LOVERBOY – Rock´n Roll Revival

Band: Loverboy
Album: Rock´n Roll Revival
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 24.08.2012
Homepage: www.loverboyband.com

LOVERBOY waren Anfang der 1980ger eine der erfolgreichsten Rockbands mit 4 Mulitplatin-Alben in Reihe, die zwischen 1980 und 85 entstanden sind. Danach wurde ein Gang zurückgeschaltet und nach dem 1987er Album „Wildside“ legte die Band eine Pause ein. Längere Zeit war es dann äußerst ruhig bis zehn Jahre später mit „Six“ ein kläglicher Versuch gestartet wurde, wieder Fuß zu fassen. Weitere 10 Jahre darauf folgte 2007 mit „Just Getting Started“ ein überraschend frisches, wenn auch modernes Album, das aber alle Trademarks von LOVERBOY durchschimmern ließ. Allein der Namengebende Opener war göttlich. Dazwischen war die Band allerdings zumindest im Live-Sektor äußerst aktiv, dazu braucht man ja auch nicht unbedingt neue Alben, hier funktionieren die alten Hits sowieso am Besten.

Nun hat sich die Kapelle aber doch in The Warehouse, dem Studio von BRYAN ADAMS in Vancouver, eingefunden, um unter der Regie von Starproduzent Bob Rock ein paar neue Songs einzuspielen. Ursprünglich waren 2 geplant, nun ist es aber doch einer mehr geworden. Der Rest dieser Veröffentlichung besteht aus neuen Fassungen ihrer bekanntesten Hits.

Der Einstieg erfolgt mit dem Titeltrack „Rock´n Roll Revival“ eigentlich in gewohnt gekonnter Manier, einzig mit den massig vorhandenen Höhen des Schlagzeugsounds kann ich nicht so viel anfangen. „No Tomorrow“ nennt sich der zweite neue Song: etwas langsamer als der Opener aber auch nicht schlecht, er erinnert etwas an neuere BON JOVI. Und der Schlagzeugsound ist schlagartig auch etwas besser, wenngleich nicht gut. Aber das scheint so eine Marotte von Bob Rock zu sein, hört Euch nur mal den grottigen Sound bei METALLICA´S „St. Anger“ an, es wäre ja eine Schande, wenn man in der heutigen Zeit mit den ganzen Möglichkeiten noch einen geilen Sound zaubern würde 🙂 . Auch der letzte neue Song im Bunde – „Heartbreaker“ – erinnert etwas an die neuerlichen Stücke eines JON BON JOVI, wenngleich das hier aber schon eine Nummer zu rockig für den guten Jon wäre. Cooler Song mit griffigem Feeling. Soviel zu den neuen Stücken auf diesem Silberling, es wäre schön gewesen, noch mehr frischem Liedgut lauschen zu dürfen, aber die Herren haben es so entschieden und servieren noch 9 Songs ihrer bewegten Vergangenheit in neuem Gewand.

Den Anfang macht ihr wohl bekanntester Hit „Turn Me Loose“ und hier muss ich ganz ehrlich gestehen, die Originalversion gefällt mir besser, was sich aber im Laufe der Scheibe etwas relativiert, denn die Neueinspielungen von „Working For The Weekend“, „The Kid Is Hot Tonight“ oder „Lucky Ones“ geben schon einiges her. Einzig das sehr experimentell jammende und damit in die Länge gezogene „Hot Girls In Love“ kommt wahrscheinlich auf der Bühne besser rüber.

Was soll man für ein Resümee über eine Platte machen, die eigentlich keine Best Of ist, aber auch sehr wenig Neues zu bieten hat? Da ich eigentlich ein Fan von LOVERBOY bin, möchte ich hier ein Auge zudrücken und ob der guten 3 neuen Stücke den Daumen heben. Auch das Gros der neuen Interpretationen hat ein Lob verdient, ich hätte mir aber einfach mehr zum Entdecken gewünscht. Eine EP hätte es wohl auch getan.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Rock´n Roll Revival
2.No Tomorrow
3.Heartbreaker
4.Turn Me Loose
5.Working For The Weekend
6.Lovn´ Every Minute Of It
7.The Kid Is Hot Tonight
8.Lucky Ones
9.Always On My Mind
10.Queen Of A Broken Heart
11.When It´s Over
12.Hot Girls In Love

Stefan

ECLIPSE – Bleed And Scream

Band: Eclipse
Album: Bleed And Scream
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 24.08.2012
Homepage: www.eclipsemania.com

Einige Zeit war es sehr ruhig im Hause ECLIPSE. Kein Wunder, denn speziell Erik Martensson war mit vielen Projekten mehr als ausgelastet, er ist ja nicht nur gefragter Songschreiber sondern auch Produzent. Außerdem waren ECLIPSE auf Tour (u.a. mit einem umjubelten Gig beim Firefest), aber jetzt haben die Buben die Stifte gespitzt und es gibt Album Nummer 4 auf die Lauscher.

