WICKED SMILE – When Night Falls

Trackliste:

01. When Night Falls
02. Back To Back
03. Face Of The Wicked
04. Rebel Souls
05. Never Surrender
06. Close Your Eyes Before The Rain
07. Walking The Wire
08. Night Time Riders
09. Heavens Falling Down (Crutch)
10. Phoenix Will Rise
11. Scream N Shout

Spielzeit: 45:12 min. – Genre: Hardrock, Heavy Metal – Label: Independent – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.wickedsmileband.com

 

Mit ihrem 2021er Debüt „Waiting For The Night“ haben sich WICKED SMILE perfekt zwischen Hardrock und Heavy Metal platziert. Die australische Band um Sänger Danny Cecati (Ex-PEGAZUS) und Gitarrist Stevie Janevski (u.a. BLACK MAJESTY, CASSIDY PARIS) legt nun mit ihrem zweiten Langeisen „When Night Falls“ nach. 2023 haben sie eine EP namens „Night Time Riders“ veröffentlicht, von der es drei der vier Songs auch auf die neue Platte geschafft haben (zum Glück).

Das Grundrezept ist auch für die neuen Songs gleich geblieben. Knackiger Hardrock mit deutlichen Tendenzen zu klassischem Heavy Metal. Also irgendwo zwischen DIO, JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN, DOKKEN, ICON und SKID ROW. So beschreiben es die Jungs selbst. Und das trifft es schon recht gut. „When Night Falls“ ist etwas heavier ausgefallen und erinnert fast ein wenig an Cecati´s altes Betätigungsfeld PEGAZUS. Ein ziemlich metallischer Einstand also – aber auch extrem geil. Etwas schleppender kommt „Back To Back“ daher, aber genau so heavy. Das Riffing von „Face Of The Wicked“ ist tief in den Siebzigern verwurzelt, klingt klassisch, hart und fast schon etwas doomig – und es ist ein wenig an LED ZEPPELIN´s „Kashmir“ angelehnt. „Never Surrender“ haut voll in die Fresse – sägende Gitarren, Danny Cecati´s prägnante Stimme und die fette Produktion tun ihr übriges. Für „Close Your Eyes Before The Rain“ haben die Jungs ihre Hardrock-Seite wieder herausgearbeitet. Der Song hätte auch auf dem Debüt stehen können. Das Double-Bass-Monster „Walking The Wire“ ist purer Heavy Metal. „Night Time Riders“ ist wieder melodiöser und „Heavens Falling Down (Crutch)“ nimmt erstmals richtig das Tempo heraus. Eine echt gelungene Ballade. Das Abschluss-Doppel „Phoenix Will Rise“ und vor allem „Scream N Shout“ runden dieses Album hochwertig ab. „Scream N Shout“ ist eine richtig dreckige Hardrock-Nummer!

Waren WICKED SMILE auf ihrem Debüt schon nicht von schlechten Eltern haben die Australier für ihr zweites Werk definitiv noch eine ordentliche Schippe an Härte draufgelegt. So muss melodiöser Heavy Metal klingen. Und in Sachen Sound muss sich das Quartett nicht hinter größeren Produktionen verstecken. Eine grandiose Rückkehr!

Stefan

WICKED SMILE – Wait for the Night

Band: Wicked Smile
Album: Wait For The Night
Spielzeit: 40:45 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Cargo Distribution
Veröffentlichung: 15.10.2021
Homepage: www.facebook.com/wickedsmileband/

Knapp 2 Jahre war sie jetzt in der Mache – die Debütscheibe der australischen Hardrocker WICKED SMILE. Und schon von Beginn an waren die Erwartungen hoch. Immerhin handelt es sich bei den Protagonisten um wohlklingende Namen des Business. Neben Sänger Danny Cecati (Ex-PEGAZUS) greift Stevie Janevski (THE RADIO SUN) in die Saiten. Außerdem sind heute Dave Graham (guitars), Glen Cav (bass) und Jason Tyro (drums) mit von der Partie. „Kickass Australian Rock With Killer Vocals“ hat sich das Quartett auf die Fahnen geschrieben. Produziert wurde die Platte, die auf den Namen „Wait For The Night“ hört, von PAUL LAINE (THE DEFIANTS, Ex-DANGER DANGER etc.), für das Mastering zeichnet sich Kollege Bruno Ravel (ebenfalls DANGER DANGER, THE DEFIANTS) verantwortlich.

