MENTALIST – A Journey into the Unknown

Band: Mentalist
Album: A Journey into the Unknown
Spielzeit: 60:17 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 20.08.2021
Homepage: www.facebook.com/mentalistband

Die Melodic Metaller Newcomer von MENTALIST sind sehr fleißig und haben 1 Jahr nach ihrem Debüt „Freedom of Speech“ mit „A Journey into the Unknown“ schon den Nachfolger im Kasten!
Auf dem neuen Album regiert nach wie vor der Melodic Metal der nach wie vor Einflüsse von IRON MAIDEN, HELLOWEEN oder BLIND GUARDIAN (kein Wunder wenn Thomen Stauch hier hinter der Kesseln sitzt) aufweist, aber die Truppe hat mittlerweile ihren ganz eigenen Stil gefunden.
Angeführt von Ausnahmesänger Rob Lundgren und mit einem Mix von Jacob Hansen ausgestattet wollen die Jungs nun ihren zweiten Schritt auf der Karriereleiter machen.
Als Opener steht „Horizon“ bereit der aber nur ein instrumentales Intro ist.
Mit „A Journey into the Unknown” erwartet uns dann der erste richtige Track und die erste Videosingle.
Die Nummer ist schön abwechslungsreich gestaltet und ein Nährboden für den Gesang von Fronter Rob der hier absolut glänzen kann.
Aber auch ansonsten ist dieser erste Appetithappen mehr als gelungen und wandert daher direkt auf unsere Hitliste.
Anschließend geht es bei „Modern Philosophy“ erst recht ruhig zu bevor dann die kraftvollen Töne das Kommando übernehmen und im Refrain wird dann wieder etwas der Fuß vom Gas genommen und man ist wieder sehr melodisch und hitsicher unterwegs.
Über das ebenfalls sehr ordentliche „Evil Eye“ geht es dann in den Mittelteil der Scheibe wo wir mit dem eher epischen und gefühlvollen „An Ocean so Deep“ und dem, mit ordentlich HELLOWEEN Einflüssen ausgestatteten „Dentalist“ zwei weitere absolut überzeugende Songs haben.
„Soldier without a War“ ist dann wieder eine etwas ruhigere, gefühlvollere Nummer und bei „Torture King“ haben wir dann den schon typischen MENTALIST Bandsound der schön abwechslungsreich und eingängig daherkommt.
Anschließend haben wir dann mit „Battle Dressed“ und „Live Forever“, hier gibt auch Henning Basse seine Gastgesang zum Besten, noch zwei echte Schwergewichte, die teilweise recht progressive aus den Boxen tönen, ordentlich Abwechslung bieten und mit 7 bzw. 8 Minuten Spielzeit aufwarten können.
Zum Abschluss gibt es dann ein ordentliches Metalcover des Songs „Manchild“ von NENEH CHERRY.

Anspieltipps:

„A Journey into the Unknown”, “Modern Philosophy”, “An Ocean so Deep”, “Torture King” und “Battle Dressed”

Fazit :

Schon auf dem Debütalbum war hörbar zu was MENTALIST fähig sind! Hier auf ihrem zweiten Album bauen sie ihre Leistung und Qualität nochmal aus und haben an den richtigen Stellschrauben gedreht!
Es gibt eigentlich so gut wie keinen Ausfallsong zu vermelden und jeder Track für sich überzeugt mit seinem ganz eigenen Charme und es wird viel Abwechslung insgesamt geboten.
Daher geht es hier auch einen ganzen Punkt im Vergleich zum Debüt nach oben!
Well done Guys!! Definitiv Kaufempfehlung für die Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Horizon
02. A Journey into the Unknown
03. Modern Philosophy
04. Evil Eye
05. An Ocean so Deep
06. Dentalist
07. Soldier without a War
08. Torture King
09. Battle Dressed
10. Live Forever
11. Manchild (Cover & Bonustrack)

Video zu “Modern Philosophy”:

Julian

MENTALIST – Freedom of Speech

Band: Mentalist
Album: Freedom of Speech
Spielzeit: 67:35 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.facebook.com/mentalistband

