MORTALICUM – The Endtime Prophecy

Band: Mortalicum
Album: The Endtime Prophecy
Spielzeit: 46-.26 min
Plattenfirma: Metal on Metal Records
Veröffentlichung: 27.04.2012
Die Band MORTALICUM aus dem hohen Norden von Schweden wurde 2006 vom QUICKSAND DREAM Gitarristen Patrick Backlund ins Leben gerufen. Er wollte eine Mixtur aus Doom und Heavy Metal erschaffen und fand mit dem Sänger Robert Wiklander einen ersten Mitstreiter der mit ihnen zusammen ein paar Demosongs einspielte.
2007/2008 kam die ganze Sache dann mehr ins Rollen, nachdem die Band mit den beiden Gitarristen Henrik Högl und Mikael Engström sowie dem Schlagzeuger Andreas Häggström komplettiert wurde. Man absolvierte anschließend die ersten Liveauftritte.
2009 nahm man dann die Aufnahmen zum Debütalbum „Progress of Doom“ Gestalt an, welches dann 2011 durch Metal on Metal Records veröffentlicht wurde.
Im Februar 2011 hatte man die Gelegenheit eine kleine UK Tour mit IRON VOID, THE PROPHECY und den Labelkollegen NOMAD SON zu spielen, welche dann in einer Teilnahme am Doomsday IV Festivale endete.
Ende 2011 begab man sich dann wieder ins Studio um das mir nun vorliegende zweite Album „The Endtime Prophecy“ in Angriff zu nehmen.
Die Scheibe soll uns einen Mix aus Heavy Metal, 70iger Hard Rock und Doom Metal bieten.
Nun wir werden jetzt mit dem Opener „My Dying Soul“ herausfinden wie uns dieser Cocktail schmeckt. Tief gestimmte Gitarren, getragene Spielweise und ein epischer Gesang erwarten uns hier. Recht doomig was uns hier entgegenschlägt. Aber nicht nur den Doom hören wir hier heraus nein auch die Heavy Metal Einflüsse sind hier gleich spürbar. Die angekündigte Mixtur stimmt also schon einmal. Als Opener geht die Nummer auch vollkommen in Ordnung.
Der Titeltrack „Endtime Prophecy“ erwartet uns als dritter Song. Hier überwiegt ein bisschen die Heavy Metal Schlagseite und die Nummer kann eigentlich sofort mit seinen Melodien und dem schicken Chorus punkten. Beide Daumen gehen hier nach oben.
Bei „When Hell freezes over“ sind wir wieder voll im langsamen, getragenen Doom Bereich angekommen. Mir fehlt hier so ein bisschen die Linie und die Melodic, aber ok Doom Fans werden hier bestimmt ihre Freude dran haben.
Wesentlich besser gefällt mir „Devil’s Hand“. Hier sind die Spielfreude, die Geschwindigkeit und die Melodic wieder ein ganzes Stück höher. Zum Fronter Henrik muss ich mal noch etwas loswerden. Der Junge singt schön klar und mit dem richtigen Gefühl in der Stimme. Perfekt für diese Art von Metal.
So langsam nähern wir uns dem Ende der Scheibe und auch auf dem letzten Metern haben MORTALICUM mit dem mitreißenden „Dark Night“, der Halbballade „Ballad of a sorrowfull Man“ und „Embracing our Doom“ noch ordentliche Tracks am Start.
Anspieltipps:
Das Beste was man auf “Endtime Prophecy” finden kann, sind der Opener “My Dying Soul”, der Titeltrack „Endtime Prophecy“, „Devil’s Hand“, „Dark Night“ und „Embracing our Doom“.
Fazit :
Mich riss das neue Album von MORTALICUM beim ersten Mal anhören nicht wirklich aus dem Sessel und ich war geneigt das Ganze als Fehlpressung abzustempeln. Aber dann beim nächsten Versuch und beim übernächsten anhören steigerten sich die Songs von Mal zu Mal und auch die Platte machte einen großen Sprung. Manchmal lohnt es sich halt doch mehrmals hinzuhören, auch wenn das ganze Material es nicht ganz bis in die oberen Notenregionen schafft.
Zumindest muss man MORTALICUM zu gestehen das sie ihren Stil absolut beherrschen und eiskalt durchziehen. Mal mehr, mal weniger mit einer Doom Schlagseite. Aber immer in diesem Genre Fahrwasser.
Doom Fans mit dem Hang zu einer gewissen Melodic sollte sich “Endtime Prophecy” auf jeden Fall einmal genauer anhören.
WERTUNG:
Trackliste:
01. My Diying Soul
02. Revelation wihtin
03. The Endtime Prophecy
04. When Hell Freezes over
05. Devil’s Hand
06. Dark Night
07. Ballad of a sorrowfull Man
08. Embracing our Doom
09. The End
Julian

