THOSE DAMN CROWS – God Shaped Hole

Trackliste:

01. Dancing With The Enemy
02. Glass Heart
03. Fake
04. Dreaming
05. Let’s Go Psycho
06. No Surrender
07. The Night Train
08. Turn It Around
09. Spit & Choke
10. Still

 

Spielzeit: 40:23 min – Genre: Modern Hard Rock – Label: Earache Records / Edel – VÖ: 11.04.2025 – Page: www.facebook.com/thosedamncrows

 

THOSE DAMN CROWS aus dem British Empire sind mit ihrem vierten Studioalbum zurück auf der Spielwiese die sich Hard Rock nennt. Nachdem ich vor etwa zwei Jahren das dritte Album „Inhale / Exhale“ reviewte haben mich die verdammten Krähen so stark beeindruckt das ich mir alle Alben zugelegt habe, bei jedem war eine Steigerung zu hören. Mal sehen ob es da auch zwischen Album #3 und 4 auch wieder zu einer Steigerung kommt, die es nicht braucht waren die Briten auf dem Vorgänger schon verdammt stark aufgestellt aber man weiß ja nie.

Der Opener rast mit Lichtgeschwindigkeit in die Synapsen um sich dort als Dauerschleife einzunisten. Boah fängt das Teil stark an. Zur Band gehören die geile Stimme von Shane Greenhall, beide Gitarristen Ian Thomas, David Winchurch, Bassist Lloyd Wood und Drummer Ronnie Huxford. Das Cover zeigt sich düster farbenfroh und verbreitet eine Stimmung die sich schlecht beschreiben lässt.

Wenn es nach den ersten beiden Songs geht erwartet den Hörer ein Hit-Album, aber wir wissen alle das die Realität düsterer aussieht und THOSE DAMN CROWS nicht wirklich in den deutschen Mainstream-Medien zu finden sein werden. Aber der Umstand ist egal, es kann sich jeder den Tonträger besorgen oder THOSE DAMN CROWS auf den einschlägigen Streaming Plattformen anhören. Und dieser Umstand ist auch gut so, völlig schleierhaft ist allerdings warum diese Art Musik die einfach nur gute Laune verbreitet seit so vielen Jahren aus dem Mainstream verbannt ist. Der Grund ist doch total einfach, genau wie in der Politik nicht die Medien oder Politiker schaffen an sondern die Plattenriesen oder Konzerne und Berater im Hintergrund schaffen an und das ist wie uns die letzten dreißig bis vierzig Jahre gezeigt haben alles andere als ein positiver Zustand. Aber hier geht es nicht um Machtspielchen oder Politik sondern um das vierte Album von THOSE DAMN CROWS die sogar im Sommer für ein paar Shows zu uns kommen.

Und zum Glück hat sich nichts geändert, weder in die eine noch die andere Richtung, auf vom Vorgänger gewohnt hohem Niveau geht es bei den Krähen ab. Shane kann mit seiner geilen Stimme immer noch Akzente setzen und überzeugen. Die beiden Gitarren fahren volles Rohr auf und Watschen den Hörer regelrecht ab. Der Bass kann sich durchsetzen und die Drums sorgen für einen positiven Wirbelsturm.

Die Produktion bläst alles weg was nicht Niet- und Nagelfest ist, wenn ich meine Endstufe ausatmen lasse hüpfen die Standboxen im Takt.

Der Sound kann am besten mit NICKELBACK, 3 DOORS DOWN und VOLBEAT verglichen werden, dies allerdings mit einem gehörigen Anteil THOSE DAMN CROWS und vielleicht seit dem ich das Material von der KRIS BARRAS BAND kenne mit denen. Simpel gesagt grooviger modern angehauchter Hard Rock mit viel Drive und Melodie kommt aus den Lautsprechern und wenn man die Highlights ansieht die sehr hohes Potential für die Tanzflächen und Radio hätten aber dort wenig Abnehmer finden wird. Warum dies, weil anständige Rock Discos in Deutschland Mangelware geworden sind, und im Radio andere anschaffen nicht die Programmdirektoren oder Redakteure. Leider gibt es dieses Ungleichgewicht das weder für die Musik noch die Künstler Positiv ist. Aber zum Glück lassen sich so junge Wilde wie die von mir in dieser Rezi aufgeführten Künstler und auch die Krähen nicht entmutigen und machen verdammt geile Mucke die auf Anklang treffen und seine Fans finden sollte.

Auf einem Level mit dem Vorgänger mit einigen Knallerhits und einem Rest der andere weit in den Schatten stellt und weit hinter sich lässt.

„Dancing With The Enemy“ sprengt jeden Rahmen mit seiner eindringlichen Melodie und auch Refrain, „Glass Heart“ und sie haben es wieder getan, ein Highlight eingezimmert. „Fake“ braucht ein paar Durchgänge bis er sitzt, „Dreaming“ ein gefühlvoller fast schon Softrocker. „Let’s Go Psycho“ ein cooler Rocker der sich Luft macht. „No Surrender“ würde ohne Gitarren einen Pop Top Ten Hit darstellen. „The Night Train“ kommt mit einem Mix aus Orient und Southern Feeling ums Eck, „Turn It Around“ geht mit seinem Orient Charme sofort ins Ohr. „Spit & Choke“ will mit dem Kopf durch die dickste Betonwand, „Still“ eine abschließende Ballade die eine gewisse Anziehung versprüht.

