ELEGANT WEAPONS – Evolution

Trackliste:

01. Evil Eyes
02. Generation Me
03. Bridges Burn
04. Holy Roller
05. Come Back To Me
06. The Devil Calls
07. Thrown to the Wolves
08. Shooting Shadows
09. Rupture
10. Mercy of the Fallen
11. Keeper of the Keys

Spielzeit: 54:15 min – Genre: Heavy Metal/Rock – Label: Exciter Records – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.facebook.com/elegantweaponsband

 

2022 ins Leben gerufen, hat sich die Band ELEGANT WEAPONS rund um Mastermind Richie Faulkner (JUDAS PRIEST) mit ihrem 2023 erschienenen Debüt-Album „Horns For A Hallo“ schnell einen Namen in der Metalszene gemacht. Nun kehrt die Band mit ihrem neuen Album „Evolution“ wieder zurück, um das ordentliche Debütalbum zu toppen.
Leider gibt es ein paar Besetzungswechsel zu vermelden, denn mit Mastermind Ritchie Faulkner und Sänger Ronnie Romero (RAINBOW) sind nur noch zwei vom Debütalbum dabei. Neu an Bord sind nun Bassist Dave Rimmer (URIAH HEEP) und Drummer Christopher William (ACCEPT) die wie ihre Vorgänger ebenfalls keine Unbekannten im Metalkosmos sind.
Und auch das Label ist neu, man ist nicht mehr beim Branchenschwergewicht Nuclear Blast sondern beim amerikanischen Label Exciter Records.
Nachdem das Debütalbum bei mir auch ganz ordentlich angekommen war, aber für mich noch Luft nach oben hatte war ich sehr gespannt auf den neuen Diskus.

Und in den horchen wir nun direkt einmal rein nämlich mit dem Opener „Evil Eyes“ der gleich zeigt, wo der Hammer hängt. Rockige Riffs und ein satter Groove zerlegen mal direkt eure Boxen. Die Nummer bahnt sich direkt den Weg in eure Gehörgänge, kein Wunder das das Teil eine der Videosingles geworden ist.
Als Opener also perfekt gewählt!
Noch etwas erdiger ist das folgende „Generation Me“ geworden. Hier ist das Glanzstück auf jeden Fall der Refrain geworden der sich ebenfalls wieder metertief in den Gehörgängen festsetzt das es eine wahre Freude ist.
Mit der nächsten Videosingle „Bridges Burn“ geht es direkt weiter. Rockig, satt und wieder absolut eingängig kommt die Nummer aus den Boxen. Ronnie Romero singt gnadenlos, die Riffs von Ritchie sitzen wie angegossen und die Ryhtmusfraktion sorgt für den notwendigen Punch. Sehr schön!
Der Mittelteil hält dann sehr unterschiedliche Songs bereit, da hätten wir den Rocker „Holy Roller“, die vor Blues Einflüssen nur so strotzende Ballade „Come Back to Me“ und die nächste Ohrbombe „The Devil Calls mit schöner Keyboardunterstützung“.
Passend zum kommenden Sommer und den langen Autofahrten, am Besten mit Fenster runter ist dann „Thrown to the Wolves“ und bei „Shooting Shadows“ gibt es ein paar schöne, epische Melodiebögen die auch wieder in einen geilen Ohrwurmchorus münden.
Nach dem instrumentalen „Rupture“ gibt es mit „Mercy of the Fallen“ erneut einen straighten Rocker auf die Ohren bevor wir mit dem mit ordentlichen Hammond Orgel gewürzten „Keeper of the Keys“ einen würdigen weiteren Abschlusshit haben der ein Album beschließt was ich so stark nicht erwartet hätte!

Das Debütalbum von ELEGANT WEAPONS ließ mich noch etwas unbefriedigend zurück, bei den starken Musikern hatte ich mir wesentlich mehr im Endergebnis erwartet. Beim aktuellen, zweiten Album waren meine Erwartungen niedriger, und vielleicht war das genau die richtige Herangehensweise wobei ich auch sagen muss das hier die Songs wesentlich zielsicherer treffen und es hier nur so von Rockhits wimmelt!
Ein bockstarkes, zweites Album von sehr erfahrenen Musikern denen man zu jeder Sekunde ihre Erfahrung anmerkt.
Eines der Rock Highlights in diesem Jahr, da lege ich mich jetzt schon fest! Ein Muss und absolute Kaufempfehlung für den gepflegten Heavy/Hard Rocker mit der entsprechenden Top Note!

