Harpyie News

Am 28.06. erscheint das neue HARPYIE Studioalbum „Aurora“ bei Metalville Records (Rough Trade)

Mit ihren 12 neuen Songs gibt sich die Band politischer, religiöser und autobiografischer als je zuvor. Ein Klanggewitter aus modernem Metal, Folklore und Pop treffen auf Geschichten aus längst vergangener Zeit. HARPYIE erschaffen auch dieses Mal ein völlig neue Welt, die sich um ihr Album rankt und ziehen mit modernen aber auch historischen Geschichten ihre Hörer in den Bann.

Hier schon mal das Cover:

HARPYIE – Freakshow

Band: Harpyie

Album: Freakshow

Spielzeit: 50:51 min

Stilrichtung: Mittelalter Rock

Plattenfirma: Metalville

Veröffentlichung: 18.09.2015

Homepage: www.harpyien.de


Mit ihrem letzten Album „Willkommen im Licht“ REZI  konnten mich die Ostwestfalen von HARPYIE nicht komplett begeistern. Das Songmaterial war an manchen Stellen doch zu schwach und der Gesang war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber jeder hat ja eine zweite Chance verdient und so stürze ich mich ohne Vorurteile in die Hördurchgänge der neuen Platte „Freakshow“.

Was erstmal direkt auffällt ist die Gestaltung der Platte bzw. die Songtitel. Hier zieht man den Titel und das Thema der Platte komplett durch und bewegt sich im eher dunklen, düsteren Bereich. Dies werden wir auch bei den Texten schnell merken.

Als Opener fungiert der schon aus dem Internet bekannte Titeltrack „Freakshow“. Eine mittelalterliche Einstimmung ist bei dem Track ebenso inklusive wie der immer noch gewöhnungsbedürftige Gesang von Aello die Winboe aber auch einem tollen schmissigen Rhythmus sowie einem Ohrwurmchorus. Somit ist der Opener schon mal nicht von schlechten Eltern!

Die beiden nächsten Nummern „Monster“ und „Elisa“ kommen dann aber irgendwie nicht so richtig in die Füße, da fehlt einfach der Drive und die Eingängigkeit des Openers.

Wesentlich besser tönen da auf jeden Fall die nächsten Songs „Dunkle Wissenschaft“, „Fauler Zauber“ und „Tanz auf meinem Grab“. Alle haben interessante Melodien, bieten viel Abwechslung und sind mit einem Ohrwurmchorus ausgestattet. Somit gelingt es der Band ohne Probleme die Hörer hier bei der Stange zu halten. Hoffentlich schafft man das auch bei den nächsten Tracks?

Nun ja leider ist das qualitative Auf und Ab welches wir auch schon beim letzten Album hatten, auch dieses Mal hier vertreten.

Die besten Tracks sind noch „Der Schwarze Mann“, „Goblin“ und „Das Zweigesicht“, alles andere kann da qualitativ leider nicht mithalten.

Trotzdem muss man festhalten ist das Songmaterial welches hier überzeugen kann um Welten besser als noch auf dem Vorgängeralbum, von daher kann man hier auf jeden Fall von einer glasklaren Verbesserung reden!


Anspieltipps:


Mit “Freakshow”, “Dunkle Wissenschaft“, „Fauler Zauber“, „Tanz auf meinem Grab“ und “Das Zweigesicht” sind diese recht schnell ausgemacht


Fazit :


Mit ihrem neuen Album haben die HARPYIEn auf jeden Fall einiges besser gemacht als noch auf dem Vorgänger. Der Lohn dafür sind starke 7,5 Punkte und Fans der Band sollten sich hier auf jeden Fall direkt wohl fühlen, aber auch anderen Mitteltalterfans sei diese Scheibe auf jeden Fall ans Herz gelegt!

Wenn jetzt das ewige qualitative Song Auf und Ab aufhört und der Gesang noch einen Tucken verbessert wird, dann klappt es das nächste Mal auf jeden Fall auch mit einer 8er Wertung!