THE ORDER – 1986

Band: The Order
Album: 1986
Spielzeit: 44:06 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.07.2012
Homepage: www.theorder.ch
Ach ja die 80iger! Nicht nur der Metal hatte dort eine richtige Hochzeit, nein auch so manches im Alltag war wesentlich leichter und stressfreier. Handy’s und Internet gab es nicht, man verabredete sich mit Freunden, hang einfach so rum, Twix hieß noch Raider und das Benzin kostete 1 Mark. Die Zeiten sind lange vorbei, aber die Schweizer THE ORDER wollten sich dieses Gefühl zumindestens für ein Album zurückholen. Demzufolge präsentieren sie uns auf ihrem neuen, vierten Album traditionellen Hard Rock/Metal der damaligen Zeit. Seit Ende der 80iger spielen die Bandmitglieder schon in unterschiedlichen Bandkonstellationen zusammen. Darunter sind so bekannte Schweizer Rock Größen wie SWAMP, GURD oder JERK.
Mit THE ORDER sind die Jungs seit ihrem ersten Album „Son of Armageddon“ 2006 richtig durchgestartet. Alle Folgealben konnte ordentliche Kritiken in der Presse einfahren und so ging man seinen Weg weiter, welcher dann in dem mir nun vorliegenden neuen Album gipfelte.
Das Line Up besteht nach wie vor aus Bruno Spring (Gitarre), Andrej Abplanalp (Bass), Mauro Casciero (Schlagzeug) sowie Ausnahmesänger Gianni Pontillo.
So, ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin neugierig geworden und möchte mich schnell zurück versetzen lassen in das Jahrzehnt meiner Kindheit!
Legen wir also gleich mal mit dem Opener „The Power of Love“ los. Ein geiles 80iger Jahre Gedächtnisriff erwartet uns gleich am Anfang und macht tierisch Laune. Das Teil hat einen mörderischen Groove und der Chorus ist einfach nur zum danieder knien. Geiler Opener!
Das folgende „Long live Rock N Roll“ geht ein wenig langsamer zu Werke,  ist aber absolut nicht weniger druckvoller. Die Riff sitzen, die Melodien und der Chorus sind griffig und die Stimme von Fronter Gianni ist einfach göttlich. Noch so ein Volltreffer wie der Opener, genial!
Und es geht knall auf Fall weiter, „Generaton White Line“, „Lonely Nights“ und „Fire it up“ fliegen uns nur so um die Ohren und jeder Song trifft einen absolut in Mark und Bein und man muss einfach mitgehen. Sorry Leute aber kritische Töne kann ich hier absolut nicht zum Besten geben, bislang ist alles im absolut grünen Bereich.
Ruhig und balladenmäßig wird es dann bei „A Kiss under the rain“. Hier kann Sänger Gianni zeigen was er so richtig drauf hat. Sehr gefühlvoll und harmonisch kommt die Nummer rüber.
Danach geht es wieder rockig weiter und „Damm hot chick“ leitet den letzten Teil der Scheibe ein, der mit „Heartbracking Rebel Blood“ und „Why dreaming Hollywood“ auch wieder hochkarätig besetzt ist.
Der letzte Ton ist verklungen und ich drücke gerne erneut den Play Knopf um mich noch einmal in die glorreichen 80iger zu katapultieren!
Anspieltipps:
THE ORDER liefern hier eine bärenstarke Leistung ab. Jeder Song hat seine Berechtigung auf dem Album, schlechte Tracks sucht man vergeblich. Alles geil!
Fazit :
Was für ein geiler Trip in die 80iger ist denn das neue Werk von THE ORDER geworden? Wow, ich bin immer noch geplättet von den Songs, den Melodien und dem geilen Feeling!
Die Schweizer schaffen es definitiv den Sound der 80iger in die Neuzeit zu bringen und haben hier ein absolut authentisches Mörderalbum eingespielt.
Was soll ich hier noch groß schreiben, Hard Rock/Metal Freaks mit einem Hang zum 80iger Sound müssen diese Scheibe besitzen!
Volle Punktzahl, setzen und weitermachen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. The Power of Love
02. Long live Rock N Roll
03. Generation White Line
04. Lonely Nights
05. Fire it up
06. A Kiss under the rain
07. Damm hot chick
08. Hearbtracking Rebel Blood
09. Why dreaming Hollywood
10. Stop llying in the Name of love
Julian