Was hat sich seit dem letzten Album „Are You Ready To Rock“ von 2009 getan? Als erstes fällt mir der druckvolle und ausgewogene Sound auf. Zwar hatten die Schweden noch nie mit einem schlechten Sound zu kämpfen, aber auf „Bleed & Scream“ ist er nahezu perfekt gelungen. Hochglanz ist angesagt, auch die Songs sind auch nicht gerade ohne, obwohl man beim Einschalten des Gehirns manchmal das Reißbrett-Thema wieder in den Sinn bekommt. Aber mal der Reihe nach:

Mit „Wake Me Up“ reißt der Hörer sofort die Augen weit auf und ist hellwach. Das liegt neben des flotten Tempos auch am unnachahmlichen Talent von Erik Martensson, eindringliche Songs zu schreiben, die hängen bleiben – und zwar in den Köpfen der Fans. Der Titeltrack an zweiter Stelle ist ein weiterer Hammer vor dem Herrn und lässt schon nach dieser kurzen Spielzeit nur ein Resümee zu: ECLIPSE haben sich mit „Bleed And Scream“ selbst übertroffen. „Ain´t Dead Yet“ strotzt nur so vor Kraft und Selbstvertrauen und driftet fast schon in metallische Gefilde ab. „Battlegrounds“ hält dieses Nivau mühelos und setzt obendrauf einen weiteren Klasse-Refrain. „A Bitter Taste“ sorgt für eine kurze Verschnaufpause, ist aber eher im Bereich Powerballade angesiedelt. Richtig metallisch wird es bei „Take Back The Fear“ – mit Doublebass Attacken und Stakkatto-Riffs hört man hier den mit Sicherheit härtesten Song der Skandinavier bis dato. Was aber stetig gleich bleibt, ist die Qualität des Materials, das uns die Schweden hier präsentieren. Ob noch einmal in sich gekehrt wie bei „About To Break“ oder noch einmal voller Power und Hingabe wie beim Schlußlicht „After The End Of The World“ – hier wurde alles richtig gemacht.

„Bleed And Scream“ ist auf der einen Seite zwar keine richtige Überraschung, denn ein schwaches Album haben ECLIPSE noch nie herausgebracht, aber die Schweden strotzen nur so vor Energie und haben 11 beachtliche Stücke auf ihrem vierten Album versammelt. Eine Platte ohne Durchhänger oder Füller, stets auf höchstem Niveau und niemals langweilig. ECLIPSE gehören mit Sicherheit zu den Highlights im Frontiers-Stall und „Bleed And Scream“ in Euer CD-Regal!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Wake Me Up
2.Bleed And Scream
3.Ain´t Dead Yet
4.Battlegrounds
5.A Bitter Taste
6.Falling Down
7.S.O.S.
8.Take Back The Fear
9.The Unspoken Heroes
10.About To Break
11.After The End Of The World

Stefan

UNHERZ – Die Wahrheit liegt dazwischen

Band: Unherz
Album: Die Wahrheit liegt dazwischen
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 24.08.2012
Homepage: www.unherz.de

UNHERZ – bei dem Namen werde ich ganz unruhig, Gänsehaut kriecht über meinen Rücken und ein gewisses Unwohlsein überkommt mich. Denn ich muss unweigerlich an die unsäglichen UNHEILIG denken, ein Phenomän, das ich nicht ganz kapiere. Dazu das Cover, das irgendwie in die Gothic Ecke gehören könnte…aber zum Glück ist es nicht immer so wie es scheint, denn „Die Wahrheit liegt dazwischen“. UNHERZ haben absolut nichts mit Gothic am Hut sondern machen eher Deutschrock, der von Zeit zu Zeit an die Vier Jungs aus Frankfurt erinnert, die schon lange lange da sind, oder besser gesagt waren. Vor mir liegt die mittlerweile dritte Platte des Quartetts aus der Rheinland-Pfälzischen Provinz (O-Ton Info), leider habe ich bisher nichts von UNHERZ gehört, somit kann ich keine Aussagen bezüglich Weiterentwicklung etc. machen.

Mit „Schmerz neu definiert“ beginnt das Album sehr kraftvoll, ohne Vorwarnung und Vollgas voraus. Fette Gitarren, Felix Orschel´s rauhes Organ und einprägsame Melodien machen die Mischung, die sich die Jungs auf ihre Fahne geschrieben haben. Das ist doch ein Einstieg nach Maß! „Mein Weg, mein Wille, mein Leben“ braucht dagegen ein paar Durchläufe, bis es klick macht, spätestens beim Refrain möchte man sich aber am liebsten ein eiskaltes Bier aufreißen und abfeiern. „Seite an Seite“ läuft nur auf Halbgas, ist aber ein weiteres Highlight des Albums, bevor mich „Benzin“ doch arg (wenn nicht zu sehr) an die ONKELZ erinnert. „Paranoia“ präsentiert Felix´ Gesang noch etwas härter, da er eher growlt als singt. Mehr Gefühl ist da schon bei „Dieser Traum“ drin, der Gegenpol zu allem bisher gehörten und abermals mit Ohrwurmmelodien ausgestattet. Das Thema zu „King Kong´s Schwester“ (zum Glück wurde sie nicht als Covermodell verwendet  – ist nur Spaß von jemandem dessen Gewicht selbst im dreistelligen Bereich liegt) ist schon ziemlich kontrovers. Es geht um bestimmte Sexpraktiken und Vorlieben – näheres könnt Ihr auf unserem Player weiter unten anhören. Das flotte „Jag mich zum Teufel“ drückt noch einmal ordentlich auf die Tube bevor es mit „Nur wenn Du Träume hast“ ein Song auf die Platte geschafft hat, den der Truppe wohl keiner zugetraut hätte. Einfühlsam aber weit weg davon, kitschig zu wirken, kehren UNHERZ ihr innerstes nach außen – Respekt. „Leuchtfeuer“ kommt als Akustiknummer daher, ist aber eher einfach gestrickt und der Bonus Track „Alles was ich will“ holt textlich – ebenfalls akustisch gehalten – alle Rock´n Roll Träume vom Himmel, die man sich vorstellen kann. Doch warum sich die Jungs Kurt Kobain zurückwünschen, verstehe ich nicht so ganz 🙂

