RHAPSODY OF FIRE – Legendary Years

Band: Rhapsody of Fire
Album: Legendary Years
Spielzeit: 73:37 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 26.05.2017
Homepage: www.rhapsodyoffire.com

Einiges los in den letzten Jahren bei den Metallern von RHAPSODY OF FIRE! Einige Besetzungswechsel, neuerdings ist auch Frontmann Fabio Lione nicht mehr an Bord, Ex-Songwriter Luca Turilli ist ja schon länger raus und hat eine „Konkurrenz“Gruppe mit ähnlichem Namen gegründet, widmet sich aber eher der Filmmusik und einen Labelwechsel gab es ja auch noch. Das letzte Original- und Gründungsmitglied, Keyboarder Alex Staropoli hat trotz des Abwanderns von Lione und Drummer Alex Holzwarth nicht aufgegeben und präsentiert uns auf dem neuen Album „Legendary Years“ einen neuen, unbekannten Sänger Giacomo Voli, den Italiener vielleicht von "The Voice Of Italy" kennen. Die neue Scheibe ist eine Ansammlung von frühen Klassikern, aufgenommen von der aktuellen Besetzung. Teile der Produktion hat ORDEN OGAN‘s Seeb Levermann betreut und so klingt das Ganze um einiges amtlicher als das etwas raue Vorgängerwerk.
Gestartet wird die Zeitreise zu den Anfängen der Band mit dem Opener „Dawn of Victory“ aus dem Jahr 2000. Hier hören wir dann zum ersten die Stimme des neuen Sängers Giacomo Voli der seine Sache ausgesprochen gut macht und ich finde er klingt auch variabler als sein viel gelobter Vorgänger Fabio! Vom Sound her hat Seeb Levermann wirklich ordentliche Arbeit abgeliefert und das Ganze klingt wesentlich moderner, was aber natürlich mit der heutigen Technik kein Wunder ist, immerhin liegen ja 17 Jahren hinter uns seit erscheinen des Songs.
Weiter geht die wilde Fahrt durch die fünf Alben umfassende Emerald Sword Saga wobei man hier immer wieder durch die Zeit vor und zurück springt.
Eins bleibt aber immer erhalten, der tolle erste Eindruck den man mit dem ersten Song hinterlassen hat!
Was ebenfalls auffällt ist der musikalische Wandeln den die Band in den Jahren durchgemacht, das merkt man vor allem bei den Songs die aus dem letzten, hier behandelten Jahr, 2002 stammen. Dort wurden dann die progressive, symphonischen Elemente mehr.
Aber was rede ich hier, die Die Hard Fans wissen das natürlich alles!
Bleibt nur noch abschließend festzuhalten das das neue Album nicht nur eine toll gemachte Rückschau ist, sondern richtig Bock auf ein neues, reguläres Album macht!

Anspieltipps:

Entfallen hier natürlich bei so einer Best of Zusammenstellung.

Fazit :

Ob diese Zeitreise in die Anfangstage von RHAPSODY OF FIRE in jedem CD Regal der Fans stehen muss, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Gut gemacht ist das Ganze definitiv und gute Songs bleiben gute Songs, egal wie alt sie sind!
Von daher gehen beide Daumen nach oben bei dieser Quasi Best Of und ich hoffe das man bald mit neuem Material aufwarten kann, mit dem neuen Sänger Giacomo wird dies bestimmt ein Freudenfest werden!

WERTUNG: keine Wertung

Trackliste:

01. Dawn of Victory
02. Knightrider of Doom
03. Flames of Revenge
04. Beyond the Gates of Infinity
05. Land of Immortals
06. Emerald Sword
07. Legendary Tales
08. Dargor Shadowlord of the Black Mountain
09. When Demons Awake
10. Wings of Destiny
11. Riding the Winds of Eternity
12. The Dark Tower of Abyss
13. Thunderforce
14. Rain of a thousand Flames

Julian

ELEINE – Eleine

Band: Eleine
Album: Eleine
Spielzeit: 31:40 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Cardiac Records
Veröffentlichung: 18.04.2015
Homepage: www.eleine.com

Wieso mir das 8 Track lange Debütalbum der schwedischen Symphonic Metal Band ELEINE erst jetzt zwecks Rezension auf den Tisch flattert, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel? Aber gut, wenden wir uns der Band und dem gleichnamigen Erstlingswerk zu. Namensgeberin ist in diesem Fall die Frontfrau Madeleine Eleine Liljestam.

