BONRUD – Save Tomorrow

Band: Bonrud
Album: Save Tomorrow
Spielzeit: 44:01 min
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 21.09. 2012
Homepage: www.bonrud.com

BONRUD sind eine Band, die in Seattle ins Leben gerufen wurde. Ganz im Gegensatz zu dem typischen Sound, den man mit Seattle verbindet, ist es eine Truppe, die sich auf Melodic spezialisiert hat. Das Line-up besteht aus Paul Bonrud (Gitarre und Bass),Rick Forsgren (Gesang) und Paul Higgins (Schlagzeug), also eher minimalistisch gehalten, ohne große Schnörkel (eben doch Seattle).

Das Cover von „Save Tomorrow“ ist alles andere als sexistisch, denn zur Rettung Seattles schwebt eine Art spärlich bekleidetes Superwoman über den Dächern der Stadt. Und siehe da – sie ist nicht mal blond, sondern schwarzhaarig!

Der Sound ist, wie schon oben angemerkt, so gar nicht typisch für Seattle, aber es muss ja auch nicht immer alles dasselbe sein. Das Trio hört sich gut eingespielt an und die Simme von Rick Forsgren ist recht vielseitig. In den Höhenlagen nervt sie mich allerdings ab und zu ein wenig.

Der erste Song, der Einsteiger, ist „We Collide“. Dieser powert ordentlich. Die Leadgitarre dudelt fein und am Schlagzeug gibt Paul Higgins alles. „Bullet In The Back“, der Titel hört sich eher an wie ein Western-Song, aber der Sound klingt völlig anders. Für mein Empfinden eine leichte Fehlbesetzung für eine Melodic-Band, klingt aber insgesamt nicht übel. „American Dream“ ist wieder so ein Ding, dass man sich leicht merken kann. Geht nicht aus dem Gehörgang raus. Hier stimmt alles. Schönes Gitarrengedudel zwischendurch. Dem Titelsong „Save Tomorrow“ fehlt meiner Meinung nach das „gewisse Etwas“, dass ein Titelsong haben sollte. Schöner dagegen „Liquid Sun“ (was immer eine flüssige Sonne ist – Selbstbräunungscrème?). „I’d Do Anything“ geht wieder gut ab. Da steckt Power hinter! Eine Wohltat für die Ohren! Es schließt sich „Last Sunrise“ an, wo auch ordentlich was hinter steckt, was ordentlich rockt. „Torn Up“ ist so ganz anders, eher im ruhigen Stil gehalten. Dabei sehr rhythmisch. „Dominos“ ist ein guter Song, die Höhenflüge von Fosgrens Stimme halten sich hier dankenswerterweise in Grenzen. Ein schöner Gitarrenbeginn bei „You’re The One“, dazu dann Bass… Entgegen der Erwartungshaltungshaltung des Balladentitels ist es keine. „End Of Days“ ist ein nettes, ruhiges Ballädchen und kein Endzeit-Lied.

Eine gute Scheibe. Die Stimme von Rick Fosgren ist sicherlich Geschmackssache; meiner Meinung nach sollte er die höheren Tonlagen meiden. Sympathisch ist, dass BONRUD scheinbar eine Band sind, die nicht jede Erwartungshaltung erfüllen, sondern durchaus für Überraschungen gut sind.

Anspieltipps: „American Dream“, „Liquid Sun“, I’d Do Anything“, “Last Sunrise”, “You’re The One For Me”

Fazit :  Ein gutes Album, dass seine Highlights hat, ansonsten eher „in Ordnung“ ist. Kein Fehlkauf, aber auch kein Höhepunkt einer Sammlung.

WERTUNG:

Trackliste:

1.We Collide 3:45
2.Bullet in the Back 3:32
3.American Dream 2:59
4.Save Tomorrow 3:35
5.Liquid Sun 5:14
6.I’d Do Anything 3:31
7.Last Sunrise 3:59
8.Torn Apart 3:41
9.Blinded 3:04
10.Dominoes 4:00
11.You’re the One 4:38
12.End of Days 4:43

Sandra

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