HARDLINE – Life

Band: Hardline
Album: Life
Spielzeit: 51.01 min
Stilrichtung: Melodic Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.hardlinerocks.com

HARDLINE- LIFE

Das HARDLINE Reviews traditionell häufig mit einem Rückblick auf die „Double Eclipse“ von 1992 beginnen, hat seinen Grund alleinig in der Ausnahmestellung, den das unerreichte Debüt der Kollaboration von Gitarrist Neal Schon (Journey) und Sänger Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell) durch seine Klasse eingenommen hat.

Auch das mittlerweile siebte Album in der HARDLINE Ära, „Life“ wird sich somit nicht mit dem etwas schwächer ausgefallenen Vorgänger „Human Nature“ messen müssen, sondern mit dem Referenzwerk, der mittlerweile runderneuerten Band. Einzig verbliebendes Originalmitglied Johnny Gioeli steuert sein AOR Schiff mit dem frisch angeheuerten Gitarristen Mario Percudani so gekonnt ins „Double Eclipse“ Fahrwasser, wie es seit Neal Schon Zeiten kein Gitarrist der Band geschafft hat.

„Place To Come Home“ als Opener überzeugt nicht nur mit fast schon ungewohnter melodischer Härte, sondern zeigt sich auch soundtechnisch um ein Vielfaches besser gemischt, als die Vorgängeralben. Auch das folgende ‚„‘Take a Chance“ ließe sich ohne Qualitätseinbussen aufs Debüt platzieren. Überhaupt scheint die Zeit keinen großen Tribut von Gioeli eingefordert zu haben.

Im treibenden „Helio´s Sun“ gibt Tastenmann Alessandro del Vecchio ein klasse Hammond Orgel Solo zum Besten, bevor er dann mit der starken Klavierballade „Page Of Your Life“ sentimentalere Töne anschlägt. Hier kann man dann die Variabilität im Stimmumfang Gioelis bestaunen, die klassische Power Ballade mit dem nötigen Pathos zu veredeln, liegt ihm einfach.
Etwas weniger Strahlkraft besitzt „Handful of Sand“, hier von einem Albumfüller zu reden, wäre aber zu weit hergeholt, wo hingegen mit der zweiten Ballade „This Love“ erneut auf Sicherheit gegangen wird und auch dieser Trumpf sticht

Über den Versuch Queens Göttersong „Who wants to live forever“ als Cover aufzuarbeiten, darf man in einer Review nicht hinweggehen. Ungeachtet des interessanten Aspektes, mal reinzuhören, wie eine Gesangsinstitution wie Gioeli mit diesem unerreichten Klassiker gesanglich umgeht, kann und ist dieser Versuch leider punktezehrend gescheitert. Nicht dass der Song hier schlecht dargeboten wird, aber die unermessliche Tiefe des Originals ist unendlich schwer zu reproduzieren und die reduzierte Instrumentierung verhindert die nötige Emotionalität.

Eben diese Emotionalität besitzt hingegen der abschließende Song „My Friend“. Der nur mit Akustikgitarre begleitete Gioeli weiß die Botschaft des Liedes gekonnt zu übermitteln.

Man wird in der HARDLINE Diskografie kein wirklich schlechtes Album finden, mit „Life“ werfen sie aber ohne Frage ihr zweitbestes in den Ring. Viel näher kommt man wohl ans Original nicht mehr ran. Intelligentes Songwriting gepaart mit der außergewöhnlichen, abwechslungsreichen Stimme Gioelis, sowie der extrem passenden Gitarrenarbeit von Percudani, lassen hoffnungsvoll in die Hardline Zukunft schauen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Place To Come Home
02. Take A Chance
03. Helio´s Sun
04. Page Of Your Life
05. Out Of Time
06. Hold On To Right
07. Handful Of Sands
08. This Love
09. Story Of My Life
10. Chameleon
11. My Friend

Link zu “Take A Chance” : 

Link zu “Page Of Your Life” : 

Rüdiger König

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