TESLA – Mechanical Resonance Live

folderBand: Tesla
Album: Mechanical Resonance Live
Spielzeit: 59:59 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music
Veröffentlichung: 26.08.2016
Homepage: http://teslatheband.com

Der Sacramento-Fünfer TESLA um Front-Krächzer Jeff Keith ist nun auch schon seit 30 Jahren im Geschäft und hat in dieser langen Zeit einige erstklassige Hardrock Alben abgeliefert. Vor allem die ersten drei Scheiben sind allesamt Klassiker und dürfen in keinem Rocker Regal fehlen (neben der formidablen Live/Unplugged Scheibe "Five Man Acoustical Jam"). Im Gegensatz zu vielen (LA) Kollegen gingen die Jungs immer bodenständig ans Werk, lockerten das Songmaterial gerne mit ungewohnten Schlenckern auf und prahlten nicht umsonst mit dem selbstbewussten Hinweis "No Machines" auf Ihren Alben: handwerklich war und ist die Band bestens ausgerüstet – das Gitarrenduo Frank Hannon und Tommy Skeoch harmonierte wunderbar und hatte stets die perfekte Balance aus erdigem Riffing und flinken (gerne auch Dual) Leads parat. Tommy Skeoch ist seit nicht mehr in der Band. Seinen Posten hat Dave Rude übernommen, der auf der vorliegenden Live-Aufnmahme einen tollen Job macht und prächtig mit Frank Hannon harmoniert.

"Mechanical Resonance Live" bietet, wie der Name es schon sagt, das erste Album der Band in kompletter Länge, live eingespielt. Ich war von der Soundqualität der letzten Studio Scheibe etwas enttäuscht und viele Live-Veröffentlichungen die wir heutzutage vorgesetzt bekommen klingen reichlich unattraktiv. Das ist der Nachteil wenn man jeden Gig auf Harddisc mitschneiden kann, und kein großes Geld mehr in die Nachproduktion investiert. "Mechanical Resonance Live" klingt aber glücklicherweise ziemlich gut. Die Aufnahmen sind recht rau aber nie zu trocken und die Balance der einzelnen Instrumente ist bestens gelungen. Vor allem aber, und das ist der eigentliche Verdienst aller Beteiligten, klingt die Scheibe richtig schön Live und katapultiert somit den Zuhörer quasi mitten in den Zuschauerraum des Konzerts. Zum Songmaterial muss man dem Rock-Fan wohl nicht mehr allzuviel sagen: "Mechanical Resonance" gilt für viele Fans als das beste Album der Band und mit Hammer Tracks wie den straighten Rockern "Ez Come Ez Go", "Comin’ Atcha Live", dem leicht psychedelischen „Before My Eyes“ oder natürlich dem Band Klassiker "Modern Day Cowboy" kann man eigentlich nichts falsch machen.

Ich bin eigentlich kein Fan von Veranstaltungen, bei denen Bands in Nostalgie baden und sich im Schein vergangenen Ruhms nochmal sonnen möchten. Das Argument, dass die Fans gerne ein Klassikeralbum am Stück hören möchten kommt mir ebenfalls etwas suspekt vor. Ich denke das Konzept, so wie damals die unplugged Auftritte, ist so langsam durch. Aber gut, jedem das seine. Die Live Version von TESLA's Debüt ist dann aber wieder Erwarten sehr oft bei mir im Player rundgelaufen und hat mir eine Menge Spass bereitet. Als Bonus gibt es noch den wirklich starken, gute Laune versprühenden Track „Save That Goodness“, der vom Band Kumpel Phil Collen (Def Leppard) geschrieben und produziert wurde, obendrauf. Daher spreche ich hier mal (für Fans der Band) eine klare Kaufempfehlung aus.

(KEINE WERTUNG)

Trackliste:

01. Rock Me To The Top
02. Ez Come Ez Go
03. Gettin’ Better
04. Comin’ Atcha Live
05. Changes; Before My Eyes
06. 2 Late 4 Love
07. We’re No Good Together
08. Love Me; Cover Queen
09. Lil Suzie; Modern Day Cowboy
10. Save That Goodness (Studio Track)

Mario

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