HELLDORADOS – Helldorados

Band: Helldorados
Album: Helldorados
Spielzeit: 41:41 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 13.07.2012
So nach und nach bringt auch das Sleaze Genre wieder deutsche Bands hervor. Nach KISSIN DYNAMITE und HOLLYWOOD BURNOUTS legen nun die HELLDORADOS ihr, selbstbetiteltes, Debütalbum vor um uns, den sehr beliebten, Sleaze schmackhaft zu machen.
Die Jungs kommen aus dem Schwabenland, genauer aus der Metropole Stuttgart. Diese ist nicht nur für ihren ach so teuren Bahnhof, teure Autos und Spätzle bekannt, nein in Zukunft soll man wohl von Stuttgart nur noch von der deutschen Sleaze Metal Hochburg sprechen. Naja bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber man darf ja schon mal träumen : -).
Die Jungs bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen, den schon angesprochenen KISSIN DYNAMITE, GUNS N ROSES und PANTERA. Eine interessante Mischung, die auch die Jungs genau so gewollt haben, standen sie wohl schon immer auf Bands des Sleazes und des brachichalen Heavy Metals gleichermaßen.
Sehr beachtlich ist in der heutigen Zeit das die HELLDORADOS wohl auch im Radio durchstarten wollen und man wohl Airplay bei den Radiostationen Radio Regenbogen,  SWR DAS DING oder Hitradio Antenne 1 eingeplant hat.
Die Jungs, das sind im übrigens die folgenden Herren. Pierre (Gesang), Steve (Gitarre), Gunnar (Bass) und Chris (Schlagzeug).
So genug der trockenen Infos, los geht es mit dem Opener „In the Beginning“, welcher aber nur ein Intro darstellt, das uns einfach in die Platte einführen soll. Richtig los geht es dann erst mit „Never gonna stop“.
Rotzig, krachend und frech empfängt uns die Nummer und geht gleich tierisch ins Kreuz. Der Gesang von Fronter Pierre ist auch absolut passend für diese Mischung aus Sleaze und Heavy Metal. Geiler Chorus, geile Melodien, geiler Opener! Mehr bleibt dazu nicht zu sagen.
Das folgende „You live, you learn, you die“ dröhnt ein bisschen zahmer aus den Boxen und ist, obwohl der Chorus auch wieder recht ordentlich geraten ist, nicht mehr ganz so zwingend wie der Opener.
Mit dem krachenden „Go to hell“ wischen die Jungs aber jeden Schwächeeindruck schnell zur Seite. Hier passt wieder die Mischung aus Melodie, Heavyness und einem eingängigen Chorus. Für die nächste Metalparty ist die Nummer echt Pflicht!
Bei „Changes“ beweisen die HELLDORADOS das sie auch die sanften Töne drauf haben. Die Nummer ist jetzt kein Burner, aber von einem schlechten Track ist sie auch meilenweit entfernt.
Der Mittelteil ist richtig stark geworden. Hat man hier doch mit dem sleazetypischen „Shout“, dem melodischen „Hunter“ sowie dem schnellen „Double Dealer“ nur Ohrbomben in der Hinterhand.
Langsam biegen wir auf die Zielgerade ein und auch hier präsentiert man uns mit „Girls“ und dem Abschlusstrack „Got laid“ recht ordentliche Nummern.
Anspieltipps:
Das Debüt der HELLDORADOS bietet einige starke Tracks. Zum antesten empfehlen ich euch “Never gonna stop”, “Go to hell”, „Shout“, „Double Dealer“ und „Girls“.
Fazit :
Die HELLDORADOS bringen ordentlich frischen Wind in den deutschen Sleaze Markt. Sie sind vielleicht nicht ganz so rotzig wie KISSIN DYNAMITE, aber sie gehen auf jeden Fall wesentlich härter zur Sache. Mir gefällt der Sound und die Stilmischung der HELLDORADOS wirklich sehr gut und auch die Stimme von Fronter Pierre passt perfekt zur Mucke. Die Scheibe ist vielleicht einen Tick zu lang geraten, denn dadurch haben sich ein, zwei schwache Nummer ein geschlichen, aber ansonsten gibt es hier wirklich nicht viel zu meckern.
Sleaze Metal Freaks mit einem gewissen Hang zur Härte sollten sich das Debüt der HELLDORADOS auf jeden Fall ganz dick auf dem Einkaufszettel notieren!
WERTUNG:
Trackliste:
01. In the Beginning
02. Never gonna stop
03. You live, you learn, you die
04. Go to hell
05. Changes
06. Shout out
07. Hunter
08. Double Dealer
09. Gone
10. Torture is my name
11. Girls
12. Got laid
Julian

HELL YEAH – Band Of Brothers

Band: Hell Yeah
Album: Band Of Brothers
Spielzeit: 44:23 min
Plattenfirma: Eleven Seven Music
Veröffentlichung: 17. Juli 2012
Homepage: www.hellyeahband.com

Die amerikanischen Rocker HELLYEAH bringen nun ihr drittes Album auf den Markt. Das Album soll härtere Klänge anschlagen als die Vorgänger und emotionaler sein. Es soll die Geschichte ihrer Band erzählen, laut Gitarrist Tom Maxwell. Seine restlichen Mitstreiter sind Chad Gray (Gesang), Vinne Paul (Schlagzeug), Greg Tribett (Gitarre) und Bob Zilla (Bass).
Ein wahres Cover von Brüdern… Die Hände der Musiker im Kreise liegend fassen einander an den Armen. (Machte man nicht früher Stuhlkreise?)

Chad Gray hat eine Brüll-Stimme. Das ist so gewollt und passt eben auch zum Musikstil. Die Instrumente sind komplett darauf abgestimmt und daher harmonieren Gesang sowie musikalische Laute miteinander.

