PRISTINE – The Road back to Ruins

Band: Pristine
Album: The Road Back to Ruins
Spielzeit: 47:48 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 19.04. 2019
Homepage: www.pristine-music.com

PRISTINE – ROAD BACK TO RUINS
Makelloser Vintage-Bluesrock als Frustbewältigung
Die norwegische Band PRISTINE ist frustriert, zumindest ist aus dieser Gefühlslage heraus der Titel ihres mittlerweile fünften Studioalbums „Road back to Ruins“ entstanden.
Die Scheibe selber hinterlässt beim geneigten Hörer allerdings gänzlich andere Stimmungsmomente. Die für skandinavischen Ursprungs eher untypische Scheibe ist ganz klar im klassischen Hardrock der 70er Jahre angesiedelt, nimmt gekonnt Anleihen bei Led Zepplin auf, allerdings gänzlich ohne die Gefahr, wie ein weiterer Klon des Luftschiffes zu klingen. Stimmlich bewegt sich die grandiose Sängerin Heidi Solheim eher in Gefilden der älteren Heart Stücke und der 37jährige Rotschopf braucht den Vergleich mit Ann Wilson nicht zu scheuen. Wie sie nicht nur dem Song „Cause and Effect“ bluesig dezent ihren unverwechselbaren Stempel aufdrückt, ist aller Ehren wert.
Im treibenden Opener „Sinnerman“ kriegt man die Blueslastigkeit der Band aus Tromsø (ø =ALTTaste und auf Zahlenfeld 155 eingeben) noch gar nicht so mit, denn Gitarrist Espen Elverum Jacobsen, ein wahrer Könner seines Faches, liefert hier hardrockend ordentlich ab.
Das folgende Titelstück des Albums entspricht dann schon mehr dem Leitbild, auch wenn er gegen Ende überraschend mit einem Gitarrenhardrockriff in Reinkultur endet.
„Landslide“ und „Pioneer“ kommen etwas gewöhnungsbedürftig daher und sorgen für die akzeptablen, kleinen Durchhänger auf dem „Road“-Trip, wo hingegen sich „Blindspot“, mit arabischem Intro als Statement versehen, wunderbar im Tempo verschleppt in die Gehörgänge kriecht.
Exemplarisch herausgegriffen sind Songs wie „Aurora Skies“ und speziell „Your Song“ mit schönem Orgelsolo, einfach gute, warm klingende und komplett zeitlos arrangierte Rocksongs, wie sie nicht mehr allzu häufig die Welt erblicken.
„Road Back to Ruin“ lebt von der Vielfältigkeit der unterschiedlichen Songs, klingt, wie moderner 70er Hardrock klingen muss und entführt letztendlich in eine musikalisch ganz eigene Welt.
PRISTINE bieten mit ihrem aktuellen Album ganz sicher keinen Grund frustriert zu sein, liefern sie doch mit diesem Album den Höhepunkt ihrer bisherigen Schaffensphase ab.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sinnerman
02. Road Back To Ruin
03. Bluebird
04. Landslide
05. Aurora Skies
06. Pioneer
07. Blind Spot
08. The Sober
09. Cause And Effect
10. Your Song
11. Dead End

Link zum Video “Sinnerman” : 

Rüdiger König

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