Den Stil der Truppe möchte ich am ehesten mit Evergrey vergleichen. Melancholisch, bombastisch, schwere Gitarrenriffs und viele melodische Elemente prägen die Songs. Dazu die stimmlichen Gegensätze, die durch den hellen, glockenklaren Gesang von Eleine einerseits und die dunklen fast Growlartigen Parts von Rikard Ekberg aufeinander treffen. Natürlich ist das alles nicht neu, aber es wird durch die packenden Melodien sprich das hervorragende Songwriting wirklich sehr gut umgesetzt. Das beste Beispiel ist das Album eröffnende "Land Beyond Sanity", wo es gleich zum Voice Battle der beiden kommt.

Durch die gut eingesetzten Tempowechsel und die immer wieder eingestreuten Orchestralen Elemente gelingt es ELEINE immer wieder, den Spannungsbogen hoch zuhalten und den Hörer in seinen Bann zuziehen. Dazu kommt, dass die Songs nicht in endlose Instrumentalparts ausufern, sondern Prägnant und Knackig auf den Punkt kommen, wie das mit einer Mördermelodie ausgestattete "Destiny" oder das verspielt melancholische "Gathering Storm" deutlich zeigen. Das gefällt mir persönlich ausgesprochen gut.

Natürlich gibt es, so wie es sich für das Symphonic Metal Genre gehört, auch die durch Klavier und Piano betonten, balladenähnliche Momente, wie bei dem Gänsehaut erzeugenden "Turn To Dust". Wenn ELEINE ihrem Stil treu bleiben, dürften wir in den nächsten Jahren noch einiges von der Band um die charismatische Frontfrau erwarten.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Land Beyond Sanity
02. Destiny
03. Gathering Storm
04. Devotion
05. Turn To Dust
06. Glimpse Of Hope
07. A Sin
08. Death Incarnate

Heiko Füchsel

AKOMA – Revangels

Band: Akoma
Album: Revangels
Spielzeit: 45:40 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Massacre
Veröffentlichung: 13.01.2017
Homepage: www.akoma.dk

Nach mehreren EP´s erscheint mit "Revangels" nun das Debütalbum der dänischen Symphonic Metal Band AKOMA. Die Band um Frontfrau Tanya Bell konnten mit Alexander Krull (Leaves`Eyes) eine echte Szenegröße für Produktion, Mix und Mastering verpflichten.

Natürlich erfinden AKOMA das Genre nicht neu und es ist auch nicht alles Gold was Glänzt, denn grade in Sache Songwriting ist noch Luft nach oben. Allerdings ist Potenzial da und damit dürfte die Scheibe trotzdem den meisten Fans dieser Musikrichtung gefallen. Zumindest sollte man der Band eine Chance geben und das Album antesten.

Highlights sind der wirklich grandiose Titelsong, bei dem die ehemalige Leaves`Eyes Sängerin Liv Kristine als Duettpartnerin fungiert. Die beiden Damen harmonieren in dem Stück hervorragend und es stellt sich mehr als einmal Gänsehaut ein. Des Weiteren möchte ich als Anspieltipp die Ballade "Humanity" nennen, die mit einer wunderschönen Atmosphäre ausgestattet ist und unheimlich intensiv aus den Boxen schallt.

Wenn es die Band schafft, sich auf Ihre Stärken zu konzentrieren, dann dürfen wir uns auf weitere Alben von AKOMA freuen und Sie werden bald in einem Atemzug mit Gruppen wie Within Temptation, Epica oder auch Nightwish genannt.                                                                                                                                                               

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Enticing Desire
02. Revangels (feat. Liv Kristine)
03. Change Of Propensity
04. Mesopotamia
05. Hands Of Greed
06. Vira
07. Humanity
08. Heartless Deciever
09. Bittersweet Memories (Bonus Track)

Heiko Füchsel

XANDRIA – Theater of Dimensions

Band: Xandria
Album: Theater Of Dimensions
Spielzeit: 74:36 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.xandria.de

Ich muss zugeben, dass ich die deutsche Symphonic Metal Band XANDRIA in den letzten Jahren musikalisch aus den Augen verloren habe und die Truppe nur aufgrund der zahlreichen Wechsel hinterm Mikrophon wahrgenommen habe. Umso gespannter war ich als mir das neue Album "Theater Of Dimensions" zwecks Besprechung ins Haus flatterte.

