MATNEY – The Redneck & The Red Man

Trackliste:

01. Rebel Saint
02. All Fired Up
03. Big Daddy
04. All She Wrote
05. Tomcat
06. This Heart Has A Ghost
07. One Way Road
08. Washed In The Blood

 

 

Spielzeit: 23:23 min – Genre: Southern Boogie Hard Rock – Label: Roulette Records / Cargo Records – VÖ: 26.04.2024 – Page: www.facebook.com/people/Matney/61554931494398/

 

MATNEY noch nie von gehört, ist mir total unbekannt. Der Name klang interessant, der Titel „The Redneck & The Red Man“ ebenso und als ich in der Redaktionsliste Southern Rock gelesen habe musste ich mich für dieses Album eintragen. War es doch in diesem Genre in den letzten Jahren sehr still geworden, eine Live Scheibe von MOLLY HATCHET, dem Debütalbum von THE GEORIGIA THUNDERBOLTS, dass sehr gute dritte Album von VERN DAYSEL letztes Jahr und das Nachholkonzert von MOLLEY HATCHET in München waren für mich die letzten Lebenszeichen dieser Spielwiese. Und nun liegt mir das taufrische Album von MATNEY vor, das aufhören lässt.

Also gleich mal die Promo Infos gecheckt und für Fans von ZZ TOP, LYNYRD SKYNYRD und THIN LIZZY als Anlaufstelle empfohlen. Nochmal ein Volltreffer für mich, allerdings würde ich THIN LIZZY weglassen und LYNYRD SKYNYRD bedingt erwähnen. Ich würde zu ZZ TOP noch MOLLY HATCHET, DOC HOLLYDAY und BLACKFOOT hinzunehmen. Bei MATNEY haben sich Mike MATNEY und kein geringerer als Stevie Salas (Produzent und Co-Songwriting) zusammengetan um ein frisch klingendes Album das alle Stärken aus Southern Rock, ein wenig vom Boogie und Hard Rock zu vereint. Und das ist den Herren tadellos gelungen, wenn man in den meisten Momenten davon absieht das sehr viel ZZ TOP (ala „Sharp Dressed Man“, „Gimme All Your Lovin‘“, „Cheap Sunglasses“ und „Sleeping Bag“) drin steckt. Wer über diesen Aspekt hinweg sehen kann hat sicher sehr viel Freude an dem leider viel zu kurzen Album. Leider kann ich nicht viel zur Besetzung außer Mike herausfinden, soll aber nicht weiter stören, denn die Mucke zählt.

Die vier Protagonisten plus Salas an den Reglern haben ein sehr gutes Album oder besser gesagt, wenn man die Laufzeit betrachtet EP auf Konserve gebracht die jedem Anhänger von geilem Southern Hard Rock mit Boogie Anwandlungen oder einfach nur Asskickin‘ Biker Rock bestens schmecken sollte. Egal welchen Titel man sich aussucht, es kann jeder auf seine Art und Weise überzeugen. Wenn man das Cover Artwork heran zieht spiegelt es 100%ig den Inhalt wider und sollte unbedingt mal angehört werden. Aber nicht nur für die Anhänger von Southern Rock könnte das Album interessant sein, die jenigen für die AC DC, AIRBOURNE, ROSE TATTOO oder auch RHINO BUCKET und SIN CITY zum guten Ton gehören solltenn hier auf ihre Kosten kommen.

Einzig der Umstand der mageren Laufzeit von 23 Minuten versalzt die Suppe ein klein wenig und bringt Abzug in der B-Note. Ich bin gespannt wie es mit den Jungs weiter geht, das erste Ausrufezeichen haben sie mit einem sehr lauten und positiven Knall gesetzt.

„Rebel Saint“ geht mit seinen typischen Southern Rock Vibes gleich mal ohne Umweg ins Ohr, „All Fired Up“ eine Mixtur aus Southern Rock und Boogie Hard Rock der Marke ZZ TOP. „Big Daddy“ kommt mit schrägen Riffeinlagen und ZZ TOP Genen ums Eck, „All She Wrote“ hier treffen coole Riffs auf Vollgas Rock aus dem Süden. „Tomcat“ Southern Rock trifft auf Hard Rock Riffs, coole Sache das Ding, „This Heart Has A Ghost“ hier trifft Boogie Woogie auf INXS und DEPECH MODE Vocals, dass Ergebnis ist besser als es sich liest. „One Way Road“ kommt mit viel Blues in der Unternote, „Washed In The Blood“ ein Schwerer Rocker der gefällt.

Balle