say No 3:30
8.    Boy A 4:00
9.    If 3:40
10.    When The Lights Go Out 3:15
11.    Lemmings 4:01

Sandra

FATAL SMILE – 21st Century Freaks

Band: Fatal Smile
Album: 21st Century Freaks
Plattenfirma: FS Records
Veröffentlichung: 14.05.2012
Homepage: www.fatalsmile.com

Seit ihrer vor 4 Jahren erschienenen Platte „World Domination“ waren FATAL SMILE permanent auf Achse und haben satte 350 Live-Shows hinter sich gebracht. Dass diese lange Zeit ihre Spuren hinterlassen hat, ist am eindrucksvollsten am runderneuerten Image des Vierers zu sehen. Nicht nur musikalisch bieten FATAL SMILE auf ihrem neuen Rundling „21st Century Freaks“ eine Mischung aus W.A.S.P., LORDI und den BACKYARD BABIES, auch ihr visuelles Bild tendiert sehr in diese Richtung, das Video zur ersten Single „Welcome To The Freakshow“ ist ebenso eine Mischung aus den Saw-Filmen oder auch MÖTLEY CRÜE zu Zeiten der „Carnival Of Sins“ Tour. Aber ist hier alles nur geklaut?

Mit nichten, denn schon der angesprochene Opener „Welcome To The Freakshow“ glänzt mit feinsten Arrangements und brachialer Metal-Gewalt. Das war schon immer die Stärke der Schweden, die das Rezept metallische Härte ähnlich konsequent durchziehen wie ihre Landsmänner HARDCORE SUPERSTAR zu „Beg For It“-Zeiten. „Nailed To The Gun“ beginnt mit einem tonneschweren Riff und Shouter Blade macht seinem Namen alle Ehre. Der Refrain des Songs ist abermals ziemlich melodisch und das macht die Stärke von FATAL SMILE aus. „Raising Hell In Heaven“ ist eine perfekte Mischung aus ACCEPT und SKID ROW, abermals eine Abrissbirne vor dem Herrn. Mit seinem schleppenden Groove erinnert auch „Judgement Day“ etwas an ACCEPT bevor die Jungs mit „Broken Heart“ die Melodie-Keule auspacken und eine – für ihre Verhältnisse – ruhige Nummer an den Start bringen. Klingt ein bisschen nach aktuellen Stücken von David REECE und ist für jeden Rocker ein Zungenschnalzer. Im weiteren Verlauf der Scheibe können noch Songs wie „Innocent“ oder „My Private Hell“ ein weiteres Highlight abgeben. Außerdem startet man ziemlich brachial und wird mit zunehmender Spielzeit immer melodischer und rockiger – so ist für alle etwas dabei.

Album Nummer 4 wurde abermals von Mr. Y (seineszeichens Gitarrist der Horde) produziert und von Phility (Drums) aufgenommen. Gemixt hat man die 11 Songs dann gemeinsam.

FATAL SMILE waren in den letzten 4 Jahren nicht untätig und präsentieren sich mit „21st Century Freaks“ frischer, ausgereifter, aber teilweise auch noch härter als bisher. Die Bandbreite an gebotenen Einflüssen hat zugenommen und macht den Sound der Schweden abwechslungsreicher. 

WERTUNG:

Trackliste:

1.Welcome To The Freakshow
2.Nailed To The Wall
3.Raising Hell In Heaven
4.Judgement Day
5.Broken Heart
6.My Private Hell
7.Scarecrow
8.Innocent
9.Break These Chains
10.Take It To The Limit
11.For The Last In Line

Stefan

JOEY SUMMER – One Bite From Paradise

Band: Joey Summer
Album: One Bite From Paradise
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.joeysummer.com

Er hat es wieder getan. Der brasilianische Sänger, Musiker und Songschreiber JOEY SUMMER hat wohl mit seiner ersten Werkschau „Written On The Horizon“, die komplett in Englisch gehalten wurde, Blut geleckt und präsentiert mit „One Bite From Paradise“ sein neues Album. Befanden sich auf dem Vorgänger ganze 4 Cover Versionen, hat Mr. Summer hier 11 eigene Stücke plus Intro auf Plastik gebannt. So ganz nebenbei hat er auch das Label gewechselt, was bleibt, ist aber die Mannschaft, die hinter „One Bite From Paradise“ steckt. Abermals konnte Frederik Bergh (STREET TALK) für dieses Album gewonnen werden, außerdem haben Größen wie Tommy Denander oder Frederic Slama (AOR) mitgewirkt.

