01. Let It All Out
02. Consequences
03. 17
04. Home
05. Brown Eyed Boys
06. In Your Face Rock
07. Off
08. Love
09. Gold
10. Get Back
11. Oh Oh, Yeah Yeah
12. Black & White
Spielzeit: 41:08 min – Genre: Rock – Label: Metalville Records – VÖ: 24.10.2025 – Page: www.facebook.com/serainatelliofficial
Die Schweizerin SERAINA TELLI haut nach den umrangierten Doppel-Album das ihre ersten beiden Alben umfasste ihr drittes Soloalbum raus. Mal sehen ob sich etwas geändert hat, war das Doppel-Album schon ein deutlicher Schritt in eine softere Richtung, da sie sich von allen Zwängen befreit hatte. Neben SERAINA an Gesang, Gitarren und Piano sind noch folgende Musiker zu hören, Marc Maurer an Gitarren und Bass, Mike Malloth und Rico Horber an den Drums und Rico sowie Marc haben das Programming übernommen.
SERAINAs Stimme ist mit ihrem vollen Umfang immer noch on Top, diese Stimme sorgt nicht nur einmal für Gänsepelle den ganzen Verlauf des Rückgrats runter. Da hat sich schon mal nichts Gravierendes getan. Die Gitarren egal ob Akustik oder Elektro kommen auf den Punkt genau und battlen sich sogar des Öfteren ohne das einer der Beiden als Gewinner hervorgeht. Was ein sehr großer Vorteil auf „Green“ ist, dass die Akustikgitarre nicht neben der Elektroaxt untergeht, sondern als vollwertiger Partner voll an der Front steht. Der Bass bewegt sich in einem Zwischenraum hinter den Gitarren ohne dabei zu weit in den Hintergrund gedrängt zu werden, die Drums setzen dem noch einen Drauf und bilden mit den drei Hauptakteuren aus Stimme und den zwei Gitarrenarten eine Einheit die ihren Effekt nicht verfehlen. Die Produktion drückt mit Hochdruck aus den Lautsprechern und hat in allen Frequenzen Saft ohne Ende.
Die Auslegung des Stils hat sich gegenüber dem schon nicht schlechten „Addicted To Color“ Album ein wenig geändert, SERAINA geht es nicht mehr ganz so modern an, sie nähert sich auf „Green“ sehr dem klassischen Rock der Marke MELISSA ETHERIDGE, LENITA ERICKSON, ALLISON, BABY ANIMALS, BAD ROMANCE, BEG BORROW & STEAL, DEVAY und WITNESS an, um nur einige zu nennen. Mal mehr oder weniger softer oder härter rockt sich SERAINA durch die Songs die nur noch gelegentlich mit modernen Anspielungen wie tiefer gestimmte Gitarren auskommen. Ansonsten ist „Green“ eine Weiterführung des auf dem Doppel-Album eingeschlagenen Weges hin zum guten alten klassischen Rock der reinhaut wie eine Bombe. Man muss zugeben das der klassische Sound auch sehr gut mit SERAINAs Stimme harmoniert und sich sogar verdammt gut im Gehörgang anfühlt.
Eine sehr gute Vorstellung von SERAINAS Wandlungsfähigkeit, Songwriting und Arrangments die sich sehr gut mit ihrer Stimme vertragen. Wenn die elektronischen spielerein nicht wären hätte die Bewertung höher ausfallen können. Als genial muss man allerdings die Co-Existenz von Akustik- und E-Gitarre als gleichberechtigte Partner in Crime bezeichnen die sich auch hier und da mal ein kurzes Battle liefern ohne einen Sieger, sondern immer mit Remis als Ausgang.
„Let It All Out“ ein richtig genialer Rocker der geil kommt und neugierig auf das folgende macht, „Consequences“ ein Highlight das mit einem verdammt geilem Battle zwischen Akustik- und E-Gitarre glänzt. „17“ ein verträumter Rocker der mit Stimme und der akustischen eine Stimmung erzeugen kann die mehr als Wirkung besitzt, „Home“ kommt mit sehr viel Gefühl und kann dieses im Refrain noch gewaltig steigern. „Brown Eyed Boys“ hier geht der Punk ab, ein cooler Vollgasrocker, „In Your Face Rock“ ein Top-Song der mit leichten modernen anleihen bei der Stimmung der Gitarren kommt. „Off“ lebt komplett von der Stimme und dem Piano, „Love“ ein Rocker mit spielerein die nicht hätten sein müssen. „Gold“ die akustische dominiert mit der Stimme den gesamten Song der so seine volle Vielfalt entfalten kann, „Get Back“ hier werden bei den Gitarren die großen Helden der 80er zitiert. „Oh Oh, Yeah Yeah“ geht ab wie eine Lok mit Vollgas, „Black & White“ kommt wieder mit spielerein die nicht so wirklich ins Bild des klassischen Sounds passen wollen.
Balle






