DOWNSPIRIT – Bulletproof

Band: Downspirit
Album: Bulletproof
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 27.07.2012
Ach ja DOWNSPIRIT. Ich entsinne mich an die 2009 vom Ex FREEDOM CALL Gitarristen Cede Dupont ins Leben gerufene Kombo. 2010 hatte ich bereits das Vergnügen ihr Debütalbum „Point of Origin“ unter die Lupe zu nehmen. Schlecht war das Album nicht, allerdings fehlte mir der letzte Tick, damit das Ganze für mich so richtig eingeschlagen hätte, aber es war ja auch nur das Debüt, jetzt kommen die Herren mit ihrem neuen Werk „Bulletproof“ um die Ecke. Erneut wird uns eine Mischung aus Blues, Heavy Metal, Rock und sogar ein bisschen Pop versprochen. Die Mixtur klang schon beim Debütalbum nicht schlecht, mal schauen ob die Stuttgarter einen Sprung nach vorne gemacht haben und das Material jetzt zwingender ist als beim ersten Werk. In Folge des Debüts hatte man auch die Möglichkeit sich Live zu beweisen, ging man doch als Support von GRAVE DIGGER, SINNER und AXEL RUDI PELL auf Tour. Keine schlechten Referenzen wie ich finde.
Die Bandzusammensetzung hat sich im übrigen nicht verändert und besteht nach wie vor aus, Steffen Lauth (Gesang), Cédric “Cede” Dupont (Gitarre), Dennis Wohlbold (Bass) und Steffen Theurer (Schlagzeug).
So genug Infos, ab geht es direkt mit dem ersten Track „Greed“. Recht neumodisch eröffnet der Song,  es kracht an allen Ecken und Enden und über allen tönt die Stimme von Ausnahmefronter Steffen. Der Chorus ist schön griffig, wunderbar, so muss ein Opener sein!
Bei „Life after her“ gibt es zum Anfang wieder die Bluestöne, die auch schon beim ersten Album begeistern haben, auf die Ohren. Ansonsten ist die Nummer nicht ganz so griffig und kraftvoll gehalten wie der Opener, trotzdem ist das ganze meilenweit von einem schlechten Track entfernt. Reiht sicht gut ein die Nummer.
„Get the Fuck Up“ bläst uns so richtig die Motten aus der Kutte, die Nummer besitzt einen tierischen Groove und spätestens beim Chorus muss man mitsingen und mit gehen. Klasse Nummer, die beweist wie vielseitig DOWNSPIRIT auf dem zweiten Album geworden sind.
Im Mittelteil präsentiert man uns eine wunderbar bunte Mischung aus dem moderneren „Human Gift“, dem mit Blueseinflüssen gespickten „Are you proud“ und dem krachenden „Hellyeah“. Ordentlich Abwechslung wird hier geboten.
Und es geht ordentlich und melodisch mit dem folgenden „Overload“ weiter. Langsam werden mir die Jungs ein wenig unheimlich, wo nehmen sie nur immer diese Hooks her??
So langsam biegen wir auf die Zielgerade ein und auch im letzten Drittel der Scheibe können uns DOWNSPIRIT noch begeistern.
Denn mit „What a way to die“, „I’am a survivor“ und dem perfekt gelungenen Cover „The Look“ hat man einen hervorragenden Abschlussdreier im Gepäck, der die bärenstarke Platte beschließt.
Anspieltipps:
Die zweite Langgrille von DOWNSPIRIT hat es wirklich in sich. Zu den besten Tracks zählen auf jeden Fall “Greed”, “Get the Fuck Up”, “Are you proud”?, „Hellyeah“ und „What a way to die“.
Fazit :
Wie schon gesagt fehlte mir beim Debütalbum der Jungs irgendwie der letzte Tick, damit die Scheibe ein absoluter Volltreffer geworden wäre. Diesen letzte Tick haben die Jungs hier nun absolut geschafft und steigern sich ein ganzes Stück im Vergleich zum Debüt. Die neuen Stücke schwanken zwischen klassischen Heavy Metal gewürzt mit ein paar neueren Einflüssen, man bleibt aber immer schön melodisch. Über allen thront aber die Stimme von Ausnahmefronter Steffen, der hier wirklich eine hervorragende Leistung abliefert.
DOWNSPIRIT, diesen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken! Die Jungs beackern auch bald die deutschen Clubs, also Leute zieht euch das neue Album rein und besucht eine der Shows, ich denke ihr werdet es nicht bereuen!
WERTUNG: 
Trackliste:
01. Greed
02. Life after her
03. Get the Fuck up
04. The Wish
05. Human Gift
06. Are you proud
07. Hellyeah
08. Overload
09. Gotta geta Way
10. What a Way to die
11. I’am a Survivor
12. The Look
Julian

ESTRELLA – Come Out And Play

Band: Estrella
Album: Come Out To Play
Spielzeit: 54:80 min
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.estrellarocks.com

ESTRELLA kommen, nicht wie ihr spanischer Name aus dem Süden, aus dem Norden Schottlands. Während eines gemütlichen Trinkabends wurde eine DVD eingelegt mit spanischen Untertiteln und das Wort ESTRELLA (deutsch: Stern; englisch: Star) gefiel dem Quartett so gut, dass es der Bandname wurde. Die Gründung fand übrigens 2004 statt, auch, wenn das Debut-Album („Come Out To Play“) Jahre später erschien. Der Stern besteht aus den drei musikalischen Brüdern Paul Gunn (Gesang), Luke Gunn (Gitarre) und Nathan Gunn (Bass und Keyboard) sowie Leo McPherson (Schlagzeug).
Ein einfaches Cover: ESTRELLA in einem heruntergekommenen Proberaum in Action.