MENTALIST sind eine Melodic Metal-Band aus Saarbücken, die sich 2018 gründete. Sie setzt sich aus den Musikern Peter Moog (Gitarren), Thomen Stauch (Schlagzeug, ex BLIND GUARDIAN), schön das er mal wieder aktiv ist, Kai Stringer (Gitarren, STARCHILD), Florian Hertel (Bass) sowie Youtube-Star Rob Lundgren am Mikro zusammen.
Die Musik von MENTALIST kann als Melodic Metal/ Power Metal mit leicht progressivem Einfluss beschrieben werden. Die Haupteinflüsse stammen von Bands wie Iron Maiden, Helloween und Blind Guardian (aufgrund von Thomen Stauchs Schlagzeugspiel).
Der Bandname weist einen mystischen Background auf. Dieser wird durch das Maskottchen der Gruppe, dem Mentalist, untermauert. Für die kommenden Livekonzerte sind magische Tricks auf der Bühne in Planung, zu denen der Mentalist in einzigartiger Bekleidung (Gewand, Handschuhe usw.) mit Rauch und einer Glaskugel auftritt.
Andreas Marschall (Blind Guardian, Running Wild) designte das Frontcover. Somit sollte eine sehr gute Basis für ein erstklassiges Album gelegt sein! Ob dem so ist erfahren wir jetzt mit dem Openersong „Metasphere“. Hier haben wir es nur mit einem stimmungsvollen Intro zu tun der uns wunderbar auf den ersten richtigen Song „Freedom of Press“ einstimmt. Die Nummer ist vorab veröffentlicht worden und dürfte längst bekannt sein.
Daher in aller Kürze, die Nummer ist eine treiben Melodic Metal Nummer alter Schule die mit satten Riffs, den so typischen Thomen Drumming und einem bestens aufgelegten Sänger Rob aufwarten kann. Geiler Song, erster Hit!
Die anschließenden „Life“ und „Whispering Winds“ gehen mir etwas zu sehr auf Nummer sicher, sind aber ansonsten auch sehr ordentliche Tracks denen aber wie gesagt etwas das Hitpotential fehlt.
Selbiges hat dann aber das flotte „Digital Mind“ im Anschluss welches den sehr ordentlichen Mittelteil einläutet der noch mit so Hitgranaten wie „Belief“ und „Your Throne“ aufwarten kann.
Man darf aber auch nicht unerwähnt lassen das sich in der Folge erneut der ein oder andere „nur“ sehr ordentliche Track eingeschlichen hat dem hat auch das Hitpotential etwas fehlt.
Aber wenn man bei satten 13 Songs noch so Granaten wie „Price of Time“ und das überlange „Run Benjamin“ in der Hinterhand hat, dann rutschen die etwas schwächeren Songs direkt in den Hintergrund.

Anspieltipps:

„Freedom of the Press“, „Digital Mind“, „Your Throne“, „Price of Time“ und „Run Benjamin“

Fazit :

MENTALIST bieten auf ihren Debütalbum eine mehr als beeindruckende Spielzeit in der sich auch einige Hits versteckt haben!
Teilweise bewegt man sich aber auf zu sicheren Terrain und covert fast schon zu frech bei den genannten musikalischen Vorbildern so das es auch etwas an Eigenständigkeit fehlt. Das ist natürlich meckern auf hohen Niveau, was aber bei der musikalischen Qualität hier vielleicht auch erlaubt sein darf.
So oder so ist das Debütalbum von MENTALIST eine glasklare Kaufempfehlung für die angesprochen Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Metasphere
02. Freedom of the Press
03. Life
04. Whispering Winds
05. Digital Mind
06. Belief
07. Your Throne
08. Isolation
09. The Deal
10. Devil`s Game
11. Price of Time
12. Run Benjamin
13. Whispering Winds

Video zu “Freedom of the Press”:

Julian

MENTALIST Interview

Mit MENTALIST betritt eine neue deutsche Melodic Metal Hoffnung die Bühne. Die Truppe veröffentlicht dieser Tage das Debütalbum „Freedom of Speech“. Dieser Umstand und auch die interessante personelle Bandkonstellation waren Grund genug Bassist Florian Hertel ein paar Fragen zu stellen.

J.P: Hallo Florian, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem Debüt Album und zu MENTALIST selbst beantwortest.
Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die bisherige Bandhistory.