UNHERZ haben mich mit ihrem dritten Longplayer „Die Wahrheit liegt dazwischen“ überrascht. Von meiner anfänglichen Angst, den x-ten Gothic-Einheitsbrei vorgesetzt zu bekommen, blieb schon nach wenigen Sekunden des Openers nichts mehr übrig. Und auch wenn die Band ihren Musikstil nicht erfunden hat, liefern sie ein beachtliches Werk ab, das die perfekte Mischung aus Unterhaltung und Bodenhaftung abgibt. Das ist seit langem das erste Deutschrockalbum, das ich mir kaufen würde…

WERTUNG:

Trackliste:

1.Schmerz neu definiert
2.Mein Weg, mein Wille, mein Leben
3.Seite an Seite
4.Benzin
5.Paranioa
6.Dieser Traum
7.King Kongs Schwester
8.Jag mich zum Teufel
9.Nur wenn Du Träume hast
10.Leuchtfeuer
11.Alles was ich will (Bonus Track)

Stefan

KNIGHT FURY – Time to Rock

Band: Knight Fury
Album:Time to Rock LP
Spielzeit: 39:23 min
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 24.08.2012
Als die Ankündigung kam, das Pure Steel Records das Debütalbum der Amerikaner KNIGHT FURY als LP hierzulande veröffentlichte, machte ich gleich einen Freudensprung. Denn ich hatte die Band schon seit geraumer Zeit im Internet entdeckt und mir als Import gleich beim CD Dealer meines Vertrauens die Scheibe geordert, denn die Truppe rund um Ex LIZZY BORDEN Gitarrist Chris Sanders, die sich 2011 gründete, hatte mich vom ersten Ton an überzeugt.
Nun kommt das Debütalbum auch hier zu Lande endlich zur Geltung, leider nur als LP, aber mal schauen vielleicht kommt auch irgendwann noch die CD hier endlich offiziell in den Handeln, denn sonst entgeht uns hier auf dem alten Kontinent echt was!
Denn was die Band uns auf ihrem Debütalbum präsentiert ist melodischer US Heavy Metal in Reinkultur. Das macht auch schon die Liste der Bandmitglieder klar, die sich wie folgt liest. Der schon erwähnte Chris Sanders an der Gitarre, Ken Mary (ALICE COOPER, IMPELITTERI) am Schlagzeug, Dave Ellefson (MEGADETH) am Bass, sowie der in Amerika sehr bekannte Studiokünstler William King hinter dem Mikro.
Da ist der Begriff Supergroup doch mal wieder angebracht!
Ich will euch jetzt aber nicht länger auf die Folter spannen, legen wir gleich mal mit dem Opener „Nothing Left“ los. US Metal typisch haben wir hier ein sehr dominantes Drumming, welches uns gepaart mit den feinen Gitarrenmelodien und dem starken Gesang von Fronter William perfekt durch den Song führt. Ein klasse Opener, der definitiv Lust auf mehr macht!
Diese mehr wird mit dem schnellen „Attack“ mehr als gestillt. Die Eingängigkeit die die Nummer gerade im Chorus wieder aufweist ist wirklich beeindruckend. Ebenfalls wieder ein absoluter Volltreffer der Track.
Und es geht Schlag auf Schlag weiter. „Forbidden“ packt uns direkt bei den Eiern, „Battle for the Castle“ verwickelt uns in einen wahren melodischen Kampf und „Awaken“ beschließt recht kraftvoll die erste Hälfte der Scheibe.
Uns bleibt aber eigentlich kaum Zeit zum verschnaufen, denn mit dem schnellen „The Message“ werden wir gleich weitergezogen und mitgerissen. Ist echt beeindruckend wie Mastermind Chris sich die Riffs aus dem Ärmel schüttelt und William eine geile Gesangslinie nach der Nächsten schmettert.
Gibt es denn wirklich gar nichts an den Songs zu meckern?
Nö bislang nicht wirklich, denn auch die nächsten Tracks „Endless Night“, „Out on your own“ oder „Believe“ können das Level der Vorgänger absolut halten.
Abgeschlossen wir das bärenstarke Debütalbum dann durch den Titeltrack „Time to rock“ bei dem man noch mal so richtig mitgehen kann und der uns KNIGHT FURY aller erster Güte präsentiert.
Mit einem breiten Grinsen drücke ich danach erneut den Playknopf um mich noch mal in die Welt von KNIGHT FURY entführen zu lassen!
Anspieltipps:
Einzelne Tracks kann ich euch hier nicht nennen, die gesamte Platte ist richtig genial, ihr müsst euch schon alles reinziehen!
Fazit :
Mich hat die Scheibe beim erstmaligen Anhören echt vom Hocker gerissen, das kann ich hier zugeben. Die Jungs kennen natürlich ihr Business in und auswendig und wissen daher worauf es ankommt. Melodische Tracks, die Atmosphäre versprühen müssen, aber auch immer die richtige Härte haben.
Und genau das findet man auf “Time to Rock” zu Hauf. Die Namen der Beteiligten sprechen ja schon für Qualität genug, aber auch der hier zu Lande etwas unbekannte William King macht seine Sache hervorragend und darf jetzt schon mit den großen 80iger Sangesgöttern genannt werden.
Eine mehr als überzeugende Leistung der Truppe, die ich fast mit der Höchstnote bewerte und das beim Debüt! Das Einzige was ich etwas ankreide ist die doch recht magere Spielzeit, die aber bestimmt beim hoffentlich zweiten Album besser sein wird.
Ansonsten kann ich hier aber eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen.
Wer hier nicht zu schlägt ist selbst schuld!
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. Nothing Left
02. Attack
03. Forbidden
04. Battle for the Castle
05. Awaken
06. The Message
07. Endless Night
08. Out on your own
09. Believe
10. Time to rock
Julian