Stimmlich ist Paul Gunn stark und lässt sich auch hervorragend von seinen Mitstreitern unterstützen, die ebenfalls wissen, wie sie mit ihren Instrumenten umzugehen haben.

Ein vielversprechender Beginn mit „Chance Of A Lifetime“. Ist bereits ein Song, der gute Laune rüberbringt, man freut sich auf das weitere Album. Der Titelsong „Come Out To Play“ ist mit Fug und Recht der Titelsong, denn er ist tatsächlich wie eine Aufforderung: Kommt doch raus und spielt! Beginnt mit Bass und Schlagzeug, danach setzt Paul Gunn mit seiner herausragenden Stimme ein. Zwischendurch gibt man der Gitarre eine Stimme, was auch sehr gekonnt ist. „Party“ ist ein echt witziger Partyknüller, der mitreißt. Auch hier lässt man die Gitarren dudeln und der guten Laune, die versprüht wird, nimmt man ESTRELLA ab, wenn sie singen „I wanna party“. Auch bei „Mona Lisa Smile“ kommen die instrumentalen Parts schön zur Geltung zwischendurch.  „Do It `Til We Drop“ klingt von Anfang an sympathisch machohaft mit der Aufforderung „Let’s do it“ und der Bass dröhnt sehr passend und unterstreicht die Attitüde. „One Love“ – ein Love-Song! Allerdings ein paar Takte schneller gespielt als die klassische Balladen-Variante. Sehr süß gesungen. „Rocker Lily“ – der Beginn erinnert mich an Hunderte ähnlicher Rock-Songs – man geht sofort mit. Das Stück „Last Mohican“ ist recht ruhig und mit Keyboardparts gespielt. Man kommt wieder ein wenig runter, nachdem man von der Musik vorher auf „Come Out And Play“ kontinuierlich high wurde. „Whatever It Is“, ein Keyboard- und Gitarrenbeginn und auch dieses Stück lässt es ruhiger angehen. Mit „What You See“ und „I’d Give It All” geht es dann wieder schneller weiter und in der gewohnten Manier. Speziell bei „I’d Give It All“ kreischt die Gitarre wieder so herrlich. „Don’t Forget Me“ ist der letzte Song und sicherlich wird man ESTRELLA nicht so schnell vergessen, wäre wirklich schade! Eine schöne, klassische Ballade, die darf ja auch nicht fehlen. Der Song ist von Keyboard und Gitarren im Akkustikstil geprägt sowie den typischen Schlagzeug-Rhythem, die man bei Balladen erwartet. Paul Gunn schreit sich die Seele aus dem Leib und dann übernimmt den Seelenschmerz die Gitarre… Erinnert mich ein wenig an eine Aerosmith-Ballade. Sehr gelungen.

Ein Album, dass einfach gute Laune macht und von dem es Spaß macht, eine Rezension zu schreiben. Kann man getrost auf einer Party einlegen, ohne das jemand den Raum verlassen würde. Könnte ich mir wunderbar an einer Strandbar vorstellen mit einem kühlen Campari-O, unter dem Sternenzelt des Südens…

Anspieltipps: „Come Out To Play“, „Party“, “Do It `Til We Drop”, “One Love”, “Rocker Lily”, “Don’t Forget Me” – ich würde Euch gern alle ans Herz legen…

Fazit :  Eine herrliche Scheibe, deren Kauf sich lohnt! Hoffentlich kommt noch mehr von den Schotten!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Chance Of A Lifetime 3:36
2.Come Out To Play 4:25
3.Party 3:20
4.Mona Lisa Smile 3:49
5.Shout – I Wanna Here You 2:53
6.Do It ‘Til We Drop 4:06
7.One Love 4:36
8.Rocker Lily 4:09
9.She’s Got It 3:48
10. Last Mohican 4:54
11. Whatever It Is 3:44
12. What You See 4:49
13. I’d Give It All 4:26
14. Don’t Forget Me 5:25

Sandra

CLOUDSCAPE – New Era

Band: Cloudscape
Album: New Era
Spielzeit: 62:49 min
Plattenfirma: Roastinghouse Records
Veröffentlichung: 31.07.2012
Homepage: www.cloudscape.se

Mit „New Era“ meldet sich CLOUDSCAPE nach vier Jahren mit neuem Material. Der Titel ist in diesem Fall Programm, denn nach drei Personalwechseln dürfte für die Band wohl tatsächlich ein neuer Abschnitt beginnen. Doch trotz dieser Umstellungen bleibt die Band ihrer Linie treu und bewegt sich zwischen Melodic und Progressive Metal mit jedoch größeren Melodicanteilen. Dieser Spagat gelingt zu großen Teilen auch auf dem neuen Album und ist mit Sicherheit ein Grund für die wachsende Fangemeinde. Leider hat die Scheibe jedoch nur wenig für Rhythmusfetischisten zu bieten, ist doch der 4/4 Takt das dominierende Element auf diesem Album. Ein paar Fünfer oder Dreier hätten besonders die Progfraktion unter den Fans sicherlich etwas mehr zufrieden gestellt, ohne der Hörbarkeit einen Abbruch zu tun. Die Songs überzeugen dafür mit guten Akkordfolgen, kreativer Melodieführung und Ausgewogenheit zwischen Instrumental- und Gesangspassagen. Das die Jungs ihre Instrumente zweifellos beherrschen, wird schnell deutlich, wenn auch die Gitarrensoli teilweise etwas Ideenlos wirken. Klanglich erinnert das Ganze nicht zuletzt wegen des Gesangs und der eher hintergründig dezenten Keyboardflächen an EVERGREY und teilweise (z.B. „Your Desire“, „Simplicity… Huh…“) an Rage. Was der Band sicherlich gut tun würde ist ein eigener Keyboarder um die Keyboardsounds und -linien etwas individueller zu gestalten. Sehr viel Individualität bringt dafür Frontmann Mike Andersson ein, der mit seiner charakterstarken Stimme den Wiedererkennungswert der Band deutlich steigert. Thematisch deckt der Silberling ein breites Spektrum von Werwölfen über ägyptische Pharaonen und nordische Mythologie bis hin zu Lovestorys ab.

