CRASHDIET – The Savage Playground

Band: Crashdiet
Album: The Savage Playground
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.01.2013
Homepage: www.crashdiet.org

Der vierte Longplayer der Schweden CRASHDIET ist gleichzeitig ein Debüt, denn erstmals ist ein und derselbe Sänger auf zwei Alben nacheinander zu hören. Nach dem tragischen Ableben von Dave Lepard (R.I.P.) und dem kurzen Gastspiel von H. Olliver Twisted alias Olli Herman von RECKLESS LOVE fand man in Simon Cruz 2009 den richtigen Frontmann. Das Debüt „Rest In Sleaze“ ist mittlerweile schon legendär, das experimentelle „The Unattractive Revolution“ hatte auch seine Momente und das 2010 erschienene „Generation Wild“ war wieder ziemlich stark. Den großen Durchbruch hat man aber auch mit dieser Scheibe nicht gepackt. Also haben die Schweden alle ihre Kräfte gebündelt und wollen mit „The Savage Playground“ das reißen, was ihnen bisher verwehrt blieb.

Dabei beschreiten sie durchaus ungewöhnliche Pfade, denn für die Produktion hat man Otto Wellton geholt, der eher aus dem Popbereich kommt und außerdem soll es auf Album Nummer vier abwechslungsreicher zugehen als je zuvor. Na dann lassen wir die Spiele mal beginnen:

„Change The World“ haben die Jungs an den Anfang gestellt. Das Riff erinnert sehr an „Riot In Everyone“ vom Debüt, ansonsten geht die Lutzi gut ab. Aber anstatt Neues zu bieten, wärmen CRASHDIET ihr Gebräu eher auf als nach Innovation zu suchen. Trotzdem ein guter Einstieg. Mit „Cocaine Cowboys“ folgt die erste Single des Silberlings. Dreckig und mit gebündelter Kraft schmeißen die Jungs alle in die Waagschale, was diese Band ausmacht – geil! Das Riffing und der Aufbau der beiden folgenden Songs „Anarchy“ und „California“ ähneln sich ziemlich, richtig gut wird es erst wieder bei „Lickin´Dog“. Das hat Seele und Herzblut. Das eingängige „Circus“ ist zwar einfach gestrickt und könnte auf „The Unattractive Revolution“ stehen, aber irgendwie hat es was, also Daumen hoch. Was anschließend folgt, ist leider Gottes zum Großteil Stangenware. Schlecht sind die Songs meist nicht, aber auch nicht die Offenbarung, die ich von diesem Longplayer erwartet hätte. Vielleicht hätte man einfach 2 oder 3 Nummern weniger draufgepackt, dann würden das fast schon epische „Garden Of Babylon“ (hier haben die Schweden orientalische Einflüsse eingeflochten) oder das fluffige „Drinkin´ With You“ vielleicht mehr herausstechen.

CRASHDIET wollten mit „The Savage Playground“ – natürlich in gemäßigter Variante – neue Wege beschreiten.. Das ist ihnen nur bedingt gelungen, es gibt ein paar härtere Songs (z.B. „Snakes In Paradise“) und auch ein paar stilistische Ausreißer, aber ob das reicht?  Das Potential einer weiteren Großtat ist nach wie vor vorhanden aber es haben sich auch einige Langweiler eingeschlichen. Nimmt man aber die starken Songs heraus, bleibt durchaus genügend hängen, das den Fan begeistern sollte. Wollen wir mal nicht alles schlechtreden, CRASHDIET sind immer noch eine geile Band und „The Savage Playground“ ist es auf jeden Fall wert, mal ein Ohr zu riskieren.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Change The World
2.Cocaine Cowboys
3.Anarchy
4.California
5.Lickin´ Dog
6.Circus
7.Sin City
8.Got A Reason
9.Drinkin´ Without You
10.Snakes In Paradise
11.Damaged Kid
12.Excited
13.Garden Of Babylon

Stefan

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