Der Opener "Where The Heart Is Home" beginnt leicht düster verhalten um sich mit Streichern, harten Gitarrenriffs, orchestralen fast gregorianischen Chören in einen grandiosen Bombast Metal Song zu verwandeln. Was für ein perfekter Einstieg! Das mit keltischen Einflüssen gespickten "Death Of The Holy" überzeugt trotz Double Bass Drumming mit einem Ohrwurm Refrain. Mit "Forsaken Love" nimmt die Band erstmals den Fuss vom Gas und liefert einen Song der Extraklasse ab. Diese Verbindung aus Pop mit Symphonischen Elementen hätten Within Temptation nicht besser hinbekommen. Über allem thront die einzigartige Stimme von Dianne van Giersbergen, die jedem Song den passenden Stempel aufdrückt.

Als wenn das alles noch nicht ausreicht haben XANDRIA mit Henning Basse (Ex Metallium), Ross Thompson, Björn Strid (Soilwork) und Zaher Zorgati (Myrath) einige Prominente Gastsänger an Bord, die sich mit der niederländischen Sängerin spannende Duelle hinterm Mikro liefern und so weitere Höhepunkte abliefern.

Weitere Anspieltipps von mir, sind die traurige, aber keinesfalls kitschige Ballade "Dark Night Of The Soul", das Bombast Monster "When The Walls Come Down" wo Dianne van Giersbergen mit Ihrem Sopran Gesang mehr als einmal Hühnerhaut erzeugt und das die CD abschließende 14 Minutenlange "A Theater Of Dimensions". Hier haben XANDRIA noch mal so richtig, fett, episch aufgefahren.

Ohne Wenn und Aber haben XANDRIA mit "Theater Of Dimensions" eine Scheibe abgeliefert, die alle Anhänger dieser Musikrichtung begeistern wird. Für mich jetzt schon das Symphonic Metal Album des noch jungen Jahres 2017, denn diese Leistung bewegt sich auf Champions League Niveau ist meiner Meinung nach sehr schwer zu übertreffen.

Chapeau! Well Done XANDRIA!

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Where The Heart Is Home
02. Death To The Holy
03. Forsaken Love
04. Call Of Destiny
05. We Are Murderers (We All)
06. Dark Night Of The Soul
07. When The Walls Come Down
08. Ship Of Doom
09. Ceili
10. Song For Sorrow And Woe
11. Burn Me
12. Queen Of Hearts Reborn
13. A Theater Of Dimensions

Heiko Füchsel

EDENBRIDGE – The Great Momentum

Band: Edenbridge
Album: The Great Momentum
Spielzeit: 54:48 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Steamhammer.SPV
Veröffentlichung: 17.02.2017
Homepage: www.edenbridge.org