Der Eröffnungssong ist „War In Me“ und er verrät den Stil des gesamten Albums bereits: Wie angekündigt, ist es relativ heavy, was meiner bescheidenen Meinung nach aber bei HELLYEAH nichts Neues ist. „War In Me“ spiegelt die Aggressionen auch musikalisch sehr gut wieder, die in einem stecken können. Beim Titelsong „Band Of Brothers“ der Beginn mit Schlagzeug. In diesem Song wird brüllend die eingeschweißte Bruderschaft der Band beschworen. Am Schluss kommen sehr schön einige Gitarrenparts zur Geltung. „Drink Drank Drunk“… Natürlich haben Rocker nur Unsinn im Kopf… Vorurteile lassen grüßen! Ein schöner Beginn mit den Instrumenten und dann singt Chad Gray etwas mehr statt zu brüllen, was auch mal eine tolle Abwechlsung ist! „Bigger God“ klingt anfangs auch wieder etwas melodischer und stimmlich reiner. Anfangs. „Between You And Nowhere“ ist eine Ballade! Das ist eine Überraschung nach den Liedern, die zuvor auf dem Album sind! Hört sich auch gut an! Die Instrumente spielen sanft, Chad Gray singt viel sanfter… Schön! Gewohnt härtere Töne aber wieder bei „Call It Like I See It“. „WM 3“, die berühmten West Memphis 3, die aufgrund von Vorurteilen und „zur falschen Zeit am falschen Ort“ 1994 zum Tode verurteilt wurden wegen Vergewaltigung und Mord und deren Unschuld aufgrund DNA-Analyse erst kürzlich bewiesen wurde. Schön, dass jemand daran erinnert! Ein Song, der sich im Gehör festsetzt. Mit „What It Takes To Be Me“ kommt man dann zu einem Schluss. Die Instrumente werden geprügelt und Chad Gray schreit mit sich selbst im Wettstreit.

HELLYEAH haben ihre Fans und ihnen wird die Scheibe bestimmt gefallen. Als soviel härter als die vorherigen Alben  empfinde ich es nicht.

Anspieltipps: „War In Me“, „Between You And Nowhere“, „WM 3“

Fazit :  Es gibt Musik, auf die freut man sich, deren Rezensionen jucken einem in den Fingern und man findet sofort einen Zugang. Ich muss gestehen, mit HELLYEAH ist es mir nicht so gegangen. Eine absolute Geschmackssache. Gute Musiker, gute „Handwerker“. Nur mein Geschmack ist es nicht.

WERTUNG:

Trackliste:

1.War In Me 3:43
2.Band Of Brothers 4:55
3.Rage_Burn 4:50
4.Drink Drank Drunk 4:04
5.Bigger God 4:48
6.Between You And Nowhere 4:28
7.Call It Like I See It 4:08
8.Why Does It Always 3:27
9.WM Free 5:13
10. Dig Myself A Hole 3:22
11. What It Takes To Be Me 3:26

Sandra

SEX SLAVES – Call Of The Wild

Band: Sex Slaves
Album: Call Of The Wild
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 15.04.2012
Homepage: www.sexslavesnyc.com

Da sind sie wieder, die verrückten New Yorker Eric13 (g.,v.), Del Cheetah (b.) und J/Bomb (d.) – zusammen sind sie die SEX SLAVES. Mit ihrem Hit „Thank God For Jack Daniels“ haben sie wohl einen Alltime-Fave auf jeder vernünftigen Rock-Party gelandet und die Umsätze der Whiskeymarke werden schon ins Unermessliche gestiegen sein. Was???? Ihr kennt diesen Song nicht? Und schon gar nicht die SEX SLAVES? Ja, so läuft das in der heutigen Zeit, Bands die mehr Anerkennung verdient hätten, bleiben trotz unermüdlichen Engagements in der Versenkung und Plastik-Combos aus diversen Castingshows oder anderer Müll tummelt sich in den Charts, sprich alles, was man in 5 Minuten wieder vergessen hat und dann schön bequem gegen den nächsten Mist austauschen kann.

Das New Yorker Trio hat bisher alles auf eigene Faust gemacht, sie haben weder Management, Plattenfirma oder sonstigen Ballast und haben es seit 2004 schon auf mittlerweile 4 Studioplatten nebst einigen selbstfinanzierter Tourneen auch durch Europa bzw. Deutschland. Die letzte ist erst wenige Wochen her. Hier wurde auch das Material für das brandneue Video „Cool Ride“ aufgenommen, das Ihr auch in unserer Rubrik First Facts auschecken könnt. Auf „Call Of The Wild“ befinden sich 13 Songs, und die wollen wir jetzt antesten:

„Who The Fuck Are You? – We´re The Sex Slaves“, so die ausgeschriebene Version des ersten Songs. Keine Sorge, in Deutschland darf man das schreiben. Ein knackiger Einstieg mit nicht mal 2 ½ Minuten Spieldauer, aber hier wird alles auf den Punkt gebracht. „Lose That Dress“ dreht ähnlich energisch seine Runden in meinem Player bevor mit „Burning Bridges“ noch etwas mehr Melodie ins Spiel kommt. Dieses Rezept führen auch Songs wie „My Black Heart“ oder „I Wanna Kill You“ fort, bevor mit „Sik Fuk“ ein arger Nackenbrecher über Euch hereinfällt. Nach dem Titeltrack geht es bei „Get In Line“ sehr viel ruhiger zu und „Rock & Roll Band“ liefert einen Ohrwurm vom Feinsten. Warum der Song zum aktuellen Video „Cool Ride“ erst an vorletzter Stelle kommt, weiß der Geier, denn er ist einer der besten auf dem kompletten Album – ich hätte ihn nicht so versteckt und weiter nach vorne gesetzt. Aber dafür wird derjenige belohnt, der die Platte bis hierhin gehört hat, anders geht es auch kaum, denn die Amis haben nichts verlernt und machen einfach Spaß. Der Schlußakkord gehört „I Got Drunk“, der vom Stil her auch auf einem BLOODHOUND GANG Album stehen könnte – auch das Cover ist wohl an die Kollegen angelehnt.