I SPIT ASHES – Inhaling Blackness – Reflecting Lights

Band: I Spit Ashes
Album: Inhaling Blackness – Reflecting Lights
Spielzeit: 40:25 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 24.08.2012
I SPIT ASHES, der Phoenix steigt aus der Asche auf. Inspiriert von diesem Bild entspringt ein strahlender Stern aus den rauchenden Überresten in der Metal
Szene.
Soll vollmundig beginnt das Promoschreiben welches mir vorliegt. Und es geht noch weiter die fünf Franken von I SPIT ASHES sollen mit ihrem Debütalbum „Inhaling Blackness – Reflecting Lights“ eine ganz neue Art von Metal erschaffen haben. Metal 2.0 nennt man es, eine Mischung aus Melodic Metal gewürzt mit Death und Industrial Metal Einflüssen. Na ein großes Selbstvertrauen haben die Jungs schon mal, das kann man ihnen schon mal bescheinigen : – ).
Es spricht auf jeden Fall für die Band, das man gleich mit dem Debütalbum einen Deal bei Massacre Records ergattern konnten, da passen die Jungs auch perfekt hin.
Die Jungs, das sind im übrigen Benedikt Rathsmann (Gesang), Benjamin Müller (Bass), Daniel Lammich (Schlagzeug), Emanuel Seis (Gitarre) und Bernhard Lindner (Gitarre), die sich in dieser Konstellation seit 2009 durch die Lande bewegen. Gegründet wurde die Band aber bereits 2007 durch die beiden Gitarristen Emanuel und Bernhard.
Im März 2010 kam dann die erste Demo EP „State of the Art“ und man war danach sehr aktiv an der Livefront.
Als dies gipfelte dann jetzt in dem mir vorliegenden Debütalbum „IBRL“, welches in den Kohlekeller Studios aufgenommen wurde.
Mit dem Intro „NDX“ legt dieses Debütalbum schon mal sehr atmosphärisch los und stimmt uns gut auf den ersten richtigen Song „Missper“ ein. Und hier wird gleich klar was man mit dem Begriff Metal 2.0 meint. Tiefgestimmte Gitarren, ein voller Soundteppich, Death Metal Vocals mit Growls und alles was dazugehört erwarten uns. Ob ich als Melodic Metaller hier richtig bin?
Doch, ich kann mit dem mir ungewohnten Terrain doch etwas anfangen und das liegt an den großartigen Melodien, die die Jungs schon hier bei der ersten Nummer abliefern. Als Opener ist das Ganze sehr gut gelungen.
Und auch „Cracks in the Mirror“ stößt ins selbe Horn. Aggressiv, gewaltig aber doch melodisch schraubt sich die Nummer bis hin zum gelungenen Chorus.
Ich bin überrascht das mir Songs mit solch einem Gesang gefallen : – ).
Das mit schönen Keyboardlklängen unterlegte „Eclipse“ geht nicht ganz so aggressiv wie der Vorgänger zu Werke, sondern ist doch recht melodisch ausgelegt. Ok wenn man mal von dem gewaltigen „Gesang“ absieht.
In der Mitte des Albums erwarten uns das super eingängige „Crossing the Borderline“, das balladenartige „One Star per Ter“ sowie das krachende „Error Concept I“.
Schon sind wir im letzten Abschnitt des Debüts angekommen und auch hier können uns die Jungs noch mit „Towards the Sun“, „My Ulysses“ und „Moonray Guidance“ begeistern.
Anspieltipps:
Der Opener “Missper”, “Cracks in the Mirror”, “Eclipse”, “Crossing the Borderline” und “Moonray Guidance“ gehören eindeutig zu den besten Tracks auf dem Debütalbum von I SPIT ASHES.
Fazit :
Als mich die ersten Klänge des Debüts von I SPIT ASHES trafen, war ich erst so gar nicht begeistert. Ich als Melodicer kann mit solcher Art von Gesang wie er hier praktiziert wird halt nicht so viel anfangen. Aber als ich den Songs mal etwas näher lauschte war mir klar, dass ich dem Ganzen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.
Denn die Jungs verstehen es äußerst, melodische, interessante und eingängige Nummern zu schreiben.
Alles aber im relativ harten und auch neumodischen Gewand.
Es lohnt sich also doch mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen!
Freunde von neumetallischen Klängen gewürzt mit ordentlich Melodic und Death Metal Elementen sollten in das ordentliche Debütalbum von I SPIT ASHES auf jeden Fall rein hören.
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. NDX
02. Missper
03. Cracks in the Mirror
04. Eclipse
05. Crossing the Borderline
06. One Star per Ter
07. Error Concept I
08. Towards the Sun
09. My Ulysses
10. When Daylight dies
11. Moonray Guidance
Julian

