TALENTSCHMIEDE: COLDFORGED

Band: COLD FORGED
Steve: Nach elend langer Suche haben wir uns für „Cold Forged“ entschieden. Obwohl, Sven den eigentlich schon ganz am Anfang hatte. Von der Bedeutung her sollte es nicht nur der unmissverständliche Hinweis auf Metal-Musik sein, es ging uns auch um die Metaebene, so als ob wir Menschen quasi von Familie, Gesellschaft oder den Medien in unseren Köpfen geformt bzw. kalt geschmiedet werden. Siehe Cover.

Holze: Ja, das stimmt…stell Dir vor vier starke Persönlichkeiten suchen einen Namen… Das war auf jeden Fall spaßig und energieraubend hehe. Naja es hat sich dann doch gelohnt! Den Namen hab ich noch nirgends musikalisch gesehen oder gelesen…

SMittel: Halt da muss ich mal einhaken: Der ursprüngliche Gedanke hinter der Namensfindung entstand in der Corona-Zeit, als wir unsere ersten Schritte im Recording mit Cubase machten – steril am PC, ohne uns zu sehen oder irgendetwas gemeinsam live im Proberaum ausprobieren zu können. Wir schickten uns die Dateien hin und her, und jeder trug seinen Teil dazu bei. Offen für die Ideen aller entwickelten sich so die Songs, auch wenn die Kommunikation über WhatsApp manchmal sehr schwierig war. Aus diesem Prozess heraus entstand schließlich der Name Cold Forged („kalt geschmiedet“).

Steppo: Da wir alle bis dahin entstandenen Lieder aufgrund der vorherrschenden Situation online komponiert hatten und so der Anspruch recht hoch war, kam das erste gemeinsame Musizieren einer kalten Verformung – ich will nicht sagen Unfall – ziemlich nahe.

Gegründet:
Steve: Wir hatten alle langjährige Erfahrung in anderen Bands. Nach dem Kreieren auf Rechnern haben wir den Songs im Proberaum dann Leben eingehaucht.

Holze: Der Sven und der Steppo hatten sich schon Ende 2020 zusammen gefunden und Songparts komponiert. Ich bin erst im Jahr darauf im Sommer dazugestoßen und der Stevi komplettierte dann auf der 50-Jahr-Feier von Sven die Truppe. Und dann ging die Sause los…

SMittel: Ja, es ist immer ein Prozess, bis sich die Mitglieder gefunden haben. Am Anfang, beim Komponieren mit Steppo, war schnell klar: Es muss so schnell wie möglich ein Sänger und ein Bassist ins Boot geholt werden, damit es weitergehen kann. Da wir uns alle schon vorher kannten, stand sofort fest, wen wir ansprechen mussten, um daraus eine vollständige Band zu machen.

Steppo: Ich wollte schon viel früher mit Sveni was starten, aber das ist eine andere Geschichte. Sobald ich von, wie soll ich es nennen, „musikalische Verfügbarkeit des S. Mittelstädt“(??) erfuhr, haben die Telefonleitungen geglüht.

Herkunft:
Steve: Wir kommen alle aus Mosbach, das war früher mal ein überregionaler Treffpunkt in Punkto feiern. Deshalb gab es auch dutzende Bands und die dementsprechende Szene, Clubs, Kneipen etc.. Das hat dann alles stark nachgelassen. Aber sagen wir mal so, wir sind ja nicht tot, sind (fast) alle noch da. Da wieder Metal-Leben einzuhauchen, das ist schon was geiles und wir hoffen, dass wir damit nicht alleine bleiben.

Holze: Enorm viel Rock’n’Roll gabs hier in den Achtzigern. Eine Menge an Rockbands und dementsprechend Auftrittsmöglichkeiten. Ok man war ja auch gezwungen feiern zu gehen; Handy, Computer, Privatfernsehen – alles noch unborn in the wood. Der DJ war der König. 😊

SMittel: Ja, Mosbach hatte früher eine richtig starke Szene, die leider ziemlich eingeschlafen ist. In unserem Genre wieder etwas Leben einzuhauchen, wäre schon ziemlich krass. Aber die Leute von damals gibt es noch – das haben wir ja auf unserer Release-Party gesehen. Das Interesse am Metal ist definitiv noch da, nur fehlen mittlerweile leider die passenden Clubs.

Steppo: Ja, das stimmt. Wenn man früher ein Konzert sehen wollte, musste man dort auch hingehen.

Mitglieder:
Steve: Gleich 2 Steffens, ein Stephan und immerhin ein Sven… klar das wir uns nur mit unseren Nicknames rufen.