„Thank God For The Sex Slaves“ möchte ich final mal sagen, denn die Jungs haben Klasse, jede Menge Fuck-You-Attitüde und scheißen auf die Norm, was ihren Independent-Weg erklärt. Mit ihrem vierten Longplayer „Call Of The Wild“ haben sie ein schönes Stück Hardrock erschaffen, das sich wohl so schnell nicht mehr aus Eurem Player bewegen wird. Unterstützt eine der am härtesten arbeitenden Bands im Rock-Biz und zieht Euch die neue Platte rein. Highly Recommended!

WERTUNG:

Trackliste:

1.W.T.F.R.U.
2.Lose That Dress
3.Burning Bridges
4.My Black Heart
5.I Wanna Kill You
6.Sik Fuk
7.Call Of The Wild
8.Get In Line
9.Rock & Roll Band
10.Let´s Make Out
11.I Swear
12.Cool Ride
13.I Got Drunk

Stefan

HELL YEAH – Band Of Brothers

Band: Hell Yeah
Album: Band Of Brothers
Spielzeit: 44:23 min
Plattenfirma: Eleven Seven Music
Veröffentlichung: 17. Juli 2012
Homepage: www.hellyeahband.com

Die amerikanischen Rocker HELLYEAH bringen nun ihr drittes Album auf den Markt. Das Album soll härtere Klänge anschlagen als die Vorgänger und emotionaler sein. Es soll die Geschichte ihrer Band erzählen, laut Gitarrist Tom Maxwell. Seine restlichen Mitstreiter sind Chad Gray (Gesang), Vinne Paul (Schlagzeug), Greg Tribett (Gitarre) und Bob Zilla (Bass).
Ein wahres Cover von Brüdern… Die Hände der Musiker im Kreise liegend fassen einander an den Armen. (Machte man nicht früher Stuhlkreise?)

Chad Gray hat eine Brüll-Stimme. Das ist so gewollt und passt eben auch zum Musikstil. Die Instrumente sind komplett darauf abgestimmt und daher harmonieren Gesang sowie musikalische Laute miteinander.

Der Eröffnungssong ist „War In Me“ und er verrät den Stil des gesamten Albums bereits: Wie angekündigt, ist es relativ heavy, was meiner bescheidenen Meinung nach aber bei HELLYEAH nichts Neues ist. „War In Me“ spiegelt die Aggressionen auch musikalisch sehr gut wieder, die in einem stecken können. Beim Titelsong „Band Of Brothers“ der Beginn mit Schlagzeug. In diesem Song wird brüllend die eingeschweißte Bruderschaft der Band beschworen. Am Schluss kommen sehr schön einige Gitarrenparts zur Geltung. „Drink Drank Drunk“… Natürlich haben Rocker nur Unsinn im Kopf… Vorurteile lassen grüßen! Ein schöner Beginn mit den Instrumenten und dann singt Chad Gray etwas mehr statt zu brüllen, was auch mal eine tolle Abwechlsung ist! „Bigger God“ klingt anfangs auch wieder etwas melodischer und stimmlich reiner. Anfangs. „Between You And Nowhere“ ist eine Ballade! Das ist eine Überraschung nach den Liedern, die zuvor auf dem Album sind! Hört sich auch gut an! Die Instrumente spielen sanft, Chad Gray singt viel sanfter… Schön! Gewohnt härtere Töne aber wieder bei „Call It Like I See It“. „WM 3“, die berühmten West Memphis 3, die aufgrund von Vorurteilen und „zur falschen Zeit am falschen Ort“ 1994 zum Tode verurteilt wurden wegen Vergewaltigung und Mord und deren Unschuld aufgrund DNA-Analyse erst kürzlich bewiesen wurde. Schön, dass jemand daran erinnert! Ein Song, der sich im Gehör festsetzt. Mit „What It Takes To Be Me“ kommt man dann zu einem Schluss. Die Instrumente werden geprügelt und Chad Gray schreit mit sich selbst im Wettstreit.

HELLYEAH haben ihre Fans und ihnen wird die Scheibe bestimmt gefallen. Als soviel härter als die vorherigen Alben  empfinde ich es nicht.

Anspieltipps: „War In Me“, „Between You And Nowhere“, „WM 3“

Fazit :  Es gibt Musik, auf die freut man sich, deren Rezensionen jucken einem in den Fingern und man findet sofort einen Zugang. Ich muss gestehen, mit HELLYEAH ist es mir nicht so gegangen. Eine absolute Geschmackssache. Gute Musiker, gute „Handwerker“. Nur mein Geschmack ist es nicht.