Mit dem Opener „Silver Ending“ legen die Schweden einen verdammt starken Start hin. Der Track Überzeugt von vorne bis hinten durch gute Melodieführung mitreißende Gitarrenriffs und druckvollen Gesang. Kleiner Wermutstropfen ist das etwas lustlose Solo. Trotzdem ein guter Song der sich zusammen mit „Pull The Break“, „Your Desire“ und „Heroes“ meinen Anspieltip verdient. Der zweite Song „Share Your Energy“ fällt dafür etwas ab. „New Era“ kommt trotz für Progverhältnisse großer Songanzahl (12 Titel) komplett ohne echte Ballade aus. Sucht man jedoch verbissen genug könnte man am ehesten wohl „Heroes“ die Rolle der Quotenballade zuschieben. Der Sound des Albums ist druckvoll und sauber, allerdings sind mir die Gitarren teilweise etwas zu dominant.

Fazit: Es zeigt sich einmal mehr: Skandinavier können einfach Metal! Die vorliegende Scheibe ist ein sehr gut hörbares Metalalbum mit vielen Höhen und wenig Tiefen und wird besonders eingefleischte Fans erfreuen. Ich brauchte zwar ein bisschen Zeit, um mit der Scheibe warm zu werden doch dann überzeugten die Songs durch Abwechslungsreichtum und professionelle Komposition. Abzüge gibt es wegen der sparsamen Rhythmik und den etwas lahmen Soli. Aber von dem Quintett wird man mit Sicherheit noch mehr hören.

WERTUNG:

Trackliste:

1. „Silver Ending“
2. „Share Your Energy“
3. „Kingdom Of Sand“
4. „Pull The Break“
5. „Seen It All Before“
6. „Your Desire“
7. „Voyager 9“
8. „Simplicity… Huh…“
9. „Before Your Eyes“
10. „Violet Eve“
11. „Into The Unknown“
12. „Heroes“

Volker

DORO – Under My Skin (Best Of)

Band: Doro
Album: Under My Skin (A Fine Selection Of Doro Classics)
Spielzeit: 129:30 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 06.Juli 2012
Homepage: www.doropesch.com

DORO PESCH, die Düsseldorfer Hardrock-Ikone ist seit 25 Jahren „dabei“. Erst Frontfrau der Band Warlock, tritt sie seit Jahren bereits solo auf. In der Zeit hat sich natürlich eine Menge Material angesammelt und das hat die Pionierin des Ladies’-Hardrock nun auf einem „Best of“-Album zusammengefasst.
Auf dem Cover ist DORO’s strahlendes Gesicht zu sehen, der Hintergrund ist weiß.

Stimmlich klingt DORO wie immer – volltönend und voll Power, raumgreifend. Keine Makel oder Schwächen in der Stimme vorhanden.

Als Opener dient der bekannte Song „All We Are“, welcher auch schon als Einzugshymne für die Boxerin Regina Halmich diente. „I Rule The Ruins“ beginnt mit einer Klassik-Einlage, Geigen o. ä. Ungewöhnlich im Hardrock, aber gerade hier ist man ja offen. „Celebrate“, Version Nr. 1, beginnt mit Hymnencharakter und so geht es auch weiter. Sicherlich auch eines der stärkeren Stück von Frau PESCH. Die Gitarren dröhnen sehr gut im Hintergrund. „The Night Of The Warlock“ beginnt, wen wundert es anhand des Titels, einer unheimlichen Sprechstimme (wohl die des Hexenmeisters) und einem stilechten Gewitter. Danach treibt den Hexenmeister DORO mit ihrer powervollen Stimme aus. „Stranges Yesterday“ ist auch ein typischer DORO-Song, bei dem sie ordentlich röhrt. „Walking With The Angels“ ist eine ruhige Ballade. Klingt sehr klar und rein gesungen. „Metal Tango“ ist ein Hardrock-Song mit Tango-Einflüssen, sehr originell. „Herzblut“, einer der Ausflüge in die deutsche Sprache. Bilde ich es mir ein oder sind deutsch gesungene Songs meist gewollt-sinnig-schwülstig?! Mein Fall ist es nicht… „Warrior Soul“ – eine solche hat DORO bestimmt, denn sonst hätte sie sich nicht solange im Music-Biz behauptet. Für meine Ohren trotzdem eher ein Lückenfüller. „Für Immer“, Auch hier – warum so schwülstig?! Warum so gewollt tiefe Bedeutungen?! „Always Live To Win“ klingt nett, ein wenig akkustisch. Schöner Song. Mit „Let Love Rain On Me“ ist natürlich auch einer der wichtigeren Songs der Frau PESCH auf das Album gekommen. Eine nette Ballade. „Celebrate“, Version Nr. 2, warum gleich zwei Versionen von einem Song? Klingt sehr gut, aber hätte eine Version nicht gelangt? Mit „Rare Diamonds“ hat es noch eine schöne Akkustik-Verison auf das „Best Of“-Album geschafft. „Angel In The Dark“ und „1999“, gleich zwei Balladen nacheinander. Schöne Lieder für sich genommen. Bei „I Lay My Head Upon A Sword“ kommt anfangs die Gitarre gut zur Geltung und spielt eine tragende Rolle. Hervorragend gespielt! Hier wieder eine röhrige Stimme von DORO, gefällt mir. Bei „Wildfire“ zeigt DORO, dass sie auch heavier klingen kann. Wobei auch hier ihr Stempel drauf ist und sie sowohl melodisch als auch gleichzeitig powervoll klingt. Bei „Breaking The Law“ meine ich zwischendurch Streicher zu hören. Mal eine völlig andere Version des Judas Priest-Klassikers. „The Queen“ könnte schon fast ein Clap Hands-Song sein. Untypisch für DORO, aber natürlich setzt sie ihren Stempel auch hier auf und es ist unverkennbar ein DORO-Stück. „You Won My Love“ ist dann auch wieder eine Akkustik-Ballade. Klingt nett. Mit „Lonely Wolf“ geht die Scheibe zu Ende und hier wird zum Abschluss noch einmal richtig gerockt.