Ein absoluter Perfektionist seines Fachs ist mit Sicherheit Lanvall der Mastermind der österreichischen Symphonic Metalband EDENBRIDGE! Der Mann hat es absolut drauf mitreißende und packend inszenierte Alben zu schreiben und mit seiner kongenialen (Gesangs)partnerin Sabine Edelsbacher hat er seit dem Jahr 2000 8 Studioalben eingespielt die wahrlich nicht von schlechten Eltern waren!
Das letzte „The Bonding“ erschien 2013 und räumte fast überall tierisch ab! Von daher konnte man sehr gespannt sein ob das neue, dieser Tage erscheinende Werk „The Great Momentum die Qualität des Vorgängers halten oder sogar noch übertreffen kann. Vorab wird es auf jeden Fall als mit das härteste und chorreichste der Band bezeichnet.
Das klingt doch schon mal alles sehr vielversprechend, horchen wir nun direkt mit dem Opener „Shiantara“ in die neue Scheibe rein. Nach einer kleinen, instrumentalen Einleitung nimmt die Nummer ordentlich Fahrt auf und begeistert im weiteren Verlauf durch das Wechselspiel zwischen harten Riffs und tollen Melodien ganz so wie man es von der Band gewohnt ist! Erster Hit, check.
Nach dem etwas langatmigen und nicht so wirklich zur Sache kommenden „The Die is not cast“ gibt es dann mit dem abwechslungsreichen „The Moment is Now“, der Gänsehautballade „Until the End of Time“ und dem harten aber auch melodischen „The Visitor“ die nächsten Ohrwürmer.
Danach ist „Return to Grace“ ganz in Ordnung und kratzt scharf an der nächsten Empfehlung, „Only a Whiff of Life“ kommt nicht so wirklich in Schwung und verhalt ziemlich unspektakulär.
Zum Abschluss der Platte erwarten uns dann aber noch zwei absolute Schwergewichte mit „A Turnaround in Art“ und „The Greatest Gift of All“ wobei letzteres mal eben ganz locker die 12 Minuten Marke überspringt! Hier bekommt der Fan viel geboten und der vorletzte Song kann hier ganz knapp im Vergleich den Qualitätssieg einfahren.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall muss ich hier “Shiantara”, “The Moment is Now”, “Until the End of Time”, “The Visitor” und “A Turnaround in Art” nennen.

Fazit :

Das neue EDENBRIDGE Album ist auf jeden Fall eines der härtesten der Bandgeschichte! Da hat die Promoinfo nicht zu viel versprochen. So ein bisschen geht das Ganze aber zu Lasten der Leichtigkeit und Eingängigkeit des letzten Albums. Aber trotzdem kommen Fans der Band und des Genre hier immer noch voll auf ihre Kosten und insofern gibt es auch die dementsprechende, hohe Benotung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shiantara
02. The Die is not cast
03. The Moment is Now
04. Until the End of Time
05. The Visitor
06. Return to Grace
07. Only a Whiff of Life
08. A Turnaround in Art
09. The Greatest Gift of All

Julian

DIABULUS IN MUSICA – Dirge for the Archons

Band: Diabulus In Musica
Album: Dirge For The Archons
Spielzeit: 53:54 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.diabulusinmusica.com

Mit "Dirge For The Archons" präsentiert uns die spanische Symphonic Metal DIABULUS IN MUSICA Ihren vierten Langdreher. Für alle die die Band noch nicht kennen hier noch ein paar Infos. Gegründet wurde die Band 2006 in Pamplona von der Sängerin Zuberoa Aznárez, dem Keyboarder Gorka Elso und Bassist Jorge Arca. 2010 erschien mit "Secrets" das Debütalbum, dem bis Heute noch die Scheiben "The Wanderer" (2012) und "Argia" (2014) folgten.

War "Argia" schon ein erstklassiges Symphonic Metal Scheibchen, welches mit Operngesang, dem männlichen Gegenpart und einigen tollen Songs überzeugte, so ist es DIABULUS IN MUSICA mit "Dirge For The Archons" wirklich gelungen noch eine Schippe draufzulegen. Natürlich kann man den symphonischen Female Fronted Metal nicht neu erfinden, aber DIABULUS IN MUSICA verwenden alle Elemente die diese Musikrichtung braucht und auszeichnet.

Der Opener "Earthly Illusion" knallt nach einem kurzen Intro hart, druckvoll, ja fast ruppig aus den Lautsprechern. Ein ganz klares Zeichen, das die Combo auch am oberen Härtegrad unheimlich gute Songs schreiben kann. Weitere Highlights sind "Invisible", das sehr atmosphärische "Ring Around Dark Fairies Carousel", die getragene Ballade "A Speck In The Universe" und die Hammernummer "The Voice Of Your Dreams", in der es viele Tempowechsel, Orchester und gigantische Chöre zu hören gibt. Der Titel ist Gänsehaut pur und hat ein süchtig machendes Ohrwurm Potenzial.

