H.E.A.T – II

Band: H.E.A.T.
Album: II
Spielzeit: 45:25 min
Stilrichtung: Melodic Hardrock
Plattenfirma: earMUSIC
Veröffentlichung: 21.02.2020
Homepage: www.heatsweden.com

H.E.A.T. – II
Welchen genauen Anteil die Schweden an der globalen Erderwärmung haben wird sich nicht exakt sagen lassen, aber dass sich nach Veröffentlichung des zweiten, selbst produzierten Albums der Melodic Rock Institution H.E.A.T die Gradzahl in einigen Rockhaushalten merklich ansteigen wird ist unbestritten.
Wurde der Vorgänger „The Great Unknown“ ob seiner stark modernen Produktionsausrichtung kontrovers aufgenommen, geht es auf dem neuen Longplayer „II“ zurück in gewohnte Fahrwasser. Das tut der Scheibe gut, kann man sich doch ganz ohne Vorbehalte auf die wirklich extrem guten Songs einlassen.
Und davon haben H.E.A.T. viele, eigentlich ausnahmslos viele im Köcher.
Was die Skandinavier Song-schreiberisch so früh im Jahre 2020 abliefern, setzt mal direkt eine Ansage im Alben Ranking des Jahres. Die Jungs lassen sich hier auf ein spannendes Battle mit ihren Genre – und Landeskollegen Eclipse ein und legen ordentlich vor.
„II“ strotzt nur so vor Vitalität und Freude an dem, was sie tun. Jeder einzelne Song bohrt sich förmlich in die Gehörgänge und ist nur schwer wieder herauszukriegen.
Grandiose Gitarrenriffs, klasse Keyboardpassagen und über allem setzt Grönwall seine packende Hooks. Viel besser kann man diese Art Musik nicht transportieren.
Der Opener „Rock Your Body“ gibt sogleich die Marschrichtung sowie das Tempo vor, zündender Refrain scheint Pflicht, treibende Rhythmusgruppe auch. Genauso stampft man sich unbeirrt durch „Dangerous Ground“ mit extrem melodischem Gitarrensolo.
An die Stelle, die selbst bei ordentlichen Konkurrenzprodukten den womöglich ersten Albumfüller bringt, legen H.E.A.T mit dem energetischen“ Comes Clean“ noch einen Gang zu.
Wie man Keyboards gekonnt und nicht 08/15 einsetzt zeigen sie in den Up Tempo Nummern „Victory“und „Heaven Must Have Won An Angel“.
Die nötige Abwechslung im Songwriting beschert uns das unbestrittene Albumhighlight „We Are Gods“. Was für ein Gitarrenriff! Absolute Dauerrotationsnummer.
„Adenaline“ ist die wohl autobiografische Abhandlung eines Livekonzertes des jungen Shouters Erik Grönewall. Immer nach vorne Ruhe gibt’s genug nach dem Tod.
Die Quotenballade gibt „Nothing To Say“ und beweist, gefühlvoll können sie auch. Nicht im Ansatz der Kitschgefahr ausgesetzt demonstriert Grönwall sein Facettenreichtum.
Der erste Eindruck ist entscheidend, der letzte Eindruck bleibt, und so gehen H.E.A.T. mit dem abschließenden „Rise“ auf Nummer sicher und präsentieren einen letzten Knaller auf einer Anhäufung von außergewöhnliche Melodic Rock Nummern, wie sie in diesem Jahr nicht viele abliefern werden.
Bleibt abzuwarten, welche der guten Songs es ins Liveset der im Mai anstehenden Tour schaffen werden, denn dass H.E.A.T eine Liveband ist, ist kein Geheimnis.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock Your Body
02. Dangerous Ground
03. Come Clean
04. Victory
05. We Are Gods
06. Adrenaline
07. One By One
08. Nothing To Say
09 Heaven Must Have Won An Angel
10. Under The Gun
11. Rise

Rüdiger König

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