Viel Musik gibt es natürlich mit 32 Songs. Über eine DORO, die seit Urzeiten Erfolge feiert, kann man kaum etwas Schlechtes schreiben. Ihre Fans werden von dem Album vermutlich begeistert sein. Es ist ein vielfältiger Mix aus ihren Liedern. 

Anspieltipps: „All We Are“, „The Night Of The Warlock“, “Walking With The Angels”, “Metal Tango”, “I Lay My Head Upon A Sword”, “Breaking The Law”

Fazit :  Vielfältig und für ihre Fans sicher ein Sahnestück. Die Frage ist immer, ob man unbedingt „Best of“-Alben braucht. Mir persönlich auch ein wenig zuviel Balladen enthalten.

WERTUNG:

Trackliste:

1.All We Are 3:04
2.You’re My Family 4:17
3.I Rule The Ruins 4:05
4.Celebrate 4:57
5.The Night Of The Warlock 5:45
6.Strangers Yesterday 4:51
7.Walking With The Angels 4:57
8.Metal Tango 4:00
9.Thunderspell 4:41
10. Herzblut 4:42
11. Warrior Soul 4:45
12. My Majesty 4:09
13. Für Immer 4:39
14. Love In Black 5:23
15. Always Live To Win 3:03
16. Running From The Devil 3:38
17. Above The Ashes 4:20
18. Let Love Rain On Me 3:53
19. Celebrate 4:56
20. Rescue Me 3:52
21. Rare Diamond 3:39
22. Angel In The Dark 4:17
23. 1999 4:04
24. In Liebe Und Freundschaft 3:38
25. I Lay My Head Upon My Sword 3:39
26. Tausend Mal gelebt 4:19
27. Wildfire 4:25
28. Breaking The Law 4:26
29. She’s Like Thunder 3:13
30. The Queen 3:39
31. You Won My Love 4:14
32. Lonely Wolf 4:00

Sandra

FRAZE GANG – 2

Band: Fraze Gang
Album: 2
Plattenfirma: Bongo Beat Records
Veröffentlichung: 07.2012
Homepage: www.frazegang.com

Satte sechs Jahre sind seit dem selbstbetitelten Debüt der Kanadier FRAZE GANG in die Lande gezogen. Zuerst in Eigenregie veröffentlicht, hat man 2008 in dem kleinen Label Bongo Beat Records einen Partner gefunden, der die Scheibe mit einem Bonustrack 2008 noch einmal offiziell in die Läden stellte. Und auch für die nun vorliegende Fortsetzung „2“ konnte man diese Liason weiterführen. So erscheint dieser Tage dieser neuen Longplayer in Kanada und Ende Juli kommt der Rest der Welt in den Genuss von neuem Material aus dem Hause FRAZE GANG, die neben den Originalmitgliedern Greg Fraser (g., v.), Stevie Skreebs (b.) – beide Ex-BRIGHTON ROCK – und Phill Epp (d.) mit Derek McGowan an der zweiten Gitarre noch einmal Zuwachs bekommen haben.

Der Weg zu diesem zweiten Album war ein steiniger, denn eigentlich wollte die Band nur noch EP´s bzw. Singles auf dem Onlinewege veröffentlichen, letztendlich haben sich die Jungs aber doch dazu entschieden, auch den althergebrachten Weg zu gehen und einen neuen Silberling zu releasen. Das hat aber zur Folge, dass einige der hier vertretenen Stücke bereits schon als Download zu haben waren und somit nicht mehr ganz so neu sind. Egal, mir ist eine richtige CD sowieso lieber, da bin etwas altmodisch 🙂

„2“ vereint 10 neue und bereits digital veröffentlichte Songs der Band aus Niagara Falls in Ontario/Kanada und hat gleich eine Neuerung zu bieten. Waren die Songs auf dem Debüt noch relativ schnell zugänglich und haben schon zu Anfang geflasht, hat mich das Material auf „2“ etwas Zeit gekostet, bis es gezündet hat. Was sich aber nicht geändert hat, ist die Tatsache, dass die Kanadier erwachsene Musik machen, die Tiefgang hat und jede Menge Herzblut in sich birgt.