F.H: Hallo Julian, erst einmal vielen Dank für das Interview und das Interesse an Mentalist. Mentalist ist eine Melodic Power Metal Band welche Anfang 2018 gegründet wurde. Unser Debut Album „Freedom of Speech“ wird am 28.08.2020 veröffentlicht.

J.P: Bevor wir näher auf euer Debütalbum eingehen, müssen wir erstmal ein bisschen eure Gründung und vor allem euer Personal aufarbeiten! Wie erfolgte die Gründung, warum und wer zeigte sich dafür verantwortlich?
Und vor allem würde nicht nur mich, sondern vermutlich auch unsere Leser brennend interessieren wie ihr denn auf Thomen und Rob gekommen seid und ihr es geschafft habt das sie in die Band einsteigen? Gerade Thomen hat ja in den letzten Jahren sehr wenig von sich hören lassen!

F.H: Die Band wurde von Peter Moog (Gitarre) und Kai Stringer (Gitarre) gegründet. Die Zwei kennen sich schon seit vielen Jahren und wollen mit Mentalist ihren gemeinsamen Traum einer Melodic Power Metal Band verwirklichen. Als drittes Mitglied kam zunächst Thomen in die Band, der zu dieser Zeit bereits mit Peter und Kai befreundet war und für dieses Projekt begeistert werden konnte. Über gemeinsame Bekannte und Freunde der saarländischen Musikszene wurde dann der Kontakt zwischen der Band und mir hergestellt. In dieser Besetzung begaben wir uns auf die Suche nach einem passenden Sänger für unsere bislang noch rein instrumentale Band. Eine Gesangslehrerin aus dem Umfeld der Band, machte uns auf Youtube-Star Rob Lundgren aufmerksam, von welchem wir sofort vollkommen begeistert waren. Nachdem wir viele Nachrichten und Gesangsdemos mit Rob ausgetauscht hatten, waren wir sicher, dass er der Sänger ist, den wir für unsere Band brauchen. Zum Glück sah Rob das genauso und im Jahr 2019 haben wir unsere Band komplettiert.

J.P: Wie läuft denn eigentlich so der Austausch bzw. die Zusammenarbeit mit Rob? Ich glaube er ist der Einzige von euch der nicht in Deutschland beheimatet ist, oder?

F.H: Ja, das ist korrekt. Außer Rob, wohnen wir alle in Deutschland. Wir chatten fast täglich in unserem Band Chat über alle Neuigkeiten, Fortschritte etc. Außerdem finden regelmäßig über Skype Bandmeetings statt. Bisher funktioniert der Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Band über diese Plattformen äußerst zufriedenstellend.

J.P: Bezüglich des Themas Plattendeal herrscht auch noch etwas Unklarheit! Die ganze Zeit kam es einen so vor als ob ihr in Eigenregie veröffentlichen würdet und nun läuft die Promotion über Pride & Joy Music. Was übrigens eine sehr gute Wahl war! Wie ist es denn nun, habt ihr mit ihnen auch einen Plattendeal oder nicht?

F.H: Das Album haben wir tatsächlich komplett in Eigenregie erstellt. Bei Promotion und Vertrieb unterstützen uns GerMusica, Pride&Joy und Soulfood, worüber wir sehr glücklich sind.

J.P: Von wann bis wann ist denn euer Debütalbum genau entstanden? Schreibt ihr die Songs eigentlich alle zusammen, oder gibt es eine Kernmannschaft dafür?

F.H: Die Songs entstanden etwa im Zeitraum eines Jahres und waren im Kern bereits fertiggestellt, als Rob Mitglied der Band wurde. Peter und Kai bauen in der Regel das Grundgerüst für alle Mentalist Tracks, danach wird oft in Einzelarbeit in Rücksprache mit der Band an den Songs gefeilt und gearbeitet, bis wir damit vollständig zufrieden sind.

J.P: Euer Cover ist ja vom berühmten Andreas Marschall. Hatte da Thomen seine Finger mit im Spiel? Da Andreas ja schon viel für die BLIND GUARDIAN Alben gezeichnet hat.

F.H: Genauso war es. Thomen hatte die Idee Andreas Marschall zu engagieren und hat dann auch den Kontakt zu ihm hergestellt. Er ist wirklich eine Koryphäe auf seinem Gebiet und wir waren von Anfang an total begeistert davon, wir er unsere Vorstellungen umgesetzt hat.

