01. Burning Daylight
02. Legacy
03. Accidental Synergy
04. The Letter
05. Mr. Misery
06. Hide Behind the Screen
07. Hollow Idol
08. Secret Dream
09. Remember Icarus
10. How do you Sleep
11. No One Will Make me Cry
12. Where the Road Ends
13. Dive into the Void
Spielzeit: 69:07 min – Genre: Heayv Metal – Label: Metalapolis Records – VÖ: 05.12.2025 – Page: www.facebook.com/onlynowornever
Mittlerweile seit 2012 treiben die Jungs von NOW OR NEVER nun auch schon ihr Unwesen im Metalkosmos und waren schon einige Mal bei uns hier zu Gast. Damals gegründet von den Ex PRETTY MAIDS Muckern Ricky Marx (Gitarre), Kenn Jackson (Bass) sowie dem Ex SULTAN Schlagzeuger Ranzo holte man sich mit Jo Amore (Ex NIGHTMARE) einen erfahrenen Sänger ins Boot.
Dieser ist auf dem neuen Album „The Legacy“ nicht mehr mit an Bord und wurde durch Peer Johansson (FATE) ersetzt.
Neu ist auch das Label, mit Metalapolis Records.
Gemischt von Soundguru Jacob Hansen will die Band mit ihrem neuen Album eine neue Ära einläuten und uns erneut eine Mischung aus Heavy Rock und modernen Heavy Metal kredenzen.
Wir schauen jetzt mal zusammen, wie das neue Werk denn so klingt. Als erster Gradmesser muss dafür der Opener „Burning Daylight“ herhalten. Dieser legt nach einer kurzen instrumentalen Einleitung auch mächtig los. Die Stimme von Peer hat wie gewohnt noch mehr Dreck und Roughness wie von Vorgänger Jo. Peer ist gewöhnungsbedürftig wie immer, passt aber doch ganz gut muss ich sagen.
Die Nummer an sich ist ein Midtempotrack der keine Wünsche offene lässt und Modern Metal bietet der zwar recht überfrachtet, aber doch songdienlich daherkommt.
„Legacy“ im Anschluss ballert dann ebenfalls mächtig den Staub aus den Boxen. Wie auch schon beim Vorgänger gibt es den ein, oder anderen, interessanten Tempowechsel. In der Bridge eher etwas sanfter und im Chorus wird dann wieder ordentlich los geröhrt. Eine interessante Mischung!
„The Letter“ ist dann auch wieder interessant geworden. Man geht weg vom brachialen, ist sogar eher rockig und etwas progressiv unterwegs und schafft es so einen ordentlichen Farbtupfer abzuliefern der gut hängen bleibt.
Und apropos gut hängen, das bleibt auf jeden Fall auch das anschließende „Mr. Misery“ welches einfach aufgrund seines Chorus mächtig Laune macht. Tolle Nummer!
Ab jetzt setzt dann so ein bisschen der Standardmetal ein und ein wenig wird man nur noch überfahren von den vollgestopften Tracks, die zwar alle ordentlich tönen, aber einfach klanglich überladen sind.
So ertappt man sich leider dabei weiter zu skippen.
„Remeber Icarus“ ist noch ein schöner Farbtupfer sowie Hit geworden und im letzten Drittel können auf jeden Fall noch die Powerballade „Where the Roads Ends“ und das abschließende „Dive into the Void“ noch etwas punkten, aber ansonsten bleibt hier leider zu wenig hängen!
Boah, schwierig das neue Album von NOW OR NEVER zusammenzufassen und auf eine Benotung zu kommen.
Also erstmal der neue Sänger Peer ist zwar, wie man ihn kennt, gewöhnungsbedürftig, passt aber gut zur Mucke.
Die Schwierigkeit mit dem neuen Diskus ist, das zu viel gewollt wurde!
Das fängt bei der Songanzahl an, geht über die lange Spielzeit bis hin zu den Songs selbst die einfach so klanglich vollgestopft sind was ein dauerhaftes Zuhören und Aufpassen echt erschwert.
Der Zugang und das Hörerlebnis sind also wahrlich nicht ganz einfach!
Schlecht sind die Songs wahrlich nicht, aber irgendwie ist von Allem zu Viel auf dem neuen Album und die stärksten Songs des Albums findet man auf jeden Fall in der ersten Hälfte.
Eine solide Leistung würde ich sagen, hört am besten einmal selbst rein, ob das Ganze etwas für euch ist!
Julian







