BB & THE BULLETS – High Tide

Trackliste:

01. Something In The Water
02. Born Under A Bad Sign
03. High Tide
04. I Can Tell
05. Seven Ways To Sin
06. Walking The Dog
07. Little Fishies
08. I Want You She’s So Heavy
09. Letting Go
10. The Thrill Is Gone
11. Brian’s Boogie
12. Big Boot Running

Spielzeit: 43:28 min – Genre: Blues Rock – Label: Dixiefrog Records – VÖ: 12.09.2025 – Page: www.facebook.com/bbandthebullets/

 

Drei Herren im fortgeschrittenen Alter, also keine Jungspunde mehr, kommen mit ihrem Debütalbum aus einem mehr als weit entfernten und exotischen Land das nicht unbedingt für Musik bekannt ist. Die Rede ist von Neuseeland, ich kenne eigentlich nur eine Band aus diesem Land und das ist nicht dieses Trio, BB & THE BULLETS verdienen dadurch schon mal den Bonus eines Exoten. BB & THE BULLETS wollen den Blues Rock in die Ohren der Hörer bringen mal sehen ob dieses Unterfangen hinhaut.

Zur Besetzung gehören Bandenchef Brian Baker am Mikrofon und Gitarre, Stu Duncan an Bass und Brad MacMillan an den Drums. Brians Stimme passt perfekt zum dreckigen Blues Rock von BB & THE BULLETS, besser kann man es nicht treffen. Die befindet sich in einer Lage ohne zu Hoch zu gehen und wirkt dadurch leicht bekömmlich, wenn er mal ein wenig in den Mitten Gas gibt kommt sogar richtiger geiler Dreck raus. In manchen Momenten erinnert mich die Stimme an DAVID BOWIE. An den Gitarren beweist Brian ein sehr gefühlvolles Spiel das mich sehr stark an die Südstaaten der USA erinnert und aus diesem Grund sehr gut rüber kommt. Der Bass von Stu macht alles andere nur nicht die zweite Geige spielen, fast gleichgestellt mit den Gitarren wummert der genüsslich vor sich hin. Drummer Brad beherrscht das klassische Drumming das den Blues Rock auf ein Podest hebt. So greifen vier ideale Zahnräder ineinander um den Blues Rock aus Neuseeland in die Welt hinaus zu tragen. Die furz trockene Produktion rückt die Mucke zusätzlich ins rechte Licht und wurde analog klingend ausgeführt.

Der Blues Rock ist von der besseren Sorte, es kommt zu keinem Moment Langeweile auf, auch wenn das Trio mal den Fuß vom Gas nimmt. Die Songs bestechen mit einem Stil der sich nach Bayou, Louisiana, Sumpf, Mississippi Feeling, BBQ und eine Moonshiner Party im verborgenen anhört. Der ideale Soundtrack für eine Grillparty von Schwarzbrennern die in den Sümpfen beheimatet sind. BB & THE BULLETS liegen stilistisch irgendwo zwischen den Blues Brothers und einem verdammt verdreckten JOE BONAMASSA aus Louisiana oder dem Mississippi Delta. Melodien so weit die Ohren reichen, dreckige Licks auf der Gitti, ein wummer Bass und klassisches Drumming geben den Ton auf dem Debütalbum des Trios an.

Eine gelungene erste Vorstellung des Trios, das Album könnte, wenn die Promotion stimmt und bei Airplay, einigen Staub aufwirbeln. Ich werde Euch im Auge behalten.

