STARMEN – Starmenized II

Trackliste:

01. Trouble
02. Born To Rock
03. 15 Minutes Of Pain
04. The Once
05. Shark In The Dark
06. Five
07. One World
08. Shame On You
09. Not Your Enemy
10. Waiting On A Heartbreak

 

Spielzeit: 39:32 min – Genre: Hard Rock – Label: Melodic Passion Records – VÖ: 28.11.2025 – Page: www.facebook.com/starmen.se/

 

STARMEN aus einer fernen Galaxy, auch Schweden genannt, stammend sind mit ihrem fünften Album zurück um die Welt zu erobern. 2018 als High-Energie Tribute Band der geschminkten Kult Truppe KISS gegründet und seit 2020 mit eigenem Material ihr Unwesen treibend hauen die vier erneut einen raus. Wurden schon drei Alben der Sternenmänner von mir durch den Fleischwolf gedreht, wobei mir ein Album durch die Lappen ging, verwurstele ich nun auch das fünfte Album mit dem Titel „Starmenized II“. Waren die ersten beiden Rundlinge noch durchwachsen aber überzeugend, der vierte Silberling war schon um einiges besser, also mal sehen ob die STARMEN sich nochmals steigern können.

Zu STARMEN gehören Red Starmen an Mikrofon und Gitarre, Purple Starman an Gitarre, Gold Starman an Bass und Silver Starman an den Drums. Wer die herrlichen Old-School Orgeln übernommen hat ist im Promotext nicht ersichtlich, auf jeden Fall passen die sehr gut zum Bandsound und machen die Sache sehr rund. Redboys Stimme ist immer noch sehr nahe an der von Paul Stanley von KISS dran, und hört sich an wie dessen kleiner Bruder der zu viel geraucht hat. Die Gitarren hauen ihre Riffattacken raus wie nichts und sorgen für die richtige Härte in den Gehörgängen. Nicht zu weit in den Vordergrund drängend bilden die Gitarren mit den Drums das ideale Gerüst für Redboys Gesang. Der Bass befindet sich zwei Schritte hinter den Gitarren und kommt nicht so deutlich durch. Die Drums hauen voll drauf allerdings nicht mit roher Gewalt um Gitarren und Gesang zu überfahren. Die Produktion klingt vollkommen in Ordnung, bei den MP3s die ich zur Verfügung habe fehlen durch die Komprimierung die Höhen am oberen Ende.

Der Sound ist wie soll es anders sein, typisch STARMEN und ist somit sehr KISS Vibes angehaucht, nicht nur durch die Stimme von Redboy, auch die Kompositionen sind mit sehr vielen KISS Vibes angereichert. Ist dieser Umstand schlimm? Manche sagen bestimmt ob denen nichts Besseres einfällt, das andere Lager freut sich das es weiterhin coole KISS ähnliche Mucke gibt da von der Kult Band lange nichts mehr veröffentlicht wurde und die gefühlt 100.000ste Best Of existiert mit immer wieder denselben Songs darauf. Also kommen die Sternenmänner für KISS Fans gerade rechtzeitig um für frisches Futter zu sorgen. Wenn sich das Futter auf solch hohem Niveau befindet macht das Hören doppelt Spaß. Die Songs auf „Starmenized II“ sind Überbleibsel vom Vorgängeralbum und das keinen Deut schlechter. Die Entscheidung welche Songs auf das Vorgänger Album kommen sollten muss bei der Anzahl an sehr gut hörbaren Titeln immens schwer gewesen sein, es wäre Schade gewesen, wenn die Songs von „Starmenized II“ in irgendwelchen Schubladen Staub angesetzt hätten. Gut das STARMEN diese Songs noch veröffentlicht haben, die sind zu gut um ungehört zu bleiben.

Erneut ein sehr gutes Album der schwedischen Hard Rocker, die unbeirrt ihren Weg gehen, und das ist auch gut so. Mal klingen die STARMEN mehr nach KISS ein anderes Mal nicht so dafür aber eigenständig.