J.P: Als Anschlussfrage zum Cover, auf diesem befindet mit dem Mentalisten euer Bandmaskottchen. Ist diese Annahme bzw. die Info aus dem Promosheet richtig? Wird der Gute quasi euer Eddy der auch in den Liveshows in Erscheinung tritt?

F.H: So ist es geplant. Der Mentalist soll live mit dem Publikum und der Band interagieren. So können wir unsere Konzerte abwechslungsreicher gestalten. Individuell ist das natürlich immer von Infrastruktur und den Möglichkeiten in den Locations vor Ort abhängig, aber der Mentalist soll ein fester Bestandteil unserer Performance sein.

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Freedom of Speec“ ein. Für mich sind der Titelsong “Freedom of Speech”, “Digital Mind”, „Your Throne“, “Price of Time” und „Run Benjamin“ die hervorstechenden Songs. Obwohl das ganze Album wirklich sehr stark ist! Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

F.H: Der Song „Freedom of Press“ bringt unsere leichte Sorge um den derzeitigen Stand der Demokratie zum Ausdruck. Vornehmlich behandelt das Album sozialkritische Themen. „Digital Mind“ ist jedoch eher eine gute Laune Nummer.
„Price of Time“ ist eine klassische Speed-Nummer mit Shredding Elementen. Bei „Run Benjamin“ haben wir versucht das Motiv Krieg aus der Sicht eines kleinen Jungen wiederzugeben, während das rockig gehaltene „Your Throne“ das Thema Neid behandelt. Meine persönlichen Lieblingssongs auf dem Album sind „Isolation“, „Your Throne“ und „Belief“. Letzteres in ein Gesangsduett für das wir Daniel Heiman gewinnen konnten. Rob und Daniel haben sich da echt gegenseitig angespornt das Maximum herauszuholen.

J.P: Euch hat vermutlich die Corona Krise auch recht hart getroffen oder! Mitten in die letzte Albumphase kam ja das Ganze vermutlich und eure Hoffnung auf Liveauftritte wurde damit zerschlagen? Ich denke an eine ordentliche Videoproduktion zu dem ein oder anderen Song ist vermutlich aktuell auch nicht zu denken oder wie ist die Lage bei euch bzw. wie war das für euch?

F.H: Die Corona Krise hat uns leider in vielen Gesichtspunkten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von so einfachen Dingen wie einem gemeinsamen Bandphoto für das Album, bis hin zu komplexeren Themen wie Musikvideos und Liveauftritten musste vieles zu unserem Bedauern abgesagt oder verschoben werden. Wir werden nachholen, was möglich ist, aber zur aktuellen Zeit hat die Sicherheit aller Beteiligten erstmal höchste Priorität.

J.P: Florian wie geht es denn jetzt genau bei MENTALIST weiter? Ist eventuell doch eine Tour in Planung? Wann wollt ihr mit dem Schreiben von neuen Songs für das nächste Album beginnen?

F.H: Wir sind erst einmal gespannt und voller Vorfreude, wie denn unser Album von den Menschen aufgenommen wird. Wir haben sehr lange auf die Veröffentlichung hingearbeitet und sind stolz, diese jetzt endlich mit den Zuhörern teilen zu können. Die ersten Songs für unser zweites Album sind bereits in Rohversionen geschrieben und wir können es kaum erwarten, voll in das Songwriting einzusteigen. Eine Tour wäre natürlich der absolute Traum für uns, damit wir dem Publikum unsere energiegeladene Musik auch live präsentieren können. Es gibt auch bereits Pläne für eine Tour im Vorprogramm einer größeren Band, dazu können wir aktuell aber noch nicht mehr verraten. Zuerst müssen wir abwarten, wie sich die Situation bezüglich der Covid-19 Pandemie entwickelt. Denn solange die Sicherheit des Publikums und aller Beteiligten nicht garantiert werden kann, wird wohl leider keine Tour möglich sein.

J.P: Vielen Dank Florian für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

F.H: Vielen Dank Julian und dem ganzen Team von Rockgarage für das tolle Interview und die Unterstützung für unsere noch neue Band. Auch in dieser herausfordernden Phase werden wir Heavy Metal Fans unsere Herzensmusik in bessere Zeiten begleiten.

Julian