Der Opener „Saint Or Sinner“ ist mit 6 Minuten der längste Track auf der Scheibe, beginnt mit einem kurzen ruhigen Intro, bevor ein sägendes Riff und flotte Drums ins Album geleiten. Der druckvolle, knackige Sound ist der Verdienst von Starknöpfchendreher Beau Hill, der dieser Platte den nötigen Dampf verleiht. Schon hier werden die Vorzüge des Songs erst auf den zweiten Blick sichtbar, aber die Verneigung vor den britischen Heroen JUDAS PRIEST ist spürbar. „In Your Face“ ist ein klassicher Song, der an zweiter Stelle eines Albums steht, denn er punktet mit eingängigem Riff und jeder Menge Drive – toll. „Juggernaut“ ist das erste von neuen/älteren Stücken und könnte dem ein oder anderen schon von der Digital-Single her bekannt sein. Und obwohl der Song schon länger verfügbar ist, hat er nichts an seinem „Direkt in die Fresse“-Feeling eingebüßt. Das etwas relaxtere „Never Want To Say Goodbye“ stellt den ersten Ruhepol des Albums dar. Weiter geht es mit „White Lightning“ und „Tough Enough“, das etwas in die Riff-Rock Richtung geht und eine ganz andere Seite des FRAZE GANG Sounds zeigt. „I Just Want To Make Love To You“ ist die Adaption des MUDDY WATERS Klassikers, der hier ordentlich in die Hardrock-Richtung gelenkt wurde. Die letzten drei Stücke stammen von der digitalen EP „Don´t Call Us“. Der Titelsong ist abermals eine Coverversion, dieses Mal von SUGARLOAF. Die Ballade „This Is It“ ist für mich einer der besten Songs und bietet noch einmal eine Verschnaufpause, bevor der Rausschmeißer „Rampage“ noch einmal aufs Gaspedal drückt.

FRAZE GANG machen auch auf ihrem zweiten Longplayer richtig geile Mucke, die weitab irgendwelcher Trends liegt. Was mir aber auch sehr gefällt, die Band schafft es, zeitlose Musik zu machen, ohne die Vergangenheit noch hundert mal durchzukauen sich aber auch nicht mit modernem Klim-Bim abgibt. „2“ bietet wieder einmal tolle, handwerklich großartige Songs von einer Band, die lieber den unangenehmen Weg geht, als sich zu verkaufen. Respekt!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Saint Or Sinner
2.In Your Face
3.Juggernaut
4.Never Want To Say Goodbye
5.White Lightning
6.Tough Enough
7.I Just Want To Make Love To You
8.Don´t Call Us We´ll Call You
9.This Is It
10.Rampage

Stefan

VALERIE – Valerie

Band: Valerie
Album: Valerie
Plattenfirma: Hellish Records
Veröffentlichung: 23.06.2012
Homepage: www.valerie.no

Ist die Musik der Vergangenheit auch die Musik der Zukunft? Wenn es nach Bands wie VALERIE aus Norwegen geht, dann gehört den 1980er AOR-Sounds auch die Zukunft. Denn was diese sehr junge Band aus Arendal auf ihrem Debüt bietet, ist purer 80ger Scandi-Rock irgendwo zwischen SKAGARAK, DA VINCI und DALTON, aufgepeppt mit ein paar Powerpop-Anleihen. Dabei ist Sänger und Gitarrist BT Valerie erst 19 Jahre alt und auch der Rest der Combo noch im Pickelalter. Aber der Vierer geht auf diesen 8 Songs so abgebrüht zu Werke, als hätten sie schon viele Jahre Erfahrung auf dem Buckel und servieren genau den Stoff, aus dem früher die AOR-Träume waren.

Los geht´s mit „It´s Not Love – It´s Not War“ – und schon das erste Riff lässt großes erwarten. Und prompt folgt ein richtig geiler Erföffnungssong mit jeder Menge Potential, der nicht mehr aus dem Kopf will. „Heat Of The Night“ ist ein straighter Rocker und das folgende „When Two Hearts Collide“ hat wirklich Klasse. Hier kommt die ganze Kompetenz und das ganze Talent dieser jungen Band zum Tragen. Einfach nur geil! „Vixen“ rockt wieder ordentlich nach vorne und hat eingängige Elemente mit tollem Riffing vereint. Über allem thront der Gesang von BT Valerie. „Tear Down The Walls“ kann zwar nicht ganz an die letzten Songs anknüpfen, von Langeweile ist man aber meilenweit entfernt. Der Chorus von „Heart Is Like A Heart Attack“ ist für mich etwas zu einfach ausgefallen, aber wir meckern hier wirklich auf hohem Niveau. Das raue „Taste The Bullet“ macht wieder Boden gut und zeigt die Norweger von ihrer besten Seite bevor „Love Is Not Enough“ schon den Schlußakkord einleitet. Natürlich darf die potentielle Ballade nicht fehlen und diese wurde hier an das Ende dieser äußerst kurzweiligen 35 Minuten gesetzt.

VALERIE setzen mit ihrem gleichnamigen Debüt ein dickes Ausrufezeichen in die Musiklandschaft und zeigen wieder einmal, dass auch junge Leute erstens ausgereifte Musik machen können und sich nicht immer zu den neuesten Trends hingezogen fühlen müssen. BT Valerie (g.,v.), Augustus Clark (b.), Erlend Omdal (d.) und Magnus Christiansen (g.) haben 8 tolle Songs geschrieben und zeigen den alten Hasen, wo es lang geht.

Den Slogan der Band „VALERIE is 1987 in 2012“ unterschreibe ich gerne und ich bin mal gespannt, welches große Genre-Label da eines Tages zuschlagen wird. VALERIE sind eine ganz heiße Angelegenheit!