„Trouble“ bietet mit viel Drama den perfekten Einstieg in das Album, „Born To Rock“ ein Vollgas Rocker der mit der Wucht eines Panzers einschlägt. „15 Minutes Of Pain“ ein energiegeladener Song der viel Charme versprüht, „The Once“ wildert ohne Scham im Melodic Rock, ein cooles Teil. „Shark In The Dark“ könnte deren Vorbilder auch nicht besser bringen, „Five“ eine Hymne die überall sehr gut ankommen sollte. „One World“ wildert erneut sehr gut im Melodic Rock, „Shame On You“ ein intensiver Rocker mit coolen Strophen, im Refrain wird es schräg. „Not Your Enemy“ ein sehr eingängiger Rocker der überzeugt, „Waiting On A Heartbreak“ schlägt zum Abschluss mit der klassischen Kelle zu.

Balle

STARMEN – Starmenized

Trackliste:

01. Liar
02. Rockstar
03. Tears Never Dry
04. I Die For You
05. Radioactive
06. Black Moon Rising
07. Renegade Jenny
08. Just A Stranger
09. Word Up (We All Bleed Red)
10. Starmenized

 

Spielzeit: 41:56 min – Genre: Classic / Hard Rock – Label: Melodic Passion Records – VÖ: 08.09.2023 – Page: www.facebook.com/starmen.se/

 

STARMEN die vier liebenswerten Chaoten aus Stockholm haben ihr viertes Album am Start. STARMEN wird von Sternenmann Red (Kristian Hermanson) am Mikrofon und Gitarre, Purple (Andreas Lindgren) an Gitarre, Gold (Jonatan Samuelsson) am Bass und Silver (John Hector) zum Leben erweckt.

Genau wie schon auf den drei Teilen davor hauen die Vier einen nach dem anderen raus. Dabei bewegen sich die Männer bei den ganz Großen irgendwo zwischen KISS, DEF LEPPARDs frühe Phase, WHITESNAKE in der zweiten Hälfte der 80er, OZZY OSBOURNE, RAINBOW, THE POODLES und einem augenzwinkernden Blick in Richtung THE SWEET, SLADE und WIG WAM.

Red hat eine variable Stimme die er mal als Paul Stanley einsetzt um im nächsten Moment oder Song ganz anders zu klingen nur nicht nach Paul. Die Gitarren geizen nicht mit Riffattacken die in Form von Gewittern über einem herfallen. Der Bass steht aber sowas von im Rampenlicht das er bei jedem Song volle Kanne aus den Boxen springt. Die Drums sind nicht ganz so spektakulär wie der Bass aber trotzdem noch voll da.

So haben es die Vier geschafft einen Schwedenhappen einzuspielen der weder das eine noch das andere darstellt, sondern ein Potpourri aus vielen sowohl kleinen als auch großen Zutaten zu kreieren. Dieses Potpourri hat Chilis im Hintern und lässt den Punk abgehen, so locker und flockig wie die Schweden hier zu Werke gehen ist schon als Kunststück zu bezeichnen.

Für alle denen jetzt der Sabber aus der Futterluke läuft, unbedingt an checken das Album macht Spaß und Zitiert ungeniert die 80er und deren damalig angesagten Stars/Bands. Das ist mit Sicherheit nicht sonderlich ideenreich, aber Spaß macht es alle mal. Wenn die Alt Rocker mal in den Ruhestand gehen ist es gut zu wissen das der Nachwuchs schon die Hosen an hat und aus dem Windelalter und der Pubertät heraus ist.

„Liar“ KISS waren nie so flott, „Rockstar“ wäre in der ersten Hälfte der 80er zum Hit geworden, mit geilem Bass. „Tears Never Dry“ hat Doc Brown mich gerade mit seinem Fluxkompensator zurück in die 80er geholt, „I Die For You“ haben sich Coverdale und Co die Matten gefärbt und Farbe in die Gesichter geschmiert, könnte von WHITESNAKE sein. „Radioactive“ liegt bei DEF LEPPARD und THE POODLES, „Black Moon Rising“ hier fällt mir RAINBOW ein, dass Ding haut rein. „Renegade Jenny“ wildert im AOR mit POODLES Genen, „Just A Stranger“ geht wieder in Richtung Coverdale und LEPPARD. „Word Up (We All Bleed Red)“ Glam, Classic und weiß der Geier was noch alles hier reinfunkt, „Starmenized“ klassischer Groove trifft auf Schweden Charme und überzeugt mit einem Glammonster, die Verzerrung der Stimme in den Strophen stört ein wenig.

Balle