WERTUNG:

Trackliste:

1.War In Me 3:43
2.Band Of Brothers 4:55
3.Rage_Burn 4:50
4.Drink Drank Drunk 4:04
5.Bigger God 4:48
6.Between You And Nowhere 4:28
7.Call It Like I See It 4:08
8.Why Does It Always 3:27
9.WM Free 5:13
10. Dig Myself A Hole 3:22
11. What It Takes To Be Me 3:26

Sandra

ROSA INFRA – Smena Dekoraziy/Change Of Scenery

Band: Rosa Infra
Album: Smena Dekoraziy/Change Of Scenery
Spielzeit: 53:58 min
Plattenfirma: ?
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.facebook.com/pages/Rosa-Infra/312761018789591

Rosa Infra sind eine russische Band, genauer gesagt, aus Moskau. Die düstere Kapelle gibt es bereits seit 2006 und nun wird ihr erstes Album veröffentlicht. Das Quartett besteht aus Nickolay Stix Karpushin (Gesang und Bass), Evgeniy Belyaev (Gitarre), Zinaida Azarova (Keyboard) und Vsevolod Akimov (Schlagzeug).
Auf dem Cover sieht man eine schemenhafte Gestalt, die vor einer schattenhaften Großstadt steht, die voller Wolken schwebt. Zum Dunkel hinzu kommt geheimnisvoller blau-roter Himmel im Hintergrund.

Der Sänger, Nickolay Stix Karpushin hat eine sehr tiefe und angenehme Stimme, die immer ein wenig traurig klingt. Die Musik passt sich seiner Stimme gut an. …und nun kommen wir zu dem Problem: Ich verstehe kein Wort, da das gesamte Album auf Russisch ist! Zwar habe ich mir von einigen russischen Bekannten einen kleinen Einblick geben lassen, was in etwa gesungen wird, aber natürlich ersetzt es kein komplettes Textverständnis.

Der erste Song (ich schreibe die Titel der Einfachheit halber auf Deutsch) „Lüge der Erlösung“ klingt äußerst schwermütig. Das Schlagzeug spielt sehr rhythmisch im Hintergrund. Die Stimme verdrängt die Instrumente etwas. Dann kommt aber noch ein gutes Gitarrensolo. „Vergebung“ beginnt mit einem Bass-Spiel und dieser Bass schnarrt während des Songs gut. Insgesamt auch wieder ein scheinbar nachdenkliches Stück. „Hoffnung auf Morgen“ klingt anfangs regelrecht fröhlich mit den Instrumenten, dann singt Karpushin beinahe mit Leichtigkeit. Bei „Vereinigt in Sünde“ ist sogar ein Lachen zu hören. Auch dieser Song beinahe temperamentvoll mit einer Growl-Anstalt. Song Nr. 6 – leider keine Übersetzung gefunden – beginnt mit Keyboardgeklimper, das recht düster klingt und irgendwelchen technischen Sounds. Insgesamt klingt das Stück traurig und die gesamte Zeit keinerlei Gesang, es ist komplett instrumental. Bei „Schnee-Engel“ hat man das Gefühl, man stünde in einer Techno-Disco, so beginnt der Song. Mit Synthis oder ähnlichem Gerät. Der Rhythmus bleibt auch im Hintergrund erhalten. Es gesellen sich dann helle Keyboardklänge und der tiefe Gesang hinzu. Auch bei „Sonnenaufgang“ dann ein solcher Einfall – Synthi-Sound sowie viele technische Effekte. Die Keyboards klingen passend dazu. Ebenso der vorletzte Song „Flügel“. Nr. 11 ist eine Ballade. Alle Songs klingen ja sehr ruhig, aber dieser noch mehr.

Das gesamte Album scheint melancholisch. Eine nette Abwechslung, dass jemand in seiner Landessprache singt. Ob es international auf Dauer ein Erfolg sein wird, wird die Zeit zeigen. In den Songs ist sehr viel technische Spielerei enthalten, die meiner bescheidenen Meinung nach fehl am Platz ist. 

Anspieltipps: „Lüge der Erlösung“, „Hoffnung auf Morgen“, „Vereinigt in Sünde“

Fazit :  Mir ist zuviel Technik auf der Scheibe enthalten und vertrautere Klänge wären mir persönlich lieber.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Lo Vo Spaseniye 4:14/Lüge der Erlösung
2. Proschenniy 7:19/Vergebung
3.Nadezda Na Utro 3:45/Hoffnung auf Morgen
4.Edinstvo v Grehe 4:03/Vereinigt in Sünde
5.Snova Odin 5:55/Wieder allein
6.Sonata Di Dolorum 4:54/???
7.Snezhni Angel 4:25/Schnee-Engel
8.Pisma Niotkuda 6:27/Briefe von Nirgendwo
9.Rassvet 1:55/Sonnenaufgang
10. Krilya 5:51/Flügel
11. Smena Dekoraziy 7:10/???

Sandra

KANE ROBERTS – Saints And Sinners (Re-Release)

Band: Kane Roberts
Album: Saints And Sinners (Re-Release)
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 13.07.2012
Homepage: www.yesterrock.com

Das war schon eine besondere Zeit, die Zeit mit Kult-Schocker ALICE COOPER. Von 1986 bis 1987 war KANE ROBERTS Teil dieser Rock´n Roll Maschine, und obwohl COOPER selbst persönlich wohl die härteste Zeit seines Lebens durchgemacht hat, hat diese Zugehörigkeit den Weg für 2 tolle Solo-Alben von KANE ROBERTS geebnet. Wir haben Euch das 1987er Debüt ja schon vorgestellt, jetzt ist es an der Zeit, sich mit dem 1991er Werk „Saints And Sinners“ zu beschäftigen, das genau in diese Zeit passte. Denn der Mix aus COOPER-typischen Songs zu Zeiten eines „Trash“-Albums gewürzt mit einer gehörigen Prise BON JOVI, als sie mit „Slippery When Wet“ ihre besten Jahre hatten, macht diese Sammlung von ursprünglich 10 Songs so besonders. Natürlich hat Mr. ROBERTS den Hardrock nicht neu erfunden und ist auf seinem Erstling deutlich sebstständiger zu Werke gegangen, aber die größere Hitdichte hatte wohl dieser Rundling.