Nach diesem erneut starken Werk von DIABULUS IN MUSICA kann ich nicht verstehen, wieso die Truppe immer noch nicht mit Nightwish, Epica oder Within Temptation in einem Atemzug genannt wird. Verdient hätten Sie es allemal. Die Symphonic Metal Fans können hier bedenkenlos zugreifen und alle anderen Metal Anhänger sollten hier unbedingt ein Ohr, am besten beide, riskieren.                                                                                                                                       

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Battle Of Atlantis (Intro)
02. Earthly Illusion
03. Marble Embrace
04. Invisible
05. Crimson Gale
06. Ring Around Dark Fairies Carousel
07. A Speck In The Universe
08. Hiding From You
09. The Voice Of Your Dreams
10. The Hawk´s Lament
11. Bane
12. The River Of Loss
13. Zauria

Heiko Füchsel

SIRENIA – Dim Days of Dolor

Band: Sirenia
Album: Dim Days of Dolor
Spielzeit: 50:40 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records  
Veröffentlichung: 11.11.2016
Homepage: www.sirenia.no

Mastermind Morten Veland und seine Band SIRENIA warten mit einem neuem melancholischen Album auf! Der Nachfolger vom 2015er Werk „The Seventh Lifepath“ heißt „Dim Days of Dolor“ und leider gibt es schon wieder eine neue Sängerin zu vermelden. Denn die Spanierin Ailyn musste die Band wohl aufgrund privater Probleme verlassen und nun hat man mit Emmanuelle Zoldan eine neue Dame hinter dem Mikro, die aber gar nicht so neu ist! Denn die Gute war bislang für viele Backing Vocals verantwortlich und dürfte keine große Anlaufprobleme haben.
Schauen wir nun mal wie sich der neue Gesang auf die Mucke der Band auswirkt und lauschen direkt mal den Klängen des Openers „Goddess of the Sea“. Unverkennbar SIRENIA tönt uns hier direkt entgegen, der Gesang von Emmanuelle ist kraftvoll und zart zugleich und sie bewegt sich wie auch schon ihre Vorgängerin im Opernbereich. Der Song ans sich ist ein ordentlicher Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Und dieser Hunger auf mehr wird direkt mit dem genialen Titeltrack „Dim Days of Dolor“ und dem ebenfalls sehr eingängigen „Treasure n Treason“ gestillt! Das dazwischen liegende „The 12th Hour“ kann aber irgendwie nicht komplett überzeugen, zu viel Death Metaleinflüsse für meinen Geschmack.
Sehr interessant und mit Sci Fi Cinematic Einflüssen beginnt „Cloud Nine“ welches dann mit knochentrockenen und kraftvollen Riffs definitiv den Staub aus euren Boxen ballern wird! Dazu kommt noch ein ohrenfreundlicher Refrain der schnell kleben bleibt.
Bei „Veil of Winter“ gibt es dann männlichen Gesang zu hören der sich wunderbar mit dem weiblichen Gesang von Emmanuelle abwechselt und ergänzt.
Die nächsten beiden Nummern „Ashes to Ashes“ und „Elusive Sun“ fischen dann aber leider in zu gewöhnlichen Standardfahrwasser um richtig zu überzeugen, ganz im Gegensatz dazu steht „Playing with Fire“ welches sofort zündet und auch auf unsere Hitliste gehört! Mit der ruhigen Ballade „Aeon‘s Embrace“ wird dann ein SIRENIA Album beschlossen welches mit Sicherheit neue wie alte Fans begeistern wird.

Anspieltipps:

Am Besten tönen hier definitiv “Goddess of the Sea”, “Dim Days of Dolor”, “Treasure n Treason”, “Cloud Nine” und “Playing with Fire“.

Fazit :

Ganz klar der Sängerinwechsel hat SIRENIA absolut nicht geschadet! Wie immer wird hier melancholische Symphonic Metalkost geboten die jedem bisherigen Fan auf jeden Fall munden sollte.
Insgesamt haben wir ein rundherum gelungenes neues Album welches auf jeden Fall den Kauf der Genrefreunde wert ist und absolut zu empfehlen ist!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Goddess of the Sea
02. Dim Days of Dolor
03. The 12th Hour
04. Treasure n Treason
05. Cloud Nine
06. Veil of Winter
07. Ashes to Ashes
08. Elusive Sun
09. Playing with Fire
10. Aeon‘s Embrace