„Something In The Water“ ein guter Einstieg ins Album, kommt catchy rüber, „Born Under A Bad Sign“ ein schwerer Blueser der durchaus aus den tiefsten Sümpfen der US of As stammen könnte. „High Tide“ ein ruhiger und gefühlvoller Song mit Tiefgang, „I Can Tell“ was für ein klassischer Rotzer, Dreck, Modder und Morast klingen durch. „Seven Ways To Sin“ könnte auch auf einem Mississippi Dampfer gut ankommen, „Walking The Dog“ erinnert mich an die Blues Borthers. „Little Fishies“ noch so ein locker, flockig und lässiger Blueser, „I Want You She’s So Heavy“ hier bricht das Drama aus. „Letting Go“ ein sehr schwer zu verdauender und schleppender Song, „The Thrill Is Gone“ hier wird Drama mit Dreck in den Mixer geworfen. „Brian’s Boogie“ jawohl es kommt das was nicht fehlen darf – frei nach Falco „drah di net um, da Boogie gäht um“, „Big Boot Running“ zum Abschluss gibt es noch einen Blueser mit Reggae Feeling.

Balle

BLUE RUIN – Hooligan’s Happy Hour

Trackliste:

01. Awakened
02. Undead Nightmare
03. Hooligan’s Happy Hour
04. Dracula (Out To Play)
05. These Things
06. Cha-La Head Cha-La
07. Sing To Me
08. Huntress
09. Women In Uniform
10. Sarah Killed Her Boyfriend
11. Still Not Asking For It
12. In The End

Spielzeit: 35:30 min – Genre: Punky Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 25.11.2022 – Page: www.facebook.com/weareblueruin/

 

BLUE RUIN veröffentlichen nach ihrer Mini CD nun ein komplettes Album. Hier handelt es sich nicht um die BLUE RUIN aus den Staaten die 1992 ein dufte Hard Rock Album am Start hatten sondern um eine Girls Band aus Neuseeland. Und diese Girls haben es Faustdick hinter den Ohren zur Truppe gehören Charlotte Tybalt am Mikrofon, Luisa Maria an Gitarren, Elettra Pizazale am Bass und die Felle bearbetet Anna Monteith.

Was bietet die Girls Kombo? Recht kräftigen angepunkten Hard Rock der vor lauter Dreck nur so trieft und einem die verstaubte Oberstube frei bläst. Die Mädels bringen viel Melodie in ihre Songs und erinnern oft mal an überdrehte High-School Komödien der 80er dies aber mit mehr Punkanteil im Sound. Die sehr flotten Songs sind bestens geeignet um durch Pogen Leute rum zu schubsen. Genug Melodie ist vorhanden, nur sind die Songs bis auf einen recht kurzgehalten.

Vergleichen kann man die Mucke am besten mit einer Mischung aus LITA FORD, VIXEN, GIRLSCHOOL, PHANTOM BLUE und das mit einer Riesen Portion GREEN DAY, Blink 182 und SEX PISTOLS. Das Endprodukt hört sich dabei nicht mal so schlecht an, genauer gesagt hat die Mucke was Interessantes und kann gefallen.

Die Stimme von Charlotte hat Ähnlichkeit mit der von LITA FORD, die Gitarren hauen auf die Pauke das nur so kracht, der Bass ist eher dezent und die Drums spielen den Galeerenantreiber. Die Produktion bläst einem mit Schmackes entgegen und säubert nebenbei noch die Gehörgänge.

„Awakened“ ein Intro, „Undead Nightmare“ das Richtige zum Pogen. „Hooligan’s Happy Hour“ die 90er High-School schreit hier ganz laut, „Dracula (Out To Play)“ ich sehe vor dem geistigen Auge die Leute rumfliegen. „These Things“ eine coole Powerballade fällt mit knappen fünf Minuten Länge auf, „Cha-La Head Cha-La“ zündet wieder eine Kiste TNT. „Sing To Me“ erinnert mich vom Riffing her an THE CULT, „Huntress“ da pfeift das Schnitzel in der Pfanne. „Women In Uniform“ erinnert mich vom Riffing an Blackie Lawless, „Sarah Killed Her Boyfriend“ und nochmals High-School Sound. „Still Not Asking For It“ die Leute fliegen wieder im hohen Bogen von der Tanzfläche, mit „In The End“ haben die Mädels sogar einen Hit an Board das Ding hat alles was ein geiler Rock Song haben sollte.

Balle