Holze: Übrigens…ich bin der Holze, ne?!…der Steffen is der Steve…der Sven is der Smittel und der Stephan immernoch der Steppo.

SMittel: 😊

Steppo: Wir sind eigentlich eine lustige Truppe, die gerne viel Spaß hat bei dem was Sie tut. Auch wenn es hin und wieder „gewittert“ aufgrund verschiedeneren Herangehensweisen, finden wir immer einen gemeinsamen Nenner.

Stil:
Steve: Wir haben von Anfang an gewusst, dass wir uns stilistisch nicht einsperren wollen und einfach das machen, auf was wir Bock haben. Auch wenn manche Fachleute da Fieberträume kriegen: Aber für die gibt’s schließlich genug Bands, bei denen jeder Song gleich klingt. Klassischer Heavy Metal, Trash, Speed, ein Hauch Progressive, die 80er, ein bisschen 90er…
Scheiße, wir schon sehr Oldschool. Guckt uns doch an. 😊

Holze:…ich fühle mich nicht alt und meine Arthrose auch nicht, hehehe….ich passe aber geistig und schon gar nicht körperlich in irgendeine Schublade. Uns da reinpressen, das dürfen alle anderen gerne händeringend versuchen.

SMittel: Ja, genau: Wir spielen, was uns gefällt. Durch die vielen Einflüsse verschiedenster Bands ist nur eines wirklich klar – Metal. Es muss Spaß machen und rocken. Wenn wir dabei noch ein gutes Gefühl haben und auch nur einen einzigen Hörer abholen können, dann haben wir unser Ziel erreicht. Genau darauf haben wir Bock.

Steppo: Stil? Ich verstehe die Frage nicht…😊

Veröffentlichungen:
Steve: Ja unser Debütalbum Blood of my Blood (10/2025), was wir liebevoll ‚Das Monster‘ nennen und auf das wir verdammt stolz sind. Wir haben alles in Eigenleistung zusammen mit Topleuten der Aufnahmetechnik erstellt. Wir sind echt froh, dass wir keine Kompromisse eingehen mussten und das Ergebnis unseren Vorstellungen entsprach und vielleicht sogar ein wenig übertraf. 😊

Holze: Das ist die geilste Scheibe unter der Sonne geworden !! Reinziehen, verstehen… süchtig darauf werden!

SMittel: „Ja Steve, das Monster ist für mich auch kompromisslos endgeil, und ich bin froh, dass wir die Gitarren- und Bassspuren bei Markus ‚(Ul le)‘ Ullrich und den Rest bei Andy Horn aufgenommen haben. Auch unser Video zu „Parasitic Thought“ ist für mich ein weiteres Highlight.

Steppo: Vorerst müsst ihr euch mit 8 Songs zufrieden geben. Ich sage vorerst…

Einflüsse:
Steve: Bei mir war von Queen bis Napalm Death war alles dabei. Aber auch EBM, Darkwave und Electronic. Letzte Jahre kam noch viel Synthwave dazu. Ich mach auch nebenher gern mit Synths rum, hört man an ein paar Stellen unserer CD.

Holze: Ich bin ja quasi gezwungen worden morgens schon SWR1 oder sowas zu hören… Dann klang ABBA aus dem Zimmer meiner Schwester und man schenkte mir meine erste LP: Ennio Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“. Ich denke mein Absturz in die Gruft des Metal war vorauszusehen…

SMIttel: Meine Inspiration kam von diversen Bands. Die bekanntesten dürften wohl Iron Maiden, Dream Theater, Exodus, Heathen, Slayer, Van Halen und Queensrÿche sein.

Steppo: Von klassischer Musik bis Metal alles dabei…kommt auf die Stimmung an.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Steve: regelmäßig Alben veröffentlichen, Deutschlandweit und im Ausland spielen Die Metal-Szene (die beste Szene überhaupt) weiter befeuern, auch Leute mit unserer Mukke erreichen, die sonst nicht sowas hören. Und da gibt es mittlerweile einige.

Holze: Cool wäre, wenn den Leuten nach Album zwei auch unser drittes Album gefallen würde. Seid Ihr glücklich mit uns, dann fliegen wir mit Euch.

Steppo: Auf jeden Fall weitere Songs komponieren und veröffentlichen. Was auch cool wäre: mit Gastmusikern gemeinsame Songs oder Projekte ins Leben zu rufen…

Was als nächstes kommt:
Steve: Auftritte in Clubs und auf Festivals!

