TARCHON FIST – XX Years Of Rock And Heavy Metal

Trackliste:

01. Bad Situation
02. 3 Days In Hell
03. Carved With Fire
04. Hammersquad
05. It Doesn’t Matter
06. Flower In The Sand
07. Football Aces
08. Earth Song
09. Bad Man Mania
10. Falling Down
11. Crazy Times

Spielzeit: 44:05 min – Genre: Heavy Metal – Label: Underground Symphony – VÖ: 28.11.2025 – Page: www.facebook.com/tarchon.fist01

 

Neues Jahr, Zeit für neue Wagnisse. An dieser Stelle: Sachen rezensieren, die eigentlich alt sind. Wann immer eine Band ein „Album“ rausbringt, das praktisch nur aus alten, bereits veröffentlichten Songs besteht, geht bei mir der Bock in den Keller; insbesondere, wenn ich die Songs in ihrer ursprünglichen Version nicht kenne. Sind die neuen Versionen jetzt besser oder schlechter, will man von mir wissen. Ich weiß nicht. Bitte lasst mich in Ruhe.
Aber hey, machen wir das halt trotzdem mal, und zwar diesmal mit TARCHON FISTs „XX Years Of Rock And Heavy Metal“. Das heißt so, weil es die italienische Band seit 20 Jahren gibt, und sie Rock und Metal macht. Sehr akkurat und im Sinne des behördlichen Albumsbetitelungsparagraphen 666, viertes Bundesmetalbuch, absolut korrekt. Darauf gibt es elf Songs, sowohl alte Schätze als auch neue Tracks, wie mir das Promomaterial vage und nebenbei sagen möchte. Da hat man wohl nicht mit Investigativ-Redakteuren wie in der Rock Garage gerechnet, die dann mal zählen, wie viel neues Material denn nun wirklich auf dem Ding enthalten sind.
Es sind zwei Songs, „It Doesn’t Matter“, und „Crazy Times“. Der Rest ist ausnahmslos von den ersten beiden Alben der Band (aber natürlich mit aktueller Besetzung aufgenommen), dem 2008er Debüt „Tarchon Fist“ (Das heißt so, weil die Band „Tarchon Fist“ heißt. Ebenfalls sehr akkurat und korrekt nach dem bAbP 666, 4. BmB) und „Fighters“ von 2009. Von den darauf folgenden drei Alben? Nüscht.
Aber jetzt kommt’s: Zuerst einmal ist die Produktion sehr nice, erdig und klar. Und auch die Vocals, mit denen ich auf dem Vorgänger Probleme hatte, sind on point, leicht kratzig und gut gelaunt heavy/power-metallisch. Und dann sind da noch die Songs, und da bleiben wir beim Thema „gut gelaunt“. Offenbar sind an TARCHON FIST hervorragende norddeutsche Metaller verloren gegangen, die mittelfrühen HELLOWEEN- und GAMMA-RAY-Einflüsse springen „XX Years Of Rock And Heavy Metal“ aus jeder Körperöffnung.
Doch, die Platte ist von vorne bis hinten Spaß machender Heavy Metal der melodischen Sorte, mit einem gewissen unbeschwerten Spirit, guten mehrstimmigen Vocal-Arrangements, dem kleinen aber feinen Mix aus QUEEN-, ABBA- und Musical-Einflüssen in der Komposition und einem sehr guten Gespür für Mischungen aus Heavy- und Power-Elementen.
Und das reicht eigentlich an Infos. Wenn das nach was für Euch klingt, wird „XX Years Of Rock And Heavy Metal“ – und damit wohl auch im mindesten dem früheren Oeuvre von TARCHON FIST gut was abgewinnen können.

Fazit:
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe TARCHON FIST! „XX Years Of Rock And Heavy Metal“ klingt gut, macht Spaß und ist für Fans von melodischem und tendenziell positivem Heavy Metal der mittelalten Schule vielleicht ein guter Einstieg in eine Band, die man so zu Unrecht noch gar nicht auf dem Schirm hatte!

Anspieltipps:
„Carved With Fire“, „Bad Man Mania“, „Earth Song“ und „Football Aces“

Jannis

Tarchon Fist News

Die italienisch-schweizerischen Heavy Rocker TARCHON FIST haben zu ihrem Song „3 Days in Hell“ von ihrem Jubiläums-Album „XX YEARS OF ROCK AND HEAVY METAL“ – Release: 28.11.2025 über das Label Underground Symphony – ein Musikvideo veröffentlicht.

Den Song und das zugehörige Video kann man über folgenden Link auf dem Youtube-Channel der 2005 gegründeten Band genießen:

In dem professionell und mit großer Detailvielfalt gefertigten Animations-Video wirken die aktuellen TARCHON FIST-Bandmitglieder, die in der neuen Aufnahme von „3 Days in Hell“ zu hören sind – Gitarrist LVCIO (Luciano Tattini), Sänger RAMON (Mirco Ramondo), Bassist WALLACE (Marco Pazzini), Gitarrist RIX (Sergio Rizzo) und Drummer MATT (Mattia Vescovi) – als Animations-Charaktere mit.

Zu dem Youtube-Link erklären TARCHON FIST, dass die Originalfassung des Songs „3 Days in Hell“ – somit auch die Lyrics – im Jahr 2008 geschrieben wurden.
Das Thema greift die damalige Auslegung einer Maya-Prophezeiung auf, die das Ende der Welt für den 21. Dezember 2012 voraussagte. Wie es danach weitergeht, erfahrt Ihr in dem Video.

