BLOODBOUND – Rise of the Dragon Empire

Band: Bloodbound
Album: Rise of the Dragon Empire
Spielzeit: 45:50 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 22.03.2019
Homepage: www.bloodbound.se

Die vielleicht produktivsten schwedischen Metaller der letzten Zeit sind schon wieder am Start! Nur knapp 2 Jahren nach dem letzten Album „War of Dragons“ kehren BLOODBOUND dieser Tage mit ihrem neuen, achten Album „Rise of the Dragon Empire“ zurück.
In den letzten Jahren waren die Jungs, angeführt von Sänger Patrik J. Selleby, eine der beständigsten Bands des Genres und veröffentlichten ein Hitalbum nach dem Nächsten.
Das neue Album soll denn den Weg der letzten beiden Meisterwerke „Stormborn“ und „War of Dragons“ gekonnt fortsetzen und dieses Mal mischen die Jungs noch einige neue Folk Elemente unter ihren schon bekannten musikalischen Bandtrademarks.
Das klingt ja schon mal sehr vielversprechend, lauschen wir daher doch direkt mal mit dem Opener „Rise oft he Dragon Empire“ in den neuen Diskus rein. Eigentlich macht man direkt da weiter wo man mit dem letzten Album „War of Dragons“ aufgehört hat!
Flotte Riffs erwarten einen direkt zu Beginn, immer unterstützt vom Keyboard welches nun aber noch mehr im Vordergrund steht. Das werden wir im weiteren Verlauf noch stärker feststellen.
Der Opener an sich bahnt sich schon seit kurzem seinen Weg in die Gehörgänge und bleibt dort ohne Probleme lange haften. Haken dran, ab zum nächsten Track.
Hier geht es zuerst etwas langsamer und stampfender zu als beim Vorgänger, aber bei weitem nicht weniger eingängiger! Auch hier kann man schon nach kurzem zuhören mitgehen und mitsingen. In der Folge gewinnen auch hier die flotten Doublebass Rhythmen die Oberhand und auch diese Nummer wandert direkt auf unsere Hitliste.
„Skyriders and Stormbringers“ und „Magical Eye“ direkt im Anschluss haben dann irgendwie den gleichen Grundrhythmus auch wenn erst genannter Song doch etwas zwingender und interessanter ist, haben wir hier den ersten Durchhänger zu vermelden.
Dieser Durchhänger bleibt dann auch über den Mittelteil größtenteils bestehen, hier haben wir es eher mit durchschnittlichen Standardmetalsongs zu tun, die man so schon x Mal gehört hat, auch von der Band selbst. Einzig, „Warlock`s Trail“ ist hier die rühmliche Ausnahme die dann aber wieder direkt auf die Hitliste wandert.
Mal schauen ob die Ernüchterung, die gerade bei mir einsetzt, mit dem letzten Abschnitt der Scheibe wieder etwas aufgefangen werden kann?
Hier kann mit Entwarnung und einem klaren Ja geantwortet werden, die Songqualität steigt hier definitiv wieder an und mit „Breaking the Beast“ hat man einen weiteren Hit im Gepäck.

Anspieltipps:

„Rise of the Dragon Empire“, „Slayer of Kings“, „Skyriders and Stormbringers“, „Warlock`s Trail“ und „Breaking the Beast.

Fazit :

Die im Verlauf der Platte eingetretene Ernüchterung bleibt auch nach dem verklingen des letzten Tons bestehen. Im Vergleich zu den letzten Knalleralben, die bei uns mit der Höchstwertung übers Ziel gingen, ist der neue Diskus doch meilenweit davon weg.
Das mag eventuell an der gesteigerten Keyboardpräsenz liegen, was das Ganze einfach etwas weicher macht und die Gitarren etwas in den Hintergrund drängt.
Ab und wiederholt man sich mittlerweile auch selbst, was ebenfalls Punkteabzüge gibt.
Bei allem meckern muss man aber trotzdem festhalten das BLOODBOUND hier nach wie vor ein klasse Album gelungen ist, welches auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für die geneigten Fans darstellt!
Die Fußstapfen der Vorgängerscheiben waren aber definitiv dieses Mal etwas zu groß! Sorry Jungs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise of the Dragon Empire
02. Slayer of Kings
03. Skyriders and Stormbringers
04. Magical Eye
05. Blackwater Bay
06. Giants of Heaven
07. The Warlock`s Trail
08. A Blessing in Sorcery
09. Breaking the Beast
10. Balerion
11. Reign of Fire

Julian

BLOODBOUND – War of Dragons

Band: Bloodbound
Album: War of Dragons
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.bloodbound.se