Wenn das mal keine grandiose Ausgangssituation ist. Von Anfang an haben WICKED SMILE Appetithappen unters Volk geworfen und die Fans so an der Entstehung der Platte indirekt teilhaben lassen – bereits am 19. Januar 2020 wurde die Single „We Fall“ veröffentlicht, kurz nach der Gründung von WICKED SMILE. Paul Laine half seinerzeit noch am Bass aus. Im Laufe der Zeit folgten weitere 5 Singles. Im Grunde sind 60% des Albums also schon bekannt. Über diese Veröffentlichungspolitik kann man nun denken, was man will – Fakt ist, dass WICKED SMILE seit ihrer Geburtsstunde ziemlich abgeliefert haben. Denn schon ihre Debüt-Single „We Fall“ versprach enorm viel.

Aber arbeiten wir uns doch mal durch die für das Album erdachte Reihenfolge. „Date With The Devil“ startet als Hybrid aus Heavy Metal und Hardrock. Vielleicht liegt es an Danny Cecati´s Stimme, die mich schon bei PEGAZUS begeistert hat und deren Gespür für Melodien mich zumindest bei den ersten drei Platten ziemlich gefesselt hat. So nun auch bei WICKED SMILE. Einer rockigeren Version, wenn man so will. Natürlich sind WICKED SMILE eine komplett neue Band, die Stimme weckt dennoch alte Erinnerungen. Und „Date With The Devil“ ist eine herrlich frische Nummer, die kräftig und melodisch aus den Boxen drückt. Noch etwas metallischer kommt „Wait For The Night“ daher. Klassischer kann ein Rock/Metalsong nicht gestrickt sein. Das schon erwähnte „We Fall“ beginnt mit Didgeridoos, somit sollte die Herkunft der Band vom ersten Moment an geklärt sein. Mit schwerem Riffing a´la FIGHT(ohne aber deren moderne Härte zu erreichen) gräbt sich das Stück nachhaltig in die Gehirnwindungen. Mit „Sign Of Times“ folgt so etwas wie eine Ballade, die aber irgendwie keine ist. Das wunderbar melodische „Daze Of Delirium“ setzt ein weiteres Ausrufezeichen, definitiv ein Highlight. Das trifft ebenfalls auf „Killer At Large“ zu (siehe Video weiter unten). Nach dem ebenfalls bereits bekannten „Last Goodbye“ – der aktuellen Auskopplung – folgen drei bis dato unbekannte Nummern. Wer hinter „Love´s Got A Hold On You“ eine Ballade vermutet, wird schon nach kurzer Zeit überrascht sein. Ein weiterer melodischer Hardrocker, der sich perfekt ins Albumgefüge einpasst.
„Don´t Wait For Me“ ist dann aber doch eine Ballade, „Stronger“ beschließt die Platte aber mit so viel Schmackes, wie sie begonnen hat.

Auch wenn schon vieles auf „Wait For The Night“ bereits veröffentlicht war, als Album zeigt sich erst, wie stark WICKED SMILE agieren. Das liegt natürlich an der extrem geilen Stimme Cecati´s und an der erstklassigen Gitarrenarbeit von Stevie Janevski. Darüber sollte man aber nicht vergessen, dass es nur wenigen Kapellen gelingt, Melodie und eine gewisse Härte so homogen zusammenzuführen wie es die Australier auf ihrem Debüt machen. Was lange währt, wird also endlich gut – sehr gut sogar!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Date With The Devil
2. Wait For The Night
3. We Fall
4. Sign Of Times
5. Daze Of Delirium
6. Killer At Large
7. Last Goodbye
8. Love´s Got A Hold On You
9. Don´t Wait For Me
10. Stronger

Stefan