Julian

AETERNITAS – House of Usher

aeternitas_houseofusher_cover_mascd0956Band: Aeternitas
Album: House of Usher
Spielzeit: 57:20 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Massacre Records 
Veröffentlichung: 21.10.2016
Homepage: www.aeternitas.info

AETERNITAS wurde 1999 von Anja und Alexander Hunzinger gegründet
und veröffentlichten im August 2000 ihr erstes, viel gelobtes
Konzeptalbum "requiem", das sich durch die Vielzahl der eingesetzten
Stilmittel von Klassik bis Metal, sowie den lateinischen Texten,
auszeichnete. Und diesen Stil in einem Mix mit Gothic und Symphonic Elementen behielten sich eigentlich bis heute bei.
Ab 2012 feilte man nun an dem mir nun vorliegenden neuen Konzeptalbum „House of User“ das auf der berühmten Kurzgeschichte "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe basiert. In den neuen Songs entwickelten AETERNITAS einen modernen Symphonic Metal mit bombastischen Orchesterarrangements,
groovenden Rockparts und dem starken, eingängigen Gesang von Alma
Mathar und Oliver Bandmann.
Als Opener des neuen Albums tönt uns „Le Coeur“ entgegen. Düster und stimmungsvoll leitet diese Intro uns in die Platte und das Konzept ein.
Mit dem Titelsong „House of Usher“ geht es dann direkt in die Vollen. Symphonisch bahnt sich die Nummer direkt zu Beginn schon einen Weg. Der sanfte Gesang von Alma wechselt sich wunderbar mit dem kraftvollen Organ von Oliver ab und der Chorus ist dann wunderbar mit singbar. Als Opener und Dosenöffner ist die Nummer also perfekt geeignet!
„The Prophecy“ im Anschluss weiß dann ebenfalls zu gefallen auch wenn es vielleicht nicht ganz so zwingend wie der Opener ist. 
Leider können dann das harte „Roderick“, welches größtenteils von Oliver gesungen wird, die Ballade „Madeline“ und auch „Fear“ nicht vollends überzeugen. Letzteres ist zwar ganz ok, fällt im Vergleich zu den ersten Songs aber doch qualitativ ab.
Erst mit der Halbballade „The Haunted Palace“ wird das Ganze wieder besser und hiermit hat man auch direkt einen weiteren Anspieltipp parat.
Das moderne „Tears“ kann wieder nicht ganz überzeugen, das klassisch symphonische „Buried Alive“ dann wieder etwas mehr und mit dem extrem eingängigen „Can you hear the Demons“ hat man einen absoluten Ohrwurm und Perle des Genre geschaffen.
Ein ganz schönes Auf und Ab qualitativ bisher, mal schauen was uns im letzten Abschnitt der Platte so erwartet?
Mit „The Fall“ im Anschluss auf jeden Fall mal direkt den nächsten Anspieltipp, so viel ist sicher, die Nummer ist zwar komplett anders als die vorherige Perlen kann aber ebenfalls auf ganzer Linie punkten.
„Falling Star“ ist dann ganz ok, die letzten beiden Nummern „Open your Eyes“ und das abschließende „Ethelred“ schwanken dann zwischen mittelmäßig und gut hin und her.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “House of Usher”, “Haunted Palace”, “Can you hear the Demons” sowie “The Fall” besonders zu Gemüte führen.

Fazit :

Eins ist mal klar, das neue AETERNITAS Album krankt an der Menge an Tracks und dazu dann noch das dort einige eher mittelmäßige Nummern dabei sind! Die Anspieltipps beweisen ja das es die Band durchaus drauf hat starke Songs zu schreiben. Wäre das Ganze dann noch etwas komprimierter mit 10 oder 11 Tracks dann würden wir hier von einem anderen Gesamteindruck sprechen. Manchmal ist weniger halt doch mehr.
So ist es eine solide Leistung geworden, nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

6,5

 

 

Trackliste:

01. Le Coeur
02. House of Usher
03. The Prophecy
04. Roderick
05. Madeline
06. Fear
07. Forbidden Love
08. The Haunted Palace
09. Tears
10. Buried Alive
11. Can you hear the Demons
12. The Fall
13. Falling Star
14. Open your Eyes
15. Ethelred

