01. Sever
02. I Am The Shit
03. Ride Or Die
04. Suffer City
05. She Walks With Violence
06. Damn
07. Let´s Be Heroes
08. Beautiful´n Damned
09. Bad Bad Man
10. Tear It All Down
Spielzeit: 41:01 min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/profile.php?id=61582321920201
Als am 12. September 1989 das erste Album der schwedischen Hardrocker SHOTGUN MESSIAH auf den Markt kam, hatte die Band um Gitarrist Harry Cody und Bassist Tim Sköld bereits zwei Namenswechsel hinter sich. Anfang der Achtziger als SHYLOCK gegründet segelte man ab 1984 unter dem Banner KINGPIN. Ihr Album „Welcome To Bop City“ wurde bereits von Ex-EASY ACTION Sänger Zinny J. Zan eingesungen, der während der Aufnahmen zur Band stieß und Jukka Knox ersetzte. Als die Band einen Plattendeal mit Relativity Records an Land ziehen konnte, änderte man ein weiteres Mal den Namen in SHOTGUN MESSIAH und das Album wurde komplett neu remixed. Mit mehr Schmackes, mehr Attitüde und weniger buntem Achtziger-Flair hatten die gleichen Songs auf einmal noch mehr Potential. Songs wie „Shout It Out“, „Don´t Care About Nothing“ oder „Squeezin´ Teazin´“ sind bis heute unvergessen.
Kurz darauf drehte sich das Besetzungskarussell erneut, Zan ging von Bord, fortan übernahm Bassist Sköld den Gesang. Das nicht weniger intensive Zweitwerk „Second Coming“ wurde 1991 veröffentlicht. Ein drittes Album mit Namen „Violent New Breed“ war der verzweifelte Versuch, sich den neuen Trends anzubiedern. Es wurde 1993 released, die Band löste sich bezeichnenderweise noch im gleichen Jahr auf.
Warum erzähle ich Euch das alles? Ganz einfach, weil sich die beiden alten SHOTGUN MESSIAH Recken Zinny J. Zan und Harry Cody für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden haben. Chris Laney an den Reglern wusste genau wie eine solche Platte klingen muss. Die Gitarrenarbeit von Harry Cody ist noch genau so messerscharf, dreckig und einzigartig, Zinny J. Zan´s Gesang ähnlich gehalten wie zu den glorreichen Zeiten.
Und mit „Damn“ hat man gleich einen Song als erste Single auserkoren, der richtig fett um die Ecke ballert. Das Interesse war sofort geweckt. Aber was kann das restliche Album? Mit „Sever“ eröffnen die Schweden die Platte wie schon damals mit einem Paukenschlag. Der Opener klingt modern, hart und hat einige Trademarks von damals perfekt eingeflochten. Noch besser kommt das alles bei „I Am The Shit“ zur Geltung. „Ride Or Die“ ist da schon mehr klassicher Hardrock, wie ihn seinerzeit auch SHOTGUN MESSIAH zu zocken wussten. Das schleppende „Suffer City“ spannt die Melodiebögen weit bevor mit „She Walks With Violence“ ein Song ansteht, der auf den ersten Moment nicht so reinläuft. Nach besagtem Highlight „Damn“ fällt das Material etwas ab. „Tear It All Down“ schafft aber doch ein versöhnliches Ende.
Mit „Beautiful´n Damned“ haben zwei vergessene Helden der schwedischen Hardrockszene ein formidables Album aus dem Hut gezaubert. Angelehnt an die eigene Vergangenheit lebt die Platte dennoch in der Gegenwart. Schon damals war ein Harry Cody ein Musiker der gestalten und neues erschaffen wollte und nicht nur die Verherrlichung der eigenen Einflüsse zur Schau getragen hat. Das ist auch heute noch so. SHOTGUN MESSIAH wurden seinerzeit von vielen sträflich übersehen – sehr schade, die Band hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Bleibt zu hoffen, dass sich das mit ZAN/CODY ändert.
Stefan






