SANCTUM PYRE – He Who Remains

Trackliste:

01. Break thy Chains
02. Ride through Fire
03. Behold the Thrones
04. Pay the Price
05. The Hammer and the Cross
06. The Oath
07. She was Flame
08. He Who Remains
09. Daughter of the Wind (feat. Thomas Karam & Shlomit Levi)
10. The Veil is Torn (CD Bonus Track feat. Thomas Karam)

 

Spielzeit: 55:18 min – Genre: Power Metal – Label: Steel Gallery Records – VÖ: 20.03.2026 – Page: www.facebook.com/sanctumpyre

 

Obwohl schon etwas länger veröffentlicht schauen wir uns heute noch einen vielversprechenden Newcomer der Szene an auf die ich im Nachgang zur VÖ aufmerksam wurde.
Die griechische Band SANCTUM PYRE, veröffentlichte im März ihr Debütalbum „He Who Remains“ und bekam meiner Ansicht nach viel zu wenig Aufmerksamkeit.
Die Band wurde 2025 von Keyboarder Nikos Tzouannis (BATTLE SYMPHONY) gegründet der auch alle Songs im Alleingang schrieb.
Unterstützt wird er hier gesanglich von niemand geringeren als MENTALIST Sänger Rob Lundgren sowie Mike G der sich für die Bass und Gitarrenparts sowie für den Drumcomputer verantwortlich zeigt.
Ja ihr habt richtig gehört, wir haben es hier nicht mit einem Menschen an den Fellen zu tun, was für mich eigentlich ein No Go ist, aber wenn man das schon so offensiv in den Promoinfos sagt und darauf hinweist, dann ist das für mich tatsächlich akzeptabel.
Als gesangliche Gäste finden sich auf dem Album noch Thomas Karam (NOOR, EXXUL) sowie Shlomit Levi (ORPHANED LAND).
Ach ja, musikalisch ist man klar im Power Metal beheimatet, auch wenn man immer mal wieder in die Epic oder Symphonic Schiene abweicht, die einen schönen orientalischen Touch aufweist. Ähnlich wie es die Jungs von ARRAYAN PATH praktizieren.

Gestartet wird das Album mit der Videosingle „Break thy Chains“. Ziemlich brachial mit ordentlich Keyboards geht man zu Beginn zu Werke. Und direkt wird aufgrund der Orchestrierung aber auch vor allem aufgrund des tollen passenden Gesangs von Fronter Rob der orientalische Touch hörbar, der so ja auch angekündigt war. Ein Opener der direkt zeigt, wo es lang geht, was man erwarten kann und welche tolle Qualität uns hier erwartet.
Im Anschluss gibt es dann mit „Ride Through Fire“ eine weitere Vorabsingle, die klar episch dominiert ist und im Vergleich zum Opener nochmal eine Schippe drauflegt.
Ein toller Song, der zurecht eine der Videosingles geworden ist!
Einen tollen Aufbau, auch vom Chorus her hat dann „Behold the Thrones“. Auch sind wir wieder knietief in der Epic Ecke unterwegs, gewürzt mit etwas Symphonic und vor allem Melodic kommt auch dieser Power Metalhammer sehr ordentlich aus den Boxen geballert!
Und wo wir gerade bei knietief sind, „Pay the Price“ badet im Anschluss im selbigen im Orient was sowohl instrumental als auch gesanglich sehr schnell klar wird.
Die Powerballade „The Hammer and the Cross” hat ebenfalls eine orientalische Einleitung bewegt sich ansonsten aber im langsamen Bereich wo ordentlich Atmosphäre und Emotionen rüberkommen auf über 5 Minuten.
Nach dem knapp 6-minütigen Epicbrecher „The Oath“ gibt es bei „She was Flame“ etwas Standard Power Metal, bevor es den Titelrack „He Who Remains“ auf die Ohren gibt. Auf über 9 Minuten zieht man hier als Band so ziemlich alle Register, die man vorher schon angewendet hat und präsentiert uns einen Power Metal Track, der auch wieder in die Epic und Symhonic Schiene abdriftet.
Als Abschluss gibt es mit „Daughter oft he Wind“ und „The Veil is Torn“ zwei Tracks die gesanglich nicht von Rob getragen werden, sondern als weiblichen Part von der israelischen Sängerin Shlomit Levi und als männlichen Part von Thomas Karam. Gerade bei der ersten Nummer ergibt sich so ein tolles gesangliches Wechselspiel welches auch wunderbar im bisher gehörten orientalisch angehauchten Epic Power Metal reinpasst.
Zwei Tracks, die die Platte wunderbar abrunden und auf den letzten Metern nochmal richtig zünden, geil!
Beide Musiker kannte ich bislang nicht, machen aber echt mächtig Eindruck und stehen dem Hauptsänger Rob Lundgren hier eigentlich in Nichts nach. Ich finde sie sogar teilweise noch etwas besser zur Mucke passend aufgrund ihrer Stimmfarbe und Stil! Davon hätte ich mir noch gerne den ein oder anderen Song mehr angehört.

Leider ging dieses Debüt in der Veröffentlichungsflut Anfang des Jahres etwas unter! Das vollkommen zu Unrecht, denn das, was mir hier als geneigter Fan geboten bekommt ist absolut hörenswert, wenn man auf diese Art Mucke steht!
Vom Songwriting her macht man hier vieles richtig und auch die Sängerauswahl erweist sich insgesamt als wahrer Glücksgriff.
Beim hoffentlich folgenden zweiten Album könnte die Eingängigkeit noch etwas höher werden, aber ansonsten kann man die Scheibe dem geneigten Fan, der mit dem Genre etwas anfangen kann, auf jeden Fall nur empfehlen.

Julian

 

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