THE SCEPTER – Shadows in the Tower

Trackliste:

01. Riding Out
02. Where Art Thou
03. Protector of the Skies
04. Drink On
05. Burn Bundy Burn
06. Dunes
07. Taarakian Blood
08. Shadows in the Tower

 

 

Spielzeit: 29:14 min – Genre: Power Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/thesceptermetal

 

Ich muss lange überlegen, wann ich das letzte Mal eine Band aus Kanada auf dem Rezensionstisch hatte. Zeit mit dem Debütalbum „Shadows in the Tower“ von THE SCEPTER dies zu ändern!
Die Jungs haben sich 2018 gegründet sind in der Schnittmenge zwischen alten BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN unterwegs und haben nur ihre Heimat beim traditionellen griechischen No Remorse Records Label gefunden.
Als Sänger ist hier der Ex GATEKEEPER Sänger JP Abboud zu hören der die Truppe seit 2025 verstärkt und bereichert.

Mehr Vorabinfos gibt es zum Debüt nicht, also werfen wir doch direkt mal ein Ohr auf den Opener „Riding Out“. Und tatsächlich kommen einen direkt nach den ersten Tönen die beiden großen genannten Bands ins Gedächtnis. Der Gesang ist sehr angenehm, nicht zu hoch, und die Nummer bahnt sich ohne Umwege direkt den Weg in die Gehörgänge.
Ein toller Groove der sofort in Mark und Bein übergeht treibt dann „Where Art Thou“ an. Aber auch ansonsten überzeugt die Nummer nach einer kurzen Einleitung sofort. Die Melodien sitzen hier perfekt, der Chorus ist schön eingängig, ein perfektes Brett Power Metal welches jedem Fan sofort zusagen sollte. Eine geile Nummer!
Zügig geht es beim anschließenden „Protector of the Skies“ zur Sache. Doublebass Drumming inklusive. Ganz so zwingend wie der Vorgänger kommt das Ganze hier aber nicht aus den Boxen, aber gut gemacht ist es auf jeden Fall.
Etwas mehr nach Partymetal klingt dann „Drink On“, wobei hier kein Vergleich zu ALESTORM und Co gezogen werden können, die Nummer bleibt schön im Oldschool Bereich und wäre sie in den 80iger veröffentlicht worden wäre sie der perfekte Song in der Metaldisco gewesen wo man beim Chorus schön mitgröhlen kann, egal mit wieviel Bier intus!
Ähnlich geht eigentlich auch „Burn Bundy Burn“ zur Sachen inklusive des schön mitbrüllbaren Chorus.
Und dann haben wir mit „Dunes“ die absolute Verbeugung vor den Krefelder Power Metaller inklusive schönen Hansi Kürsch Einflüssen zu Beginn. Schnelle Riffs, ganz so wie in BLIND GUARDIAN`s „Majesty“ paaren sich mit krachenden Strophen und fertig ist einer der besten Nummern des Albums!
Kein Wunder das diese die erste Videosingle war.
Und auch bei den beiden letzten Tracks „Taarakian Blood” sowie dem Titeltrack “Shadows in the Tower”, tolles gefühlvolles Ende im übrigen, bewegt man sich ganz klar im Schatten der Songwritingphase von “Battallions of Fear” ebenfalls ein sehr frühes Werk der schon oft erwähnten Krefelder Power Metaller.
Man kopiert hier aber nicht pur ab, sondern bringt eine eigene Note rein und schafft somit den Twist zum eigenen Stil.

Stammleser unseres Magazins wissen, ich bin ein großer Anhänger von BLIND GUARDIAN, sie waren quasi mit meine Einstiegsdroge in den Metalzirkus damals in den frühen 90igern. Und die Kanadier von THE SCEPTER sind hier recht nahe dran an der damaligen Frühphase der Band das es echt eine wahre Freude ist!
Wie schon erwähnt, kopiert man hier aber nicht stumpf einfach sondern bringt auch schön den eigenen Stil unter.
Für Power Metalfans die es etwas Oldschool mögen auf jeden Fall ein gefundenes Fressen und dementsprechend eine klare Kaufempfehlung.
Aber Jungs, ehrlich unter 30 Minuten Spielzeit ist heutzutage echt wenig fürs Geld! Beim nächsten Mal bitte mehr von der tolle Mucke, ein klarer Kritikpunkt hier bei der Debütscheibe!

Julian