Auf „One Bite From Paradise“ erwartet uns wieder ziemlich altmodischer AOR mit toughen Melodien und coolen Riffs. Altmodisch möchte ich aber in diesem Fall als positiv herausheben, denn JOEY SUMMER wildert ganz klar nach wie vor in 80ger Jahren und klingt dabei stimmlich nicht nur einmal nach JEAN BEAUVIOR. Nach einem etwas zu dramatischen Intro geht es mit dem Titeltrack aber gleich bergauf. Knackig zieht der Song seine Runden im CD-Player und lässt erkennen, dass es der Brasilianer nicht verlernt hat, gute Musik zu schreiben. Leider kann der Sound wie schon beim letzten Longplayer nicht so ganz überzeugen, hier wird erneut wieder nur guter Demo-Standard geboten. Schade, denn auch Stücke wie „Running Trough The Night“ (erinnert mich etwas an die Franzosen SHANNON), „Addicted To Your Love“ oder „That´s What I Am Waiting For“ hätten mit einem ordentlichen Sound einiges mehr auf dem Kasten.

Mit „One Bite From Heaven“ katapultiert sich JOEY SUMMER nicht in die Oberliga, aber es macht enormen Spaß, seiner Musik zu lauschen, denn hier steckt viel Herzblut drin. In einigen Abschnitten bräuchte das Songwriting noch einen Schubser und auch der Sound ist ziemlich dünn, aber trotzdem hat dieser Mann ein gutes Händchen für herrlich altmodischen AOR, der in den 80gern sicher seine Fans gefunden hätte.

WERTUNG:

Trackliste:

1.OBPF (Overture)
2.One Bite From Paradise
3.Running Trough The Night
4.No Margin For Erro
5.Addicted To Your Love
6.From Miles Away
7.Heaven To Earth
8.That´s What I Am Waiiting For
9.Sailor On The Moon
10.It´s Only Your Love
11.The Prize Of Love
12.No One´s Gonna Hurt Me Anymore

Stefan

DRIVER – Countdown

Band: Driver
Album: Countdown
Spielzeit: 49:54 min
Plattenfirma: Metal Heaven
Veröffentlichung: 25.05.2012
Homepage: www.driverofficial.com

Wie eine Bombe schlug seinerzeit dieses 5-Track Demo der Ami-Bande DRIVER in der Szene ein. Kein Wunder, hatten doch große Namen wie Roy Z. (HALFORD etc.) oder Rob Rock (IMPELLITERI, AXEL RUDI PELL, JOSHUA, WARRIOR u.a.) ihre Finger im Spiel. Wird vielen Bands nur attestiert, damals zu unrecht unterbewertet worden zu sein – bei DRIVER war es wirklich so. Denn sie hatten alles, um gerechterweise einen dicken Deal an Land zu ziehen. Aber dies blieb ihnen verwehrt, zu einer richtigen Veröffentlichung kam es erst in neuer Form erst im Jahre 2008, als man diese 5 Tracks zusammen mit weiteren Stücken auf die Platte „Sons Of Thunder“ packte und so die Fans erstmals auf CD teilhaben ließ. Die neuerliche Zusammenarbeit schien so erfolgreich zu sein, dass sich die Mitwirkenden dazu entschlossen haben, mit „Countdown“ einen weiteren Tonträger mit alten und neuen Songs zu veröffentlichen.

Der Sound auf „Countdown“ ist gnadenlos retro, die Scheibe könnte genauso Mitte der Achtziger entstanden sein. „Return To The Sky“ eröffnet den Reigen mit jeder Menge Power und Melodie und einer genretypischen Stimmung ganz im Zeichen der alten Recken wie DIO oder JUDAS PRIEST. Das getragene „Rising Son“ ist der erste Ruhepol der Scheibe bevor der Titelsong die alten Stärken von DRIVER perfekt hervorhebt. „Hollywood Shooting Star“  nennt sich der erste Nackenbrecher mit, der voll ins Blut geht. „Thief In The Night“ ist einer der alten Stücke, die auf „Countdown“ verwendet wurden, der Unterschied zu den neuen Songs ist aber kaum zu erkennen. Irgendwie erinnert mich das an IMPELLITERI. Weitere Anspieltipps hätte ich auch noch: das powervolle „Feel The Fire“ oder furios melodiöse „Running From The Darkness“. Für alle Sammler gibt es auch noch den Anporn, sich gleich drei Versionen von „Countdown“ zuzulegen, denn für Japan, die USA und Europa gibt es jeweils unterschiedliche Bonusstücke, auf der hiesigen Version nennt sich dieser „Babylon“ und ich habe keine Ahnung, warum er als Bonustrack deklariert wurde. Der Song gehört für mich voll zu diesem Album, denn er ist wirklich geil und sollte allen Fans zugänglich gemacht werden. Schade!