Insgesamt beinhaltet die CD „XX YEARS OF ROCK AND HEAVY METAL“ 11 Tracks, darunter neu aufgenommene Stücke aus den ersten beiden Alben und bisher unveröffentlichte Werke.

Die Tracklist lautet wie folgt:

01. Bad Situation
02. 3 Days in Hell
03. Carved with Fire
04. Hammersquad
05. It doesn’t Matter
06. Flower in the Sand
07. Football Aces
08. Earth Song
09. Bad Man Mania
10. Falling Down
11. Crazy Times (XX Years Of Rock And Heavy Metal)

Die Gestaltung des epischen Cover-Artworks zu „XX YEARS OF ROCK AND HEAVY METAL“ erfolgte durch den Künstler Stan W. Decker.

Gemäß der Ankündigung durch das Label Underground Symphony (Online Shop: https://usstore.it ) soll das Album als elegantes CD Digipack und auf allen größeren digitalen Plattformen verfügbar sein.

http://www.tarchonfist.com/

TARCHON FIST – Apocalypse

Band: Tarchon Fist
Album: Apocalypse
Spielzeit: 44:48 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 16.08.2019
Homepage: www.tarchonfist.com

Drei Alben, eine EP, ein Best Of und zudem eine Vorgeschichte unter dem Namen “Rain” – TARCHON FIST aus Italien haben bereits ein amtliches kleines Portfolio zusammengetragen und nun, zwei Jahre nach besagter EP, ihr viertes Album in den Startlöchern. Spätestens beim vierten Album sollte man auch einen gewissen eigenen Sound/Stil entwickelt haben, und ohne sonst irgendwas von den nach der Faust des etrurischen Königs und Sturmgottes benannten Jungs gehört zu haben, kann ich sagen: Jap, das klingt durchaus individuell. TARCHON FIST spielen Heavy Metal, der gerne mal an Rock’n’Roll und Power Metal kratzt, praktisch ohne Keyboards und mit gutem und ziemlich abgespecktem Sound, der das Gegenteil von überladen ist, ohne dass er sich anfühlt, als würde irgendetwas fehlen.
Als FIST-Neuling habe ich in Sachen Klang der Band nur ein paar Probleme mit Sänger Mirco, die ich zu mindestens 50% auf die Produktion schieben würde. Manchmal geht er im Rest der Band doch etwas unter, sodass man seine Gesangsmelodien eher erahnen muss, manchmal verschwindet er hinter den Backing Vocals. Und während ich sein Vibrato und im Allgemeinen auch seine Stimme und Gesangsleistung sehr schätze, liegt er doch ab und an gefühlt ein wenig daneben.
Derlei Probleme verblassen jedoch vor den Tracks an sich. Die sind in ihren einzelnen Melodieparts zwar nicht besonders komplex, variieren allerdings gekonnt den Genreschwerpunkt und die Atmosphäre, die sie vermitteln. Bei “Evil Comes From The Underground” treffen AC/DC-Vibes auf KINGsches irres Gelächter und ein paar nett eingestreute Power-Metal-Melodien, “My Destiny” ist eine echt gute Ballade, bei der insbesondere Drum- und Gitarrenarbeit hervorzuheben sind und “Proud To Be Dinosaurs” (Jap, es ist ein Album über Apokalypsen. Das muss selbstverständlich mit rein) ist ein vergleichsweise hymnischer und textlich witzig-dämlicher Ohrwurm. Dazu gibt es in “The Last Human Strength” einen sehr kleinen und arschgut eingesetzten Gastsängerin-Part, das obligatorische ACCEPTHOVEN-Zitat und edle “Apocalypse”-ICED-EARTH-Chöre und so weiter und so fort.
Die meisten Songs heben sich somit deutlich voneinander ab, viele von ihnen mit kleinen Mittelteil-Perlen, auf die es sich auch bei schwächeren Songs zu warten lohnt.
Neben meinen Vocal-Problemen beschränkt sich die negative Kritik lediglich auf die üblichen paar Lückenfüller in Form von Parts in mehreren Songs. Dafür gibt es, so muss man lobend anerkennen, keinen Song auf “Apocalypse”, der nicht zumindest in Teilen aufhorchen ließe. TARCHON FIST hatten hörbar Spaß daran, ihre Tracks mit kleinen Twists aufzuwerten und wem ein Song anfangs nicht gefällt, der wird wohl spätestens beim Mittelteil seine Meinung nochmal überdenken müssen. Ordentlich starke Leistung insgesamt. Da darf man neben seinem Dasein als Dinosaurier ruhig auch noch auf das neue Album stolz sein!

Anspieltipps:
“Last Human Strength”, “My Destiny”, “Sky Rider” und “Evil Comes From The Underground”

Fazit:
Abwechslungsreich, ernstnehmbar aber mit einer Prise Humor und für ein 45 Minuten langes Album echt sehr schnell vorbei – “Apocalypse” kann man ruhig in seiner Gesamtheit mal laufen lassen, um sich davon zu überzeugen. Und im Kontext des gesamten Werkes fallen auch die Schwachpunkte kaum noch ins Gewicht.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prologue To Apocalypse
02. Clash Of The Gods
03. Evil Comes From The Underground
04. Lights Of Fire
05. No Mercy For The Enemy
06. Last Human Strength
07. Proud To Be Dinosaurs
08. Sky Rider
09. Titan Of The Forest
10. Razor From The Abyss
11. My Destiny (Epilogue)

Jannis