METAL DE FACTO – The Land Of The Rising Sun Part II

Trackliste:

01. Sengakuji Temple
02. Across The Milky Way
03. Gojira
04. My Plastic Escape
05. ??????
06. Fury And Beauty
07. The Wanderers Truth
08. Pen Is Mightier Than Sword
09. Lighter Than A Feather
10. Wheel Of The Rising Sun

 

Spielzeit: 48:17 min – Genre: Power Metal – Label: Reaper Entertainment – VÖ: 06.03.2026 – Page: www.facebook.com/metaldefacto

 

Die finnischen Power Metaller von METAL DE FACTO melden sich mit ihrem dritten Album „Land Of The Rising Sun – Part II“ zurück. Laut Homepage der Band hat sich an der Besetzung nicht viel geändert. Immer noch dabei sind Sänger Aitor Arrastia, Gitarrist Esa Orjatsalo, Bassist Sami Hinkka, Keyboarder Benjamin Connelly und Schlagzeuger Atte Marttinen. Der Gitarrist Mika Salovaara scheint nicht mehr Teil der Band zu sein, der Platz des zweiten Gitarristen ist momentan offen.

Aitor besitzt eine sehr kraftvolle Stimme die von der Tonlage sehr gut zum Power Metal von METAL DE FACTO passt. Ohne Schnitzer shoutet oder screamt er sich durch die 10 Songs die es auf eine Laufzeit von über 48 Minuten bringen. Die Gitarren sorgen für die nötige Härte, egal ob es die Lead- oder Rhythmus-Gitarre ist, es werden Riffattacken losgelassen die es in sich haben. Die Tastenabteilung unterstützt die Gitarren nach vollen Kräften und sorgt mit diesen für das richtige Grundgerüst. Der Bass lässt sich nicht verdrängen und kann sich gut behaupten, das Schlagzeug ist für die Band typisch sehr auffällig in Szene gesetzt.

Also dann lassen wir die Mucke für sich selber sprechen. Wie der Titel „Land Of The Rising Sun – Part II“ unschwer vermuten lässt, ist es eine thematische Fortsetzung des letzten Albums und musikalisch gibt es einige Anspielungen aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die Songs sind von den Melodien her fein ausgearbeitet, sind dadurch sehr eingängig und gut hörbar ausgeführt. Wie auch schon auf dem Vorgänger hat es METAL DE FACTO gut im Griff gesunde Power Metal Härte mit Melodie auszustatten, dass das Hören Freude bereitet. Die Gesangsharmonien von Aitor wirken beim Gesamtbild auch sehr rund und hörerfreundlich. Vergleichen kann man diesen Rundling laut Label Info mit BEAST IN BLACK, BATTLE BEAST, DRAGONFORCE oder GAMMA RAY, ich würde sogar noch THE UNITY, TURBOKILL, FEEDOM CALL und FIREWIND dazu nennen. Denn bei allen Bands findet man Elemente die es auch bei METAL DE FACTO zu Hören gibt. Als Klon der genannten würde ich METAL DE FACTO aber auf keinen Fall bezeichnen, dafür sind sie schlichtweg zu gut.

Die Finnen haben sich wieder getraut einen Hammer rauszuhauen, obwohl der Vorgänger einen halben Punkt stärker ausgefallen ist, kann dieses Album trotzdem überzeugen. Wären zwei Songs mehr im Kaliber von „Sengakuj Temple“ und „Wheel Of The Rising Sun“ enthalten, wäre die Wertung höher ausgefallen.

„Sengakuji Temple“ wird von einem japanisch gesprochenen und gehaltenen Intro eingeleitet, mit gelegentlichen Tempowechseln haut das monumentale Stück zu Anfang ganz schön rein, „Across The Milky Way“ eine eingängige Haudrauf Nummer mit epischen Momenten, ein melodisches Highlight. „Gojira“ hier geht es mit Vollgas und Melodie voll nach vorne, „My Plastic Escape“ geht auch ganz schön flott ab das Dingens. „??????“ ein kurzes Instrumental-Intro, „Fury And Beauty“ ein Stampfer der mit stellenweise poppigen 80er Keys kommt. „The Wanderers Truth“ eine vor Drama triefende und epische Ballade, „Pen Is Mightier Than Sword“ hier trifft Härte auf Eingängigkeit und formt einen ober coolen Song. „Lighter Than A Feather“ hier treiben die Finnen das Drama auf die Spitze – die Kuschelfraktion kommt voll auf ihre Kosten, „Wheel Of The Rising Sun“ geile Keys, Aitor in Best Form, Melodie so weit die Ohren hören können – ergibt ein fettes Highlight mit göttlichem Refrain zum Abschluss.