VORPAL NOMAD – Hyperborea

Band: Vorpal Nomad
Album: Hyperborea
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Metalodic Records
Veröffentlichung: März 2012
Newcomerbands sind doch immer was tolles. Man weiß nie so richtig was einen erwartet. Bei den VORPAL NOMADS, die aus Kolumbien kommen, erging es mir genauso. Nichts ahnend checkte ich die Soundschnippsel der Band an und schon nach kurzem wusste ich das Debütalbum „Hyperborea“ der Jungs ist genau mein Ding!
Denn die Jungs schaffen auf ihrem ersten Album einen schönen Mix aus Power Metal der Spielart von BLIND GUARDIAN, GAMMA RAY oder auch IRON SAVIOR. Also alles alt gediente Metal Bands aus deutschem Lande.
Apropos IRON SAVIOR, deren Mastermind Piet Sielck war für die kraftvolle Produktion zuständig und das hört man der Scheibe zu jeder Zeit an!
Seit 2010 treiben die Jungs übrigens ihr Unwesen und brachten es bis dahin auf eine Maxi und zwei Singles. Das Beste davon gibt es nun auf dem ersten offiziellen Langdreher zu hören.
Die Jungs das sind im übrigen, Felipe Machado Franco (Gesang), Nicolas Waldo (Gitarre), die auch die Band gründeten sowie Christian Gaitan (Schlagzeug), Andres Parada (Gitarre) und Daniel Pinzon (Bass).
So, stürzen wir uns gleich mal auf den ersten Track, den Titeltrack „Hyperborea“. Dieser ist aber nur ein stimmungsgeladenes Intro, welches uns auf die Scheibe einstimmen soll. Richtig los geht es dann mit „Skull Island“. Und gleich kommt einen das Ganze sehr bekannt vor, denn wie schon gesagt, hören sich die Jungs sehr europäisch an. Die Melodieführung hier ist super gelungen, der Gesang von Fronter Felipe passt perfekt und hat die notwendige Kraft, sowie Gefühl und der Chorus sitzt auch bombenfest. Ein perfektes Stück europäischer Power Metal!
Auch das folgende „The Brother Hood“ ist ein Power Metal Midtemposong, den wir genauso hören wollen! Geiler Chorus, schneidende Riffs und ein bisschen Abwechslung. Sehr fein, was wir hier geboten bekommen.
Im Mittelteil, denn da sind wir schon, die Platte hat „nur“ 9 Stücke, finde wir das klassische „Final Cry for Freedom“ und „Last Hero on Earth“ welche ordentlich IRON SAVIOR Schlagseite haben.
Der Titeltrack „Vorpal Nomad“ leitet dann schon den letzten Abschnitt der Scheibe ein und hier packen die Jungs noch mal alles rein was wir bislang so gehört haben.
Ein Alien kommt auf die Erde und fragt nach einem aussagekräftigen Power Metal Track? Kein Problem, spielt ihm die Nummer vor, damit könnt ihr nix falsch machen!
Danach hat man noch das treibende „As the Otherfalls Dawn“ und den Bonustrack „Jack O Lantern“ im Gepäck, die die Scheibe gekonnt abschließen, auch wenn sie nicht mehr ganz die Qualität wie die Vorgängerstücke haben.
Anspieltipps:
Das bärenstarke Debütalbum der VORPAL NOMAND’s zeichnet sich vor allem durch “Skull Island”, “The Brother Hood”, “Final Cry for Freedom”, “Last Hero on Earth” und “Vorpal Nomad” aus.
Fazit :
Schön, wenn man in der heutigen Zeit doch noch so überrascht wird und das ein oder andere Mal doch noch auf so ein starkes Debüt trifft, wie das hier bei “Hyperborea” der Fall ist. Die Platte kracht an allen Ecken und Ende, ist dazu aber noch schön melodisch gelungen und auch die Stimme von Fronter Felipe kann sich durch aus hören lassen. Erinnert mich vom Gesangsstil manchmal an den guten Piet Sielck, vielleicht hat er sich bei ihrem Produzenten ja das ein oder andere abgeschaut? : – ).
Wie auch immer, an den VORPAL NOMADS sollten für jeden Power Metal Freak kein Weg mehr dran vorbei führen auch wenn natürlich noch ein bisschen Luft nach oben ist. Leider ist das Debütalbum ein bisschen schwer hier in Deutschland zu bekommen, aber mit ein bisschen stöbern findet man es auch hier. Es lohnt sich Leute!!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Hyperborea
02. Skull Island
03. The Brother Hood
04. Final Cry for Freedom
05. Last Hero on Earth
06. The Mad Hatter
07. Vorpal Nomad
08. As the Otherfalls Dwan
09. Jack O Lantern (Bonus Track)
Julian

FUEL FROM HELL – Easier Said Than Done

Band: Fuel From Hell
Album: Easier Said Than Done
Spielzeit: 41:85 min
Plattenfirma: Atomic Stuff
Veröffentlichung: 02.05.2012
Homepage: www.fuelfromhell.com

FUEL FROM HELL ist eine italienische Band, die aber so sehr Sunset Strip ist, wie man nur sein kann. Zu den ersten Recordings gehörten Hollywood-Sampler. Getourt wurde auch bereits mit diversen Bands aus der Ecke. Hinter FUEL FROM HELL verbergen sich, Phil Lasher (Gesang), Steve Eighteen (Gitarre), Max Velvet (Bass), Alex Count (Schlagzeug) und Dam Littmanen (Gitarre).
   
