01. Sator Rotas
02. A Clockwork Reverie
03. 18 (It Feels Like Heaven)
04. Andromeda
05. Identities (2026 Version)
06. God Is Dead (2026 Version)
07. The 25th Hour (2026 Version)
Spielzeit: 34:50 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/visiondivineofficial
Ab und zu macht das Leben unvorhersehbare Dinge. So auch bei Oleg Smirnoff und Michele Luppi, die damals beide bei VISION DIVINE spielten, dann nicht mehr, und jetzt, so 18 bis 20 Jahre später, einfach wieder dabei sind.
Das muss natürlich gefeiert werden, und das macht man natürlich am besten mit neuer Musik. Vielleicht auch mit älterer Musik, die man aber im neuen alten Lineup nochmal etwas umgearbeitet und neu aufgenommen veröffentlicht.
Damit sind wir bei „A Clockwork Reverie“. Eine der EPs, die löblicherweise gleich mal 35 Minuten lang sind. Auf der gibt es mit „Identities“, „God Is Dead“ und „The 25th Hour“ drei Songs aus den Jahren 2005 bis 2007 in modern, und dazu gleich vier neue Songs. Also drei, das unter eine Minute lange Intro zählen wir nicht. Davor knackt der Titeltrack direkt mal die Sieben-Minuten-Marke.
Die neu aufgenommenen Songs sind natürlich moderner produziert und ansonsten leicht neu arrangiert. Da hat man beispielsweise das Cello und die Akustikgitarre von „Identities“ durch ein Klavier und Streicher ersetzt, das Synth am Start von „The 25th Hour“ weniger Ohr-schädigend gewählt und an Stellen kleine Aspekte neu hinzugefügt.
Und insgesamt? Nun, der Sound ist ein wenig schwierig. Das liegt zuerst einmal an den Vocals, die sehr oft mehrstimmig sind, und dazu einfach ein wenig überpräsent. Daurch gerät der Rest der Band in den Hintergrund und knallt nicht so, wie er sollte.
Und es passiert einfach viel in praktisch allen Songs auf „A Clockwork Reverie“. Das kann gut sein, aber in diesem Fall lässt es die Songs leider oft planlos wirken. Jedes Instrument macht viele Sachen, aber nicht gut aufeinander abgestimmt, die Interaktion auf musikalischer Ebene lässt zu wünschen übrig. Und das füllt die Songs mit einem hohen „Lärmanteil“ von Dingen, die im Hintergrund abgehen, ohne dass man sie als konstruktive Teile der Songs wahrnehmen würde, und nimmt ihnen ihre Klarheit und Identität.
Das mag bei zukünftigen Releases anders sein. Schließlich sind Oleg und Michele erst seit 2025 wieder dabei, Drummer Matt Peruzzi seit 2024, und beim nächsten Album mag man wieder mehr zueinander gefunden haben. Bei „A Clockwork Reverie“ überdeckt es aber leider häufig das Talent, das man diesem Lineup zweifelsohne attestieren kann.
Fazit:
Und damit ist „A Clockwork Reverie“ ein Schritt in eine neue Zeit für VISION DIVINE, der selbstverständlich auch immer wieder seine Momente hat. Aber mehr Einheit, mehr Fokus und mehr Reduzierung aufs Wesentliche hätte der Platte gut getan.
Anspieltipps:
„18 (It Feels Like Heaven“ und „Identities“
Jannis





