BLACKRAIN – Dying Breed

Band: Blackrain
Album: Dying Breed
Spielzeit: 39:21 min.
Stilrichtung: Sleaze, Hardrock
Plattenfirma: Steamhammer
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.blackrain.fr

Wenn ich an die Anfänge von BLACK RAIN aus Frankreich denke, wird mir heute noch ganz schwindelig. Aber die Jungs haben ihren Weg gefunden und machen seit vielen Jahren guten Sleaze Rock – jedes Album hat mindestens ein herausragendes Stück parat und bis auf die Drums ist das Line-Up seit der Gründung 2002 mit Swan Hellion (vocals), Max 2 (guitars) und Matthieu de la Roche (bass) auch stabil. Neu ist Schlagzeuger Frank Frusetta aber auch nicht – bereits seit 2010 sorgt er für den Rhythmus und ist somit bereits seit drei Alben an Bord. Mit „Dying Breed“ feiert er nun sein viertes respektive natürlich das mittlerweile sechste für die Band selbst, wenn man diverse Demos aus den Anfangstagen nicht mitrechnet.

Und doch ist auf dem neuen Album nicht alles beim alten, denn nach längerer Zusammenarbeit mit Produzent Jack Douglas haben die Franzosen den Schritt ins Ungewisse gewagt und haben sich einem ausgefuchsten Kenner der Scandi-Szene anvertraut. Die Rede ist von Chris Laney, der bereits seit vielen Jahren an seinem Status arbeitet, einer der namhaftesten schwedischen Musiker und Produzenten zu werden. Ein Blick auf das Cover Artwork zu „Dying Breed“ lässt dann eine Abkehr vom farbenfrohen Sleaze vergangener Tage hin zu weitaus härteren und dunkleren Klängen vermuten. Dass dieser Eindruck aber auf ganzer Linie täuscht, löst schon der Öffner „Dying Breed“ auf.

Mit mächtig Drive startet die Platte mit einem Hit. Man hat zwar das Gefühl, einzelne Fragmente irgendwo schon einmal gehört zu haben bei Kollegen wie CRASHDIET und Co., aber die Nummer macht einfach Spaß. Genauso wie das folgende „Hellfire“, das mit härterem Riffing und stampfendem Rhythmus daherkommt. Booom, die Jungs liefern echt ab. Das räudige „Blast Me Up“ kann ebenfalls überzeugen, wenngleich die Extraklasse der ersten beiden Songs nicht mehr vorhanden ist. Ordentlich auf die Tube drücken die Franzosen mit „Nobody Can Change“, kriegen die Kurve aber erst wieder mit dem melodiösen „We Are The Mayhem“, bevor mit dem knackigen „Rock Radio“ eine weitere Gute-Laune-Nummer aus den Boxen knallt. Den Abschluss macht die aktuelle Single „A Call From The Inside“ – mit weitaus sanfteren Klängen, wenngleich Sänger Swan hier mit BATHORY T-Shirt aufläuft.

„Dying Breed“ ist eine Achterbahnfahrt – nicht immer auf höchstem Niveau aber dennoch abwechslungsreich. Deshalb gibt es von mir richtig starke 8 Punkte für mein bisheriges Lieblingsalbum der Franzosen, von dem es bisher die meisten Songs in meine große Auto-Playlist geschafft haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dying Breed
02. Hellfire
03. Blast Me Up
04. Nobody Can Change
05. Like Me
06. All Angels Have Gone
07. We Are The Mayhem
08. Rock Radio
09. Public Enemy
10. A Call From The Inside

Stefan

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