Ein Cover, auf dem einfach nur die Band nebst Bandnamen und Albennamen – „Easier Said Than Done“ zu sehen ist. Die Band wirkt ein wenig so, als frage man sich „Was zum Teufel tue ich hier?“.
   
Schöner Straßenrock, gefällt mir gut. Hervorragender Rhythmus, gut eingespielte Band mit Spaß an der Musik. Die Stimme Phil Lashers dürfte für meinen Geschmack noch eine Prise „dreckiger“ klingen, das spezielle Gewürz müsste noch hinein, wobei sie stark ist.

Direkt „Electrified“ ist eines der Lieder, bei denen man denkt „Wow!“. Bleibt im Gedächtnis und Gehörgang hängen. Der nächste Song erinnert etwas an die Quireboys mit ihrem Party-Piano, denn damit ist „Poison Whiskey“ (pfui, Alkohol!) untermalt. „Nowhere In The Night“ ist ein toller Song, der ebenfalls absolut eingängig ist und zu den stärkeren Stücken gehört. Ein hervorragendes Zusammenspiel von Stimme, Backgroundstimmen und Instrumenten. Speziell der Bass sticht hervor. „Send Me Your Love“, schöner Beginn mit Gitarre und Schlagzeug… Herrliche Gitarrenparts zu hören. Auch Piano/Keyboard ist zu hören. Ist so eine „Halb-Ballade“ – für eine Ballade etwas zu schnell, aber kurz davor. Schön und romantisch! Bei „Anything Goes“ denkt man automatisch an das berühmte Stück von Guns n’ Roses. Es ist allerdings ein ganz anderes Lied. Man wird aber nicht enttäuscht. Geile Gitarre spielt und die Drums hämmern. Bei „17 & Wasted“ ein supercooler Rock-Anfang. Auch „Midnight“ ist ein hammermäßiger Hardrocksong und geht so richtig ins Kreuz. Lasher schreit sich die Seele aus dem Leib. Bei „December 89“ klingt die Band wie gehetzt, ein manisches Stück! …und immer wieder geile Gitarren… „Bad Jane“, die arme böse Jane… Der Chorus ist einfach zum Mitsingen! „Bad Jane – look what you’ve done now“ und eben diese Gitarren… “House Of Love” verführt dann wieder zum Auflegen der Scheibe.

Sehr gutes Album, interessant und erinnert an die Zeiten um die 80er und 90er Jahre im Rock n’ Roll. Damit macht man gern eine Zeitreise. 

Anspieltipps: „Electrified“, „Poison Whiskey“, „Nowhere In The Night“, „17 & Wasted“

Fazit :  Starkes Stück Musik.

WERTUNG:

Trackliste:

1. Electrified 5:07
2. Poison Whiskey 4:08
3. Nowhere In The Night 4:33
4. Some Girls 3:20
5. Send Me Your Love 4:18
6. Anything Goes 4:09
7. 17 & Wasted 3:24
8. Midnight 3:47
9. December ’89 3:17
10. Bad Jane 3:43
11. House Of Love 3:59

Sandra

NYMPHO – Alone In The Dark

Band: Nympho
Album: Alone In The Dark
Plattenfirma: Eigenvertrieb/MusicBuyMail
Veröffentlichung: 15.06.2012
Homepage: www.facebook.com/pages/Nympho-Rocks/216331065103679

Sieht man sich das Cover des zweiten Albums der Brasilianer NYMPHO so an, würde man wahrscheinlich nie darauf kommen, dass die Band um Chef Criss Sexx eigentlich Sleazerock macht. Aber schon nach den ersten Sekunden steht fest, dass der Vierer aus Rio de Janeiro den Spirit des Sunset Strip der Achtziger aufgesogen hat. Mit dem ersten „Hey, Let´s Go“ des Openers „X-Rated“ werden Parallelen zum Erstling von PRETTY BOY FLOYD sichtbar, denn die Stimme von Criss Sexx ähnelt der von Steve Summers doch sehr. Und das ist durchaus positiv zu sehen.

Gegründet wurde die Band 2006 und das Line-Up liest sich wie folgt: Criss Sexx (v., g.), Eric Prouvot (g.), Olavo Barroka (b.) und Pablo Pinheiro (d.). 2009 veröffentlichten sie ihr Debüt „V.I.P. Very Indecent People“ und haben NYMPHO die Pferde gesattelt und warten mit „Alone In The Dark“ auf. Seit 2011 gehört Eric Prouvot (g.) zur Band, der Dick ersetzt.

