SONIC PROPHECY – Savage Gods

Band: Sonic Prophecy
Album: Savage Gods
Spielzeit: 58:57 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: www.sonicprophecy.com

SONIC PROPHECY ist eine dieser Bands, nach deren Konzert man eine Intimrasur wohl akut nötig hat. “Savage Gods”, der dritte Longplayer des Quintetts aus Utah, ist von Anfang bis Ende Heavy Metal, mit zwischenzeitlichen sehr dezenten Keyboardeinschüben und jeder Menge Testosteron. Die Produktion dieser Battleromantik ist einwandfrei, die Spielzeit mit knapp einer Stunde absolut angemessen und das Cover grausam. Soweit also alles gut.
Musikalisch orientiert man sich an den großen Namen des Heavy Metal und offenbart eine hörbare Vorliebe gerade für JUDAS PRIEST und ICED EARTH. Entgegen aller Erwartungen ist das Tempo des Albums generell eher langsam, bewegt sich abgesehen von zwei Songs im Midtempobereich, wenn man von zwischenzeitlichen Doppelbasspassagen absieht, die die Tracks temporär aufspeeden. Das macht aber nichts, denn trotz der gemäßigten Geschwindigkeit ist “Savage Gods” ordentlich heavy und nahezu komplett kitschfrei, wie sich bereits beim Opener und Titeltrack herausstellt. Der macht schonmal gut Laune, geht aber eher höhepunktfrei vorbei. Mit “Unholy Blood” wird es dann etwas melodischer, mit einem Refrain, der auf jedem ICED-EARTH-Album bestens hätte untergebracht werden können. Dass man auch etwas weniger böse und hart und stattdessen etwas melancholisch-pathetischer kann, beweisen”Dreaming Of The Storm” und “Walk Through The Fire”, die natürlich trotzdem mit feiner Riffarbeit und einer angemessenen Portion Stahl aufwarten.
Im Gegensatz dazu steht “Man The Guns”. Mit seinem Refrain (“Man the guns, man the guns, hurgh hurgh, man the guns, hurgh” und so weiter) ist der Track fast schon unmenschlich primitiv, was keinesfalls als Kritik aufgefasst werden muss, da er uunter anderem auch deshalb extrem unterhaltsam und natürlich sehr männlich ist. Hurgh. “Man And Machine” atmet PRIEST-Spirit mit erwähnenswert geilem Refrain und purem Midtempo-Charme, “Iron Clad Heart” und “Chasing The Horizon” bedienen die Uptempo-Freunde und unterhalten dabei nicht minder.
Die Instrumentalfraktion macht durchgängig einen sehr guten Job und streut immer wieder kleine kreative Bonusideen ein, die “Savage Gods” noch einmal aufwerten. Auch Sänger Shane Provstgaard liefert eine amtliche Leistung ab, die durch die Produktion der Vocals noch einmal verbessert wird,
Kritikpunkte? Nun, ein paar ganz große Melodieideen hätten dem Album vielleicht noch ganz gut getan und auf “Walk Through The Fire” klingt der Gesang ein wenig seltsam produziert. Doch als das, was “Savage Gods” sein möchte – druckvoller echter Heavy Metal ohne Kompromisse – ist das Teil ein voller Erfolg – und mit Sicherheit interessanter als so manche aktuelle Veröffentlichung der großen Vorbilder von SONIC PROPHECY.

Anspieltipps:
“Man The Guns”, “Dreaming Of The Storm”, “Man And Machine”, “Iron Clad Heart” und “Chasing The Horizon”

Fazit:
Es sollte inzwischen deutlich geworden sein, dass jeder, der auf reinen qualitativen Heavy Metal Bock hat, den Jungs von SONIC PROPHECY mal ein Ohr leihen sollte. Es sei denn, er mant gerade die Guns. Das hat Priorität.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Savage Gods
02. Night Terror
03. Unholy Blood
04. Dreaming Of The Storm
05. Man The Guns
06. Walk Through The Fire
07. A Prayer Before Battle
08. Iron Clad Heart
09. Man And Machine
10. Chasing The Horizon

Jannis

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