H.E.A.T. mit FORMOSA und MIDNIGHT DANGER am 22.10.2025 im Backstage in München

Am 22.10.2025 kamen die schwedischen Superrocker von H.E.A.T. erneut nach München und feierten im Backstage eine coole Party. Zur Unterstützung waren MIDNIGHT DANGER aus Schweden und die Ruhrpottler von FORMOSA dabei.

Den Anfang machte das Duo von MIDNIGHT DANGER, eingeleitet von einem gesprochenen Intro und dezenten Synthi Klängen kamen zwei Typen auf die dunkle Bühne. Die Lichtverhältnisse waren nicht die Besten, allerdings wirkten so die eingesetzten Neonfarben im dunkeln und Schwarzlicht am effektivsten. Während des ersten Songs dachte ich mir noch, dass es sich um ein Instrumental Intro für weitere Musiker die danach auf die Bühne kommen. Aber weit gefehlt, bei MIDNIGHT DANGER handelt es sich um Duo, einen Gitarristen und Keyboarder sowie einen Schlagzeuger. Der Gitarrist stand abwechselnd entweder hinter dem Tasteninstrument oder mit Gitarre auf der Bühne, während er Gitarre spielte kamen die Synthi Klänge vom Band und umgekehrt, der Drummer haute in ein Elektro Drumset. Dieser Umstand hinterlässt einen faden Beigeschmack, der sich darin äußerte ob nicht alles vom Band kam, ich kann es nicht beurteilen, mich beschleicht nur ein Gefühl des Verdachtes. Der Stil ist da schon spezieller, geboten wurde ein bunter Strauß Blumen aus Electonic Gedöns, mit künstlicher als künstlichen E-Drums mit vielen Synthi Einlagen mit E-Gitarren Begleitung. Das Ganze erinnert an Instumental Poppansen wie HAROLD FALTERMEYER, JAN HAMMER, JEAN-MICHEL JARRE, VANGELIS und dem typischen Sound von MICHAEL CRETU in die Gegenwart teleportiert. Wobei man sagen muss das das sehr hoch gesetzte Niveau der erwähnten nicht mal ansatzweise oder am Rande tangiert von MIDNIGHT DANGER erreicht wurde. Nicht nur ich hatte mehrere Fragezeichen in den Ohren, mit einem sehr faden Geschmack ging der Gig zu ende.

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Dann kamen die Ruhrpotties von FORMOSA auf die Bühne, ich habe FORMOSA 2022 mal Live mit KISSING DYNAMITE gesehen. Damals dachte ich mir was ist das für ein Kindergarten auf der Bühne und wusste nicht wie ich die Jungs einschätzen sollte. Mir kam damals der ganze Auftritt too much vor, alles überspannt und überzogen als wie, wenn die Band nicht wüsste wo die Reise hingehen soll. Mit einem demensprechenden mulmigen Gefühl in der Magengegend dachte ich mir, man sollte jedem eine zweite Chance geben und ich hielt durch und sah mir die Band ein zweites Mal an. Und siehe da, sie können auch anders, dieses Mal war die ganze Chose nicht so überzogen und die Jünglinge kamen bei weitem sympathischer rüber als 2022. Auch musikalisch machte die Band einen Quantensprung nach vorne und entschädigte mich für das laue Lüftchen MIDNIGHT DANGER. Souverän spielten sich FORMOSA durch ihr Set und konnten mich an diesem Abend mit ihrem Hard Rock überzeugen. Ich bin sogar so überzeugt das ich mir die Kombo nochmal ansehen werde, wenn sie in meiner Nähe auftreten. Beide Daumen hoch für die Darbietung und das nette Gespräch am Merchstand.

