01. Turn To The Light
02. Another Life
03. Why Do I Remember Me?
04. Portal Of Truth
05. Disease
06. The Unhinged Shadow
07. Last One Of My Kind
08. Further From The Light
09. One With The Night
10. Storm In My Heart
Spielzeit: 42:54 min – Genre: Power Metal – Label: DragonForged Records – VÖ: 30.01.2026 – Page: www.facebook.com/vandorband
Manchmal fühlt man sich als Redakteur bei einem Magazin wie der Rock Garage wie der Onkel zweiten Grades, der alle drei Jahre mal vorbeikommt und sich dann freut, wie groß der kleine VANDOR schon geworden ist. Ich begleite die Schweden schon seit ihrem Debütalbum mit Rezensionen (Wow, sechs Jahre ist das schon her) und jetzt ist das nächste Treffen gekommen.
„The Ember Eye Part II: The Portal Of Truth“ ist bereit, releast zu werden. Drittes Album des Quintetts, zehn Songs, von denen einer ein einminütiges Intermezzo ist.
Geziert wird das Ding von einem schönen handgemachten (muss man ja inzwischen lobend erwähnen) Cover, und auch ansonsten steckt hinter „TEEPII:TPOT“ jede Menge Handarbeit. Angefangen bei der Produktion, der ein wenig mehr Bass und Fettheit nicht geschadet hätte, die so wie sie ist dann aber eben klassisch nach 2000er Power Metal klingt, und so klingt auch die Musik von VANDOR.
Hier gibt es die komplette Ladung an hohen Vocals (angenehm unbearbeitet anmutend und kompetent geliefert von Sänger Vide), Backing Vocals für dichte Harmonien, schnelle Gitarren- und Keyboardsoli, oldschool Orchestersounds und ganz viel Uptempo-Beintraining für Drummer Viktor.
Der Melodiefaktor ist hoch, „ The Portal Of Truth“ ist zweifelsohne Power Metal der melodischsten Sorte, der über drei-Ton-Melodien nur müde lachen kann. Ab und zu führt das zu absoluten Hitmelodien (Der Chorus von „Why Do I Remember Me?“ ist einer der Gründe, warum es heutzutage noch solche Alben braucht). Wenn nicht, dann bieten VANDOR aber immer noch nostalgischen 2000er Power Metal in Reinform mit all seinen sympathischen Wendungen und ohne jegliche an dieser Stelle unangemessenen modernen Elemente.
Manchmal versucht man sich dann auch erfolgreich an Taktarten abseits der gängigen 4/4tel-Norm, so bei „Last One Of My Kind“, ein weiterer Hit auf der Platte. Mit „The Unhinged Shadow“ gibt es noch einen kleinen sympathischen Solo-Battle-Track, der erfreulicherweise neben seiner Funktion auch Charakter hat. Und zum ganzen Gespeede braucht es natürlich auch einen balladigen Kontrast-Song, der sich am besten in Form eines sechsminütigen feierlichen Endtracks macht, der „TEEPII:TPOT“ mit den ganz dicken Emotions beendet.
Fazit:
„The Ember Eye Part II: The Portal Of Truth“ ist das professionellste Album von VANDOR bislang. Und wie es sich für ein drittes Album in einer guten Bandkarriere gehört, schärft es den Stil der Schweden noch einmal. Im Mindesten gut gelaunter und gut gemachter Classic-Power-Metal-Throwback, und nicht selten mehr als das. Oh, und die CD (also das runde Ding mit dem Loch in der Mitte, die älteren erinnern sich) kommt mit drei Bonustracks. Könnte man bei Gefallen ja nochmal was kaufen, um sein Regal damit zu belasten!
Anspieltipps:
„Why Do I Remember Me?“, „Storm In My Heart“, „Last Of My Kind“ und „The Unhinged Shadow“ – und „Another Life“, dessen Video als Roland Emmerichs AVATAR unter den Musikvideos gehandelt wird:
Jannis






