WHITE DOG – Double Dog Dare

Trackliste:

01. Holy Smokes
02. Double Dog Dare
03. FDIC
04. Glenn’s Tune
05. A Message From Our Sponsor
06. Frozen Shadows
07. Lady Of Mars
08. Prelude
09. The Last ‘Dam’ Song

 

 

Spielzeit: 36:46 min – Genre: Vintage Rock – Label: Rise Above Records – VÖ: 05.04.2024 – Page: www.facebook.com/whitedogatx

 

WHITE DOG legen hier ein ganz schönes Vintage Album vor. Wenn man die Bandfotos auf der Promoseite ansieht sieht man lauter bunte Farben wie auf einem Trip und genau so hört sich die Mucke auch an. Vintage Rock der alten Schule, nicht nur der Rock ist Vintage, auch die Produktion hört sich an als ob sie in den späten 60ern bis Mitte der 70er aufgenommen wurde. Irgendwie passen das Retroflair und die auf sehr alt getrimmte Produktion wie Arsch auf Auge, oder Eimer auf Faust, das Dingens macht einen auf alt und dabei eine verdammt gute Figur. Über die Mitglieder der Band lässt sich auf die Schnelle nicht viel finden, also muss die Mucke umso mehr sprechen.

Neben den leichten Psychedelic Vibes kommt ein wenig Blues und sehr viel Southern Rock aus der Vergangenheit, dies kreuzt die Band mit Einflüssen aus dem Beat Rock sowie THE DOOBIE BROTHERS, THE ALLMAN BROTHERS, von LED ZEPPELIN bis DEEP PURPLE. Vom Gesang her könnte man in manchen Momenten von der Ausführung meinen das die Beatles ihre Finger im Spiel hätten, nicht von der Stimmlage sondern die Art und Weise wie der Gesang ausgeführt wurde. Diese schockierende Essenz wird mit Old School Southern Rock Riffing und sehr viel Orgel um genauer zu sein Hammond Sound angereichert, dass die Band so einen Sound präsentiert der durchaus aus der guten alten Zeit und Anfänge der Harten Mucke stammen könnte. Dem ist nicht so, sondern das Ding kommt frisch aus dem Studio und geizt nicht mit eben dem unverwechselbarem Old School Sound der oben erwähnten Epoche, die Bands lagen damals in Wehen kurz vor der Geburt von Bands wie eben LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und alle die gefolgt sind und noch folgen werden.

Neun Songs, davon sind zwei Intros, das gibt Punktabzug, die magere Laufzeit von knappen 36 Minuten ist auch sehr kurz geraten gibt leider auch Punktabzug. Wenn man über diese Aspekte hinweg sieht kommt ein interessantes Album heraus das gleichermaßen für Retro/Vintage Fans sowie Southern Rocker und die oben erwähnten Einflüsse geeignet sein könnte.

„Holy Smokes“ legt gleich mal die Weichen auf Retro um, „Double Dog Dare“ macht Laune, einzig der Mittelteil drückt wirklich zu schräg auf die Southern Rock Drüsen. „FDIC“ der ideale Song um im offenen Cabrio die Route 66 von einem Ende zum anderen der US of A zu cruisen, „Glenn’s Tune“ der Titelsong für die nächste Pokerrunde im Old Fashion Saloon irgendwo zwischen Tombstone und Dogde City kurz vor einem Mexican Standoff. „A Message From Our Sponsor“ ein kleines Intro das die Stimmung aufheitern soll erinnert an Verbraucherinformationen oder Schleichwerbung, „Frozen Shadows“ mit sehr viel Drama cool in Szene gesetzt erinnert mich an “The House Of The Rising Sun“. „Lady Of Mars“ könnte aus dem Beat Club oder dem Musikladen aus den 70ern stammen, „Prelude“ noch ein Intro könnte aus dem Western High Noon stanmen, als der Sheriff einsam auf dem Weg zum Showdown ging, „The Last ‘Dam’ Song“ der Anfang geht in Ordnung bis die Orgel loslegt ab da wird es sehr schräg, bunt und schrill, wer weiß was die Jungs davor eingeschmissen haben.

Balle