Beginnt das Album mit „Wild Nights“ und „Twisted“ noch mit guten Songs, hat man spätestens bei dem von JON BON JOVI verfassten Song „Does Anybody Really Fall In Love Anymore?“ eine Gänsehaut und ist voll in der Welt von KANE ROBERTS angekommen. Übriges tun solche Granaten wie „Dance Little Sister“, „Rebel Heart“ oder „Fighter“ – jeder Song ein Überhit, die auch heute noch bei vielen Fans Gehör finden. Das ist 100% Killer Hardrock!!! Und für jeden, der etwas für DESMOND CHILD übrig hat, ein Hochgenuß. Dieses Album muss in einem Atemzug mit solchen Granaten wie PAUL LAINE´s „Stick In Your Ear“ oder dem Debüt von MC QUEEN STREET gennant werden, ein perfektes Album, wenn man diese Zeit gelebt und geliebt hat. Bei „I´m Not Lookin For An Angel“ kommt auch der Macho ROBERTS wieder durch und bietet neben dreckigen Riffs auch schmutzige Texte – typisch für diese Zeit eben. Den Abschluß der Originalversion machen „Too Far Gone“ und „It´s Only Over For You“, zwei weitere tolle Nummern, die aber im Vergleich zu den eben genannten Highlights nur auf 90% fahren, aber das ist schon genug, um die allermeisten Konkurrenten ganz locker in die Tasche zu stecken.

Dieser Re-Release wird in zwei Formen erhältlich sein: neben der normalen Auflage wird es eine auf 500 Stück limitierte Fassung geben, die mit 4 komplett unbekannten Bonussongs auf einer separaten CD aufwartet. Dazu muss ich aber sagen, dass das als Beiwerk ganz nett ist, aber die Songs können nicht an die Klasse des klassischen Materials heranreichen. Diese vier Demos, von denen wohl der erste Song „House Burning Down“ der Beste ist, sind eine schöne Bereicherung für Sammler – klar. Auch ich werde sehen, dass ich ein Exemplar dieser streng limitierten Version bekommen werde, aber ob ich diese Scheibe dann so oft in den Player schmeißen werde wie CD 1, wage ich zu bezweifeln.

Hatte ich am Debüt noch etwas an der ziemlich dumpfen und unausgegorenen Produktion auszusetzen, muss hier gesagt werden, dass die Band alles richtig gemacht hat, denn die Stücke kommen so groß rüber, dass es praktisch keine Worte dafür gibt (das gilt übrigens nur für das reguläre Album, das auch großartig remastered wurde).

Was bleibt noch zu sagen? Eigentlich nur, dass diese erneute Veröffentlichung ein weiteres Highlight für alle Kenner und Liebhaber der guten alten Zeit ist. Um KANE ROBERTS ist es nach dieser Platte ziemlich ruhig geworden, er hat noch einen Anlauf mit dem Projekt PHOENIX DOWN unternommen und 1999 ein Album namens „Under The Wild Sky“ rausgebracht. Seit 2006 arbeitet er angeblich an einem weitern Album unter seinem Namen, wann und ob hier etwas an die Öffentlichkeit gelangen wird, steht aber noch in den Sternen.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Wild Nights
2.Twisted
3.Does Anybody Really Fall In Love Anymore?
4.Dance Little Sister
5.Rebel Heart
6.You Always Want It
7.Fighter
8.I´m Not Lookin For An Angel
9.Too Far Gone
10.It´s Only Over For You
11.House Burning Down (Bonus Track)
12.Waiting For You (Bonus Track)
13.Dirty Blonde (Bonus Track)
14.White Trash (Bonus Track)

Stefan

KNOCK OUT KAINE – House Of Sins

Band: Knock Out Kaine
Album: House Of Sins
Plattenfirma: DOTT Music
Veröffentlichung: 18.05.2012
Homepage: www.knockoutkaine.com

Eigentlich wollten sich die Briten einen ganz anderen Bandnamen geben – COCAINE war angedacht. Aber es gab schon so viele Bands, die über die Jahre diesen Namen ziemlich inflationär gemacht hatten, und so haben sich die Jungs ein Wortspiel einfallen lassen. KNOCK OUT KAINE bedeutet abgekürzt K.O.KAINE, ist also einfach nur eine einfallsreiche Variante des eigentlichen Namenswunsches. High wird man beim großartigen Rock´n Roll der Briten um Ausnahmesänger Dean Foxx auf jeden Fall. Aber wollen wir nicht vorgreifen. Aufgenommen wurde die Platte unter der Leitung von Ewan Davies in den renommierten Chapel Studios in Lincolnshire. Und hier haben alle Beteiligten einen Super-Job abgeliefert, denn „House Of Sins“ klingt, wie ein Rock´n Roll Album klingen muss.