DRIVER bieten auf ihrem zweiten Longplayer kurzweilige Metal-Unterhaltung mit allem, was in den Achtzigern zurecht groß war. „Countdown“ ist ein starkes Album geworden, das von Roy Z.´s Stil an der Gitarre genauso geprägt wird wie von der Voice Of Melodic Metal: Rob Rock. Wer so lange auf das Debüt gewartet hat, wird hier belohnt, denn nach vergleichsweise kurzen 4 Jahren gibt es schon Nachschlag, denn die Mannen bleiben ihrem Rezept treu. Schön, dass es so etwas heute noch gibt 🙂

WERTUNG:

Trackliste:

1.Return To The Sky
2.Rising Son
3.Countdown
4.Hollywood Shooting Star
5.Thief In The Night
6.Cry Of The Wounded
7.Always On My Mind
8.Feel The Fire
9.Destiny
10.Running From The Darkness
11.Babylon (European Bonus Track)

Stefan

MARAUDER – Elegy of Blood

Band: Marauder
Album: Elegy of Blood
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Pitch Black Records
Veröffentlichung: 15.05.2012
Homepage: www.marauder.gr

Die klassische Heavy Metal Band MARAUDER aus Griechenland sind wohl in ihrer Heimat richtig legendär. Ich für meinen Teil habe sie bislang noch nicht richtig wahrgenommen, was vermutlich auch damit zu tun hat, das sie bislang in Europa auch noch nicht so aktiv waren und nur Szenekenner bekannt sein dürften.
Dabei treiben die Jungs doch schon seit Anfang der Neunziger ihr Unwesen und veröffentlichten bis heute vier Alben. Nun sind sie mit ihrem neuen, fünften, Album „Elegy of Blood“ wieder zurück in den Spur und haben auch mit dem griechischem Label Pitch Black Records frischen Support am Start. Hoffentlich bekommen die Jungs jetzt mal etwas mehr Aufmerksamkeit.
Anscheinend sie die Jungs ein ähnliche Schlag, wie die schwedischen Überflieger SABATON. Schaut man sich die Songtitel an, springt einem gleich der gleiche kriegerische Hintergrund ins Auge. Damit sollte auch klar sein, was uns hier für ein Stil entgegen prescht.
Die Jungs, das sind im übrigen, Alexandros Kostarakos (Gesang),  Andreas Tsaoussis (Gitarre), Giorgos Sofronas (Gitarre), Thodoris Paralis (Bass) und Grigoris Vlachos (Schlagzeug).
So, werfen wir doch gleich mal einen Blick auf den ersten Track „Elegy of Blood“. Ein Titeltrack als Intro verkleidet, nun ja die Band wird gewusst haben was sie da tut. Schnell weiter zur nächsten Nummer „The Great War“. Hier geht es recht flott zur Sache und den durchdringende Gesang von Fronter Alexandros schraubt sich einem gerade zu ins Hirn. Im Chorus ist man aber schön melodisch, als Opener geht die Nummer vollkommen in Ordnung und gehört auch gleich zu einen der Volltreffer.
Das folgende „Alexander“ ist eine epische Nummer geworden, die ganz klar von der Atmosphäre und vom den interessanten Melodien lebt. Der Chorus ist auch ok, auf jeden Fall ein gelungener Track.
„Warriors“ ist ein richtiger Metalstampfer vor dem Herren geworden. Ein Midtempotrack der seine Stärken im Chorus besitzt und dieses auch voll ausspielt. Coole Nummer.
Im Mittelteil haben wir leider mit ordentlich Durchschnitt zu kämpfen, bei „Roman Empire“ sucht man ein bisschen die Linie, „Hiroshima“ ist nur ein Instrumental und das langsame „Mother“ ist nicht wirklich sehr innovativ geraten.
Der Endteil beginnt mit „Crusader“, welches mich aber auch nicht so wirklich überzeugen kann. Erst mit „Black Gold“ findet man wieder in die Spur und diese wird dann auch beim krachenden „World War II“ und dem abschließende „In Memory“ weiterverfolgt.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch “The Great War”, “Alexander”, “Warriors” und “Black Gold” nennen.

Fazit :

“Elegy of Blood” beginnt eigentlich recht ordentlich, was meine Anspieltipps beweisen, im Mittelteil lassen die Griechen aber ganz klar Punkte liegen.
Pluspunkte sind auf der neuen Scheibe, der Gesang von Fronter Alexandros und die gute Gitarrenarbeit, Minuspunkte sind aber ganz klar die etwas unausgegorenen Songs, die uns gerade im Mittelteil begegnen.
Der starke Anfang hebt die Platte auf jeden Fall an, aber der Rest geht leider ein bisschen unter, schade hier wäre mehr drin gewesen!

