SKELATOR – Cyber Metal (Kurzrezension)

Band: Skelator
Album: Cyber Metal
Spielzeit: 40:07 min
Stilrichtung:
Plattenfirma: Soulfood
Veröffentlichung: 14.06.2019
Homepage: www.facebook.com/TrueSkelator

SKELATOR, mal wieder ne West-Coast-Truppe in der Garage! Die Jungs um Frontmann Jason Conde-Houston haben seit 2008 fünf Alben veröffentlicht, sind seit 20 Jahren aktiv und haben sich auf ihrem sechsten Release frei nach dem Motto “No songs about swords – unless they are laser swords” von der üblichen Heavy-Metal-Thematik in die Cyber-Ecke verabschiedet. Musikalisch ist man über die acht Songs der Scheibe jedoch nach wie vor klassisch metallisch unterwegs, mit kaum Synths, recht hohem Gesang und den gängigen Bestandteilen des Genres. Die Produktion ist ausgewogen und druckvoll, der rohe Sound der Band kommt nichtsdestotzrotz beachtlich gut durch. Glattpoliert ist das nicht, stattdessen sehr gut heavy. Die Band macht einen amtlichen Job, Jason mit seiner durchaus speziellen Stimme ebenso, auch wenn er beim Opener und Titeltrack ein wenig höher anmutet als der Rest der Band. Schieben wir es auf kleine Fehler beim Aufnahmeprozess oder meine Ohren. Und sonst so? Nu, “Cyber Samurai” ist klassischer, nicht allzusehr aus der Masse hervorstechender Heavy Metal, gut gespielt, mit vielen traditionellen Stil-Bausteinen, einem dezenten Eingängigkeitslevel, dessen Verhältnis zu metallisch-unmelodischeren Parts für dieses Genre meiner subjektiven Einschätzung nach recht gut gelungen ist, und ein paar kleinen Überraschungen, wie dem Hard-Rock-PRIESTigen Endtrack (Geiler Gitarrensound im Solopart!). Nein, das Rad hat man nicht neu erfunden und auch nicht das nächste große Meisterwerk erschaffen. Aber Zeit des Hörens macht die Platte Spaß und ist musikalisch auf jeden Fall weniger primitiv, als man das von anderen kleineren klassischen Heavy-Metal-Bands zu Genüge kennt.
Wer also keinen großen Wert darauf legt, seinen Metal mit Ohrwurmmelodien zugepflastert und mit Synths überschwemmt zu haben, der kriegt mit “Cyber Metal” auf jeden Fall ein stabil intoniertes und nach den Regeln der Kunst geschriebenes Stück Musik mit ordentlichem Härtefaktor und einer kleinen Prise Schubert/Goethe.

WERTUNG:

 

 

Jannis

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