Julian

 

 

ELEGANT WEAPONS – Horns for a Halo

Trackliste:

01. Dead Man Walking
02. Do or Die
03. Blind Leading the Blind
04. Ghost of You
05. Bitter Pill
06. Lights Out
07. Horns for A Halo
08. Dirty Pig
09. White Horse
10. Downfall Rising

 

Spielzeit: 52:59 min – Genre: Heavy Metal – Label: Nuclear Blast – VÖ: 26.05.2023 – Page: www.elegantweaponsband.com

 

Eine neue Metalband erstrahlt am Metalfirmament, quasi eine Supergroup, wenn man sich die beteiligten Musiker anschaut!
Name der Band ELEGANT WEAPONS, Musiker Richie Faulkner (JUDAS PRIEST), Ronnie Romero (RAINBOW), Dave Rimmer (URIAH HEEP) und Christopher Williams (ACCEPT).
Anscheinend ist der Gute Richie bei PRIEST nicht komplett ausgelastet und so scharrte er einige Freunde in der Musikbranche, um sich ein zusätzliches Betätigungsfeld zu schaffen.
Musikalisch nimmt man den Faden der Stammbands auf verfeinert ihn aber z.B. mit so Einflüsse von so Bands wie BLACK SABBATH oder DIO.
Herausgekommen ist ein Album welches Songs in der Schnittmenge zwischen klassischen Heavy Metal und Heavy Rock bietet.

Den ersten davon mit dem Namen „Dead Man Walking“ hören wir uns jetzt genauer an.
Satte Riffs gibt es zum Einstieg dann kommen die Rythmusinstrumente sowie Sänger Ronnie dazu und schon haben wir einen heftigen und erdigen Heavy Rock Song der als Dosenöffner bestens geeignet ist.
Eine ganze Ecke zackiger und eher nach Heavy Metal tönt dann das anschließende „Do or Die“. Hier wird flott drauf los musiziert und Sänger Ronnie kann sein raues, teils sehr giftiges Gesangsorgan ordentlich strapazieren und erklingen lassen.
Der schmissige Refrain tut dann sein Übriges, um die Nummer schön einprägsam zu gestalten.
Danach bekommen wir die Vorabsingle „Blind Leading the Blind“ auf die Ohren. Hier reagiert wieder mehr der Heavy Rock und es kommt ordentlich DIO-Feeling auf. Toller Track und zurecht einer der Vorabsingles!
„Ghost of You“ im Anschluss ist dann eine Ballade, die viel Blues abbekommen hat und vor allem vom Gesang von Fronter Ronnie lebt. Ist auf jeden Fall ein echter Farbtupfer in der bisherigen Songstruktur.
Der nächste Song, der sich ins Gedächtnis spielt, ist ein Cover. „Lights Out“ eine Nummer von UFO, eine schöne Umsetzung wo direkt die Eingängigkeit hoch ist. Man merkt auf jeden Fall den Unterschied zum eigenen Songmaterial.
Die nächste Vorabsingle „Horns for Halo“, ein Heavy Rocker mit dezenten Blueseinflüssen folgt als nächstes und begeistert ebenfalls direkt aus dem Stand.
Das letzte Drittel hält dann die altbekannte Songstruktur in der Hinterhand, hervorstechen tut hier auf jeden Fall, dass siebenminütige „White Horse“.

Tja die beteiligten Musiker ließen Großes vermuten, ganz kann man den Vorschusslorbeeren aber nicht gerecht werden!
Das liegt definitiv nicht an der instrumentalen, gesanglichen oder Produktionsleistung, die ist über jeden Zweifel erhaben.
Nein, es fehlt hier einfach der oder die absoluten Hits, die die Scheibe in die vordersten Punkteränge anhebt!
Alles ist hier gut gemacht, klingt ordentlich, aber einiges auch ziemlich gleich, also qualitativ.
Vielleicht gehe ich jetzt zu hart mit der Scheibe ins Gericht, so oder so ist es ja aber trotzdem noch eine ordentliche Note und klare Kaufempfehlung für Fans der beteiligten Mucker oder der Genre!

Julian