NOVERIA – Becoming After

Trackliste:

01. The Only Way
02. Convicted To Rise
03. Echoes From The Abyss
04. Cold Flames
05. The Viper’s Nest
06. Infinite Horizon
07. Through Your Light
08. Heavenfall
09. Radiance
10. Becoming After

 

Spielzeit: 53:39 min – Genre: Prog Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.noveriaofficial.com

 

Die 2014 in Italien gegründete Prog Metal Combo Noveria, bringt mit „Becoming After“ jetzt Ihren fünften Longplayer auf den Markt und melden sich damit nach 3 Jahren zurück.

Fans der Band dürfen sich auf ein starkes und abwechslungsreiches Album freuen, was alles bietet, wofür Noveria bekannt sind, Prog Metal typische Breaks und Wendungen, gepaart mit der nötigen Heavyness, Melodien, Leidenschaft und Epische Klangwelten. Uber allem thront der Klargesang von Sänger Francesco Marino der immer wieder den Songs seine Emotionen aufdrückt und für Gänsehaut Momente sorgt.

Der Rest der Band, bestehend aus Gitarrist Francesco Mattei, Keyboarder Paolo Campitelli, Bassist Andrea Arcangeli und Schlagzeuger Paolo Conte steht Ihm in Nichts nach und überzeugt mit technisch anspruchsvollen Arrangements. Dazu hat die Truppe noch einige hochkarätige Gaste an Bord, die dem ganzen noch zusätzlich einen cineastischen Anstrich verleihen. Als da wären der Keyboarder und Pianist Mike Moran, der für Freddie Mercury und Ozzy Osbourne aktiv war. Desweiteren sind Violinistin Abigail Stahlschmidt (Jim Peterik, Chris Caffery), Cellist Luca Basile und Keyboarder Mistheria (Bruce Dickinson, Vivaldi Metal Project) am Start die in Songs wie dem grandios bombastischen „Through Your Light“, dem eindringlichen „The Viper`s Nest“ und dem epischen „Heavenfall“ für die symphonischen Orchester Momente sorgen.

Dazu gesellen sich mit dem Opener „The Only Way“ und den beiden vorab als Videos ausgekoppelten Tracks „Convicted To Rise“ und „Echoes From The Abyss“ auch einige Prog Power Metal Perlen und auch die anderen Tracks können das hohe Level halten.

Als Fazit bleibt mir nur zusagen, dass Noveria ein wirklich tolles Prog Metal Album veröffentlicht haben, welches die Musiker noch weiter nach vorne bringen und bekannter machen sollte.

Heiko Füchsel

NOVERIA – Aequilibrium

Band: Noveria
Album: Aequilibrium
Spielzeit: 62:45 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 25.10.2019
Homepage: www.noveriametal.com

Es gibt da in letzter Zeit vermehrt Bands, die ein Genre bedienen, das man als New Wave of Melodic Prog Metal bezeichnen könnte. Markenzeichen sind eine unendlich fette Produktion, die sehr harmonisch ordentlich abgehende Drums mit leichten Core-Parallelen, wahlweise schnelles Gitarrengefrickel oder massive Gitarrenwände und mal mehr im Hintergrund herumpaddende, mal flinke und mal dicke Bombast-Synths zu einem kolossal klingenden Gesamtsound vereint und da dann noch düster-dramatische Vocallines draufpackt. Sehr technisch ist das Resultat, als sei es von einer großen, erbarmungslosen Maschine erzeugt worden. Eine dieser Bands ist NOVERIA, die aus Mitgliedern von DGM, ETHERNITY und EPYSODE besteht und mit “Aequilibrium” ihr inzwischen drittes Album startbereit hat.
Damit wären die Themen Sound und Produktion schon einmal abgehakt, ergänzend sei an dieser Stelle noch die Stimme von Francesco Corigliano erwähnt, die das Niveau des äußerst professionell klingenden Albums problemlos zu halten vermag.
Musikalisch ist “Aequilibrium” vergleichsweise straight, beinhaltet für ein Progressive-Metal-Album wenig Arbeit mit verschiedenen Taktarten und bezieht seine Progressivität eher aus der instrumentalen Ausschmückung und Umsetzung der großteils im 4/4tel-Takt gehaltenen Tracks sowie der spielerischen Finesse, die sich insbesondere in den frickeligen Soloparts offenbart.
Ansonsten ist “Aequilibrium” leider (und auch das ist ein häufig auftretender Faktor bei besagten NWoMPM-Alben) melodietechnisch nicht wirklich herausragend, was schade ist bei einer Band, die sich einem Genre verschrieben hat, das auf intelligenter Komposition basiert. Es mag halt auch gut sein, dass der Opener “Waves” die Ansprüche an das Album zu hoch schraubt, da dessen Refrain ein ziemliches Ausnahmeding ist, an dem man sich gar nicht satt hören kann. Danach geht es in Sachen Melodieführung doch einige Stufen abwärts, auf das Level, auf dem die Melodien zwar intensiv und ergreifend rüberkommen, dies jedoch hauptsächlich den Kompositionen nach Lehrbuch und dem fetten Drumrum zuzuschreiben ist, das von eben jenen Schwächen durchaus häufig erfolgreich ablenkt.
Dabei darf natürlich nicht in Vergessenheit geraten, dass auch bei melodisch schwächeren Parts die Instrumentalarrangements auf “Aequilibrium” hervorragend sind und jeden begeistern sollten, der sich von melodischem Metal mal gerne so richtig wegblasten lässt. Für solche Bedürfnisse ist die Platte bestens geeignet und ein mit über einer Stunde Spieldauer doch bestechendes Paket. Jetzt noch ein wenig mehr Liebe in die Melodieführungen stecken (Wir haben bei “Waves” den Beweis, dass das drin ist) und NOVERIA stehen alle Türen offen.

Anspieltipps:
“Waves”, “Collide” und “The Nightmare”

Fazit:
“Aequilibrium” ist so ein bisschen wie ein alkoholfreier Cocktail: sieht gut aus, schmeichelt dem Hör/Geschmackssinn, aber das, was es richtig geil macht, fehlt doch. Alleine aufgrund der Produktion, der technischen Brillanz und dem Gesamtsound darf in “Aequilibrium” aber gerne mal ein Ohr riskiert werden, denn, wie gesagt, diese Faktoren lassen Mängel an anderer Stelle doch durchaus häufig als nebensächlich erscheinen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Waves
02. The Awakening
03. New Born
04. Blind
05. The Nightmare
06. Broken
07. Collide
08. Stronger Than Before
09. Losing You
10. A Long Journey
11. Darkest Days

Jannis