IRON SAVIOR – Kill Or Get Killed

Band: Iron Savior
Album: Kill Or Get Killed
Spielzeit: 49:37 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.03.2019
Homepage: www.iron-savior.com

Es sind die wirklich wichtigen Fragen, die man sich vor jedem Release eines neuen IRON-SAVIOR-Albums stellt. Was ist momentan mit dem Uuuniverse, wer collidet so, und wie geht’s eigentlich den Titans? Um die interessierten Fans schonmal ein Stück weit beruhigen zu können: Die Titans colliden dieses Mal, auf “Roaring Thunder”, um genau zu sein. Eine Frage, die man sich über die Hamburger Jungs allerdings nicht wirklich stellt, wäre: “Was für bahnbrechende Innovationen haut die Truppe wohl auf ihrem nächsten Album raus?” Ganz ehrlich, “Rise Of The Hero” und “Titancraft” kann ich auch als begeisterter Fan der Band bis auf wenige Tracks nicht auseinanderhalten, sie klingen wie “The Landing”, sind es aber nicht. Daher mag so mancher Fan “Kill Or Get Killed” zwar erfreut erwarten, irgendwie jedoch auch davon ausgehen, dass man wohl kaum größere Überraschungen auf der Platte findet, stattdessen eben ziemlich genau das, was man von den Herren um den einzig wahren Piet so erwartet: Druckvollen, epischen Power Metal mit einer ordentlichen Anzahl Eier (mit Haaren), viel Melodie und ein Vokabular sowie diverse musikalische Wendungen, die für SAVIOR charakteristisch sind. All das verpackt in einer massiven Produktion, die keinerlei Wünsche offen lässt.
Und ja, so ist “Kill Or Get Killed” durchaus – jedem, der mit IRON SAVIOR noch nicht vertraut ist, wärmstens zu empfehlen, denn der Output der Band ist zu hundert Prozent extrem qualitativer Power Metal. Wer die Band also noch nicht kennt, kann an dieser Stelle zu den Anspieltipps weiterscrollen.
Für die langjährigen Fans hier noch ein paar ergänzende Worte. Ja, so ungefähr ist klar, was Euch erwartet. Allerdings fließen in den Sound der modernen SAVIOR bei “Kill Or Get Killed” durchaus verstärkt wieder musikalische Einflüsse aus der Vergangenheit ein, der subjektiven Einschätzung des Rezensenten zufolge insbesondere von “Unification”, “Condition Red” (Die aktuelle Platte hat seit ewig langer Zeit mal wieder ein in seiner Grundfarbe rotes Cover. Zufall?) und “Megatropolis”. Hervorzuheben sei hier besonders der 7,5-Minüter “Until We Meet Again”, der Inspiration aus “Warrior”, “Made Of Metal” vom “Dark Assault”-Album und “Farewell And Goodbye” zu ziehen scheint, extrem stark ausfällt und jedem Fan der älteren SAVIOR die Augen wohl mit ein paar nostalgischen Tränchen anrosten wird. Dazu gibt es mit “From Dust And Ruble” einen erstaunlich Hard-Rockigen Track, der treibend und rifforientiert daherkommt und live sicherlich großartig wird, und mit “Never Stop Believing” zudem einen Song, dessen Feelgood-Vibes im Refrain und Mittelteil fast so radiotauglich wie geil sind und einen spektakulären wie gelungenen Sommerhit-Ausreißer auf “Kill Or Get Killed” markieren.
Und der Rest der Tracks? Nun, wie gesagt, tendenziell wieder mehr Einflüsse der früheren SAVIOR kombiniert mit dem aktuellen Sound, rübergebracht mit einer fortwährend krassen Freude an der Sache und, so würde ich behaupten, interessanterer Kompositionsarbeit als auf den beiden Vorgängern bei musikalisch gewohnt höchster Qualität. IRON SAVIOR sind nach wie vor eine dicke Institution im deutschen Power Metal, das haben sie mit “Kill Or Get Killed” einwandfrei bewiesen.

Anspieltipps:
Zuerst mal die Single-Auskopplungen mit den liebenswerten Videos. Dann “From Dust And Ruble”, “Until We Meet Again” und “Never Stop Believing”

Fazit:
Leichte Sorge nach „Herocraft“ und „Rise Of The Titan“ (oder andersrum?), dass musikalische Veränderung bei IRON SAVIOR auch beim aktuellen Album weitgehend auf der Strecke bleiben könnte, ist verständlich. Doch ist „Kill Or Get Killed“ letztendlich ein Album, das sich wieder mehr auf die Wurzeln der Band besinnt, die Tales Of The Bold nochmal ausgräbt, ohne dem aktuellen Sound der Band untreu zu werden. So mancher IS-Fan der alten Stunde (nein, Pierre Vogel, du nicht) mag einen Haufen Spaß an dieser Platte haben – und jeder Freund von vom Profi mit Liebe gefertigtem Power Metal sowieso.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Kill Or Get Killed
02. Roaring Thunder
03. Eternal Quest
04. From Dust And Ruble
05. Sinner Or Saint
06. Stand Up And Fight
07. Heroes Ascending
08. Never Stop Believing
09. Until We Meet Again
10. Legends Of Glory

Jannis

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