„X-Rated“ ist der perfekte Einstieg in ein Glam-Album, der Song hat Power und ein unverwechselbares Feeling, das nach Sunset Strip und Hollywood Drive schreit. Auch „Treat Me Like An Animal“ setzt dieses Rezept fort, bevor es mit „I Am Hate“ etwas deftiger wird – hier regieren ein schleppender Beat und rohe Riffs. Die Ballade „Dreams Are Not Enough“ bietet eine kleine Verschnaufpause, bevor „I´ll Come Running“ eher in Richtung AOR tendiert. Aber auch das steht der Band gut zu Gesicht. „Here Comes Trouble“ schlägt aber wieder in die Kerbe der ersten beiden Stücke und mit „Rock Me Hard“ wird ein weiteres Highlight eingeläutet. „Don´t Walk Out On Love“ ist erneut ein AOR Stück und bei „Sexual Something“ spritzt wieder der Dreck, wie es bei einer Sleazeband sein sollte.  Der Titeltrack ist passend zum Cover etwas düsterer gestaltet und „Hollywood Heroes“ ist eine Hommage an die gute alte Zeit. Zum Abschluß gibt es noch eine gelungene Acoustic Version der Ballade „Dreams Are Not Enough“.

NYMPHO zeigen mit ihrem zweiten Album „Alone In The Dark“, dass es auch in Brasilien Liebhaber des guten alten Sleazerocks gibt, die noch dazu in der Lage sind, ihn standesgemäß zu zelebrieren. Klar gibt es beim Sound ein paar Abzüge, aber insgesamt haben wir es hier mit einem liebenswerten Album zu tun, das sich nicht nur Fans des Genres sichern sollten. Außerdem ist es der Band gelungen, über ihren Horizont hinaus zu schauen und neue Elemente wie AOR oder auch ab und zu ein härteres Riff einzubauen, was die Platte abwechslungsreich macht und einen Fortschritt zum Debüt darstellt. Ein Tipp für alle, die die Nase voll haben von poliertem Einheitsbrei und auf der Suche nach echter Musik mit Leidenschaft sind.

WERTUNG:

Trackliste:

1.X-Rated
2.Treat Me Like An Animal
3.I Am Hate
4.Dreams Are Not Enough
5.I´ll Come Running
6.Here Comes Trouble
7.Rock Me Hard
8.Don´t Walk Out On Love
9.Sexual Something
10.Alone In The Dark
11.Hollywood Heroes
12.Dreams Are Not Enough (Acoustic Version)

Stefan

PLACE CALLED RAGE – Place Called Rage (Re-Release)

Band: Place Called Rage
Album: Place Called Rage
Spielzeit: 58:99 min
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 24.08.2012
Homepage: –

PLACE CALLED RAGE bestehen aus folgenden Mitgliedern: Al Pitrelli (Gitarre), Tommy Farese (Gesang), Danny Miranda (Bass), Chuck Bonfonte (Schlagzeug) und Mark Mangold als Special Guest am Keyboard.  Alle Bandmitglieder haben bereits mit großen Bands und Künstlern gearbeitet. Die vier festen Mitglieder von PLACE CALLED RAGE haben alle etwas gemeinsam: Sie alle kommen von Long Island und haben, sowie jeder Landstrich, ihren ureigenen Sound kreiert.
Auf dem Cover ist eine leicht zerrissene US-Flagge abgebildet. Ob das nun eine tiefere Bedeutung hat oder nicht, sei einfach dahingestellt.

Eine merkenswerte Stimme hat Tommy Farese ja. Auch merkt man, dass sich die Musiker bereits lange kennen. Sie klingen soundtechnisch wie eine Einheit.

Der Opener „In Know Where You Been“ lässt auf einen locker-flockigen Party-Sound hoffen. Die Gitarren röhren am Anfang nett und Farese singt äußerst beschwingt. Das gesamte Stück dudelt vor sich hin. Dagegen steht Titelsong „Place Called Rage“. Hier ist es vorbei mit Party und rocken. Farese murmelt anfangs etwas unverständlich ins Mikro und auch die Instrumente sind ein leichter Brei. Zwischendurch mal etwas Takt zum Mittrommeln. „Trapped“, der dritte Song, na ja, man kann ihn so nebenbei hören. Stört nicht, reißt aber auch nicht gerade vom Hocker. Ebenso wie „Take It Lying Down“. Ich nehme an, dass es ein Balladen-Versuch ist. Die Gitarre klingt wunderbar dabei. Alles andere ist aber eher ein wenig matschig… „Someday“ ist ein lustiger Akkustik-Song. Ein Sound, bei dem man unwillkürlich mitgeht. „What These Eyes Have Seen“ ist so eine Grausamkeit, die den Ohren aufgenötigt wird. Eine Art Ballade und während die Instrumente herumdudeln und –fideln in den höchsten Tönen, brüllt Farese voll Inbrunst ins Mikro. Passt aber nicht so recht zusammen. „Can’t Find My Way Home“ ist ein netter Song mit Country-Sound. Recht witzig. “Jenny Doesn’t Live Here Anymore” ist sehr keyboardlastig, was ja kein Fehler sein muss. Hört sich nett an. Ein ruhiges Stück. Irgendwann steigen dann auch die Gitarren mehr ein, was dem Song mehr Würze verleiht. „Thunderbox“ ist ein hübsch lückenfüllender Song. „We’re Not Coming Home“ ist für meinen Geschmack zu sehr von Technik geprägt am Anfang. Fareses Stimme wurde irgendwie mit irgendetwas misshandelt… Es geht zwar dann normal weiter, aber der Beginn hätte nicht sein müssen. Das letzte Stück des Albums „Chained To Maniac“ rockt wieder. Ein Grund, die Scheibe doch noch mal aufzulegen. Auch das Keyboard zwischendrin hört sich nicht schlecht an. Die Bass- und Drum-Klänge gehen auch gut ab.

