RITCHIE NEWTON – Higher Power

Trackliste:

01. Higher Power
02. Come Give Me Your Love
03. Crying In The Summer Rain
04. I Lost My Faith In You
05. Glory Harleylujah
06. Saxana
07. King Of The Night
08. When Children Cry
09. Goodbye My Little Boy
10. Winds Of Destiny
11. Woman In Doubt

Spielzeit: 51:11 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: NRT-Records – VÖ: 01.05.2026 – Page: www.facebook.com/ritchie.newton.2024

 

Der gebürtige Straubinger RITCHIE NEWTON veröffentlicht mit „Higher Power“ ein Rockalbum über Hoffnung, Verlust und innere Stärke. Das bedeutet das es sich um ein sehr persönliches Album handelt, da RITCHIE schon einige Schicksalsschläge verkraften musste scheint es einer Wiederbelebung zu ähneln. Genau das bringen die Texte zum Ausdruck, also RITCHIE lass mal hören, was du im Jahr 2026 für ein musikalisches Statement setzten kannst.

Nicht nur RITCHIE ist ein bekannter Name, er konnte auch einige namhafte Gastmusiker für Songwriting und an den Instrumenten auf dem Album vereinen. Zum Line-Up zählen neben RITCHIE am Mikro noch Ivan May an Gitarre, Layphan Reyphare an Keyboards, Dodi an Bass und Dandy am Schlagzeug. Als Gastmusiker sind Hans Ziller, Frank Pané, Armin Sabol und Markus Pfeffer an den Gitarren; Dave Slaat an Keyboards; Boris Matakovic an Saxofon und Jimmy Katone an den Drums zu hören. Für das Songwriting waren neben RITCHIE noch Ivan May, Dave Slaat, Armin Sabol, Hans Ziller, Frank Pané, Markus Pfeffer, Jimmy Katone, Boris Matakovic, Marco Mendoza und Tobias Dorner am Notenblatt tätig.

RITCHIE der auch dafür bekannt ist stimmlich einen sehr guten ELVIS zu können zeigt auf „Higher Power“ das mehr als ein ELVIS-Imitator in ihm steckt. Er bestitzt eine sehr coole Rockröhre, die mit viel Rauch ausgestattet ist und somit bestens geeignet für Melodic Hard Rock oder Hard Rock. Er kann nicht nur rau und kräftig, sondern beherrscht auch die gefühlvolle und zurückhaltende Seite. Die Gitarren fahren volle Griffbrett Arbeit auf ohne es zu übertreiben oder sich in Selbstbeweihräucherung zu verlieren. Die Gitarristen, egal ob Band oder Gast spielen ihre Instrumente songdienlich ohne ausufernde Sperenzchen. Die Keys bilden mit den Saitenhexern eine Einheit um RITCHIEs Stimme die beste Unterstützung zu bieten, kommen auch schon mal im Old-School Orgel Stil. Der Bass kann sich gut durchsetzen und die Drums treiben von Hinten alles nach vorne. Das Saxofon bildet einen sehr guten Kontrastpunkt und bietet Abwechslung.

Man merkt an der Mucke, die sich von den Wurzeln sehr stark in den 80ern befindet, dass er mit den selben Bands wie ich Groß und Reif geworden ist. Vergleichen kann man den Stil von „Higher Power“ mit den alten DOMAIN, softere TRANCE, BONFIRE, TRANS AM, härter DOMINOE und ein wenig SCORPIONS. Eigentlich eine sehr delikate und interessante Mischung, wobei ein gewisses Maß des Charmes RITCHIEs Stimme ausmacht. So hat der auf den Philippinen lebende Niederbayer ein sehr gutes und cooles Werk an den Start gebracht. Die Melodien sind bei jedem Song sehr gut geraten und wurden mal mit mehr oder weniger Gefühl stark umgesetzt.

RITCHIE NEWTON stellt mit „Higher Power“ sein versiertes Können als Songschreiber und Musiker unter Beweis und legt mit seiner Crew ein Album vor das verdammt geile und persönliche Songs enthält.