Balle

DYMYTRY PARADOX – Born From Chaos

Trackliste:

01. Red Sky Remains
02. We Beneath My Skin
03. Born From Chaos
04. Sun Of A Broken God
05. Reignite Me
06. Empire Of The Fallen
07. Overmind
08. Oxygen Is Not Included
09. Grave With No Name

 

 

Spielzeit: 36:39 min – Genre: Psy-Core – Label: Reaper Entertainment – VÖ: 16.01.2026 – Page: www.facebook.com/DymytryParadox/

 

Die Tschechen von DYMYTRY melden sich zurück, mit neuem Label im Rücken gibt es auch eine kleine Namensänderung in DYMYTRY PARADOX. Da ich die letzten beiden Alben von DYMYTRY schon durch den Fleischwolf gezogen habe, folgt nun das dritte Album mit englischen Texten. Da ich DYMYTRY einmal Live sehen konnte und die Band mit ihren Masken und Kostümen in rot/schwarz was hermachten, haben sie mit der Namensänderung auch ihre Farben in dreckiges weiß/dunkelgrau oder schwarz geändert. Live werden sie nichts von ihrer Intensität verloren haben, ist ja immer noch dieselbe Band die nicht nur Live für ein positives Chaos sogt. Im Normalfall gehe ich bei Modern gedingsbums gekloppe in Deckung, nicht so bei DYMYTRY PARADOX, deren Sound hart und modern ist, dabei aber auch catchy und mit feinem Charme und endgeilen Refrains aus den Boxen jagd.

Zur Besetzung gehören Alen Ljubic am Mikrofon, Jan „Gorgy“ Görgel und Jirí „Dymo“ Urban an den Gitarren, Artur „R2R“ Mikhaylov am Bass und Milos „Mildor“ Meier an den Drums. Ein Line-Up das jetzt auf dem dritten Album für ordentlich Lärm im Gebälk sorgt. Live eine Einheit die positives Chaos verbreitet und auf Tonträger eine mehr als anständige Figur abgibt. Die Stimme von Alen gibt sich zu keinem Zeitpunkt eine Blöße oder gar Grund zum Meckern. Die passt sowas von zum Bandsound und sorgt mit ihrer Ausführung für Aufsehen. Die Gitarren fahren die ganz großen Geschütze und volles Modern Metal Brett auf, können aber auch dezent und gefühlvoll je nachdem wie es die Situation im Song gerade erfordert. Der Bass lässt sich nicht von den Gitarren in eine Ecke drängen, sondern hält voll dagegen, wenn die Gittis Gas geben rückt er leicht in den Hintergrund wo er sich laut Gehör verschaffen kann. Der Drumstickschwingende Held auf seinem Hocker beackert die Bespannungen wie ein wilder Stier der nur noch „Rot“ sieht. So ergibt sich ein Gesamtbild das auf drei Album eine herausragende Leistung abgegeben hat.

Trotz der sehr modernen Auslegung und sich im Psy-Core befindende Sound alles andere als Massenkompatibel ist, ist die Mucke doch für alle die auch mal über ihren Schatten springen und etwas Neues versuchen wollen einen lohnenden Blick wert. Es wird nicht nur rumgekloppt, sondern auch äußerst angenehm gerockt. Wie schon auf den beiden Vorgängeralben sorgen DYMYTRY PARADOX für ein Chaos in allen Belangen, nur das dieses von mir angesprochene Chaos sehr positiv gemeint ist und mit coolen Melodien und saugeilen Refrains daherkommt. So schafft es die Band erneut wieder mal für Aufsehen sorgen zu können. Abzug in der B-Note gibt es durch das unterschreiten der 40 Minuten Grenze.

„Red Sky Remains“ ein sehr eingängiger Einstieg in das Album, „We Beneath My Skin“ nach dem gelungenen Einstieg gibt es gleich noch einen Happen. „Born From Chaos“ ein Nackenbrecher der mit einem geilen Refrain kommt, „Sun Of A Broken God“ die Band kann es noch, kreischende Gittis, eine cooler Stimme und geniale Refrains, zum Ende hin kommt sogar noch epische Stimmung auf. „Reignite Me“ eine Powerballade mit viel Drama und Gefühl, „Empire Of The Fallen“ ein Brecher der keinen Knochen auf dem anderen lässt. „Overmind“ der nächste Knochenbrecher der mit Eingängigkeit glänzen kann, „Oxygen Is Not Included“ hier fallen mir die Modern Metaller der 90er Jahre ein – kann aber mehr als nur an diese Epoche erinnern, „Grave With No Name“ eine vor Drama triefende Ballade die durch die Stimmen und Akustikgitarre zum Leben erweckt wird.

Balle