Julian

EPICA – The Holographic Principle

epica-the-holographic-principle-artworkBand: Epica
Album: The Holographic Prinicple
Spielzeit: 72:07 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records 
Veröffentlichung: 30.09.2016
Homepage: www.epica.nl

EPICA sind vermutlich eine der prägendsten und weg weisesten Band des Genres. 2002 gegründet und spätestens mit ihrem letzten Album „The Quantum Enigma“ aus dem Jahre 2014 vollkommen verdient an der Weltspitze angekommen, kehren sie dieser Tage mit ihrem neuen Meisterwerk „The Holographic Priniciple“ zurück. 
Laut Bandinfo wollte man dieses Mal alles aus den neuen Stücken herausholen und scheute dafür keine Kosten und Mühen! Denn man besorgte sich echte Musiker für die klassischen Instrumente um dem Ganzen mehr Leben zu geben und verbrachte viel Zeit mit dem Songwriting.
Ob dabei das angekündigte beste EPICA Album aller Zeiten herausgekommen ist, werden wir nun gemeinsam herausfinden. Los geht es mit dem Opener „Eidola“. Der Filmscore mäßig und atmosphärisch gut in die Scheibe einleitet.
„The Edge of the Blade“ im Anschluss geht dann direkt in die Vollen ohne sich groß mit Vorgeplänkel aufzuhalten. Harte Gitarrenriffs gepaart mit der sanften Stimme von Fronterin Simone und ein einprägsamer, mehrstimmiger Chorus das sind die Kernpunkte womit dieser erste Track direkt überzeugen kann.
Auffallend und neu sind hier die Growls die uns bislang noch nicht großartig im EPICA Bandsound untergekommen waren.
Diese Growls sind dann beim anschließenden „A Phantasmic Parade“ ein wenig beherrschender, erweitern den Bandsound aber sehr gut und machen das Ganze nur noch breiter. Ebenfalls ein guter Track der sich nach ein paar Durchläufen knallhart einprägt.
Nun folgenden die bislang besten Songs mit „Divide and Conquer“, „Beyond the Matrix“ und „Once upon a Nightmare“. Was hier auf den geneigten Hörer losgelassen wird ist an klanglicher Fülle und Melodic kaum noch zu überbieten und gehört mit Sicherheit zu dem Besten was wir in dem Genre in der letzten Zeit hörten durften! Sehr geile Tracks die sich direkt auf Anhieb in die Gehörgänge fressen und wo das neue Stilelement die Growls richtig gut eingesetzt wurden.
Wer jetzt aber glaube EPICA haben ihr Pulver verschossen der irrt sich gewaltig! Denn es folgt eigentlich fast Hit and Hit und man hat mit dem orientalisch angehauchten „Dancing in a Hurricane“ und dem abschließenden, überlangen Titeltrack „The Holographic Principle – A Profound Understanding of Reality“ erneut zwei absolute Glanzperlen des Genre im Gepäck an denen jeder geneigte Fan seine wahre Freude haben wird!

Anspieltipps:

Hier könnt ihr mal wieder hin greifen wo ihr wollt, ihr werdet nicht enttäuscht werden.

Fazit :

Das neue EPICA Werk geht mit der gleichen Höchstwertung wie auch schon das letzte Studioalbum “The Quantum Enigma” durchs Ziel. Man hat klanglich und musikalisch auf jeden Fall noch ein paar Schippen draufgelegt. Denn mit den Growls und der noch bombastischeren Orchestrierung ballert man hier jedem geneigten Fan die Ohren so richtig zu!
Female fronted Symphonic Metal sollte Anno 2016 genauso klingen denke ich.
Leider ist das Album aufgrund der Komplexität und Fülle dann doch nicht ganz so leicht zugänglich wie die Alben zuvor, sonst wäre es von der Benotung her noch höher gegangen.
Trotzdem ist das Album natürlich ein Meisterwerks seines Faches ohne Wenn und Aber!

