01. Initium
02. Omen
03. Kapłani Diabła
04. Zostaniecie Z Niczym
05. Alfa I Omega
06. To Wszystko Co Masz
07. Wejdź Prosto W Nowy System
08. Na Krawędzi
09. Chaosu Nastał Czas
10. Sztylet, Brzytwa, Hak I Sznur
11. Czas Zabijania
12. Nemesis
13. Terminus
Spielzeit: 53:15 min – Genre: Deathcore, Metalcore, Death Metal Label: Massacre Records VÖ: 10.04.2026 Page: www.facebook.com/frontsideofficial
Die polnische Band FRONTSIDE hat nach 8 Jahren ein neues Studioalbum rausgehauen. „Nemesis“ hat bereits im März in Polen das Licht der Welt entdeckt, EU-weit ist das Release am 10.04.2026 erfolgt. Ich kannte die Band bisher noch nicht, aber ein erstes vorsichtiges Reinhören hat mich dann doch schnell überzeugt, ein Review zu schreiben. Und ja, hat sich dann doch gelohnt.
„Nemesis“ ist inhaltlich kein Album, das sich hinter Metaphern versteckt. Laut der Band legt es die Konflikte der modernen Welt gnadenlos offen, soziale Spannungen, Heuchelei, persönliche und gesellschaftliche Krisen. Die Texte sind scharf, bewusst und direkt, ohne in moralische Belehrungen abzudriften. Sie fangen die innere Unruhe und die äußere Spannung ein und verstärken damit den kompromisslosen Sound der Instrumente. Ich kann das nicht für alles beurteilen, da die Tracks in der Muttersprache der Band geschrieben wurden. Spielt aber für das Gefühl, dass die Jungs vermitteln keine Rolle.
„Na Krawędzi“ und „Chaosu Nastał Czas“ verkörpern dieses Prinzip besonders deutlich. Die Songs wirken wie Momentaufnahmen aus einer Welt, in der alles ständig im Umbruch ist. Der Band gelingt es, trotz wütender Intensität Momente der Entspannung einzuflechten und spielerisch zwischen Härte und Cleangesang zu wechseln. Diese Balance macht das Album komplex und vielschichtig, ohne dass es irgendwie überladen wirkt. Für jemanden wie mich, der FRONTSIDE bisher nicht kannte, ist diese Mischung aus Härte und Nachdenklichkeit überraschend und macht neugierig auf die weiteren Facetten der Band.
Die letzten Tracks, „Sztylet, Brzytwa, Hak I Sznur“, „Czas Zabijania“ fassen den Stil der Band nochmal zusammen. Sie sind wie ein Hammer auf’n Kopf, rhythmisch aggressiv, textlich absolut nicht verständlich und klanglich einfach gut. Besonders der Titelsong „Nemesis“ wirkt wie eine Abrechnung, ein Aufruf zum Aufruhr, ein Schrei nach Befreiung. Mit dem Song §“Terminus“ schließt das Album in einem Finale, das keine Ruhe gibt, sondern die Spannung bis zum letzten Ton hält. Für Neueinsteiger wie mich ist das ein beeindruckender Abschluss, der Lust macht, mehr von FRONTSIDE zu entdecken.
Abschließend gesagt, „Nemesis“ markiert den Beginn einer wunderbaren Freundschaft für FRONTSIDE und mich. Als Neuling im FRONTSIDE-Universum ist das Album ein perfekter Einstieg und macht neugierig auf weitere Releases der Band. Vor allem als Nu-Metal Fan mit Death Core und -Metal Vorlieben komme ich hier voll auf meine Kosten. Zwischen Gefrickel, Growls und Cleangesang liegen FRONTSIDE und ich auf einer Wellenlänge. „Nemesis“ sind mir ganze 8 Sterne und ein liebevolles BLEEEEGH!!! in Richtung Polen wert. Jawoll.
Tänski