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Nach der Umbauphase kamen endlich die schwedischen Sunnyboys, die schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem sehr hohen Maß an Qualität im Biz rumspuken. Bei H.E.A.T. und mir war es der zweite Tanz den wir an dem Abend absolvierten, ich habe H.E.A.T. auf ihrer Co-Headliner Tour mit ECLIPSE 2023 schon Live sehen können und war überrascht wie stark die Schweden sind. Mit einer riesigen Anzahl an Hits aus ihren verdammt starken 8,5 Alben können sie Blind zugreifen und landen einen Volltreffer. Die Qualität auf den Alben ist erschreckend hoch, dass selbe gilt auch Live auf der Bühne. Kenny ist zwar ein Poser und Showman, hat dabei aber auch die Stimme um den großen Macker auf der Bühne zu geben. Der Rest der Band war in einer Top-Form und waren alles andere als Raumverteidiger um den eigenen Mikrofonständer, Dave und Jimmy bewegten sich über die ganze Bühne. Kenny ist hyperaktiv unterwegs wie ein Eichhörnchen auf XTC und ist nicht zu bremsen. Stimmlich gibt es bei Kenny keinen Grund zum Meckern, dies trifft auf die gesamte Band zu, H.E.A.T. lieferten erneut auf einem Level ab an das viele andere selbst in 1000 Jahren nicht ran schmecken können, auch wenn sie diese Zeitspanne Zeit hätten. Die Songauswahl kann als ideal bezeichnet werden, wer H.E.A.T. noch nicht Live gesehen hat, unbedingt bei Gelegenheit nachholen, ich selber habe bis jetzt erst zwei Konzerte gesehen die noch zwei Stufen höher waren, ROBERT TEPPER und THE DEAD DAISIES sind bis jetzt das Optimum. Obwohl sich H.E.A.T. in Schlagweite befinden und noch zu den Beiden aufschließen können. Mit FORMOSA in der derzeitigen Form als Vorband und die reiche Anzahl an Hits haben H.E.A.T. die Bühne abgefackelt und ein gewaltiges Fass bei ausverkaufter Hütte aufgemacht.

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H.E.A.T. Setlist

Disaster
Rock Your Body
Dangerous Ground
Hollywood
Rise
Nationwide
Losing Game
Cry
Beg Beg Beg
Back To The Rhythm
Running To You
Living On The Run
1000 Miles
One By One
A Shot At Redemption

Text und Bilder: Balle

H.E.A.T. auf ihrer „Welcome To The Future“ Tour in München

H.E.A.T., das schwedische Kraftpaket, das 80er-Jahre-Hardrock in die Gegenwart bringt, legt mit seinem achten Studioalbum „Welcome To The Future“, das im April 2025 über earMUSIC erscheint, die Messlatte noch höher.

Angetrieben vom mitreißenden Gesang von Kenny Leckremo und der für die Band typischen Mischung aus melodischen Hooks und moderner Power markiert dieses Album einen neuen Höhepunkt in ihrer ohnehin schon explosiven Diskografie.

H.E.A.T. kommen im Zuge ihrer „Welcome To The Future“ Tour am 22.10.2025 nach München ins Backstage um die Bühne abzufackeln.

Die Lead-Singles „Disaster“, „Running To You“ und „Bad Time For Love“ wurden von Fans und Kritikern gleichermaßen begeistert aufgenommen.

In den Charts machte „Welcome To The Future“ beeindruckende Fortschritte und sicherte sich Spitzenpositionen in den iTunes Rock & Metal-Charts in mehreren Ländern: Platz 1 in Italien, Platz 2 in den Niederlanden, Finnland und der Schweiz, Platz 3 in Deutschland und Großbritannien, Platz 4 in Österreich und Belgien, Platz 5 in Australien und Platz 7 in Frankreich.

Die Rockradios haben die neue Ära mit offenen Armen empfangen: „Disaster“ und „Running To You“ wurden in die Top-Listen aufgenommen, darunter bei Planet Rock (UK), und in ganz Europa spielen H.E.A.T. regelmäßig.

Nach einer erfolgreichen Tour durch Lateinamerika zeigen H.E.A.T. keine Anzeichen, langsamer zu werden. Im Mai drehen sie in Madrid ein Live-Musikvideo, bevor sie wieder auf Tour gehen – dieses Mal für eine spannende Tour durch Europa und Japan im Sommer und Herbst 2025. Freut euch auf neue Hymnen, klassische Hits und eine Bühnenpräsenz, die Ersthörer zu lebenslangen Fans macht.

Mit „Welcome To The Future“ bekennen H.E.A.T. nicht nur ihre Wurzeln – sie beweisen auch, dass Hardrock immer noch etwas zu sagen hat. Und sie sagen es lauter, stolzer und elektrisierender als je zuvor.

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Konzertbericht Dynazty + Holy Mother +Sirenia + Surma in München

Dynazty am 07.04.2022 Tourauftakt im Backstage München

Am 07.04.2022 fand der Auftakt der „The Dark Delight“ Tour von DYNAZTY in München statt. Aus bekannten Gründen konnte die Tour im Jahr 2020 nicht stattfinden. Das kommende Album der Schweden wurde durch die Tour von März auf August verschoben. Als Support dabei sind HOLY MOTHER, SIRENIA und SURMA.