WERTUNG:




Trackliste:


01. Freakshow

02. Monster

03. Elisa

04. Dunkle Wissenschaft

05. Fauler Zauber

06. Tanz auf meinem Grab

07. Karneval der Kreaturen

08. Lebendig Begraben

09. Der Schwarze Mann

10. Wilde Reise durch die Nacht

11. Goblin

12. Das Zweigesicht

13.Wahnsinn


Julian

HARPYIE – Willkommen im Licht

Band: Harpyie
Album: Willkommen im Licht
Spielzeit: 54:23 min
Stilrichtung: Mittelalter Rock
Plattenfirma: Metallville
Veröffentlichung: 11.10.2013
Homepage: www.harpyien.de

Das Genre des Mittelalterrocks hat seine Hochzeit, wo diese Spielart in aller Munde waren und Bands wie IN EXTREMO, SCHELMISH und SUBWAY TO SALLY richtig fett im Geschäft waren auch schon ein wenig hinter sich. Ein paar der alten Recken sind zwar immer noch aktiv und die Mucke hat auch noch viele Fans, aber so richtig zufrieden dürfte man bei den Bands nicht sein.
Umso erstaunlicher ist es, das in der letzten Zeit doch noch einige Veröffentlichungen einen bleibenden Eindruck hinterließen. Man denke da nur mal an die neuen Alben von NACHTGESCHREI oder SALTATIO MORTIS. Genau in diesem Fahrwasser kommt nun auch das neue Album der Ostwestfalen von HARPYIE „Willkommen im Licht“ auf den Markt. Die Truppe die sich 2011 gründete startete 2012 mit dem Auftritt auf dem Wave Gothic Treffen so richtig durch und konnte sich schnell eine passable Fangemeinde erspielen
HARPYIE sind eigenständig, eingängig und modern und liefern ein beeindruckendes Gesamtkonzept ab, welches sich auch in ihren imposanten Bühnenshows widerspiegelt.
Wir sollten daher nun nicht mehr viel Zeit verlieren und uns mitten in den deutschsprachigen Mittelalterrock mit all seinen Geigen, Flöten und Dudelsäcken stürzen und tun dies mit dem Openertrack „Aus den Schatten“.
Dieser ist nur ein stimmungsvolles Intro, welches uns perfekt zum ersten richtigen Track „Der letzte Held“ leitet. Hier erwartet uns ein kraftvoller Rhythmus, sowie ein witziger Text der direkt ins Ohr geht. Live dürfe dieser Track tierisch abgehen. Auf jeden Fall haben HARPYIE mit diesem Doppelpack einen sehr guten Einstieg hingelegt.
Beim folgenden „Wir sterben nie“ legt man geschwindigkeitsmäßig auf jeden Fall einen Zacken zu. Glanzpunkt ist auf jeden Fall der schmissige Chorus den man schon nach kurzem mitsingen kann und der die Nummer einfach in die Gehörgänge wandern lässt.
Die beiden nächsten Tracks „Ausgebrannt“ und der Videotrack „Blutsbrüder“ können mich irgendwie aber nicht wirklich packen. Hier fehlt mir irgendwie der Schwung. Da fand ich die vorherigen Tracks wesentlich besser.
Bei „Diese eine Nacht“ stimmt das Ganze dann wieder, schnell hat man den Song im Kopf und die interessante musikalische Arrangements tun ihr übriges, das der Song einem noch lange im Gedächtnis bleibt.
Danach folgt wieder ein bisschen Standardkost, zu erwähnen ist noch das mit modernen Sounds unterlegte „Antarktika“, welches aber das Ruder hier auch nicht mehr rumreißen kann.
Ab geht’s in den letzten Teil der Platte, hier findet man dann doch noch mit „Jericho“, dem bärenstarken „Sturmvögel“ und dem abschließenden Titeltrack „Willkommen im Licht“ einen versöhnlichen Abschluss. Ganz überzeugen konnten mich die HARPYIEn aber leider nicht auf eurem ihrem neuen Album.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier “Der letzte Held”, “Wir sterben nie”, “Diese eine Nacht” sowie “Sturmvögel” zu nennen.

Fazit :

Nun ja was soll ich sagen? Ich denke mein letzter Satz des Rezitextes passt ganz gut. Ganz überzeugen konnten mich HARPYIE mit ihrem neuen Album nicht. Der Mittelteil ist dafür einfach nicht packen genug und viele Songs schlüpfen einfach so an einem vorbei ohne groß hängen zu bleiben.
Dazu kommt noch der gewöhnungsbedürftige Gesang, der auf Dauer doch ziemlich monoton daher kommt.
Aber man muss auch festhalten das die Truppe gerade mit den Songs im ersten und im letzten Teil der Platte zeigt was sie drauf haben.
Mittelalerfreaks können mit Sicherheit noch ein bisschen was an Punkten drauf rechnen, ich vergeben mal solide 6,5 Punkte für “Willkommen im Licht.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Aus den Schatten
02. Der letzte Held
03. Wir sterben nie
04. Ausgebrannt
05. Blutsbrüder
06. Diese eine Nacht
07. Samson und Delilah
08. Mädchen im Wasser
09. Antarktika
10. Antarktika Epilog
11. Jericho
12. Anna Marie
13. Sturmvögel
14. Willkommen im Licht

Julian