Nicht wenige Szenebeobachter zeigen sich über die enorme Entwicklung der Power Metaller BLOODBOUND erstaunt. Nicht dass man den Schweden je ihre Qualität absprechen wollte; aber einen derartigen Popularitätsschub, wie ihn die Truppe seit ein paar Jahren erfährt, sah man nicht kommen. Dabei sind das die Früchte harter Arbeit, denn seit Festigung des Line-Ups vor gut 5 Jahren (nach Einstieg von Sänger Patrik Johansson) ist der Schweden-Sechser auch vermehrt livehaftig auf Europas Bühnen zu bewundern. Tourneen mit HAMMERFALL, U.D.O. und zuletzt SABATON machten BLOODBOUND selbst zu einer festen Größe.
Das neue Album „War Of Dragons“ stellt erneut einen wichtigen Schritt für BLOODBOUND dar. War schon das letzte Studiolbum „Stormborn“ (2014) bombastischer angelegt, so wird diese Entwicklung auf dem neuen Longplayer rasant vorangetrieben  – was hier durchaus wörtlich genommen werden darf, denn ‚War Of Dragons‘ verbindet den auf „Stormborn“ eingeschlagenen Weg mit speedlastigerem Songmaterial. Dass dabei weder Melodie von Hymnenhaftigkeit zu kurz kommen, zeigt deutlich, wie sehr BLOODBOUND in den über 10 Jahren seit ihrem Debüt „Nosferatu“ gereift sind –und wie gut sie ihre Stärken kennen.
Schauen wir mal ob man mit dem neuen Album den glorreichen Siegeszug fortsetzen kann und horchen geschwind in den Opener „A new Era Begins“ rein der uns als atmosphärisches Intro gut in die Thematik der Scheibe einführt.
Als ersten richtigen Song wird uns hier das schon aus dem Internet bekannte „Battle in the Sky“ präsentiert. Und schon nach kurzem ist man mitten drin in einem absolut typischen BLOODBOUND Track der schön zwischen Heavyness und Melodic hin und her schwenkt! Natürlich mit einem Ohrwurmchorus ausgestattet und der ebenfalls so typischen Keyboardbegleitung.
Ebenfalls mit viel Keyboards kommt „Tears of a Dragonheart“ im Anschluss daher, bevor bei „War of Dragons“ ein bisschen SABATON Feeling hochkommt. Man merkt das die Jungs viel Zeit mit den schwedischen Senkrechtstartern verbracht haben! Was jetzt definitiv nicht schlecht gemeint ist.
Im Mittelteil haben wir dann mit dem atmosphärischen, leicht epischen „Silver Wings“, „ Stand and Fight“, wieder mit ordentlichem SABATON Einschlag, und dem brachialen „King of Swords“ die nächsten absoluten Ohrbomben zu verzeichnen.
Die SABATON Vergleiche finden dann mit dem folgenden „Fallen Heroes“ ihren absoluten Höhepunkt! Was ein Track, ein wahrer Ohrenschmaus!
Und auch im letzten Abschnitt, hier können wir es kurz machen, bleibt der Band ihrer Linie treu und lässt auch qualitativ kein Stück nach.
Nach dem verklingen des letzten Tons von „Dragons are Forever“ drückt man dann sehr gerne erneut die Play Taste und lässt sich noch mal mit einer ordentlichen Dosis Melodic Power Metal verwöhnen!

Anspieltipps:

Schlechte Tracks sucht ihr hier vergebens, greift hin wo ihr wollt, alles ist bärenstark!

Fazit :

Schon das letzte Album “Stormborn” fuhr bei uns die Höchstnote ein und das ist auch ohne Wenn und Aber dieses Mal wieder der Fall! Wer BLOODBOUND bisher gemocht hat, wird auch hier wieder voll auf seine Kosten kommen!
Man lehnt sich zwar etwas mehr an die Überväter von SABATON an und auch das Keyboard kommt stärker zum Einsatz, aber das alles sind definitiv keine schlechten Änderungen.
Ich bin mir sicher das auch dieses BLOODBOUND Album auf einigen Hitlisten dieses Jahr vorkommt und so langsam sollte man die Band definitiv auf dem Zettel haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A new Era Begins
02. Battle in the Sky
03. Tears of a Dragonheart
04. War of Dragons
05. Silver Wings
06. Stand and Fight
07. King of Swords
08. Fallen Heroes
09. Guardians at Heavens Gate
10. Symphony Satana
11. Starfall
12. Dragons are Forever

Julian