„Higher Power“ legt gleich am Anfang die Messlatte sehr hoch an, „Come Give Me Your Love“ ein melodisches Schmankerl zum dahinschmelzen. „Crying In The Summer Rain“ ein catchy Melodic Rocker der mit Classic Rock Note kommt, „I Lost My Faith In You“ eine kräftige und sehr angenehme Powerballade. „Glory Harleylujah“ der Kirchendauerbrenner wird hier mit Steroiden friesiert, „Saxana“ ein gefühlvolles Stück Musik, dass mit einer traumhaften Melodie glänzt. „King Of The Night“ das Dingens hätte in den 80ern das Zeug zum Top Ten Hit gehabt, „When Children Cry“ bewegt sich mit Gefühl und Melodie irgendwo zwischen Ballade und Rocker. „Goodbye My Little Boy“ ein sehr trauriger Song der von Verlust handelt, „Winds Of Destiny“ bei dem Hit wird mit einem Auge über den Atlantik geschielt, „Woman In Doubt“ und es wird auch mal der Blues mit eingebracht.

Balle

SPEED LIMIT – Cut A Long Story Short

Trackliste:

01. Shine Brighter Than The Sun
02. New Horizon
03. Eye On You
04. The Lady Is On Fire
05. Notorious
06. Destiniy’s Calling
07. The Wind Blew In A Memory
08. Hit The Wall
09. Sweet Morphine (Live At Seeham)
10. Ways And Means (2019 Version)
11. Head Over Heels (Re-Recording)

Spielzeit: 63:07 min – Genre: Heavy Rock – Label: NRT-Recrods – VÖ: 17.06.2023 – Page: www.facebook.com/SpeedLimit

 

Die aus Österreich stammenden SPEED LIMIT treiben schon seit 1984 ihr Unwesen im Musikgeschäft der härteren Mucke. Nun liegt die mittlerweile sechste Veröffentlichung vor, dass momentane Line Up besteht aus Hanns Vordermayer am Mikro und Schlagzeug, Chris Angerer und Joe Eder an den Gitarren und Chris Pawlak am Bass. Geboten wird ein Heavy Rock der sich aus Hard Rock, Heavy Metal und NWOBH zusammensetzt und eine ganz kleine kaum hörbare Prise Prog einfließen lässt.

Vergleichen kann man mit den ebenfalls aus Österreich stammenden BLIND PETITION, ACCEPT, SCORPIONS neuere TYGERS OF PAN TANG, softere SAXON, JUDAS PRIEST und vom Bombast mit einer härteren Ausgabe von QUEEN oder CATS IN SPACE auf Speed. Manchmal muss ich von der Art wie die Gitarren gespielt wurden an die BÖHSEN ONKELZ oder auch die SCORPIONS denken. Die Stimme von Hans ist cool und rau, die Drums von ihm sind auffällig und lassen aufhörchen. Die Gitarren hören sich irgendwie komisch gestimmt an sind aber außer dem blechernen Klang sehr gut ausgeführt wenn auch ab und zu leicht schräg und der Bass kommt gut von hinten durch.

Im Grunde wirkt alles gut durchdacht, pfiffig und fängt mit viel Potential an, fällt aber dann entweder Qualitativ durch irgendeine künstliche Spielerei, zu gut gemeinter Überladung oder Mittelmäßigkeit durch. Vielleicht versuchte sich die Band mit den Spielereien positiv von der breiten Maße ab zu heben, was sie auch geschafft haben nur ist für mich dieser Schuss nach hinten losgegangen. Die Jungs besitzen viel Potential welches sie leider mit schrägen einlagen überfahren. Die Mucke ist nicht schlecht aber befindet sich für mich nur im gehobenen Mittelfeld mit viel Luft nach oben, es gibt viele die es besser gemacht haben so bleibt es ein nettes Album.

„Shine Brighter Than The Sun“ beginnt recht vielversprechend verkackt dann aber im schrägen Refrain, „New Horizon“ in den Strophen Hard Rock und im Refrain kommt voller Bombast ala QUEEN und CATS IN SPACE dran. „Eye On You“ erinnert im Refrain an eine harte Version von ULTRAVOX mit „Dancing With Tears In My Eyes“, das Riffing geht in Richtung dezente BÖHSE ONKELZ, „The Lady Is On Fire“ mit Rock N Rolliger Note. „Notorious“ ein Song der spurlos an mir vorbei geht, „Destiniy’s Calling“ für mich der beste Song des Albums ein straighter Rocker. „The Wind Blew In A Memory“ viel Potential das durch schräge Riffeinlagen zerstört wird, „Hit The Wall“ kommt wieder besser aus dem Quark. Der Livesong „Sweet Morphine“ geht überhaupt nicht an mich, „Ways And Means“ kann man anhören aber will auch nicht so recht zünden, „Head Over Heels“ Teutonen Metal in den Strophen Mittelklasse im Refrain Oberklasse mit leichtem Abfall der Soundqualität

Balle