VELVET VIPER – Respice Finem

Band: Velvet Viper
Album: Respice Finem
Spielzeit: 60:21 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: GMR
Veröffentlichung: 06.2018
Homepage: www.facebook.com/velvetviper

1985 gründete Jutta Weinhold ZED YAGO mit einer Musik und einem Konzept, das sich vom gängigen Rock ’n roll Fließband absetzen sollte. Daraus entstand „Dramatic Metal“ mit Texten aus Literatur, Poesie, Mythologie und Fantasy. Es kam zu zwei ZY Produktionen, „From over yonder“ und „Pilgrimage“, bis der Bandvirus die Formation sprengte. Nach dem Split gründet Jutta VELVET VIPER.
1990 erschien das erste Album „Velvet Viper“. Das zweite Album „The fourth Quest for Fantasy“ erschien mit Zed-Yago-Drummer Bubi The Schmied und Lars Ratz am Bass und dem leider bereits verstorbenen Roy Last an der Gitarre. 1993 wurde unter dem Titel „To be or not“ das vorerst letzte Album zu dem Zed-Yago-Concept mit Musikern der Prager Band „Citron“ veröffentlicht. 2002 erschien dann noch die Best-of „Zed Yago from the Twilight Zone“ mit unveröffentlichtem Material, bevor Jutta sich anderen Themen und Projekten widmete.
2016/17 war endlich die Zeit gekommen, die Band VELVET VIPER wieder zum Leben zu erwecken. Mit Gitarrist Holger Marx wurden 11 Songs komponiert und von einem der großen Meister des Metal, Kai Hansen (Gamma Ray, Helloween), produziert. Musikalisch ist erneut klassischer Heavy Metal mit unkonventionellen Extras angesagt, der oft heftig-schleppend groovt, um hin und wieder in höhere Temporegionen auszubrechen und der Tradition der NWOBHM Tribut zu zollen.
Beim Opener wird nicht lange gefackelt sondern uns direkt „Don`t leave before Wintertime“ präsentiert. Dieser beginnt erstmal bedächtig bevor dann mächtig drauf los gegroovt wird! Ein klasse Track der direkt zeigt das die Band und vor allem Fronterin Jutta keine Gefangenen machen wollen.
Und es geht direkt erstklassig weiter, denn sowohl das, ebenfalls wieder mächtig groovende, „Shadow Ryche“, was zusätzlich noch einen geilen Mitsingrefrain besitzt, als auch der überlange, epische Titeltrack „Respice Finem“ begeistern vom ersten bis zum letzten Ton.
Da können die anschließenden Songs leider nicht ganz mithalten, „Eternally Onwards“ ist ganz ordentlich, aber mit „Ogaydez“ hat man sogar einen richtigen Ausfall an Bord, der zu keiner Zeit auch noch in die Nähe der bisherigen Qualität kommt und nur so dahinplätschert.
Das soll aber der einzige wirkliche Ausrutscher bleiben, denn im weiteren Verlauf bewegt man sich im guten bis sehr guten Qualitätslevel und hat mit „Raven Evermore“, „Law of Rock“ und dem abschließenden „Loherangrin Lohengrin“ weitere Metalperlen im Gepäck.
Da drückt man doch gerne im Anschluss direkt wieder die Play Taste!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sollten euch „Don`t leave before Wintertime“, „Shadow Ryche“, „Respice Finem“, „Law of Rock“ und „Loherangrin Lohengrin“ direkt zusagen.

Fazit :

Keine Frage VELVET VIPER liefern mit ihrem neuen Album ihr bisher bestes und rundestes Werk ab! Und mit Sicherheit wird das gute Stück bald in einem Atemzug mit den alten ZED YAGO Klassikern genannt.
Vor Fronterin Jutta Weinhold muss man ganz klar den Hut ziehen, die Dame hat es definitiv noch drauf und singt manch jüngere Konkurrentin gnadenlos zu Boden.
Altfans und Anhänger des Teutonen Metals sollten hier definitiv mehr als ein Ohr riskieren und direkt zuschlagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Don`t leave before Wintertime
02. Shadow Ryche
03. Respice Finem
04. Fraternize With Rats
05. Eternally Onwards
06. Ogaydez
07. Dangerous
08. Raven Evermore
09. Stormy Birth
10. Law of Rock
11. Loherangrin Lohengrin

Julian

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