Nach einem kurzen Intro bitten uns die Jungs auch schon zum Tanz, der Titeltrack rotzt ordentlich los. Hier wird gleich klar, dass KNOCK OUT KAINE keine Gefangenen machen und es voll drauf haben. „Liquor Up“ schließt hier nahtlos an – Prost! „Little Crystal“ geht sogar noch etwas weiter, ich möchte mal behaupten, dass sie hier ihren ersten Hit haben, obwohl mich das Stück irgenwie an einen anderen Song erinnert. Aber Ihr kennt das sicherlich, man kann sich parout nicht daran erinnern, was einem da so bekannt vorkommt. Ist ja auch egal, „Little Crystal“ rockt und das kann man auch von der ersten Single „Set The World On Fire“ behaupten. Das prägnante „Backstreet Romeo“ schraubt zwar die Härte etwas zurück, nicht aber das Können der Briten, denn auch dieser Song ist von erster Güte. Hat man auf „House Of Sins“ überhaupt schon einen Füller gehört? NEIN, und das bleibt auch bei „Skinstar“ so – und selbst die Ballade „Coming Home“ kann die hohe Qualität halten, wenn nicht sogar noch etwas nach oben schrauben. Für mich eine ganz große Nummer, die als Bonus auch noch in einer gekürzten Radiofassung am Ende des Albums steht. Auch wenn ich die letzten drei Songs „Time“, „Save Me“ und „Moving On“ nur beim Namen nenne, hat das nichts damit zu tun, dass sich die Jungs hier bekleckern – klotzen ist auch hier eher das Motto.

Auf „House Of Sins“ hat sich nicht ein durchschnittlicher Song geschlichen – wenn das mal kein Kaufgrund ist. Aber schon die Anspieltpps „Little Crystal“, „Set The Night On Fire“ oder die Hammerballade „Coming Home“ würden die Existenz dieses Tonträgers rechtfertigen. Dass es aber noch weitere 9 Gründe gibt, sich diesen Silberling zu gönnen, dürfte ja nicht hinderlich sein, oder?

Auch 2012 lässt uns der Rock´n Roll Gott nicht im Stich, denn er hat uns ja schon so einige Highlihgts beschert. Auch das Debüt von KNOCK OUT KAINE kann man getrost dazuzählen. Und überhaupt habe ich den Anschein, als würde von der Insel so schön gemächlich eine Welle an Bands herüberschwappen, die das Vereinigte Königreich amtlich gegen die Übermacht aus Skandinavien verteidigen können.

WERTUNG:

Trackliste:

1.The Welcome
2.House Of Sins
3.Liquor Up
4.Little Crystal
5.Set The Night On Fire
6.Backstreet Romeo
7.Skinstar
8.Coming Home
9.Going Down (She Goes)
10.Time
11.Save Me
12.Moving On
13.Coming Home (Radio Edit)

Stefan

HAMBURGER JUNGZ – Rock´n Roll, Fussball & Tattoos

Band: Hamburger Jungz
Album: Rock´n Roll, Fussball & Tattoos
Plattenfirma: WMP
Veröffentlichung: 06.07.2012
Homepage: www.hamburgerjungz.de

Eigentlich hat man mit dem Bandnamen bzw. dem Albumtitel schon alle Informationen gesammelt, um die Musik dieser Combo aus dem hohen Norden zu umschreiben. Deutschrock a´la ONKELZ (wobei ich den Herrschaften aus FFM hier nicht posthum auf den Schlips treten will) und die Texte dürften anhand des Titels „Rock´n Roll, Fussball & Tattoos“ schnell abgesteckt sein.

Seit 1998 wildert der Hanse-Vierer schon in der nationalen Musikwelt, hat dabei aber erst ein Album sowie 3 Singles auf dem Kerbholz. Zum Glück – könnte man jetzt sagen, denn was hier auf 13 Songs geboten wird, ist wohl eher Schlager als Rock und ist schon beim ersten Hören schwer zu ertragen. Zudem gibt es auf der Promo nur 9 Songs zu hören – ist der Rest noch schlimmer? Hm, egal, damit will ich mich gar nicht auseinandersetzen. Songs wie „Mit Gottes Segen in die Hölle“, „Fussballgötter“, „Jungz United“ oder „Herr Ruin“ dürften wohl vom Titel her schon alles sagen, was hier passiert, wenn man aber noch die Musik dazu hört, wird es haarig und ich bin mal gespannt, wann die Jungz beim Musikantenstadl vorbeischauen. Nix für Ungut, aber dieses Machwerk lässt nur folgendes Fazit zu:

Die Fussball-EM ist vorbei und somit Geschichte, genauso könnte man es mit der Musik der HAMBURGER JUNGZ halten: sie sind irgendwie zu spät dran und klauen dabei noch so verhohlen, dass die Schwarte kracht. Ne Jungz, das war wohl nix…

WERTUNG:

Trackliste:

1.Mit Gottes Segen in die Hölle
2.Ghetto-Prinz
3.Rautengeil (feat. Abschlach!)
4.Blut des Lebens
5.Fußballgötter
6.Prinzessin Borderline
7.Jungz United
8.Nicht mal die Engel…
9.Irgendwie besser (feat. Lotto King Karl)
10.Herr Ruin
11.Der Teufel
12.Die verbotene Stadt
13.Der Schein trügt

Stefan