DANNY BRYANT – Nothing Left Behind

Trackliste:

01. Tougher Now
02. Not Like The Others
03. Enemy Inside
04. Swagger
05. Redemption
06. Three Times As Hard
07. Nothing Man
08. Missing You
09. Lover Like You
10. Just For You
11. Heatwave Heartbreak

Spielzeit: 48:13 min – Genre: Blues Rock – Label: Jasshaus Records / In Akustik – VÖ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/dannybryantband

 

Der Brite DANNY BRYANT war bis zu diesem Zeitpunkt ein weißer Fleck in meiner Vita, aber als ich in der Redaktionsliste als Genre Blues Rock gelesen habe überkam mich ein Zwang, nimm mich, nimm mich, ach machs kurz und trag dich ein. So kam es das ich das erste Mal DANNYs Musik für mich entdeckte. Das mittlerweile achte Studioalbum „Nothing Left Behind“ erblickt das Licht der Welt und möchte für Aufsehen sorgen.

Zu den Mitwirkenden neben DANNY BRYANT an Mikro und Gitarren, gehören noch Marc Ranner an Gitarren und Keyboards, Jamie Pipe an Piano und Hammond, Artjom Feldtser an Bass und Alex Hinz am Schlagzeug. DANNY hat was besonderes in seiner Stimme, es steckt sehr viel Dreck oder Rauch drin was dem Blues Rock hörbar guttut und steht. Dabei befindet er sich von der Färbung die sich bei manchen Tönen mal wie JAMES BROWN anhört oder wie meistens Tapani „Tanna“ Tikkanen von PRAYER. Sowohl BROWNs als auch Tannas Stimmfärbungen sind nahezu perfekt für Blues Rock, und wenn dann noch der Dreck und Rauch von DANNY dazu kommt wird eine Punktlandung daraus. Die Gitarren geizen weder mit Riffsalven noch mit Intensität oder Agilität, das Riffing ist Blues typisch teilweise sehr schwer. Das schwere der Gitarren wird durch den Einsatz von Hammond Sound fast immer kompensiert und lässt es verdaulicher erscheinen, egal wieviel Drama sich im Song befindet. Der Bass wummert wie Sau und immer mit viel Energie vor sich hin ohne dabei auch nur den Ansatz des Losers gegen die Gittis zu geben. Das gewummer hört sich in Verbindung mit den Gittis und Hammond einfach geil an. Das Schlagzeug wirkt vom Klang künstlich und könnte durchaus auch aus dem gesampelten Computer stammen. Die Produktion ist voll auf Effekt ohne Hascherei ausgelegt und zeigt Wirkung im Ohr.

DANNY schafft es auf eine sehr angenehme Weise alte Einflüsse aus den Anfängen der Beat Zeit Ende der 60er Jahre mit teilweise leichter psychedelischer Anlehnung, Blues und Country seinen Sound in der Gegenwart zu manifestieren. Dieses Manifest hat Charme und zeigt ein hohes Maß an Wirkung, gemeinsam mit der Produktion wurde ein gewaltig rundes Ding eingespielt. Vergleich lässt sich DANNYs Stil schlecht mit anderen, man nehme ein wenig BONAMASSA da, alten Blues hier und vermengt diese Tinktur auch mal mit düster gestimmter Psyschedelic Gitarre dort oder auch mal sehr leichten Country bei dem einen oder anderen Song und fertig ist der BRYANT Sound.

„Tougher Now“ ein flotter Rotzer der an JAMES BROWN erinnert – allerdings müsste die Verzerrung der Stimme nicht sein, „Not Like The Others“ das Reggae Feeling von THE POLICE auf einem Blues Trip mit sehr heftigen Gitarren macht einen Hit draus. „Enemy Inside“ eine gefühlvolle Ballade die überzeugt, „Swagger“ volles Riffbrett und Hammond Sound sorgen für Gänsepelle. „Redemption“ ein sehr schwerer und langsamer Blueser der im Refrain, wenn ich mich nicht verhört habe die Tonart wechselt und fröhlicher wirkt, „Three Times As Hard“ die Hammond haut voll rein und der Rest befindet sich fast im psychedelischen Fahrwasser. „Nothing Man“ ein geiler Rocker der mich an einen Song erinnert der mir beim besten Willen nicht einfallen will, „Missing You“ hier fallen mir die Finnen von PRAYER auf einem Country / Blues Trip ein, „Lover Like You“ dreckiger geht Blues Rock fast nicht. „Just For You“ eine sehr schwere Ballade die durch DANNYs Gitarrenspiel noch an Gewicht zulegt, „Heatwave Heartbreak“ ein Zehntner schweres Instrumental ohne viel Spielerei.

Balle