BLIZZEN – Metalectric

Trackliste:
 
01. Into the Abyss
02. Witchhammer
03. Nightstalker
04. Pulse of Time
05. From Sadness to Anger
06. No More Room in Hell
07. Reign of Faith
08. Iron Rain
09. When the City sleeps
10. Massive Attack
 
 
Spielzeit: 36:37 min – Genre: Heavy Metal – Label: Diabolic Mightrecords – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/Blizzenofficial
 
 
 
Aus dem schönen Bundesland Hessen stammen die Jungs von BLIZZEN die das letzte Mal bei uns mit ihrem letzten 2020er Album „World in Chains“ zu Gast waren.
Dort wurden sie von unserem geschätzten Kollegen Sturmi mit ENFORCER verglichen. Purer Oldschool Heavy Metal also der, soweit kann ich schon mal vorweggreifen, auch immer mal wieder in den NWOBHM oder Speed Metal abdriftet.
Personell gibt es keinerlei Veränderungen im Vergleich zum letzten Album, nach wie vor besteht die Band aus Stecki (v,b), Marvin Kiefer (g.), Andi Heindl (g.) und Gereon Nicolay (d.).
Etwas Neues gibt es, nämlich das Label. Das Ableben des kultigen Undergroundlabels Pure Steel haben wir ja hier schon oft thematisiert. Mit dem mir bis dato unbekannten Label Diabolic Mightrecords hat man aber eine neue Heimat gefunden über das jetzt, pünktlich zum 10 jährigen Bandjubiläum, das vierte Album „Metalectric“ veröffentlicht wird.
Dies nehmen wir jetzt einmal genauer unter die Lupe.
 
Als Opener hat man die Videosingle „Into the Abyss“ gewählt. Nach etwas Vorgeplänkel geht die Nummer so richtig los und steil. Typisch BLIZZEN, typisch Oldschool Metal. Stecki ist wie immer richtig hoch unterwegs, die Stimmlage muss man auf jeden Fall mögen.
Ein super Einstieg also, der BLIZZEN direkt zeigt, wie man sie kennt und liebt.
„Witchhammer“ im Anschluss ist ähnlich stark unterwegs, ist etwas langsamer als der Vorgänger, begeistert aber direkt mit seiner Kompakt und Eingängigkeit.
Eine sehr geile Nummer ist dann „Nightstalker“ geworden die mit einer sehr passenden und schönen instrumentalen Einleitung startet. Schön im Midtempobereich mit ordentlich epischer Schlagseite spielt sich die Nummer bis ganz nach oben auf der Qualitätsskala, absoluter Hit das Ganze!
Das Zwischenstück „Pulse of Time“ schlägt dann die Brücke in den Mittelteil der Scheibe die mit dem ebenfalls recht episch angehauchten „From Sadness to Anger“, dem klassischen „No More Room in Hell“ sowie „Reign of Faith“ bestens besetzt ist.
Und auch im letzten Drittel ist die qualitative Songdichte sehr hoch, es hagelt mit „Iron Rain“ sowie dem pfeilschnellen Abschlusstrack „Massive Attack“ noch zwei weitere Hits.
 
Wenn man BLIZZEN nur in die Oldschool Metalrichtung steckt, tut man ihnen definitiv Unrecht! Gerade auf dem neuen Album hat man ein paar schöne Einflüsse und Ideen im Gepäck und bietet nicht nur den typischen Hochgeschwindigkeits Metal. Das tut der Platte auf jeden Fall sehr gut und so hebt man sich auch schön ab.
Somit macht das neue, leider von der Spielzeit her recht kurze, Album zu jeder Zeit mächtig Laune und sollte jedem Heavy Metaller gut schmecken!
Glasklare Kaufempfehlung und für mich ein absolut spätes Highlight in diesem Jahr!
 
Julian
 
 
 
 
 
 
 
 
 

BLIZZEN – World in Chains

Band: Blizzen
Album: World In Chains
Spielzeit: 34:06 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 24.04.2020
Homepage: www.facebook.com/BlizzenOfficial/

Old School Heavy Metal ist nicht tot. Besonders wenn er so enthusiastisch präsentiert wird, wie hier bei BLIZZEN. Da muss ich doch gleich die Spandex Hose rausholen. Die Mittelhessen haben sich seit ihrer Debüt EP 2015 den Ruf als einer der führenden „New Wave of Heavy Metal“ Bands erspielt und durften auf namhaften Festivals wie dem Harder Than Steel oder Metal Assault auftreten. Bei den Liveauftritten konnten sie das Publikum umso mehr von ihren Qualitäten überzeugen. Mit ihrem zweiten Longplayer sind die Jungs bei Pure Steel Records untergekommen. Aufgenommen wurde die Platte von Markus Nöthen in den Koblenzer Airstream Studios und bei dem Mix wurde zusätzlich Evil Invaders-Gitarrist Max Maxheim hinzugezogen. Das richtig geile Retro Cover Artwork wurde von Paolo Tassinari entworfen. Dann hören wir uns mal an, was das Line-Up um Stecki (v,b), Marvin Kiefer (g.), Andi Heindl (g.) und Gereon Nicolay (d.) zu bieten haben.
Den Anfang macht ein kurzes 80er Jahre Intro, das direkt in „Gates Of Hell“ übergeht. Das ist eine echte Mitgrölnummer geworden. Klassisch oldschoolig im Mid-Tempo Bereich gehalten. Der Sänger packt gleich mal seinen High Pitched Gesang aus. „Forged With Evil“ ist eine Speedgranate per excellence. Der Bass röhrt, die Drums drücken und die Gitarren schreien, yeah. „Gravity Remains“ klingt wie eine Reise in die 80er und man fühlt sich wieder jung dabei. Hier blitzen Iron Maiden Gitarrenläufe durch, gut gemacht. Manowar? Nein, doch nicht. „World Of Chains“ klingt anfangs relativ dunkel und episch, bevor es mit klassischem Heavy Metal weitergeht. Hier zeigt die Band was sie alles draufhat. So kann es weitergehen. Hymnisch wird es auf „Serial Killer“. Sehr guter Songaufbau mit tollen Solo Teilen der Seitenfraktion. Die nächste Nummer „Paradise Awaits“ hätte auch auf dem „Killer“ Album von Iron Maiden stehen können. Melodischer Gesang begleitet den formidablen Track. Während ich immer noch verzweifelt versuche meine alte Spandex Hose anzuziehen sind wir schon bei Lied 8 namens „Lust“ angekommen. Bam, bam, bam, dann Twin Guitar Alarm. Schöne stampfende Nummer die sich wieder mehr im langsameren Bereich bewegt. Auf zum Finale: „Forsaken Soul“ gibt nochmal Vollgas. Speed, speed, speed, aber immer sauber gespielt und gesungen. Geiler Abschluss dieses Nostalgie Trips.

Anspieltipps: „Forged With Steel“, „World Of Chains“, „Paradise Awaits“ und „Forsaken Soul“.

Fazit: Wer auf Bands wie Törpedo, Enforcer, Cauldron und die NWoBHM steht, Oldschool Heavy Metal nicht abgeneigt ist, der sollte hier auf jeden Fall zuschlagen. 34 Minuten, die einfach Spaß machen. 8,5 Punkte + 0,5 Punkte Sympathie Bonus macht 9. Und meine Hose passt einfach nicht mehr.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. Gates Of Hell
03. Forged With Evil
04. Gravity Remains
05. World In Chains
06. Serial Killer
07. Paradise Awaits
08. Lust
09. Forsaken Soul

Sturmi