WERTUNG:

Trackliste:

1.It´s Not Love – It´s Not War
2.Heat Of The Night
3.When Two Hearts Collide
4.Vixen
5.Tear Down The Walls
6.Love Is Like A Heart Attack
7.Taste The Bullet
8.Love Is Not Enough
Stefan

PRAYER – Danger In The Dark

Band: Prayer
Album: Danger In The Dark
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 20.07.2012
Homepage: www.escape-music.com

Da haben meine Kumpels aber Augen gemacht, als ich 2005 mit einer Platte unterm Arm zu ihnen kam und sagte: „ist das ein geiles Stück Musik“. Zur Info: vor sieben Jahren hörte ich so gut wie nie AOR und war bei zu vielen Keyboards schon abgeschreckt.  Die Rede war vom Debüt der finnischen AOR Band PRAYER, das auf den Namen „Wrong Address“ hörte. Bei mir (und auch bei vielen Anderen) waren sie aber an der richtigen Adresse, denn diese 11 Songs waren wirklich mehr als hörenswert. Nach sieben langen Jahren Durststrecke hat sich der Motor der Band – Tapani Tikkanen – wieder hinreißen lassen und präsentiert zusammen mit seiner Band den neuen Longplayer „Danger In The Dark“.  Auch im Jahre 2012 sind PRAYER wohl die britischste AOR Band aus Finnland, denn ihr Stil erinnert einfach an die Größen von der Insel aus den frühen 1980gern.

Der Einstieg in Form des Titelsongs setzt genau dort an, wo die Band vor 7 Jahren aufgehört hat und auch „Nobody Loves You“ schlägt in diese Kerbe. Wobei ich zugeben muss, dass mir der knackige und klare Sound vom Debüt etwas fehlt. Aber vielleicht liegt das auch ein wenig an meinen mp3´s, die ich für diese Rezension vorliegen habe. „KP“ ist ein Meisterwerk modernen AOR´s und „Get What I Came For“ geht weit zurück in die 1970er – gewaltig! „Another Fool“ ist dann wieder ein Song, der auch auf dem Erstling hätte stehen können – straight, flott und unnachahmlich PRAYER. „Never Let Your Dreams Die“ war schon mal da, und zwar auf dem Vorgänger, besser gelungen ist da schon „Hearts Wants You To Rock“. Spätestens mit „Livin Ain´t Livin“ merke ich jedoch, dass etwas die Luft raus ist, das können die beiden Abschlusssongs noch ein klein wenig ausbügeln, aber an den starken Anfangs-Vierer können die Finnen nicht mehr ganz anknüpfen.

Es hat lange gedauert, aber insgesamt hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt. Es gibt einige Überraschungen wie das sensationelle „Get What I Came For“ und auch ein paar Songs, die es fast 1:1 schon gab. Trotzdem eine tolle Platte für alle AOR Freaks oder solche, die es werden wollen, denn der Sound ist dennoch knackig und die Songs weitestgehend abwechslungsreich. Ein schönes Sommer-Scheibchen!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Danger In The Dark
2.Nobody Loves You
3.KP
4.Get What I Came For
5.Another Fool
6.Never Let Your Drams Die
7.Hearts Wants You To Rock
8.Livin Ain´t Livin
9.I´m Back
10.It´s Not The End

Stefan

MORTALICUM – The Endtime Prophecy

Band: Mortalicum
Album: The Endtime Prophecy
Spielzeit: 46-.26 min
Plattenfirma: Metal on Metal Records
Veröffentlichung: 27.04.2012
Die Band MORTALICUM aus dem hohen Norden von Schweden wurde 2006 vom QUICKSAND DREAM Gitarristen Patrick Backlund ins Leben gerufen. Er wollte eine Mixtur aus Doom und Heavy Metal erschaffen und fand mit dem Sänger Robert Wiklander einen ersten Mitstreiter der mit ihnen zusammen ein paar Demosongs einspielte.
2007/2008 kam die ganze Sache dann mehr ins Rollen, nachdem die Band mit den beiden Gitarristen Henrik Högl und Mikael Engström sowie dem Schlagzeuger Andreas Häggström komplettiert wurde. Man absolvierte anschließend die ersten Liveauftritte.
2009 nahm man dann die Aufnahmen zum Debütalbum „Progress of Doom“ Gestalt an, welches dann 2011 durch Metal on Metal Records veröffentlicht wurde.
Im Februar 2011 hatte man die Gelegenheit eine kleine UK Tour mit IRON VOID, THE PROPHECY und den Labelkollegen NOMAD SON zu spielen, welche dann in einer Teilnahme am Doomsday IV Festivale endete.
Ende 2011 begab man sich dann wieder ins Studio um das mir nun vorliegende zweite Album „The Endtime Prophecy“ in Angriff zu nehmen.
Die Scheibe soll uns einen Mix aus Heavy Metal, 70iger Hard Rock und Doom Metal bieten.
Nun wir werden jetzt mit dem Opener „My Dying Soul“ herausfinden wie uns dieser Cocktail schmeckt. Tief gestimmte Gitarren, getragene Spielweise und ein epischer Gesang erwarten uns hier. Recht doomig was uns hier entgegenschlägt. Aber nicht nur den Doom hören wir hier heraus nein auch die Heavy Metal Einflüsse sind hier gleich spürbar. Die angekündigte Mixtur stimmt also schon einmal. Als Opener geht die Nummer auch vollkommen in Ordnung.
Der Titeltrack „Endtime Prophecy“ erwartet uns als dritter Song. Hier überwiegt ein bisschen die Heavy Metal Schlagseite und die Nummer kann eigentlich sofort mit seinen Melodien und dem schicken Chorus punkten. Beide Daumen gehen hier nach oben.
Bei „When Hell freezes over“ sind wir wieder voll im langsamen, getragenen Doom Bereich angekommen. Mir fehlt hier so ein bisschen die Linie und die Melodic, aber ok Doom Fans werden hier bestimmt ihre Freude dran haben.
Wesentlich besser gefällt mir „Devil’s Hand“. Hier sind die Spielfreude, die Geschwindigkeit und die Melodic wieder ein ganzes Stück höher. Zum Fronter Henrik muss ich mal noch etwas loswerden. Der Junge singt schön klar und mit dem richtigen Gefühl in der Stimme. Perfekt für diese Art von Metal.
So langsam nähern wir uns dem Ende der Scheibe und auch auf dem letzten Metern haben MORTALICUM mit dem mitreißenden „Dark Night“, der Halbballade „Ballad of a sorrowfull Man“ und „Embracing our Doom“ noch ordentliche Tracks am Start.
Anspieltipps:
Das Beste was man auf “Endtime Prophecy” finden kann, sind der Opener “My Dying Soul”, der Titeltrack „Endtime Prophecy“, „Devil’s Hand“, „Dark Night“ und „Embracing our Doom“.
Fazit :
Mich riss das neue Album von MORTALICUM beim ersten Mal anhören nicht wirklich aus dem Sessel und ich war geneigt das Ganze als Fehlpressung abzustempeln. Aber dann beim nächsten Versuch und beim übernächsten anhören steigerten sich die Songs von Mal zu Mal und auch die Platte machte einen großen Sprung. Manchmal lohnt es sich halt doch mehrmals hinzuhören, auch wenn das ganze Material es nicht ganz bis in die oberen Notenregionen schafft.
Zumindest muss man MORTALICUM zu gestehen das sie ihren Stil absolut beherrschen und eiskalt durchziehen. Mal mehr, mal weniger mit einer Doom Schlagseite. Aber immer in diesem Genre Fahrwasser.
Doom Fans mit dem Hang zu einer gewissen Melodic sollte sich “Endtime Prophecy” auf jeden Fall einmal genauer anhören.
WERTUNG:
Trackliste:
01. My Diying Soul
02. Revelation wihtin
03. The Endtime Prophecy
04. When Hell Freezes over
05. Devil’s Hand
06. Dark Night
07. Ballad of a sorrowfull Man
08. Embracing our Doom
09. The End
Julian

