POWER PALADIN – Beyond The Reach Of Enchantment

Trackliste:

01. Sword Vigor
02. Glade Lords Of Athel Loren
03. The Royal Road
04. The Arcane Tower
05. Aegis Of Eternity
06. Camelot Rock City
07. Keeper Of The Crimson Dungeon
08. Valediction

 

 

Spielzeit: 48:25 min – Genre: Power Metal – Label: ROAR – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/powerpaladinice

 

Power Meddl Leude. Es gibt immer so Bands, die klingen auf ihrem zweiten Album wie andere auf ihrem fünften nicht, und eine dieser Bands ist POWER PALADIN. Die Isländer liefern nach ihrem Debüt „With The Magic Of Windfyre Steel“ nun dessen Nachfolger „Beyond The Reach Of Enchantment“, mit dem klassischen Format mit kaum Songs unter vier und einem von fast zehn Minuten Länge am Ende. Süßes handgemachtes Artwork, und so muss das auch, schließlich huldigen die Isländer auf der Platte dem klassischen Power Metal der Marke HELLOWEEN, und da soll ja alles schon einigermaßen ungelutscht wirken.
Tut es auch ansonsten. Die Produktion ist fett, klar und nicht drüber und es gibt sogar einen Keyboarder, der einfach nur für Keyboards zuständig ist. Schön, oder?
Auch handwerklich gibt es an „BTROE“ nichts zu mäkeln. Insbesondere die Gitarrenarbeit ist sehr stark, mit gutem Gespür für stabile Hintergrund-Riffs. Sänger Atli macht ebenfalls einen Top-Job, enttäuscht auch bei (wirklich ganz seltenen) Growls nicht und kommt beeindruckend hoch. An der Stelle auch nochmal ein Haken hinter den Punkt „Gute Backing Vocals“. Manko: An einigen Stellen, insbesondere beim Opener und bei „The Royal Road“ kann mir niemand erzählen, dass die Stimme nicht hörbar nachpoliert wurde. Wir wollen ehrlich zu uns sein, ein bisschen Autotune ist beim Großteil aller aktuellen Bands mit melodischen Vocals am Start, aber es sollte eben nicht erkennbar sein, und das ist es bei dem Album leider an (wenigen) Stellen.
Musikalisch ist „Beyond The Reach Of Enchantment“ wie erwähnt klassischer Power Metal. Sachen wie Cembalo, Synthesizer und Orchester sind nur sporadisch eingesetzt. Wenn sie nicht gebraucht werden, sind sie halt nicht da. Das ist förderlich für den Stil von POWER PALADIN, der doch immer wieder an Heavy Metal kratzt und immer wieder mal das gewisse Mehr an Härte mitbringt. Dementsprechend gibt es auch keine Ballade, nur den ein oder anderen ruhigen Mittelteil oder Songbeginn. Uptempo oder zumindest treibendes Midtempo ist POWER PALADINs Way to go. Und den können sie auch.
Melodietechnisch ist die Kiste power-metallisch oft gut gelaunt, aber nicht so offensiv, wie man es von anderen Vertretern des Genres kennt. Ein wenig dramatisch, feierlich oder „böser“ darf es aber auch immer wieder mal werden. Manchmal landet man dabei kleine Hits, manchmal bleibt es bei guter Power-Metal-Komposition, aber darunter macht es die Truppe nie.
Ach ja, und das Ende vom Chorus von „Glade Lords Of Athel Loren“ klingt in etwas wie das von „My Heart Will Go On“.

Fazit:
„Beyond The Reach Of Enchantment“ ist klassischer Power Metal nach allen Regeln der Kunst. Falsch machen POWER PALADIN damit praktisch gar nichts und auch in den schwächeren Songs ist das Ding im mindesten immer noch echt gut gemacht!

Anspieltipps:
„The Royal Road“, „Camelot Rock City“ und „The Arcane Tower“

Jannis