Balle

THOSE DAMN CROWS – Inhale / Exhale

Trackliste:

01. Fill The Void
02. Takedown
03. Man On Fire
04. Wake Up (Sleepwalker)
05. This Time I’m Ready
06. I Am
07. See You Again
08. Lay It All On Me
09. Find A Way
10. Waiting For Me

 

Spielzeit: 37:23 min – Genre: Modern Melodic Hard Rock – Label: Earache Records / Edel – VÖ: 17.02.2023 – Page: www.facebook.com/thosedamncrows/

 

Aus Zufall kam ich auf diese UK Rocker, mehr aus Neugier als Wissen meldete ich mich für diese Promo. Nach dem ersten Höreindruck war ich mehr als nur positiv überrascht da mir die Fünf Jungs von der Kanalinsel nicht bekannt waren. Was die Waliser hier liefern ist High Energie Hard Rock der Modernen Art. Zur Band gehören Shane Greenhall am Mikro, Ian Thomas und David Winchurch an den Gitarren, Lloyd Wood am Bass und Ronnie Huxford an Drums.

Als erstes fällt an THOSE DAMN CROWS auf das die Songs ohne Ausreißer mit göttlichen Melodieführungen zwar Modern aber dabei mit verdammt Geilen Harmonie ausgestattet sind. Der melodische Gesang passt mit seiner Tonlage perfekt wie Eimer auf Arsch oder Topf auf Deckel zur groovigen und geilen Mucke der Waliser. Die Stimme von Shane ist geradezu das ideale Vertonungsorgan für die Krähen, die Gitarren schnaufen mit voller Wucht aus und verschaffen sich mit ihren Messerscharfen Riffattacken Luft um alles um zu bügeln was vor die Griffbretter springt. Der Bass rauscht wie ein ICE durch die Songs und die Drums treiben zur Schlacht von Cymerau und hauen einem mit einer brachialen Brutalität die Gehörgänge wund. Die Produktion ist das Tüpfelchen auf dem I und macht deutlich das mit den Fünf in Zukunft gerechnet werden muss wenn sie diesen Standard im Songwriting halten können wächst da der nächste Super Act ala NICKELBACK heran.

Vergleichen kann man THOSE DAMN CROWS am besten mit NICKELBACK, 3 DOORS DOWN und VOLBEAT, so eingängig, melodisch und geil wie NICKELBACK und die DOORS gepaart mit den energiegeladenen Genen von VOLBEAT und fertig ist der Sound der Verdammten Krähen. Bei allen Ähnlichkeiten stürmen die Songs mit Vollgas in den Frontallappen und überzeugen mit Melodie, Härte, Modern angehaucht und bei all dem Eingängig wie Sau. Als Kopie würde ich THOSE DAMN CROWS nicht sehen sondern vielmehr eine weitere Band die diese Spielwiese bevorzugt und auch perfekt beherrschen und händeln kann ohne dabei als Klon zu wirken. Als Kopie ist der Sound zu perfekt in Szene gesetzt, also einfach der Band mal einen Probelauf gönnen und sich selbst ein Bild von der Qualität machen. Und jetzt kommt der einzige Kritikpunkt den ich anmerken muss: Jungs warum nur knappe 37,5 Minuten gute Laune Rocker, hätte es nicht ein paar Minuten länger gehen können.

Das Fazit, ein Brecher der alles hat was das Rockerherz begehrt, eine tolle Stimme, Harmonien, Melodien, giftige Riffeinlagen der beiden Griffbrett Wizards und eine treibende Rhythmus Fraktion die Dampf macht.

„Fill The Void“ ein cooler Einstieg in das Album, „Takedown“ ein Nackenbrecher mit coolen Vibes. „Man On Fire“ der Song für den Platz der #1 in den Charts, „Wake Up (Sleepwalker)“ sehr Modern mit schrägen Riffeinlagen aber dabei verdammt cool, „This Time I’m Ready“ eine saustarke Ballade mit sehr viel Momenten und überzeugend im Refrain Softrocker und ab Minute drei geht das Ding nochmal voll für 45 Sekunden ab und mutiert in dieser Spanne zum brachial, genial Rocker um sanft auszuklingen. „I Am“ macht Spaß und gefällt, „See You Again“ das nächste Highlight für die Spitze der Top Ten mit epischen Oohooho’s. „Lay It All On Me“ noch so ein Geniestreich was für ein geiler Song in den Strophen schon genial, die Bridge göttlicher als alles was es in letzter Zeit so auf die Lauscher gab und gipfelt in einen, selten so intensiven und dramatischen Refrain gehört, der mehr als nur einen kalten Schauer über die volle Länge des Rückens laufen lässt. „Find A Way“ in den Strophen kräftig bis heftig im Refrain cool und gemäßigt, „Waiting For Me“ ein Vollgas Rocker der abgeht wie ein Eichhörnchen auf Speed.

Balle