THE ORDER – 1986

Band: The Order
Album: 1986
Spielzeit: 44:06 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.07.2012
Homepage: www.theorder.ch
Ach ja die 80iger! Nicht nur der Metal hatte dort eine richtige Hochzeit, nein auch so manches im Alltag war wesentlich leichter und stressfreier. Handy’s und Internet gab es nicht, man verabredete sich mit Freunden, hang einfach so rum, Twix hieß noch Raider und das Benzin kostete 1 Mark. Die Zeiten sind lange vorbei, aber die Schweizer THE ORDER wollten sich dieses Gefühl zumindestens für ein Album zurückholen. Demzufolge präsentieren sie uns auf ihrem neuen, vierten Album traditionellen Hard Rock/Metal der damaligen Zeit. Seit Ende der 80iger spielen die Bandmitglieder schon in unterschiedlichen Bandkonstellationen zusammen. Darunter sind so bekannte Schweizer Rock Größen wie SWAMP, GURD oder JERK.
Mit THE ORDER sind die Jungs seit ihrem ersten Album „Son of Armageddon“ 2006 richtig durchgestartet. Alle Folgealben konnte ordentliche Kritiken in der Presse einfahren und so ging man seinen Weg weiter, welcher dann in dem mir nun vorliegenden neuen Album gipfelte.
Das Line Up besteht nach wie vor aus Bruno Spring (Gitarre), Andrej Abplanalp (Bass), Mauro Casciero (Schlagzeug) sowie Ausnahmesänger Gianni Pontillo.
So, ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin neugierig geworden und möchte mich schnell zurück versetzen lassen in das Jahrzehnt meiner Kindheit!
Legen wir also gleich mal mit dem Opener „The Power of Love“ los. Ein geiles 80iger Jahre Gedächtnisriff erwartet uns gleich am Anfang und macht tierisch Laune. Das Teil hat einen mörderischen Groove und der Chorus ist einfach nur zum danieder knien. Geiler Opener!
Das folgende „Long live Rock N Roll“ geht ein wenig langsamer zu Werke,  ist aber absolut nicht weniger druckvoller. Die Riff sitzen, die Melodien und der Chorus sind griffig und die Stimme von Fronter Gianni ist einfach göttlich. Noch so ein Volltreffer wie der Opener, genial!
Und es geht knall auf Fall weiter, „Generaton White Line“, „Lonely Nights“ und „Fire it up“ fliegen uns nur so um die Ohren und jeder Song trifft einen absolut in Mark und Bein und man muss einfach mitgehen. Sorry Leute aber kritische Töne kann ich hier absolut nicht zum Besten geben, bislang ist alles im absolut grünen Bereich.
Ruhig und balladenmäßig wird es dann bei „A Kiss under the rain“. Hier kann Sänger Gianni zeigen was er so richtig drauf hat. Sehr gefühlvoll und harmonisch kommt die Nummer rüber.
Danach geht es wieder rockig weiter und „Damm hot chick“ leitet den letzten Teil der Scheibe ein, der mit „Heartbracking Rebel Blood“ und „Why dreaming Hollywood“ auch wieder hochkarätig besetzt ist.
Der letzte Ton ist verklungen und ich drücke gerne erneut den Play Knopf um mich noch einmal in die glorreichen 80iger zu katapultieren!
Anspieltipps:
THE ORDER liefern hier eine bärenstarke Leistung ab. Jeder Song hat seine Berechtigung auf dem Album, schlechte Tracks sucht man vergeblich. Alles geil!
Fazit :
Was für ein geiler Trip in die 80iger ist denn das neue Werk von THE ORDER geworden? Wow, ich bin immer noch geplättet von den Songs, den Melodien und dem geilen Feeling!
Die Schweizer schaffen es definitiv den Sound der 80iger in die Neuzeit zu bringen und haben hier ein absolut authentisches Mörderalbum eingespielt.
Was soll ich hier noch groß schreiben, Hard Rock/Metal Freaks mit einem Hang zum 80iger Sound müssen diese Scheibe besitzen!
Volle Punktzahl, setzen und weitermachen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. The Power of Love
02. Long live Rock N Roll
03. Generation White Line
04. Lonely Nights
05. Fire it up
06. A Kiss under the rain
07. Damm hot chick
08. Hearbtracking Rebel Blood
09. Why dreaming Hollywood
10. Stop llying in the Name of love
Julian