Der Long Island-Sound ist nicht unbedingt mein Fall. Fareses Stimme könnte ich mir aber gut mit dreckigerem Straßenrock vorstellen, mit so richtig Arschtritt-Mucke.

Anspieltipps: „I Know Where You Been“, „Someday“, “Can’t Find My Way Home”, “Chained To Maniac”

Fazit :  Nettes Scheibchen, meiner Meinung nach keine Glanzleistung, aber dennoch okay. Eben solides Handwerk und wer sich nebenbei ein wenig Dudelei anhören möchte, fährt damit nicht schlecht.

WERTUNG:

Trackliste:

1. I Know Where You Been 4:25
2. Place Called Rage 4:30
3. Trapped 5:12
4. Take It Lying Down 6:12
5. Someday 4:43
6. One Child  5:20
7. What These Eyes Have Seen 5:47
8. Can’t Find My Way Home 4:52
9. Jenny Doesn’t Live Here Anymore 5:28
10. Thunderbox 4:37
11. We’re Not Coming Home 5:57
12.Chained To Maniac 4:36

Sandra

HUMBUCKER – R.O.C.K.S.

Band: Humbucker
Album: R.O.C.K.S.
Plattenfirma: MusicBuyMail
Veröffentlichung: 31.08.2012
Homepage: www.humbucker-rocks.com

„Established 1998“ ist im Schriftzug der norwegischen Hardrocker HUMBUCKER zu erkennen. Aber „R.O.C.K.S.“ ist erst das Debüt des Fünfers…was ist schiefgelaufen? 2002 entschied sich die Band, das Projekt auf Eis zu legen, da sie aufgrund ihrer regulären Jobs zu wenig Zeit hatten, um HUMBUCKER in der Intensität zu zelebrieren, die sich alle gewünscht hatten. 2010 war ein einmaliger Gig geplant und der hat das Feuer wieder entfacht. Somit hat es bis August 2011 gedauert, bis der Erstling in trockenen Tüchern war. Aber „R.O.C.K.S.“ wurde nur in Norwegen veröffenticht, ein weltweiter Release ließ bis jetzt auf sich warten. Ein Jahr später ist es endlich soweit, über MusicBuyMail kommt die Platte auch in deutsche Regale.

Früher war die Combo mehr oder weniger als AC/DC-Tributeband unterwegs, davon merkt man aber zum Glück bei diesen 10 Eigenkreationen nicht die Bohne. Überhaupt klauen HUMBUCKER praktisch nirgends sondern kreieren ihren eigenen Sound. Und der ist rauh, trotzdem melodiös und lauter als die Hölle. Shouter Jan Anders Boen hat ein richtig breites Spektrum drauf und das ist der Maßstab für das komplette Werk.

„The Way I Am“ nennt sich der erste Song. Nach kurzem Eingewöhnen geht die Fahrt los – und das mit Vollgas. „Black Nickel“ ist ein Hit und das zähe „Priscilla“ stampf alles in Grund und Boden – ein richtig harter Blues. „Paradise“ ist der perfekte Gegenpol – schnell, gefährlich und die geborene Live-Nummer. Die Ballade „There Will Never Be Another“ könnte auch von den göttlichen AXE stammen und „Doing My Job (In A Rock And Roll Band)“ bietet wiederholt Riffing vom Feinsten. „That Girl Of Mine“ ist von der schlimmen Sorte, wenn Ihr wisst, was ich meine – „When She´s Good, She´s Good – But When She´s Bad, She´s Better“ würden DANGER DANGER dazu sagen (also ein ganz schlimmes Mädchen haha). Nur das etwas schlappe „She Blows Me Blind“ springt nicht ganz so über – obwohl der Titel (von einem T-Shirt von Gene Simmons übernommen) mehr als genial ist. Aber schon mit „Dipstick Joe“ ist wieder alles in Butter und das abschließende „Dancin Daisy“ gibt noch einmal alles, was HUMBUCKER ausmacht: tolles Songwriting, jede Menge Hooks und reichlich Ideen.

Wenn Ihr auf ehrlichen, handgemachten Hardrock der deftigen Sorte steht, der seine Rock´n Roll Einflüsse nicht verbirgt, dann seid Ihr bei HUMBUCKER definitiv richtig. Und passender könnte man ein Album nicht betiteln: „R.O.C.K.S.“ hält alles was es verspricht! Für mich eines der Highlights des Jahres, das haarscharf an der Höchstnote vorbeischrammt. Ein Jammer warum wir so lange darauf warten mussten. Mehr davon!!!

WERTUNG:

Trackliste:

1.The Way I Am
2.Black Nickel
3.Priscilla
4.Paradise
5.There Will Never Be Another
6.Doing My Job (In A Rock And Roll Band)
7.That Girl Of Mine
8.She Blows Me Blind
9.Dipstick Joe
10.Dancin Daisy

Stefan