WERTUNG:

9

 

 

Trackliste:

01. Eidola
02. Edge of the Blade
03. A Phantasmic Parade
04. Universal Death Squad
05. Divide and Conquer
06. Beyond the Matrix
07. Once upon a Nightmare
08. The Cosmic Algorithm
09. Ascension – Dream State Armageddon
10. Dancing in a Hurricane
11. Tear down your Walls
12. The Holographic Principle – A Profound Understanding of Reality

Julian

SILVER BULLET – Screamworks

silver-bullet-screamworks-artworkBand: Silver Bullet
Album: Screamworks
Spielzeit: 57:30 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: 7Hard  
Veröffentlichung: 16.09.2016
Homepage: keine gefunden

Mal wieder Newcomeralarm in unserer Rock-Garage! Die Symphonic Metaller von SILVER BULLET steigen wie Phönix aus der Asche empor und präsentieren uns ihr Debütalbum „Screamworks“. Gegründet 2008 unter dem Namen DIRGE ETERNAL fand man schnell ein Nische im Heavy/Symphonic Metal. Nische deswegen weil all ihre Tracks und Texte auf Horrorfilmen beruhen und uns auch musikalisch das Feeling dieses Genre vermitteln sollen.
Die Liveshows der Band sollten ebenfalls genau diese Feeling rüber bringen und so inszeniert die Truppe ein wahres Horror Theaterschauspiel mit Zombie Krankenschwestern und allerlei Horror Gestalten.
Am Gesang finden wir mit Nils Nordling (Ex DREAMTALE) ein bekanntes Gesicht, ansonsten sind die Jungs recht unbekannt.
Klingt alles recht interessant, werfen wir daher mal einen Blick auf das Debüt in Form des Albumopeners „Slaughterhouse“. Nach einer kurzen instrumentalen Einleitung startet die Nummer dann so richtig mit kraftvollen Riffs und aggressiven Geangslinien von Fronter Nils. Für einen Opener hat der Track eigentlich genau die richtige Länge, aber so ganz will der Funke hier noch nicht überspringen, mal schauen ob das beim folgenden Stück „Tormentor“ anders ist?
Die Nummer ist auf jeden Fall sehr langsam geworden, fast schon im doomigen Geschwindigskeitsbereich bewegt man sich, aber anders als beim Vorgänger hat man hier mehr klarere Strukturen und auch der Chorus kann direkt überzeugen.
„The Rite“ im Anschluss kommt dann schön abwechslungsreich daher und bietet eine Überlänge die gut ausgefüllt wird und zu keiner Zeit langweilig wird. Kraftvolle Riffs und Ohrwurmchorus natürlich wieder inklusive.
Und so langsam hat man sich anscheinend warm gespielt, denn auch „Buried Alive“und „More than meets the Eye“ wissen zu überzeugen.
Der nächste Track der richtig überzeugt ist dann „Under the Spell“ welches einen tollen mehrstimmigen Refrain besitzt und auch ansonsten zu gefallen weiß.
Danach lässt die Qualität der Songs leider ein bisschen nach und erst der Quasi Abschluss „Within the Dark“ kann wieder vollends begeistern.
Als Bonussong gibt es dann mit „Burn Inside“ die einzige waschechte Ballade des Albums auf die Ohren, die zwar auch ganz nett ist, aber ansonsten nicht weiter ins Gewicht fällt.

Anspieltipps:

“Tormentor”, “The Rite”, “Buried Alive”, “More than meets the Eye” sowie “Within the Dark” sollten euch am Ehesten zusagen.

Fazit :

Das Debütalbum von SILVER BULLET schafft so ganz knapp den Sprung in unseren starken Punktebereich. Man schafft es hier noch nicht die Songqualität auf einem gleich bleibenden Niveau zu halten und auch konzeptionell ist man noch nicht vollends überzeugend.
Egal der Anfang ist gemacht und die Grundvoraussetzungen sind gut, so können wir denke ich sehr gespannt sein was wir noch aus dem Hause SILVER BULLET hören werden.
Eins ist der Band aber zu raten, baut euch einen gescheiten Internetauftritt auf! Denn bislang findet man die Truppe nicht dort, das ist in der heutigen digitalen Zeit eigentlich ein No Go!

WERTUNG:

7

 

 

Trackliste:

01. Slaughterhouse
02. Tormentor
03. The Rite
04. Buried Alive
05. More than meets the Eye
06. The Resurrected
07. Under the Spell
08. Life Undone
09. Soul Apart
10. Within the Dark
11. Burn Inside (Bonus Track)

Julian