HELLDORADOS – Helldorados

Band: Helldorados
Album: Helldorados
Spielzeit: 41:41 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 13.07.2012
So nach und nach bringt auch das Sleaze Genre wieder deutsche Bands hervor. Nach KISSIN DYNAMITE und HOLLYWOOD BURNOUTS legen nun die HELLDORADOS ihr, selbstbetiteltes, Debütalbum vor um uns, den sehr beliebten, Sleaze schmackhaft zu machen.
Die Jungs kommen aus dem Schwabenland, genauer aus der Metropole Stuttgart. Diese ist nicht nur für ihren ach so teuren Bahnhof, teure Autos und Spätzle bekannt, nein in Zukunft soll man wohl von Stuttgart nur noch von der deutschen Sleaze Metal Hochburg sprechen. Naja bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber man darf ja schon mal träumen : -).
Die Jungs bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen, den schon angesprochenen KISSIN DYNAMITE, GUNS N ROSES und PANTERA. Eine interessante Mischung, die auch die Jungs genau so gewollt haben, standen sie wohl schon immer auf Bands des Sleazes und des brachichalen Heavy Metals gleichermaßen.
Sehr beachtlich ist in der heutigen Zeit das die HELLDORADOS wohl auch im Radio durchstarten wollen und man wohl Airplay bei den Radiostationen Radio Regenbogen,  SWR DAS DING oder Hitradio Antenne 1 eingeplant hat.
Die Jungs, das sind im übrigens die folgenden Herren. Pierre (Gesang), Steve (Gitarre), Gunnar (Bass) und Chris (Schlagzeug).
So genug der trockenen Infos, los geht es mit dem Opener „In the Beginning“, welcher aber nur ein Intro darstellt, das uns einfach in die Platte einführen soll. Richtig los geht es dann erst mit „Never gonna stop“.
Rotzig, krachend und frech empfängt uns die Nummer und geht gleich tierisch ins Kreuz. Der Gesang von Fronter Pierre ist auch absolut passend für diese Mischung aus Sleaze und Heavy Metal. Geiler Chorus, geile Melodien, geiler Opener! Mehr bleibt dazu nicht zu sagen.
Das folgende „You live, you learn, you die“ dröhnt ein bisschen zahmer aus den Boxen und ist, obwohl der Chorus auch wieder recht ordentlich geraten ist, nicht mehr ganz so zwingend wie der Opener.
Mit dem krachenden „Go to hell“ wischen die Jungs aber jeden Schwächeeindruck schnell zur Seite. Hier passt wieder die Mischung aus Melodie, Heavyness und einem eingängigen Chorus. Für die nächste Metalparty ist die Nummer echt Pflicht!
Bei „Changes“ beweisen die HELLDORADOS das sie auch die sanften Töne drauf haben. Die Nummer ist jetzt kein Burner, aber von einem schlechten Track ist sie auch meilenweit entfernt.
Der Mittelteil ist richtig stark geworden. Hat man hier doch mit dem sleazetypischen „Shout“, dem melodischen „Hunter“ sowie dem schnellen „Double Dealer“ nur Ohrbomben in der Hinterhand.
Langsam biegen wir auf die Zielgerade ein und auch hier präsentiert man uns mit „Girls“ und dem Abschlusstrack „Got laid“ recht ordentliche Nummern.
Anspieltipps:
Das Debüt der HELLDORADOS bietet einige starke Tracks. Zum antesten empfehlen ich euch “Never gonna stop”, “Go to hell”, „Shout“, „Double Dealer“ und „Girls“.
Fazit :
Die HELLDORADOS bringen ordentlich frischen Wind in den deutschen Sleaze Markt. Sie sind vielleicht nicht ganz so rotzig wie KISSIN DYNAMITE, aber sie gehen auf jeden Fall wesentlich härter zur Sache. Mir gefällt der Sound und die Stilmischung der HELLDORADOS wirklich sehr gut und auch die Stimme von Fronter Pierre passt perfekt zur Mucke. Die Scheibe ist vielleicht einen Tick zu lang geraten, denn dadurch haben sich ein, zwei schwache Nummer ein geschlichen, aber ansonsten gibt es hier wirklich nicht viel zu meckern.
Sleaze Metal Freaks mit einem gewissen Hang zur Härte sollten sich das Debüt der HELLDORADOS auf jeden Fall ganz dick auf dem Einkaufszettel notieren!
WERTUNG:
Trackliste:
01. In the Beginning
02. Never gonna stop
03. You live, you learn, you die
04. Go to hell
05. Changes
06. Shout out
07. Hunter
08. Double Dealer
09. Gone
10. Torture is my name
11. Girls
12. Got laid
Julian