UNHEILIG – Liebe, Glaube, Monster

Trackliste:

1.Revolution (Intro)
2.Liebe Glaube Monster
3.Wunderschön
4.Monster
5.Du bist meine Heimat
6.Brot und Spiele
7.Mein Löwe
8.Zwischen den Welten
9.KI – 01001011 01001001
10.Sonnenallee
11.Böse Geister
12.Spiegel
13.Nur ein kleiner Schritt
14.Photobuch
15.Liebe
16.Ausblick (Outro)

Spielzeit: 64.53 min – Genre: Pop/Rock – Label: Vertigo – VÖ: 13.03 – Page: www.unheilig.com

 

Das neue Album von Unheilig knüpft in vielerlei Hinsicht an die vertraute Klangwelt der Band an, zeigt aber gleichzeitig eine spürbare Weiterentwicklung. Schon beim ersten Hören fällt auf, dass die Mischung aus tiefgründigen Texten, eingängigen Melodien und der markanten Stimme des Grafen weiterhin das Herzstück bildet – jedoch mit einem reiferen, stellenweise nachdenklicheren Ton.

Inhaltlich bewegt sich das Album stark um Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung und persönliches Wachstum. Die Texte wirken weniger pathetisch als in früheren Werken, dafür ehrlicher und direkter. Dadurch entsteht eine Nähe, die viele Hörer emotional abholen dürfte, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen.

Musikalisch bleibt sich die Band treu: getragen von orchestralen Elementen, sanften Elektronik-Einflüssen und klassischen Rockstrukturen. Gleichzeitig sind subtil modernere Arrangements zu erkennen, die dem Sound mehr Tiefe verleihen. Besonders in den ruhigeren Stücken entfaltet sich eine dichte Atmosphäre, während die schnelleren Songs für Abwechslung sorgen, ohne die Grundstimmung des Albums zu verlassen.

Ein möglicher Kritikpunkt ist, dass einige Passagen sehr vertraut wirken und wenig Risiko eingehen. Wer auf große stilistische Experimente gehofft hat, wird hier eher nicht fündig. Dafür überzeugt das Album durch Konsequenz und eine klare künstlerische Handschrift.

Insgesamt ist es ein rundes, emotionales Werk, das vor allem Fans von Unheilig ansprechen wird, aber auch neue Hörer erreichen kann, die sich auf eine melancholisch-epische Reise einlassen möchten.

Bonne