WERTUNG:

 
Trackliste:

01. Elegy of Blood
02. The Great War
04. Warriors
05. Roman Empire
06. Hiroshima
07. Mother
08. Crusader
09. Black Gold
10. World War II
11. In Memory (CD bonus)

Julian

TOMMY VITALY – Hanging Rock

Band: Tommy Vitaly
Album: Hanging Rock
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Icewarrior Records
Veröffentlichung: 03.05.2012
Homepage: www.tommyvitaly.com

Der Ex SEVEN GATES Gitarrist Tommy Vitaly veröffentlicht dieser Tage unter eigener Fahne sein zweites Album „Hanging Rock“. Wie auch das Debütalbum „Just me“ erscheint dieses beim deutschen Icewarrior Records Label.
Der gute Tommy hat auf seiner neuen Scheibe wieder viele Gaststars versammelt.
Darunter sind so klangvolle Namen wie Todd La Torre (CRIMSON GLORY, Gesang),
David DeFeis (VIRGIN STEELE, Gesang),  Zak Stevens (CIRCLE II CIRCLE, ex SAVATAGE, Gesang), Michele Luppi (THAUROROD, ex VISION DIVINE, Gesang),
Carsten Lizard-Schulz (EVIDENCE ONE, ex DOMAIN, Gesang), David Shankle (DSG, ex MANOWAR, Gitarren), Rhino (ex MANOWAR, ex HOLY HELL, Schlagzeug) oder Ferdy Doernberg (AXEL RUDI PELL, Keyboard).
Von den Gästen her dürfte das Album ein Kracher werden, schauen wir gleich mal ob dem auch wirklich so ist.
Als Opener hat man „Betrayer“ gewählt. Eine schnelle Nummer, mit einem einfach Chorus und einem Mats Leven der perfekt zum Song passt. Auf jeden Fall ein gelungener Auftakt, auch wenn die Nummer nicht gerade sehr innovativ ist.
Das folgende „Run with the Devil“ ist da schon eher nach meinem Geschmack.
Von dem mittlerweile zum Bandhopper mutierten Carsten Schulz super umgesetzt und mit einem klasse Chorus ausgestattet, frisst sich die Nummer auf jeden Fall direkt in die Gehörgänge. Klasse Track!
Absolut überzeugen kann auch das folgende „Hands of Time“. Eine schnelle Nummer, bei der Flitzefinger Tommy so richtig die Sau rauslässt. Der Chorus ist hier auch wieder aller erste Sahne, was will man mehr?
In der Mitte des Albums hat man mit „Idol“ einen flotten Rocker parat, der durch den Gesang von Michele Luppi und dem tollen Chorus überzeugen kann. Ein einfach gestrickter gute Laune Rocker der Spaß macht.
Im letzten Teil der Platte kommen leider für mich zwei dicke Minuspunkte, zwei Instrumentale bei eh nur neun Tracks sind für mich leider ein No Go. Mit Gefrickel konnte ich noch nie viel anfangen und ich hätte anstatt dessen lieber noch einen richtigen Song gehabt.
Der Song „Heavy Metal God“ ist zwar ordentlich umgesetzt, kann aber den Vergleich zu Songs aus der starken ersten Hälfe nicht ganz halten.
Das abschließende „Icewarrior“ ist wieder erwähnenswert und besitzt wieder alles was man als Tommy Vitaly Fan erwartet. Ein zumindest etwas versöhnlicher Abschluss.

Anspieltipps:

Die stärksten Tracks sind hier auf jeden Fall “Run with the Devil”, “Hands of Time”, und “Icewarrior”.

Fazit :

Also ich muss sagen ich bin schon ein wenig enttäuscht. Nach den ersten paar Songs hatte ich mich auf ein bärenstarkes Album gefreut und dann lässt der gute Tommy richtig nach! Nicht nur das die Spielzeit mit den neun Songs nicht gerade sehr hoch ist, nein es wurden auch noch zwei Instrumentale eingebaut, die zwar von technischer Raffinesse nur so strotzen, aber nicht wirklich zum positiven Gesamteindruck der Platte bei tragen. Sorry aber da wurden ganz klar Punkte verschenkt, der erste Teil der Scheibe ist genial, der zweite Teil rauscht fast komplett an einem vorbei!

WERTUNG:

 
Trackliste:

01. Betrayer (feat. Mats Leven on vocals)
02. Run With The Devil (feat. Carsten “Lizard Schulz” on vocals)
03. Hands Of Time (feat. Todd LaTorre on vocals)
04. Forever Lost (feat. David Defeis on vocals)
05. Idol (feat. Michele Luppi on vocals, Norifumi Shima and Ferdy Doernberg solos)
06. Misanthropy (Instrumental)
07. Heavy Metal God (feat. Carsten “Lizard” Schulz on vocals, David Shankle guitar solo)
08. Hanging Rock  (Instrumental feat. Ferdy Doernberg keyboard)
09. Icewarrior (feat. Zak Stevens on vocals)

Julian