Mit etwa einer Stunde Verspätung legten HOLY MOTHER zum Auftakt los, die US-Boys absolvierten eine souveräne und starke Show. Man merkte den Jungs an das sie spaß hatten endlich wieder Live on Stage zu stehen. Mike Tirelli hatte mit dem leider nur aus knappen 100 Personen bestehenden Publikum, was die Band nicht im Geringsten zu stören schien, leichtes Spiel. Der Rest der Band war genauso gut drauf wie Mike. Ein Highlight kam zum Ende hin als die Band zu Ehren von Ronnie James Dio dessen Rockhymne „Holy Diver“ anstimmte. Nach ihrem Gig begab sich die Band an den Merchstand und führte so einige Gespräche mit den Besuchern. An der Bar waren die Boys auch zeitweise anzutreffen. Ich muss jetzt anmerke das mir HOLY MOTHER Live besser als auf Konserve gefallen. Beider Daumen hoch für die Geile Show und auch für die Nähe zum Publikum.

Nach dem Umbau für SURMA und einem längeren Soundcheck kam die Ansage der Band das sie schweren Herzens den Gig absagen müssten, Grund habe ich keinen mitbekommen. Dies könnte auch der Grund für die Verspätungen von HOLY MOTHER gewesen sein.

Nach dem Umbau und neuerlichen Soundcheck enterten die mir bis jetzt völlig unbekannten, was auch so bleiben wird SIRENIA die Bühne. Mit einem Mix aus NIGHTWISH, AMARANTHE und WITHIN TEMPTATION mit weiblichen Leadvocals wurde sich durch das Set gerockt. Der Gig war nicht schlecht ging aber nicht an mich, die Songs hörten sich fast alle gleich an. Einzig der letzte Song ein Cover von DISIRELESS mit „Voyage, Voyage“ im Metal Gewand ist bei mir hängen geblieben. Der Bass, Keyboards und Backing Vocals kamen vom Band was bei den beiden anderen Bands nicht der Fall war.

Während des Soundchecks von DYNAZTY kamen noch einige Leute hinzu, laut Auskunft vom Backtage waren 169 Besucher beim Tourauftakt dabei. Mit über einer Stunde Verspätung betraten die Bandmitglieder die Bühne um eine Stadt zu erobern. Dies gelang ohne große Probleme. Ab den ersten Takten war das Publikum fest in der Hand der Band und eine geile Party wurde zelebriert. Die Jungs waren gut drauf genau wie das leider nur ein paar Handvoll betragende Publikum. Jeder Song, egal ob alt oder neu, wurde ohne Ausnahme von den Zuschauern mit lautem Beifall abgefeiert. Bei den Gassenhauern „The Black“, „Presence Of Mind“, „Heartless Madness“ und „The Human Paradox“ ging das Publikum noch ein wenig mehr ab wie Schmitz Katze und feierte die Band ohne Ende. Es passte in dieser magischen Donnerstagnacht einfach alles perfekt zusammen, eine geile Band die die Bude regelrecht abfackelte und dabei eine Spielfreude hatte. Ein Publikum welches ebenso gut drauf war wie die Protagonisten auf der Bühne, irgendwie schwebte eine magische Stimmung über den Köpfen der Band und den Zuschauern und zauberte so ein Endgeile Stimmung in die Halle, die von HOLY MOTHER schon gezündet wurde startete mit DYNAZTY voll durch. Das Stageacting war vom Feinsten, immer war etwas in Bewegung bei den Solos egal ob Bass oder Gitarren bekam jedes Mitglied seinen Spot im Rampenlicht und stand alleine auf der Bühne einzig der Drummer saß noch auf seinem Hocker. Nils war fantastisch bei Stimme und spielte gekonnt mit dem Publikum, dieses Spiel wurde dankbar angenommen. Die beiden Songs „The Human Paradox“ und „Titanic Mass“ wurden als Zugabe zum Ende der Party gespielt und bildeten den perfekten Abschluss einer für mich perfekten Nacht mit Livemusik.

Setlist

In The Arms Of A Devil
Firesign
The Grey
The Black
Paradise Of The Architect
Threading The Needle
Advent
Drum Solo
Power Of Will
Yours
Instrumental Gitarren Solos
Waterfall
Presence Of Mind
Heartless Madness
Raise Your Hands

Zugabe

The Human Paradox
Titanic Mass

Text und Bilder: Balle + E. Brunner