Holze: Hoffentlich etwas Glück und Gottes Beistand…Weiterhin solche Interviews geben, ich meine jetzt wo wir geübt darin sind. 😊

SMittel: Auftritte und noch einen hörbare Schippe auf neue Album draufpacken.

Steppo: Ja, Live-Auftritte sind jetzt die nächsten Monate angesagt und vielleicht noch das eine oder andere Musikvideo!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Steve: Da wir noch eine ganz junge Band sind, gibt es noch gar nicht so viele gemeinsame Banderfahrungen. Vermutlich die Videoshootings, die viel Spaß gemacht haben, gleichzeitig aber auch gut anstrengend waren. Unser Auftritt bei der Release Party hat allen Laune gemacht. Der Videodreh zu „Parasitic Thought“ an einem staubigen aber sehr beeindruckenden Lost Place war auch ein Highlight.

Holze: Die drei Jungs hier auch musikalisch kennengelernt zu haben. Und gemeinsam zu komponieren und geistig rumzuspinnen… Was ne geile Erfahrung.

Steppo: Die beste Erfahrung die wir bisher gemacht haben, sind nach meiner Meinung die Aufnahmen im Studio. Auch wenn das meine 4. oder 5. Produktion war, gab es dennoch für mich unbekannte Probleme einerseits, aber auch positive Überraschungen andererseits… und wir haben ALLE was gelernt!!

Unser peinlichster Moment:
Steve: Kommt noch.

Holze: …das willst Du gar nicht Deinen Lesern erzählen…

SMittel: …ist ein Geheimnis.

Steppo: In dem Fall bin ich wie ein Pfadfinder…jeden Tag einen

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum: 
Steve: Da würde wohl jeder aus der Band was anderes sagen. Generell wohl mit dem Musikern, die wir am meisten feiern.

Holze: Ich? Mit Niemandem…es sei denn, die Person trinkt JackyCola. 😊

SMittel: Hautsache es gibt was zu trinken!

Steppo: Mit Lemmy Kilmister. Ich bin mir sicher, dass, egal wieviel wir trinken würden, die Qualität unseres Gespräches nicht leiden würden… war ein intelligenter Mensch!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen: 
Steve: Es wäre großartig, mit jedem unserer oben genannten Einflüsse auf Tour zu gehen. Auch mit den Bands aus unserem Umfeld wie Under Ruins.

Holze: Ich bin da noch Kind…ich spiele mit Jedem.

SMittel: Ja genau, Hauptsache wir können spielen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen: 
Steve: Durch eigene Kunst andere erreichen, damit gemeinsame Events und tolle Erlebnisse entstehen. Vielleicht kann sich der eine oder die andere in einem Song wiederfinden und er wird ein Teil von einem… das ist dann nicht zu toppen.

Holze: … mir hat mal ein Musiker erzählt, das schönste Gefühl für Ihn wäre oft gewesen, wenn er dann nach der Show in seinem Hotelzimmer bei offenem Fenster gesessen hatte und die Fans beim Nachhause laufen seine Songs sangen… Das stelle ich mir auch total crazy vor.

SMittel: Gerade diese After-Show-Atmosphäre. Die Freude über den gelungenen Gig, Gespräche mit Fans, kleine Anekdoten aus dem Auftritt, Lachen, vielleicht ein Getränk zusammen. Für viele Musiker ist genau das der Lohn.

Steppo: Ich liebe den Prozess des Lieder Schreibens. Ausprobieren, arrangieren, verändern, anpassen, usw.…

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Steve: Dass man zu wenig Zeit hat zum rocken, weil man nebenher zur Arbeit muss.

Holze: Musizieren ist wie ein Ventil öffnen und es hinaus in die Nacht zu schreien…das befreit ungemein.

SMittel: Es gibt für mich nichts Besseres, als sich zu treffen und zusammen richtig zu rocken.

Steppo: Zu wenig Zeit weil Job, Das Auf- und Abbauen für Gigs, für den Aufwand viel zu niedrige Gagen, teures Equipment…

Online:
Homepage: www.cold-forged-metal.com
Facebook: www.facebook.com/p/Cold-Forged-100075728863381
Instagram: www.instagram.com/cold.forged

Musik:
Bandcamp: www.coldforged.bandcamp.com
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/07CebDmLHgVclvP21WMIMb
Youtube: www.youtube.com/channel/UCLk8rIHU4dAoGHOvVmvUn8Q

Live-Dates:
voraussichtlich am 03.01.2026 in Stuttgart, genaueres folgt.

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